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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Unnützes Reisewissen England

DUMONTs Unnützes Reisewissen England
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Ein weiteres unnützes Reisewissens-Buch über England von Dumont Verlag hat mich wieder begeistert. Alleine schon das Cover mit dem Roten Doppeldecker und der Corgi mit der Krone auf dem Kopf zeigen uns, ...

Ein weiteres unnützes Reisewissens-Buch über England von Dumont Verlag hat mich wieder begeistert. Alleine schon das Cover mit dem Roten Doppeldecker und der Corgi mit der Krone auf dem Kopf zeigen uns, um welches Land es sich hier handelt. Die Innenseite und die letzte Seite des Buches sind mit den königlichen Kronen versehen. 100 kuriose und amüsante Geschichten laden uns zum Lesen und zum Schmunzeln ein. Die Geschichten sind alphabetisch angeordnet. Gleich zu Beginn des Buches sehen wir die Beatles über den Zebrastreifen der Aby Road marschieren und finden die dazu passende Geschichte, Dass es einst einen Eisbär in der Themse gab? Wird uns da ein Bär aufgebunden? Und dann kommen wir zu den roten Telefonhäuschen und wie diese zu der Farbe Rot kamen. Wenn einem im England eine schwarze Katze über den Weg läuft, bedeutet dies Glück. Kein Thema wird hier ausgelassen. Welche Scones sind die Richtigen, die zuerst mit der Marmelade oder die zuerst mit Clotted Cream? Shakespeare, König Charles, Churchchill, Admiral Nelson, Rosamunde Pilcher, über jeden ist hier etwas zu erzählen. Man kann sich dieses Buch immer wieder herholen und sich einzelne Geschichten zu Gemüte führen. Wirklich eine unterhaltsame Lektüre, Schräg mit mit viel englischem Humor. Für alle de England lieben und solche, die mehr übe England erfahren wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2026

Doopelspiel

Doppelspiel
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Dieser Kriminalroman wurde von dem Duo Dahl/Moström geschrieben. Tom Borg, ein erfolgreicher Krimiautor, steckt zu Zeit in einer Schaffenskrise. Über die ersten paar Kapitel seines neue Buches kommt er ...

Dieser Kriminalroman wurde von dem Duo Dahl/Moström geschrieben. Tom Borg, ein erfolgreicher Krimiautor, steckt zu Zeit in einer Schaffenskrise. Über die ersten paar Kapitel seines neue Buches kommt er nicht hinaus. Bei einer Dichterlesung in einer Bücherei lernt er die charismatische Nicole kennen, Studentin und nebenzu in einem Club tätig. Sie lädt ihn ein, sie landen mit Champagner in einem Whirlpool dieses Clubs und dann geht die Türe auf und Nicole wird erschossen. Die Täter drücken Tom die Waffe in die Hand. Er flieht durch die Nacht, immer Angst, von einer Person verfolgt zu werden. Er fühlt sich in einem Albtraum, denn genau diese Szene hat er im ersten Kapitel seines neuen Romans geschrieben. Wer ist dieser Verfolger mit dem Tatoo einer Schachfigur auf der Hand. Sein Freund Lennart, ein Mann im Rollstuhl, reich und besonders mächtig, hilft ihm bei der Flucht Doch dann wird eine weitere junge Frau erschossen und wieder ist Tom in ihrer Nähe. Er wird von der Polizei gejagt, Kommissarin Olivia, eine Frau mit ihrem eigenen Zwilling, jagd ihn, aber Tom ist immer einen Schritt voraus. Aber auch Olivia hat ihre eigenen Nöte und Sorgen, zudem will sie Vergewaltiger und Frauenschläger bestrafen Sie ist voller Aggressivität und Wut. Immer wieder taucht der Mann mit dem Tatoo auf. Und im Hintergrund agiert der Mann mit dem hängenden Augenlid. Tom fühlt scih plötzlcih in seinem eigenen Buch gefangen und es löst seine Schreibblockade und er schreibt und schreibt. Die ersten zwei Abschnitte sind voller Action, Gefahr und unheimlich spannend, dabei kann man das Buch beim besten Willen nicht mehr aus der Hand legen, denn man weiß wirklich nicht, wen man vertrauen soll. Ist Lennart wirklich nur ein Freund, inwieweit darf man Olivia vertrauen? Eine Verfolgung, Tom hastet und rast durch seine Stadt, tauscht Klamotten mit Wohnsitzlosen. Doch der dritte Abschnitt schwächelt in meinen Augen total. Plötzlich ist von Klimarettung die Rede, eine Organisation hat Tom voll in der Hand und bei Nichtbefolgung werden seine drei Kinder bestraft. Irgendwie paßt das jetzt nicht so zusammen. Auch Olivia und Nasrins Einsatz in Rußland, um dem Mann mit dem Schachtatoo unschädlich zu machen, ist sehr weit hergeholt. Das Ende ist ein Cliffhanger, denn es folgen hier noch zwei weitere Bücher. Von dem Ende bin ich wirklich schon enttäuscht. Die Sprache ist sehr gut verständlich, reisserisch, voller Panik und man kann die Gefahr, das Blut und den Schweiß riechen. Auch über die persönlichen Belange und Probleme der Protagonisten erfahren wir sehr viel. Wie gesagt, das Ende enttäuscht mich, aber vielleicht erfahre ich dann beim nächsten Buch weitere Einzelheiten. Das Cover ist wirklich großartig gestaltet, es zeigt einen fliehenden Mann in einem wehenden Mantel.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charatere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 31.03.2026

Meine tote Schwester

Meine tote Schwester: Psychothriller
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Ein Psychothriller der etwas anderen Art. Hier stehen Jugendliche im Mittelpunkt und keine altbewährten Kommissare. Mia ist 16 Jahre alt. Vor 11 Jahren wurde ihre Schwester Jasmin ermordet in der Nachbarvilla, ...

Ein Psychothriller der etwas anderen Art. Hier stehen Jugendliche im Mittelpunkt und keine altbewährten Kommissare. Mia ist 16 Jahre alt. Vor 11 Jahren wurde ihre Schwester Jasmin ermordet in der Nachbarvilla, die seit Jahrzehnten leer steht. Mia ist es von ihrer Mutter strengstens untersagt worden, dieses Haus nochmals zu betreten. Doch dann ziehen neue Nachbarn ein. Eine Mutter mit ihrem Sohn. Sie kommen aus Hamburg. Und von Lukas wird gemunkelt, dass er dort seine Freundin ermordet haben soll. Lukas geht mit Mia und deren Freundin Charlotte in die gleiche Klasse und sie freunden sich alle miteinander an. Doch dann wird auch hier ein Mädchen ermordet und Lukas gerät in Verdacht. Haben die beiden Mädchenmorde etwas miteinander zu tun? Im Keller des alten Hauses findet Lukas eine Kassette, die Jasmins letzte Stunden zeigt und man sieht darauf einen Mann von hinten. Nur fehlt der zweite Teil, den sie unbedingt finden müssen. Lukas und Mia ermitteln jetzt auf eigene Faust. Es werden Lehrer und Handwerker verdächtigt, die den neuen Mord begangen habe sollen. Der Schluß ist wie immer bei der Shepherd sehr spektakulär. Immer am Ende wird der wahre Täter aufgedeckt und das ganze Buch hindurch haben wir andere Leute verdächtigt. Das Thriller ist derart spannend, besonders die düstere Villa voller Spinnweben und altem Gerümpel hat das Zeug dazu, die Geschichte sehr mysteriös klingen zu lassen. Lange wissen wir nicht, warum Mia die Villa nicht betreten darf, obgleich sie weiß, wo der Hintereingang und der Lastenaufzug ist. Woher hat sie dieses Wissen? Auch die Person des Lukas ist sehr ominös und geheimnisvoll umschrieben. Die Sprache ist leicht verständlich, die Kapitel sind kurz und die Schrift hat eine entsprechende Größe, so dass die Seiten sehr leicht zu lesen sind. Es passt alles und die Lösung am Ende ist mehr als zufriedenstellend. Hier weicht as Cover ein wenig von den anderen Büchern ab. Es zeigt ein erhelltes Fenster und man sieht den Schatten eines Mädchens.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Der Augenblick

Der Augenblick
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Eine ganz andere Art von Kriminalroman, Ein Therapiekrimi. Anders als gewohnt aber sehr interessant und facettenreich. Als die Hauptkommissarin Alexandra Keller von ihrem Urlaub zurückkehrt, wird sie gleich ...

Eine ganz andere Art von Kriminalroman, Ein Therapiekrimi. Anders als gewohnt aber sehr interessant und facettenreich. Als die Hauptkommissarin Alexandra Keller von ihrem Urlaub zurückkehrt, wird sie gleich mit einem neuen Fall betraut. Ein schlafendes Baby wird aus dem Kinderwagen genommen, erdrosselt und auf einer Wiese abgelegt. Gleichzeitig lesen wir von der Täterin. Sie hatte überhaupt kein Motiv, eine junge Frau, sehr erfolgreich im Beruf. Leider konnte man den Fall nicht auflösen und die Sache wurde abgelegt. Die Mörderin konnte mit ihrer Schuld nicht leben und vertraute sich einem Priester an, der sie dazu brachte, sich zu stellen. Sie wurde inhaftiert. Aber Hermann Rau, der Fallanalytiker der Dienststelle, sieht in der jungen Frau irgendwelchen versteckten psychischen Probleme und mit ihrer Einwilligung kommt sie in eine psychiatrische Einrichtung. Dort wird ein Gesprächskreis mit anderen nervlich stark belasteten Personen gebildet, auch Renate, die Kindstöterin, ist dabei. Jetzt werden Träume, Gefühle Gedankengänge analysiert und man findet den Grund, warum Renate das Kind umgebracht hat. Ein nicht verarbeitetes Geschehen in der Vergangenheit. Ein Roman, der emotional viel abverlangt, die verschiedenen Lebenswege der Patienten in der Klinik, wie daraus nach und nach ein Trauma, eine Störung der rationalen Gedanken, Gefühlschaos und depressive Verstimmungen aufzeigt. Die medizinische Aufarbeitung ist sehr gut und leicht verständlich geschrieben, die Autorin versteht es gekonnt, Einblicke ins Dunkel zu geben. Das Buch endet mit einem Pageturner und der Leser kann selbst entscheiden, wie das Ende ausgeht. Das Titelbild zeigte eine Landschaft bei Nacht, der Mond leuchtet und und im Vordergrund blenden zwei grelle Schweinwerfer.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Paradise Beach

Paradise Beach
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Ada hat eine Endometriose-OP hinter sich. Daher muß sie Hormon- und Schmerzmittel einnehmen, die bei ihr zu einer Art Schwebezustand führen, sie leidet aber auch unte extremer Schlafsloigkeit. So dämmert ...

Ada hat eine Endometriose-OP hinter sich. Daher muß sie Hormon- und Schmerzmittel einnehmen, die bei ihr zu einer Art Schwebezustand führen, sie leidet aber auch unte extremer Schlafsloigkeit. So dämmert sie in die Zeit ihrer Jugend zurück, in den Sommer 2003. Dort verbracht sie im Haus ihrer Großmutter an der Ostsee unbeschwerte Ferientage zusammen mit ihrer Cousine Lill. Die beiden hörten Musik, übten sich im Schminken, probierten Mode aus und schwärmten von Jungs. Doch dann kam Elja mit ihrer Familie als Urlauberin an und Ada und Elja verstanden sich auf Anhieb. Elja war so anders als Lill, sah das Leben leicht, war verständnsivoll. Sie verbrachten Tage in einsamen Buchten und waren irgendwie Seelenvewandte. Doch dann bekam Ada ihre Menstruation, vor Schmerzen konnte sie sich kaum mehr auf den Beinen halten, sie verschließt sich allen gegenüber, verzieht sich in ihr Zimmer und war unendlich frustriert. Nun erholt sich Ada von ihrer OP, sie lauscht den Geräuschen im Haus, hört einen Mann, der sich immer räuspert, hört einen Hund bellen, geht in die Wohnung des Räusperers und versorgt den Hund. Das Buch zeigt uns, wie tief der Schmerz heute noch in ihr sitzt, sie lebt zurückgezogen, energielos und ist voller Angst. Wird sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen? Die Autorin schreibt in einer sehr modernen Weise, was mich persönlich sehr anspricht. Sie zeigt uns in diesem Roman, wie schnell die Unbeschwertheit der Jugend dahingehen kann. Niemand ist da, mit dem Ada, sei es aus Scham oder aus Unkenntnis, reden kann. Jetzt, im Erwachsenenalter ist sie Single, kinderlos, hat jahrelang ihr Leben nach dem Schmerz gerichtet. Dara Brexendorf kann den Schmerz derart wirklichkeitsnah beschreiben, dass der Leser selbst plötzlich ein Ziehen im Bauch spürt. In Adas Jugend wußte man nichts genaues und nicht viel über Endometriose, die Frauen mußte also, wenn sie ihre Tage hatten, leiden. Ein Buch, das nachdenklich macht. Leider hätte ich mehr über das heutige Leben von Ada erfahren, jedoch das Lebend ihrer Jugend war so ausführlich beschrieben, dass ich an manchen Passagen dachte, ein Jugendbuch in der Hand zu halten. Auch das Cover ist sehr modern gestaltet. Es zeigt eine Frau um Badeanzug, die ein Handtuch vor das Gesicht hält, alle in Zeichentechnik.

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