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Veröffentlicht am 02.08.2021

Genial

Doktor Maxwells wunderliches Zeitversteck
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Doktor Maxwells wunderliches Zeitversteck ist der vierte Teil der amüsanten Zeitreiseabenteuer von Dr. Maxwell und ihren Freunden von St. Marys... wobei...seit Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass hat ...

Doktor Maxwells wunderliches Zeitversteck ist der vierte Teil der amüsanten Zeitreiseabenteuer von Dr. Maxwell und ihren Freunden von St. Marys... wobei...seit Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass hat sich doch einiges geändert und fast scheint es so, als müssten die Karten neu gemischt werden. Zwar der vierte Teil einer Reihe lässt sich das Buch auch als Einzelband lesen, denn sowohl der Fan der Reihe als auch der Neueinsteiger werden mit derselben Verwirrung konfrontiert wie die Protagonistin, welche in eine neue,, aber doch irgendwie vertraute Welt gestoßen wurde und nun auf alte Bekannte trifft, die doch irgendwie fremd sind. Aber lange kann man sich nicht beschnuppern, denn schnell wird es rasant und am Ende wird der Leser mit einer richtigen Schlacht um das St. Mary's belohnt.
Es bleibt chaotisch wie man es gewohnt ist, es gibt neue und alte Gegner und man wird schnell von der Handlung gefesselt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will. Da ist auch kein Platz für Liebeleien, was mir im letzten Teil zu viel war. Nun taucht es fast gar nicht auf.
Und trotz der Ernsthaftigkeit der Geschichte und der Brutalität mancher Ereignisse erscheint mir dieser Teil noch witziger als die Vorgänger.
Manche Reihen verlieren schnell ihren Reiz, aber ich habe den Eindruck, dass das bei Dr. Maxwell noch lange nicht der Fall ist. Wenn man denkt es könnte zu Ende gehen findet man immer noch ein interessantes Schlupfloch und Jodi Taylor überrascht mit einem Roman, der dem Thema Zeitreisen immer wieder neue Nuancen abringt.
Wer Zeitreisen mag muss Doktor Maxwell lieben...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2021

Nicht nur für Superheldenfans

Marvel | Legenden von Asgard – Der Kopf des Mimir
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n der nordischen Mythologie ist Heimdall ein Gott aus dem Göttergeschlecht der Asen, der als Wächter der Götter dargestellt wird. Er ist der Wächter der Götter und bewacht insbesondere die Brücke Bifröst ...

n der nordischen Mythologie ist Heimdall ein Gott aus dem Göttergeschlecht der Asen, der als Wächter der Götter dargestellt wird. Er ist der Wächter der Götter und bewacht insbesondere die Brücke Bifröst (den Regenbogen), die von Midgard nach Asgard führt. Auf Grund seines Wächteramtes kommt er mit wenig Schlaf aus, hat ein ausgezeichnetes Gehör und scharfe Augen. Auch wird ihm ein goldenes Gebiss nachgesagt. Zudem wird er weise „wie sonst nur die Wanen“ genannt. Heilig sind ihm die Widder (altnordisch heimdali). Heimdall wohnt in Himinbjörg und reitet auf seinem Pferd Gulltopp. Das Gjallarhorn, das ‚schallende Horn‘, ist in seinem Besitz. Der Klang des Horns warnt zu Beginn der Ragnarök vor der Zeit, die den Untergang der Götter zur Folge hat.
In Marvels Universe bewacht Heimdall den Bifröst.
Der Kopf des Mimirs zeigt eine Episode aus dem Jugendleben des Wächters.
Ich bin ja immer skeptisch, was Bücher zu Serien anbelangt. Das kann funktionieren, in meinen Augen funktioniert das meistens nicht, auch wenn wenige Ausnahmen die Regel bestätigen. Die Marvel-Filme basieren auf Comics (und abgesehen von diversen X-Men-Comics habe ich keine davon gelesen, weil mir zwar die Superhelden-Filme und -Serien gefallen, mir der Zugang zu Comics allerdings fehlt.
Aber Vorurteile hin oder her, ich habe der Buchversion einer Comicfigur eine Chance gegeben. Und ... ich habe es nicht bereut. Tiefgang darf man nicht erwarten, aber ein spannendes Abenteuer, bei dem ich wenig Zusammenhang zu den bekannteren Comic-Helden sehen konnte (die zwar genannt werden, aber in Heimdalls Geschichte, mit Ausnahme von Sif natürlich, keine Rolle spielen). Gut hätte man die Geschichte auch als nordisches Epos verkaufen können, ohne dass das Marveluniversum eine Rolle spielt.
Es ist eine rasante Geschichte mit Verfolgungsjagden, Kämpfen, Magie und Intrigen, aber es gibt auch ruhigere Momente. Heimdalls Charakter wird gut dargestellt und die Szenen mit seiner Schwester zeigen innige Geschwisterzusammengehörigkeit.
Wäre das ein Film würde ich es als Popcorn-Kino bezeichnen und so ... Hirn ausschalten und einfach genießen. Es muss nicht immer Thor oder die Avengers sein.
Und nachdem ich mit der Beschreibung Heimdalls in der nordischen Mythologie begonnen habe ende ich mit Sifs Beschreibung, deren Rolle im Marvel Universum eine bessere ist: Die nordische Mythologie hat ihr die Rolle von Thors Gattin zugeschrieben und mehr ist sie anscheinend tatsächlich nicht...

Man muss kein Comic/Marvel/Superheldenfan sein um Gefallen an dem Buch zu finden. Wer sich nicht an einer freien Gestaltung der nordischen Mythologie stört wird auch als Fantasy- oder Mythologie-Freund Gefallen an Heimdalls Abenteuer finden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2021

Ein bisschen zu viel des Guten

Doctor Who Monster-Edition 6: Roboter des Todes
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Normalerweise bin ich etwas skeptisch, was Romane zu Serien anbelangt. Meist entpuppen sich diese (aus meiner Sicht) als Reinfall oder Enttäuschung (wenn die Kontinuität zur eigentlichen Serie nicht gewahrt ...

Normalerweise bin ich etwas skeptisch, was Romane zu Serien anbelangt. Meist entpuppen sich diese (aus meiner Sicht) als Reinfall oder Enttäuschung (wenn die Kontinuität zur eigentlichen Serie nicht gewahrt wird). Nachdem ich aber von Doktor Who und die Krikkit-Krieger sehr angetan war, dachte ich (warum auch immer) das andere Doktor Who-Romane ein ähnliches Niveau aufwarten dürften. Roboter des Todes ist der zweite Roman aus dem Doktor Who-Universum, den ich gelesen habe.

Der vierte Doktor war in der Serie zwischen 1974 und 1981 zu sehen. Es fällt verstärkt auf, dass er kein Mensch, sondern ein Außerirdischer ist. Er hat einen äußerst schrägen Humor und spielt gern Streiche. Oft mimt er den Trottel. Nur selten tritt sein durchaus intelligentes und ernsthaftes Wesen an die Oberfläche. Er führt allerlei Kleinigkeiten in seinen Jackentaschen mit sich. Des Öfteren stößt er beim Kramen auf eine Tüte Gummibärchen und bietet seinem Gegenüber welche an. Diese Eigenschaft findet man auch öfter in Roboter des Todes und es ist dem Doktor egal, ob es sich um einen Menschen/Außerirdischen oder einen Roboter handelt. Letztere reagieren manchmal etwas irritiert und haben mehr oder weniger seltsame Ansichten zum Thema Gummibärchen.
Leela ist eine Kriegerin eines barbarischen Stamms aus der fernen Zukunft. Alle Menschen dort sind Nachfahren der Teilnehmer einer missglückten Planetenerkundungsmission, die im Laufe der Generationen wieder auf ein primitives Stammessystem zurückgefallen sind. Der Doktor schafft es, Leelas Aberglauben an Schamanismus und Magie zu brechen und sie von der wissenschaftlichen Denkweise zu überzeugen. Dies führt dazu, dass sich Leela – zunächst gegen seinen Willen – als Companion anschließt.
Natürlich muss man Doktor Who-Fan sein um die Bücher zu verstehen, aber andererseits könnte ich mir den Hinweis auch sparen... wer sonst würde das Buch sonst lesen. Und obwohl es innerhalb einer reihe der 6. Band ist muss man die Vorgänger nicht kennen (ich tue es nicht). Alle Bände sind abgeschlossene Teile innerhalb des Universums.
Zum Buch selber: Mich hat es nicht überzeugt. Ich fand es durch die zahlreichen wechselnden Schauplätze und Personen sehr unübersichtlich und der Doktor hat anfangs auch wenig zu tun und bekommt erst gegen Ende einige große Auftritte. Es gibt humoristische Ansätze die dem Doktor gerecht werden könnten, aber irgendwie ist mir das zu wenig gewesen. Ich hatte mehr Spaß erwartet, mehr Doktor (und Zusammenarbeit mit Leela, die auch eher ihre eigenen Wege geht).
Der Doktor und Leela werden zwar meiner Meinung nach gut charakterisiert, man kann sich die beiden gut vorstellen, aber was die Handlung anbelangt so kam diese mir etwas verwirrend und unausgegoren vor. Vielleicht wäre weniger mehr gewesen. Weniger Handlungsstränge, weniger handelnde Personen...

Für Doktor Who-Fans nicht unbedingt zu empfehlen und für andere ... lieber die Serie schauen.

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Veröffentlicht am 29.07.2021

Immer wieder hörenswert

Das Dschungelbuch
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Das Dschungelbuch ist ein Klassiker, der durch zahlreiche Verfilmungen (u. a. als Zeichentrick von Walt Disney) bekannt wurde und zu Recht als Klassiker gilt. Allerdings haben das Buch selbst die wenigsten ...

Das Dschungelbuch ist ein Klassiker, der durch zahlreiche Verfilmungen (u. a. als Zeichentrick von Walt Disney) bekannt wurde und zu Recht als Klassiker gilt. Allerdings haben das Buch selbst die wenigsten gelesen und so ist es nicht verwunderlich, dass das Dschungelbuch nur mit den Abenteuern von Mowgli gleichgesetzt wird, obwohl es noch einige andere Erzählungen gibt.
Aber … auch Christian Brückner und das wilde Jazzorchester vertonen nur Mowglis Geschichte. Und das geschieht auf wunderbare weise. Christian Brückner beweist sein Talent, seine Stimme haucht den Tieren Leben ein und die orchestrale Untermalung unterstützt dieses auf eigenwillige, aber durchaus passende und sehr dramatische Weise. Wer nun Dschungelklänge und Vogelgezwitscher erwartet wird enttäuscht werden, alle anderen werden großartig unterhalten.
Obwohl das Dschungelbuch schon einige Jahre (die Originalausgabe erschien 1894) auf dem Buckel hat bleibt die Geschichte zeitlos (auch wenn es nicht leicht ist das Original zu lesen, aber es gibt zahlreiche Übersetzungen in eine modernere Sprache) und ist nicht nur für Kinder geeignet.

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Veröffentlicht am 29.07.2021

Unterhaltsamer Katzenkrimi aus Ägypten

Ein Fall für Katzendetektiv Ra, Das verschwundene Amulett
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Eine Reise ins alte Ägypten … naja fast jedenfalls, denn obwohl sich Amy B. Greenfield an einige Fakten richtet ist vieles (fast alles möge man meinen) frei erfunden. Aber das spielt keine Rolle. Man glaubt ...

Eine Reise ins alte Ägypten … naja fast jedenfalls, denn obwohl sich Amy B. Greenfield an einige Fakten richtet ist vieles (fast alles möge man meinen) frei erfunden. Aber das spielt keine Rolle. Man glaubt sich tatsächlich in die Vergangenheit versetzt und ermittelt zusammen mit Kater Ra und seinem Begleiter Khepri (der durchaus den Namen Meisterdetektiv verdient hätte). Witzig, spannend und rasant begleitet der Leser den etwas faulen, von sich selbst überzeugten Kater durch den Palast von Pharao und lernt einige tierische und menschliche Bewohner und ihre Eigenheiten kennen. Fast wird typische Detektivarbeit geleistet, kindgerecht natürlich, aber spannend und sehr witzig (was man anhand des bunten Covers auch erwarten darf).
Die Geschichte bietet der Zielgruppe genau die richtige Mischung aus Spannung, Abenteuer und Humor. Gefährlichen Situationen und Verfolgungsjagden (und sehnsüchtige Gedanken an die nächste Mahlzeit) wechseln sich mit witzigen Gedanken- und Wortspielen ab.
Langweile kommt nie auf und ich bin gespannt ob die Fortsetzungen ebenso unterhalten können.

Eigentlich ist DAS VERSCHWUNDENE AMULETT für jeden Katzenfreund geeignet, egal welchen Alters und vielleicht der Beginn einer Vorliebe für Katzenkrimis …

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