Cover-Bild Leuchtende Schatten
(1)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
29,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Otto Müller Verlag GmbH
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 328
  • Ersterscheinung: 19.02.2015
  • ISBN: 9783701312283
Iris Wolff

Leuchtende Schatten

Mit einem Unfall am See beginnt die Freundschaft zwischen Ella und Harriet. Die beiden Mädchen, unterschiedlich aufgewachsen und erzogen, sind sich auf unmittelbare, sinnliche Weise vertraut – doch Harriet hat ein Geheimnis, das sie selbst ihrer besten Freundin lange verschweigt. Neben der Wahrheit um Harriets Vergangenheit wird Ella mit einem tiefgreifenden Verlust konfrontiert. Die politischen Ereignisse der Jahre 1943 und 1944 im siebenbürgischen Hermannstadt zwingen die Mädchen zu einem schnellen und unsanften Abschied von der Kindheit.
Die Familiengeschichte mit ihren lebendig gezeichneten Figuren ist bestimmt durch Gegensätze: Die Verführungskarft einer zerstörerischen Ideologie, Traditionsbewusstsein und Sehnsucht nach Stabilität. Häuser, Straßen und Natur sind Zufluchtsorte und Identitätsräume und spiegeln doch das Ende einer Epoche. Der beginnenden Auflösung einer jahrhundertealten Kultur wird Lebensmut, humorvoller Pragmatismus und der Wille zum Glück entgegengesetzt. Letztlich bleibt Ella die Zeit mit Harriet in bildhafter Intensität gegenwärtig, denn „Glück wird durch Leid nicht aufgehoben“, und die Erfahrung des Verlusts lässt die Erinnerung umso leuchtender werden.
Poetisch und mit beeindruckender Leichtigkeit erzählt Iris Wolff in ihrem zweiten Roman von der Unantastbarkeit der Freiheit, von Freundschaft und Liebe in der Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2026

Leuchtende Schatten

0

Ein Buch, das in den Jahren 1943/44 in Rumänien spielt. Ella lebt in einer Großfamilie mit Eltern, Großmutter, Tante, Onkel, Cousine und Cousin. Ihr Leben ist einfach, aber von allem gibt es genug. Harriet ...

Ein Buch, das in den Jahren 1943/44 in Rumänien spielt. Ella lebt in einer Großfamilie mit Eltern, Großmutter, Tante, Onkel, Cousine und Cousin. Ihr Leben ist einfach, aber von allem gibt es genug. Harriet wohnt mit Vater und Hausangestellten in einer alten Villa, sie ist sehr introvertiert und immer für sich. Doch irgendetwas an Harriet fasziniert Ella und sie freundet sich langsam mit ihr an. Die beiden werden beste Freundinnen, sie teilen alle Geheimnisse miteinander, die eine wie die andere wird in den jeweiligen Familien aufgenommen und durch Zufall erfährt Ella das Geheimnis um Harriets Familie, aber das schweißt die Mädchen noch enger aneinander. Der Krieg macht auch vor Hermannstadt nicht halt und Ella und Harriet werden durch kriegsbedinge Umstände getrennt. Das Buch hat viele Facetten. Es beschreibt die erste Liebe, Todesfälle durch den Krieg, Rationierungen, Einschränkungen und Zusammenhalt. Wir bekommen sehr guten Einblick in das Leben der Menschen in Herrmannstadt zur damaligen Zeit. Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben, poetisch und teilweise auch sehr melancholisch. Die Autorin versteht es gekonnt, den Leser zu fesseln, die Kapitel sind gut durchdacht und lesen sich sprachlich sehr gut in einer unaufdringlichen ruhigen Art. Auch mit diesem Buch ist Iris Wolff wieder eine gute Milieustudie gelungen. Ganz besonders schön ist das Gedicht von Bert Brecht gleich auf der ersten Seite. Das Cover zeigt rote, pralle Kirschen, in die man am liebsten hineinbeißen will, eine wirklich ansprechende Ansicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere