Cover-Bild Aus Stille geformt
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 30.01.2025
  • ISBN: 9783492072632
Ingrid Kloser

Aus Stille geformt

Roman | Eine Liebeserklärung an das Töpfern, die Stille und die Bedeutung menschlicher Beziehungen | Für Fans von »Offene See« und »Ein Monat auf dem Land«

»Dieser ruhige und vorsichtig erzählte Roman (hat mich) von Anfang an in seinen Bann gezogen.« ELKE HEIDENREICH

»Aus Stille geformt« von Ingrd Kloser ist ein wunderschöner und poetischer Roman vom tiefen Glück, mit den Händen Formen zu schaffen

Schon als Kind schuf Akiko erste Tonfiguren auf dem Boden sitzend im Atelier ihres Onkels. Gegen den Willen ihres Vaters, aber ermutigt von ihrer Mutter verlässt sie Japan und lernt in Deutschland das Töpferhandwerk. Als sie ein Praktikum bei einem Töpfermeister im Bregenzerwald antritt, scheint es ein Glücksfall zu sein: Friedrich liebt wie Akiko die Stille, den Ton und das Brennen im Holzbrennofen. Friedrich erkennt in Akiko nicht nur ein großes Talent, in gemeinsamen Arbeiten und Gesprächen hilft er ihr, die eigene Form zu finden. Bis Akiko Hinweise auf frühere Reisen Friedrichs nach Japan findet und ihm Fragen stellt ...

»Ein Buch wie eine Meditation über die Schönheit des Einfachen ... Schon nach den ersten paar Seiten will man einen Flug nach Japan buchen.« DONNA

Es gibt Bücher, die die Seele berühren – »Aus Stille geformt« gehört dazu.

Für Leserinnen und Leser von Benjamin Myers »Offene See« und J.L. Carrs »Ein Monat auf dem Land«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2025

5 verdiente Sterne hierfür!

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Klappentext:

„Ein wunderschöner und poetischer Roman vom tiefen Glück, mit den Händen Formen zu schaffen

Schon als Kind schuf Akiko erste Tonfiguren auf dem Boden sitzend im Atelier ihres Onkels. Gegen ...

Klappentext:

„Ein wunderschöner und poetischer Roman vom tiefen Glück, mit den Händen Formen zu schaffen

Schon als Kind schuf Akiko erste Tonfiguren auf dem Boden sitzend im Atelier ihres Onkels. Gegen den Willen ihres Vaters, aber ermutigt von ihrer Mutter verlässt sie Japan und lernt in Deutschland das Töpferhandwerk. Als sie ein Praktikum bei einem Töpfermeister im Bregenzerwald antritt, scheint es ein Glücksfall zu sein: Friedrich liebt wie Akiko die Stille, den Ton und das Brennen im Holzbrennofen. Friedrich erkennt in Akiko nicht nur ein großes Talent, in gemeinsamen Arbeiten und Gesprächen hilft er ihr, die eigene Form zu finden. Bis Akiko Hinweise auf frühere Reisen Friedrichs nach Japan findet und ihm Fragen stellt ...



Eine ebenso zarte wie weise Liebeserklärung an das Töpfern und die Bedeutung menschlicher Beziehungen.“



Ingrid Klosers Geschichte „Aus der Stille geformt“ hat mich tief berührt. Ihre Geschichte rund um Akiko und Friedrich ist tiefgreifend ohne jegliche Spur an Kitsch.

Kloser verwebt einerseits die japanische Lebensart und die Deutsche. Zudem steht das Töpfern im Fokus. Aus einem Stück Ton, etwas Wasser und einer Drehscheibe formt der Mensch händisch etwas für die Ewigkeit. Diese Stücke können genutzt werden und überdauern, wenn möglich, die Zeit selbst. Bei dieser Arbeit bedarf es nicht vieler Worte. Es braucht geistige Konzentration und Geschick. Man kann in dieser Stille förmlich versinken und genau das erliest der Leser hier in Klosers Geschichte. Die Figuren sind wirklich bestens austariert, die Geschichte hat einen feinen Spannungsbogen ohne Drama oder Effekthascherei. Sie kommt mit fein ausgesuchten Worten aus, mit einem ruhigen Ausdruck und starken bildhaften und emotionalen Erzählungen. Als Leser ist man stets bei der Arbeit der Beiden dabei. Steht gedanklich still daneben und sieht zu. Wir dürfen ganz ruhig in Akikos und Friedrichs Welt eintauchen, gehen einer Vermutung hinterher die sich dann aber anders aufzeigt als gedacht und dennoch ihren ganz eigenen Zauber hat. Kloser zeigt uns mit dieser Geschichte auf, dass Ruhe und Stille manchmal die besseren Zuhörer sind und auch guttun können. Die Autorin schafft es mit gerade mal 224 Seiten den Leser in den Bann zu ziehen. Genau dafür vergebe ich verdiente 5 Sterne inklusive Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 23.02.2025

Eine ruhige Geschichte über zwischenmenschliche Beziehungen und die Liebe zum Töpfern

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Schon in jungen Jahren begeisterte sich Akiko für das Töpfern. Als junge Frau verwirklicht sie schließlich ihren Traum von einer Töpferausbildung. Sie verlässt Japan, um das Handwerk in Deutschland von ...

Schon in jungen Jahren begeisterte sich Akiko für das Töpfern. Als junge Frau verwirklicht sie schließlich ihren Traum von einer Töpferausbildung. Sie verlässt Japan, um das Handwerk in Deutschland von Grund auf zu lernen. Anschließend kommt sie für ein Praktikum bei Friedrich im Bregenzerwald unter. Dort trainiert sie jeden Handgriff vom tagtäglichen Drehen an der Scheibe bis zum Brennen im traditionellen Holzofen. Bald stellt sie jedoch fest, dass Friedrich und sie mehr verbindet als nur die Liebe zum Ton.

In „Aus Stille geformt“ begleiten wir Akiko ein Stück auf ihrem Weg zur Töpferin. Dabei vermittelt der Roman viel Wissen über die Arbeit mit Ton. Jeder Schritt bei der Entstehung eines Gefäßes wird bildlich beschrieben: vom Drehen an der Scheibe, dem Trockenvorgang und dem Abdrehen über das Glasieren bis hin zum Brennen. Während sich Akiko bei allen Arbeitsgängen anfangs an ihrem Meister orientiert, entwickelt sie sich zunehmend weiter und findet allmählich ihre eigene Form. In der Geschichte wird stets betont, dass die Arbeit mit dem Naturmaterial viel Erfahrung benötigt und nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Dennoch ist die Hingabe, mit der sich die beiden Protagonisten dem Töpfern widmen, deutlich zu spüren.
Neben den handwerklichen Einblicken bringt uns der Roman auch die japanische Kultur näher. Das Land blickt auf eine Jahrtausende alte keramische Tradition zurück, die sich in Akikos Onkel, der Töpfermeister ist, widerspiegelt. Dass Akiko ihre Ausbildung dennoch fern ihrer Heimat absolviert, liegt allein am Rat ihres Verwandten: „Es ist wichtig, dass du diese Reise machst. Du wirst als eine andere zurückkommen.“ (S. 57) Und genau das wird sie auch:
Mit Friedrich lernt Akiko einen Menschen kennen, der ihrem Leben eine besondere Wendung gibt. Die beiden begegnen sich anfangs als Fremde, spüren jedoch schnell eine Verbindung zueinander. Umso mehr Zeit vergeht, desto besser lernen sie sich kennen. Ihr Verhältnis ist mal von Neugierde, Freundschaft und Vertrauen geprägt, mal von Unsicherheit und sogar Wut. Damit werden viele Nuancen zwischenmenschlicher Beziehungen aufgezeigt. Hier hätte ich mir noch mehr Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Figuren gewünscht. Für mein Empfinden kratzten die Beschreibungen noch zu sehr an der Oberfläche, sodass mir die Figuren ein wenig fremd blieben. Unterstützt wird dieses Gefühl durch die zahlreichen und großen Zeitsprünge, die sich durch die Geschichte ziehen.
Das Ende des Buches habe ich leider von Beginn an erahnen können. Schuld daran ist jedoch gar nicht der Handlungsverlauf, der da etwa vorhersehbar wäre, sondern allein die Vorankündigung des Verlags. Mit einem einzigen Wort hat diese zu viel vom Inhalt vorweggenommen und meine Lesefreude damit deutlich getrübt. Auf den meisten Portalen ist die Beschreibung in der Zwischenzeit glücklicherweise angepasst worden, sodass der Verlauf der Geschichte für neue Leser vielleicht doch eine Überraschung bereithält.
„Aus Stille geformt“ ist ein ruhiger Roman, der sich besonders für Liebhaber des Töpferhandwerks und der japanischen Kultur eignet.