Die Scheune
In einer Scheune, die zu einem Ferienhaus umgebaut ist, treffen sich drei Freundinnen für ein Wochenende. Das Haus liegt in einer abgelegenen Gegend in der Nähe der schottischen Grenze. Am nächsten Morgen ...
In einer Scheune, die zu einem Ferienhaus umgebaut ist, treffen sich drei Freundinnen für ein Wochenende. Das Haus liegt in einer abgelegenen Gegend in der Nähe der schottischen Grenze. Am nächsten Morgen sollen auch die Männer eintreffen. Doch die Landschaft ist abgelegen und der Handy-Empfang ist schlecht. Bei der Ankunft finden die Frauen einen Brief, in dem behauptet wird, einer ihrer Männer sei umgebracht worden. Natürlich beginnen die Frauen, sich Sorgen zu machen und zu überlegen, wen es getroffen haben könnte. Ihre Gastgeber haben ihnen gesagt, es sei besser, die Scheune heute nicht mehr zu verlassen, da schlechtes Wetter angesagt ist.
Drei Frauen, die sich in einer Ausnahmesituation befinden. Jede hat ihre eigenen Probleme und Gedanken. Was als schöner Wochenendbeginn geplant war, wir zu einer herausfordernden Zeit. Und auch die Gastgeber haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Sie brauchen das Geld der Feriengäste, doch der Inhaber muss mit einer Demenzdiagnose leben und es ist unklar, wie lange er das mit der Gästebetreuung noch schafft. Und dann können die Ehemänner nicht erreicht werden. Was ist zu Hause los? Der Brief kann doch nicht ernst gemeint gewesen sein. Aber was, wenn doch?
Das ist ein ganz schön langes Wochenende. Da die Freundinnen auch ihr eigenes Süppchen kochen, halten sie nicht besonders gut zusammen. Besonders Jane hat eigene Pläne und Ruth versucht ihren Ehefrust mit Alkohol zu betäuben. Manchmal fragt man sich, wieso sie überhaupt losfahren. Aber vielleicht soll ja auch alles besser werden, wenn die Männer da sind. Doch die erscheinen nicht. Das Verhalten der Gastgeber ist auch nicht immer hilfreich. Und was daheim geschieht ist auch eher unschön. Es ist etwas schwierig in diesem Buch Sympathien zu entwickeln. Trotzdem ist es spannend. Beim Hörbuch muss man genau hinhören, um im Bilde zu sein, wo und bei wem man sich gerade befindet. Dies erschließt sich eher aus mehr oder weniger deutlichen Hinweisen als durch genaue Benennung. Wie immer sehr gut liest Vera Tellz.