Cover-Bild Küstengeheimnis
Band 10 der Reihe "Kommissare Westermann und Hartwig"
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Cosy Mystery
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 12.02.2025
  • ISBN: 9783839207956
Heike Meckelmann

Küstengeheimnis

Kriminalroman
Als das Ehepaar Lore und Tim Ahlers von der Insel Fehmarn spurlos verschwindet, setzt ihre besorgte Nichte Nadja alles daran, sie zu finden. Verzweifelt bittet sie die Polizei um Hilfe, doch die Recherchen gestalten sich schwierig. Die einzige Spur führt Hauptkommissar Dirk Westermann und seinen Kollegen Thomas Hartwig zur Luxusjacht der Ahlers, die diese erst kürzlich verkauft haben. Aber stürmische Gewässer erschweren die Ermittlungen und ein Mord im Hafenbecken von Burgstaaken wirft weitere Fragen auf. Liegt die Wahrheit am Ende viel näher als gedacht?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2025

Man kann jedem nur vor den Kopf sehen

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Nadja Wentdorf ist in Sorge. Ihre Tante und ihr Onkel, Lore und Tim Ahlers, sind spurlos verschwunden. Beide lebten auf ihrer Yacht, der White Pearl", im Hafen von Burgstaaken auf Fehmarn. Nadja wendet ...

Nadja Wentdorf ist in Sorge. Ihre Tante und ihr Onkel, Lore und Tim Ahlers, sind spurlos verschwunden. Beide lebten auf ihrer Yacht, der White Pearl", im Hafen von Burgstaaken auf Fehmarn. Nadja wendet sich an die Polizei, jedoch ist der Fall kompliziert. Dirk Westermann und Thomas Hartwig entdecken, daß die Ahlers ihre Yacht erst kürzlich an ein junges Ehepaar verkauft haben. Als jedoch der Hafenmeister tot im Hafenbecken gefunden wird, wirft dies ein anderes Licht auf das Verschwinden der Ahlers. Was steckt wirklich dahinter?

Heike Meckelmann läßt mit "Küstengeheimnis" wieder ihre bewährten Ermittler Westermann und Hartwig ermitteln. Auch dieser Fall hat es in sich. Zunächst tappen die Ermittler im Dunklen, haben keinerlei Ansatzpunkte und glauben nicht wirklich an einen Mord. Einzig Nichte Nadja und Fehmarns Miss Marple Charlotte Hagedorn sind fest davon überzeugt. Charlotte ermittelt natürlich wieder auf eigene Faust, was immer wieder für besondere Momente sorgt. Ihre Art mag ich sehr. Und um ehrlich zu sein, habe ich das Gefühl, daß ohne sie so mancher Fall nicht aufgeklärt würde. Sie spielt eine große und sympathische Rolle in den Krimis. Überhaupt sind die Hauptcharaktere, die in jedem Band eine Rolle spielen, allesamt absolute Sympathieträger. Ihr Leben zu verfolgen macht richtig Spaß und man hat das Gefühl, die Entwicklung guter Freunde zu verfolgen. Der Fall ist wieder mächtig spannend. Was zunächst ganz einfach wirkt, wird im Laufe der Handlung zu einem handfesten Verbrechen, das seinesgleichen sucht und in seiner Abgebrühtheit unfassbar ist. Heike Meckelmann spürt man übrigens auch hier ihre Liebe zu Fehmarn deutlich an. Liebevoll beschreibt sie ihre Insel so bildhaft, da spürt man fast den Fahrtwind, wenn es über den Kleiderbügel geht, man hört die typischen Hafengeräusche und sieht die stürmisch aufgewühlte See genau vor sich.

Auch dieser Fall hat mich wieder sehr begeistert und die Anspielungen auf Band 11 machen schon jetzt neugierig!

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Enttäuschung statt Inselgefühl – ein Krimi, der mich mega enttäuscht hat

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Küstengeheimnis von Heike Meckelmann, erschienen im Gmeiner Verlag, sollte für mich ein atmosphärischer Fehmarn‑Krimi werden, doch schon nach wenigen Kapiteln war klar, dass dieses Buch mich eher frustrieren ...


Küstengeheimnis von Heike Meckelmann, erschienen im Gmeiner Verlag, sollte für mich ein atmosphärischer Fehmarn‑Krimi werden, doch schon nach wenigen Kapiteln war klar, dass dieses Buch mich eher frustrieren als fesseln würde. Das einzig wirklich Schöne ist das Cover – und selbst da erkennt man den Fehmarn‑Bezug nur am orangenen Elefantenumriss, der die Form der Insel nachzeichnet. Am Bild selbst sieht man nicht, dass es ein Fehmarn‑Krimi sein soll.

Inhaltlich konnte mich der Roman überhaupt nicht überzeugen. Die Handlung wirkt an vielen Stellen an den Haaren herbeigezogen, die Figuren handeln unlogisch und unsympathisch, und echte Spannung kommt kaum auf. Besonders irritierend war für mich, dass ich schon sehr früh wusste, wer der Mörder ist – ein Krimi ohne Rätselgefühl ist für mich kein Krimi. Die Nichte Nadja bittet zu Beginn verzweifelt die Polizei um Hilfe, weil Lore und Tim Ahlers verschwunden sind, doch später scheint ihr das völlig egal zu sein. Und die Darstellung von Tim Ahlers ist schlicht widersprüchlich: Erst wird er über viele Seiten hinweg extrem negativ gezeichnet, und dann wird auf Seite 491 plötzlich gefragt, warum „ehrliche, fleißige Menschen“ sterben mussten. Ihn als ehrlich zu bezeichnen, ist ein negativer Witz. Das ist unmöglich und passt überhaupt nicht zu dem Bild, das vorher aufgebaut wurde.

Auch sprachlich hatte ich große Schwierigkeiten. Ich bin immer wieder über Formulierungen gestolpert, weil der Schreibstil für mich nicht flüssig war. Die Bezeichnungen wie „die 31‑Jährige“ oder „die 26‑Jährige“ wirkten hölzern und unnatürlich. Dazu kam der Versuch, Fehmarn‑Dialekt einzubauen – aber das ständige Hin‑ und Her zwischen „Deern“ und „Mädel“ passte weder zu den Figuren noch zur Situation und wirkte einfach merkwürdig. Hinten im Buch gab es zwar drei großzügige Seiten Dialektübersetzung (mit vielen leeren Absätzen), aber das half nicht, weil der Dialekt im Text selbst unpassend und zu gehäuft eingesetzt wurde.

Dazu kamen sprachliche Auffälligkeiten, die mich komplett aus dem Lesefluss rissen: Auf Seite 420 beginnen zwei Sätze direkt hintereinander mit „Westermann“. Auf Seite 425 enden sogar zwei Sätze hintereinander mit „rund um Bornholm“. Solche Stellen ziehen sich nicht durch das ganze Buch, aber sie tauchen oft genug auf, dass ich immer wieder hängen blieb und mich fragte, warum das niemand geglättet hat.

Auch die Länge des Romans ist ein Problem. 506 Seiten wären absolut nicht nötig gewesen; 300 hätten völlig gereicht. Die restlichen 206 Seiten wirkten wie Füllmaterial. Statt Spannung gab es dafür eine übertriebene Menge an Sexszenen, die keinerlei Mehrwert für den Fall bieten und eher wie „sex sells“ wirken. Die Szene mit Charlotte im eiskalten Wasser (ab Seite 300) war zwar spannend, aber völlig unplausibel – ich bezweifle stark, dass ein Mensch sich so lange in dieser Temperatur halten kann. Ebenso unlogisch ist, dass Charlotte ständig ihr Handy vergisst, obwohl ihre Verwandte und ihr Kind Probleme haben. Sie betritt mehrfach widerrechtlich die Jacht, vergisst dort sogar ihre Mütze, und alles läuft genau auf das hinaus, was der Leser längst erwartet.

Als Fehmarn‑Fan war ich besonders enttäuscht. Nur Ortsnamen wie Burgstaaken zu erwähnen, erzeugt noch lange kein Inselfeeling. Das stürmische Meer könnte genauso gut auf Sylt oder Rügen stattfinden. Nichts an Atmosphäre, Menschen, Dialekt oder Stimmung hat mich an Fehmarn erinnert.

Am Ende bleibt für mich nur eines: tiefe, echte Enttäuschung. Ich habe viele Stunden meiner Lebenszeit mit diesem Buch verbracht und anschließend noch mehr Zeit in diese Rezension gesteckt – und beides fühlt sich wie verschwendet an. Ich liebe den Gmeiner Verlag eigentlich sehr, aber hier frage ich mich ernsthaft, wie dieses Buch so durchgewunken wurde. Für mich war es ein Fehlkauf, den ich 2026 für ein Buch von 2025 bitter bereue.

Mein Fazit: 1 Stern – und das nur wegen des Covers.

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