Rivalinnen am Berg
Arielle von Känel ist als Bergsteigerin in aller Munde und beherrscht das Spiel mit den sozialen Medien, und auch die öffentlichen sind voll von Nachrichten über ihre Fähigkeiten im Berg. Ihre Konkurrentin ...
Arielle von Känel ist als Bergsteigerin in aller Munde und beherrscht das Spiel mit den sozialen Medien, und auch die öffentlichen sind voll von Nachrichten über ihre Fähigkeiten im Berg. Ihre Konkurrentin ist Victoria Adler, die noch eine Bergspitze vor Ari in den Medien ist. Sie hält den Geschwindigkeitsrekord in der Eiger Nordwand und den möchte ihr Ari abnehmen. In diese Rivalität stürzt Ari am Niesen ab. Die Ermittlerin Megan Jäger muss klären, ob es sich um Mord handelt. Die Spuren weisen darauf hin und so ermittelt sie im Umkreis der beiden Sportlerinnen, bis eine zweite Tote aufgefunden wird. Die Fragen werden immer mehr, doch Megan hat viele Insider Informationen, die ihr helfen sollen, die Fälle aufzuklären.
Der Krimi „Eigerduell“ von Irene Mürner erzählt von dem Abenteuer Bergsteigen und den Animositäten zwischen Bergsteigerinnen. Schon das Cover ist beeindruckend mit dem Blick auf die Eiger Nordwand und einem Hotel im Vordergrund. Das erscheint sehr bedrohlich und ist doch eine große Herausforderung, um die es in diesem Roman geht. Die Autorin wählt eine sehr erzählende Sprache für diesen Krimi, denn es geht auch um die Schönheit der Berge und auch die Anstrengungen, die Sportler und Sportlerinnen unternehmen müssen, um den Herausforderungen zu begegnen. Die Hauptcharaktere in diesem Krimi sind Frauen, die Bergsteigerinnen Arielle und Victoria und die Kommissarin Megan Jäger, eine Frau, die in Kenia geboren wurde und nun in der Schweiz lebt. Im Hintergrund der starken Frauen sind Männer oder auch Familien, die ihnen den Rücken stärken, aber auch schon mal für Probleme zuständig sind. Es sind auch tragische Begebenheiten, die sich in diese Begeisterung einmischen, vergangene Freundschaften und das Ende von Beziehungen. Aber das positive kann die Kommissarin Megan verkünden, denn Familie ist das Wichtigste. Das erlebt sie bei ihrem Onkel und ihrer Tante hautnah. Die Story ist nachvollziehbar und authentisch und auch die Spannung ist wohldosiert und schließt mit einem ausgewogenen Spannungsbogen ab. Einige Twitches sind eingebaut, um die Spannung hochzuhalten, die allerdings auch erst nach einer recht langen Einführung beginnt.
Ich mag diese Art von Krimis, die sich langsam bis zum Ende entwickeln und auch regionale Elemente beinhalten. Hier sind es Informationen um den Klettersport, die mich ansprechen. Das lässt auch die ausführliche Erklärung in den Hintergrund treten. Ein gutes Exemplar für einen regionalen Krimi.