Cover-Bild Die Reisenden der Hankyu-Bahn
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 17.03.2026
  • ISBN: 9783446285743
Hiro Arikawa

Die Reisenden der Hankyu-Bahn

Roman
Sabine Mangold (Übersetzer)

Der Healing-Fiction-Bestseller aus Japan: warmherzige Geschichten aus dem Zug zwischen Kyoto und Osaka, über das, was im Leben wirklich wichtig ist

Seit Jahrzehnten bringt die Hankyu-Bahn, ein weinroter Regionalzug zwischen Kyoto und Osaka, ihre Passagiere sicher ans Ziel. Während sich die Jahreszeiten vor dem Fenster ändern, kommen die Menschen einander näher: von dem jungen Mann, der sich in eine Mitreisende verliebt, über die Frau, die den Mut fasst, sich aus ihrer Beziehung zu lösen, bis hin zur Witwe, die ein neues Leben beginnt.
In diesem sanft durch die idyllische Berglandschaft Japans fahrenden Zug begibt sich jeder von ihnen auf eine Reise, um der Mensch zu werden, der er wirklich sein möchte.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Esse74 in einem Regal.
  • Esse74 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

Hörbuch-Rezi

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Zwischen Kyoto und Osaka in Japan bringt die nostalgische Hankyu-Bahn mit ihren dunkelroten Regionalzügen ihre Passagiere regelmäßig und zuverlässig ans Ziel, auch wenn sie bisweilen stark überfüllt ist. ...

Zwischen Kyoto und Osaka in Japan bringt die nostalgische Hankyu-Bahn mit ihren dunkelroten Regionalzügen ihre Passagiere regelmäßig und zuverlässig ans Ziel, auch wenn sie bisweilen stark überfüllt ist. Hier ereignen sich Schicksale und es kreuzen sich die Wege der Reisenden, wodurch sie erstaunliche Wendungen nehmen können. Ein Reisender entdeckt die junge Frau, die eigentlich voll sein Typ ist, ihm aber immer seine Lieblingsbücher in der Bibliothek vor der Nase weg schnappt, wieder und sie schafft es, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Eine sitzen gelassene, wunder schöne Braut, kommt gerade von der Hochzeitsfeier ihres Ex mit ihrer Ex-Freundin zurück, in einem eleganten weißen Kleid und einer edlen Hochsteckfrisur... War es diesen Aufwand wert, um sich zu rächen? Eine junge Studentin wagt es ihrem ebenfalls studierenden Freund zu belehren, was ihn wütend und aggressiv macht. Eine ältere Mitreisende ist entsetzt und tituliert ihn als Nichtsnutz... ein Denkanstoß für das Selbstwertgefühl der jungen Studentin. Eine Witwe beschließt ihrer Enkelin und sich eine Freude zu machen, die ihr Mann ihr nicht gewährt hätte und auch ihr Sohn und seine Frau ihrer Tochter nicht erlauben würden, doch sie, sie hat als verwitwete Rentnerin doch alle Freiheiten, was hindert sie daran, sich noch mal einen Wunsch zu erfüllen. Kleine scheinbar flüchtige Momente, die jedoch lange nachhallen, wie ihre gemeinsame Rückfahrt 6 Monate später zeigt....
Der Roman ist in Japan bereits vor 20 Jahren erschienen und seither ein Bestseller, kein Wunder, denn er verströmt absolute Wohlfühl-Vibes, Alle Menschen steigen eigentlich nur für eine Fahrt in diese Bahn. Es wird in der ersten Hälfte ihre Hinreise beschrieben, was die Leute dazu bringt, hier und jetzt diese Bahn zu nehmen. Wir lernen ihr aktuellen Sorgen und Nöte kennen und in welcher Verfassung sie einsteigen. Doch diese Fahrt wird keine der geschilderten Personen beenden, wie er oder sie sie begann. Diese Fahrt ist für sie wie der Aufbruch in ein neues besseres Leben oder eine neue, bessere Version ihrer selbst. In der Mitte der Geschichte sind dann 6 Monate vergangen und wir erfahren, wie sich das Leben dieser Zufallsbekanntschafen, in deren Seelen wir für kurze Augenblicke schauen konnten, und die uns für einen kurzen Moment an ihre Leben teilhaben ließen, verändert hat. Für sie war die Hinfahrt ein wichtiger Impuls und auf der Rückfahrt dürfen wir erleben, wie sehr sie ihn genutzt haben und was sie aus sich und ihrer Situation gemacht haben. Unsere Alltagsheldinnen und -helden von der Hinfahrt sind nun deutlich glücklicher und blicken zuversichtlich in die Zukunft.
Diese Geschichte hat mich wegen all der japanischen Namen und Orte anfangs etwas überfordert, denn ich hatte null Chance, sie mir wirklich zu merken. Aber ihre Geschichten waren so prägnant und von Hiro Arikawa so geschickt erzählt, dass sobald ich mich darauf einließ, es für mich kein Problem mehr den einzelnen Schicksalssträngen zu folgen. Sie bei der Rückfahrt alle wieder korrekt zu identifizieren war das etwas schwieriger, weil sie sich ja auch verändert hatten, aber auch das klappte beim genauen Zuhören, weil die Autorin auch immer wieder auf die Schlüsselerlebnisse zu sprechen kam. Sie fängt kleine feine Momente ein, die auch Denkanstöße für uns unsere Ziele, aber auch unser Benehmen in der Öffentlichkeit (im Zug) gibt und uns auch zeigt, wie Kleinigkeiten, wie die Rücksichtnahme sowohl auf Reisende, als auch auf Schwalben, einen Unterschied machen können. Kein Detail ist zu unwichtig, alles ist irgendwie von Bedeutung.
Diese kleinen Episoden sind einfach schön und machen sowohl glücklich, als auch Hoffnung und die eine oder andere, besonders die der jungen Frauen, die Kraft und Mut haben ihr Schicksal zu wenden, haben mich zum Schmunzeln gebracht.
Rubina Nath liest diese Geschichten mit viel Einfühlungsvermögen und schafft damit beim Hören ein noch stärkeres Wohlgefühl, als es wohl beim Lesen aufkäme. Ihre Aussprache all dieser japanischen Namen und Worte gelingt ihr sehr flüssig und für mich klingt es einfach super japanisch ;) aber was heißt das schon. Auf jeden Fall, klingen sie weich und angenehm, als würde man über dämpfende Kirschblütenblätter laufen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Der Weg ist das Ziel

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Mir hat das Erzählkonzept, bei dem die Charaktere immer die Interaktionen der Figuren vor ihnen in der Bahn beobachten, nur um dann selbst in den Fokus zu rücken, so wie die Stationen der Bahn voranschreiten, ...

Mir hat das Erzählkonzept, bei dem die Charaktere immer die Interaktionen der Figuren vor ihnen in der Bahn beobachten, nur um dann selbst in den Fokus zu rücken, so wie die Stationen der Bahn voranschreiten, richtig gut gefallen. So ist alles im steten Fluss. Die Kapitel sind angenehm kurz und leicht zu lesen.

Es geht bei all den Begegnungen und Geschichten um zwischenmenschliche Beziehungen unterschiedlicher Art, wobei vor allem romantische Beziehungen im Fokus stehen. Ich finds sehr spannend, wie sich hier Bekanntschaften und Beziehungen anbandeln, welchen Konventionen und Regeln dabei gefolgt wird.

Dabei ist der Leser so ein bisschen Zaungast dieser Interaktionen, die wie Schlaglichter beleuchtet werden. Und obwohl sich diese Episoden natürlich eher oberflächlich abspielen, lernt man doch auch einiges über die Figuren, ihre Gedanken und Gefühle. Das fand ich schön inszeniert und habe mich zum Beispiel Shoko sehr verbunden gefühlt.

Ein schönes Buch mit sehr greifbaren, alltäglichen Geschichten. Mir hats gut gefallen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Sehr schön geschrieben, aber superfesselnd fand ich es leider nicht

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Der Gesellschaftsroman ist schon interessant gestaltet, wenngleich auch die Idee mit Reisenden in der Bahn, die sich begegnen und dann Episoden aus ihren Leben miteinander teilen, schon gut klingt. Aber ...

Der Gesellschaftsroman ist schon interessant gestaltet, wenngleich auch die Idee mit Reisenden in der Bahn, die sich begegnen und dann Episoden aus ihren Leben miteinander teilen, schon gut klingt. Aber teilweise sind diese Geschichtchen doch eher etwas eintönig gewesen und da hatte ich mehr erwartet, auch wenn alle Schicksale sich auf der Fahrt mit der Hankyu-Bahn ineinander oder miteinander verweben. Am besten fand ich die über Shoko, die verlobt ist, ihre Hochzeit plant, aber feststellen muss, dass ihr Verlobter bereits eine andere Angestellte der Firma, in der sie beide arbeiten, liebt, eine Affäre hat. Nun heiratet man und es kommt ein Kind und Shoko sinnt auf Rache...so geht sie auch als Gast zu Hochzeit, aber in einem weißen atemberaubenden Kleid, perfekt geschminkt und stiehlt der Braut die Show...die Reisenden treffen neue Lebensentschlüsse, was auch interessant war, aber mir fehlte ein bisschen mehr Pepp. Nun muss man sich aber auch auf die japanische Kultur einlassen etc.

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