Cover-Bild Baumhaus mit Faultier

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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein extra
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 10.08.2018
  • ISBN: 9783864930621
Ina Knobloch

Baumhaus mit Faultier

Wie ich mir meinen Lebenstraum in Costa Rica erfüllte
"Ich weiß nicht, ob es Tarzan, Jane oder Mogli war, wodurch ich als Kind mit dem Dschungel- und Baumhausfieber infiziert wurde. Ich war jedenfalls noch sehr jung. Ansonsten eher die Prinzessin auf der Erbse kletterte ich wie ein Affe an allen Turnstangen und –seilen hoch, bezwang Bäume wie eine Katze und vermisste schon als kleines Kind einen Urwald und ein Baumhaus."

Die Biologin und Filmemacherin Dr. Ina Knobloch reiste durch die ganze Welt, um sich Inspirationen für ihr Baumhaus zu holen. In jahrelanger Forschung lernte sie die artenreichsten Lebensräume der Erde kennen. Und nach 30 Jahren erfüllt sie sich endlich ihren Lebenstraum: Ein eigenes Baumhaus in Costa Rica - auf einem Grundstück, auf dem sie 1987 selbst die Bäume gepflanzt hatte. Ina Knobloch will der Welt den Regenwald näher bringen und setzt sich gleichzeitig für seinen Schutz ein. Ein Weg voller Hürden und Rückschläge, aber auch einmaliger Begegnungen und großartiger Abenteuer.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2018

Mehr Fragen als Antworten ...

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Ich habe ein amüsantes Buch erwartet, das mit witzigen Begebenheiten nur so um sich wirft und nebenbei ein bisschen über die Entstehung eines Baumhauses in Costa Rica berichtet.
Ich wurde etwas enttäuscht ...

Ich habe ein amüsantes Buch erwartet, das mit witzigen Begebenheiten nur so um sich wirft und nebenbei ein bisschen über die Entstehung eines Baumhauses in Costa Rica berichtet.
Ich wurde etwas enttäuscht und bekam ein Buch, bei dem ich mich oft fragte: Warum wurde es geschrieben? Welcher Zweck wurde verfolgt?
Ich habe keine Antwort gefunden. Es ist kein Buch, das mit witzigen Anekdoten punkten kann. Selbst wenn die Erinnerungen der Autoren witzig sein sollten, so springt der Funke nicht ganz herüber.
Manchmal kann ich mich auch an biologischen Unklarheiten aufhängen (und das mache ich ziemlich oft …): So werden Baumstachler mal kurz als Stachelschweine bezeichnet (auch wenn es im englischen nicht so unkorrekt ist, aber in Deutschland sind New World porcupines immer noch Baumstachler oder Neuweltstachelschweine, dass neuweltgeier als geier bezeichnet werden ist wohl noch hinnehmbar, aber … der Affe von Pippi Langstrumpf ist in den Filmen kein Kapuzineraffe sondern ein Totenkopfäffchen).
Aber auch eine andere Sache hat mich etwas irritiert: Es gibt zwar einen Roten Faden (das Planen und Bauen des Baumhauses), aber von diesem wird immer wieder abgewichen und Reisen/Erlebnisse aus der Vergangenheit berichtet. Das macht es etwas schwer dem Buch zu folgen.
Eine bessere Chronologie hätte Baumhaus mit Faultier sicher nicht geschadet, ebenso wenig wie eine interessantere Erzählweise. Der Funke sprang nicht rüber und so blieben die Fragen am Ende nicht anders als zu Beginn und während des Lesens: Warum wurde es geschrieben? Welcher Zweck wurde verfolgt? Und dann noch die Frage nach der Zielgruppe. Auch diese Frage konnte ich nicht beantworten.

Veröffentlicht am 18.08.2018

Geschichten von ganz weit oben

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Wer würde nicht gern so leben? In einem Haus mit und mitten in der Natur. Wo einem morgens die Faultiere gaaanz langsam eine Klaue entgegenstrecken, einem der Duft von Frangipani-Blüten schon beim Aufstehen ...

Wer würde nicht gern so leben? In einem Haus mit und mitten in der Natur. Wo einem morgens die Faultiere gaaanz langsam eine Klaue entgegenstrecken, einem der Duft von Frangipani-Blüten schon beim Aufstehen um die Nase weht, Leguane zwischen den Ästen hocken und der Wecker aufgrund von Brüllaffen vollkommen überflüssig ist. Okay, letzteres wäre für mich ein Problem.

Es ist schon unheimlich interessant, was Ina Knobloch von ihrem Leben in Costa Rica zu berichten hat. Als Biologin kennt sie sich aus mit Flora und Fauna, und das merkt man ihrem Buch auch an. Neben Tier- und Pflanzenwelt geht es aber vor allem darum, wie sie ihren Traum, ein Baumhaus in Costa Rica zu bauen und darin zu leben, verwirklicht hat. Es werden unheimlich viele Beispiele für Baumhäuser oder Baumhaushotels – auch in Europa – genannt und beschrieben. Sie trifft Bauherren, mit denen sie sich beraten hat oder Inspiration für ihr eigenes Haus gesucht hat. Man kann diese auch alle googeln und ich war erstaunt, wie viele solcher eigenwilliger Bauten es gibt – sei es als Privatdomizil oder als Heim auf Zeit für Touristen.

Das Buch hat also meinen Horizont auf jeden Fall erweitert und der Bildteil des Buches rundet die Geschichte ab, denn so bekommt man einen noch besseren Eindruck von den Häusern, aber auch von der Tier- und Pflanzenwelt Costa Ricas.

Mit einer Sache allerdings bin ich schlecht klargekommen: die vielen zeitlichen Brüche innerhalb des Buches. Ina Knobloch erzählt ja von diversen Reisen, die sie innerhalb von 30 Jahren nach Costa Rica und zu Baumhausbesitzern unternommen hat. Und oftmals kommt sie auf frühere Aufenthalte zu sprechen – mitten im Kapitel und ohne weitere Abgrenzung. Genau so schnell ist sie dann manchmal wieder beim „aktuellen“ Thema und man muss mitunter ganz schön überlegen, um das einordnen zu können. Zumal auch frühere Reisen nicht chronologisch angesprochen werden. Hier wäre aus meiner Sicht eine bessere Abgrenzung (z. B. Zwischenüberschrift mit Jahreszahl) hilfreich gewesen. So war ich ab und zu ganz schön verwirrt. Denn es gibt zwar viele Zwischenüberschriften, aber diese grenzen nicht wirklich klar ab – zumindest nicht so, wie ich es gebraucht hätte.

Trotzdem fand ich das Buch lesenswert und freue mich, dass ich meinen Wissensschatz wieder ein wenig erweitern konnte.