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Veröffentlicht am 13.12.2016

Schattenkiller

Schattenkiller
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Zuallererst fällt schon das düstere Cover dieses Thrillers auf. Dunkel und unheilvoll. Ein Onkologe wird vermißt. Commissario Mancini wird mit dem Fall betraut. Zu diesem Arzt hat Mancini eine besondere ...

Zuallererst fällt schon das düstere Cover dieses Thrillers auf. Dunkel und unheilvoll. Ein Onkologe wird vermißt. Commissario Mancini wird mit dem Fall betraut. Zu diesem Arzt hat Mancini eine besondere Beziehung. Dieser hat seine krebskranke Frau, die inzwischen verstorben ist, behandelt. Wir lernen Mancini als unkontrollierten, launischen Menschen kennen. Er trinkt, verfällt in tiefste Depressionen und trägt seit neuestem immer Handschuhe, er möchte auf seiner Haut keinen Kontakt. So tieft trifft ihn der Tod seiner Frau. Inzwischen werden aber fürchterlich zugerichetete Leichen im Gasometer und im Schlachthof gefunden. Sie wurden regelrecht abgeschlachtet. Und bei jeder Leiche findet sich ein besonderes Kennzeichen, das der Mörder hinterlassen hat. Mancini soll nun sich dieser Sache widmen zusammen mit seinen Kollegen Camello und de Mardi. Hilfe holen sie sich bei einem pensionierten Uniprofessor. Trotz der vielen Leichen können sie den Mörder nicht fassen, sie haben überhaupt keine Ahnung,wo sie suchen sollen.Bis Camello einen Unfall hatte. Die Geschichte spielt Rom. Es ist September und es regnet seit Wochen. Die Flüsse steigen an. Der Autor versteht es sehr gut, die trübe Naturstimmung auf den Leser zu übertragen.Aber auch das Verhalten von Mancini trägt zu der Schwärze des Buches bei. Die Plätze und Straßen in Rom, werden derart anschaulich beschrieben, dass man meint, selbst über die nassen Straßen zu gehen und sich schmutzige und nasse Schuhe zu holen.Bis zum Schluß bleibt das Buch sehr spannend, da zwischendurch ein falscher Verdächtiger festgenommen wurde.Ein Thriller, wie er düsterer und melancholischer nicht sein kann. Auch textmäßig gab es an dem Buch nichts auszusetzen. Spannung pur bis zur letzten Seite.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Racheopfer

Racheopfer
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Wieder ein echter Ethan Cross und seine Figur von Figur Francis Ackermann jun., der Serienkiller. Das schwarze Cover mit der roten Schrift, aus der symbolisch Blut fließt, sind voll der Eyecatcher. Ackermann, ...

Wieder ein echter Ethan Cross und seine Figur von Figur Francis Ackermann jun., der Serienkiller. Das schwarze Cover mit der roten Schrift, aus der symbolisch Blut fließt, sind voll der Eyecatcher. Ackermann, durch seinen Vater böse gemacht, soll einer neuen Therapie unterzogen werden, wonach Teile des Gehirns einfach ausgeschaltet werden. Danach soll der Patient das Böse in sich verlieren. Dr. Kendrick, Leiter einer psychologischen Anstalt, will dieses Experiment durchführen und damit seiner Klinik zu einem höheren Ansehen verhelfen.Mit dabei von der Partie ist die Psychologin Jennifer. Was niemand weiß, ist die Tatsache, dass Ackermann vor vielen Jahren die Eltern und die Geschwister von Jennifer bestialisch getötet hat, während das Mädchen alles mitansehen mußte, aber als einzige überlebt hat. Nun will sie Rache und den Mörder umbringen. Niemand ahnt was von ihrem Plan. Um das Scheusal zu töten, nimmt sie sogar den Tod ihres Freundes und Geliebten David in Kauf. Trotz schwerer Bewachung von Ackermann gelingt es Jennifer, ungesehen und dessen Zelle zu gelangen. Ihr Ziel ist RACHE. Aber bei ihrem Plan geht einiges schief. Wieder ein Thriller der Spitzenklasse. Cross versteht es gekonnt, den Leser derart in Spannung zu halten. Durch die teils zynische, manchmal aber auch charmante Art des Serienmörders läßt er die Stimmung und die Symapthie für Ackermann von Hass bishin zum Mitleid schwanken.Gekonnt erzählt er die Brutalität und dann wieder den Charm dieses Monsters.Es wird auch auf die Qual, die Ackermann durch die Experimente seines Vaters erdulden mußte, Bezug genommen. Sie Sprache ist modern, gut verständlich und läßt die Seiten nur so dahinfließen. Einiger Wehrmustropfen bei dem Ganzen ist die Kürze des Buches. Da man praktisch zum Lesen nicht aufhlren kann, hat man den Text unheimlich schnell durch. Schade, denn man hätte viel mehr von dieser interessanten Story erfahren wollen.

Veröffentlicht am 15.06.2018

Gleis der Vergeltung

Gleis der Vergeltung
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Dieses Buch läßt mich wirklich schaudernd zurück. Schon allein der Einband zeigt, dass dies eine tragische Lektüre sein wird. Ein Frau im Brautkleid liegt auf den Scheinen eines Bahnhofs. Ihr rotes Haar ...

Dieses Buch läßt mich wirklich schaudernd zurück. Schon allein der Einband zeigt, dass dies eine tragische Lektüre sein wird. Ein Frau im Brautkleid liegt auf den Scheinen eines Bahnhofs. Ihr rotes Haar hängt kopfüber. Lynn hat in dem Landschaftsgärtner Benedikt die Liebe ihres Lebens gefunden. Das Glück wird nur durch ihre Eltern etwas getrübt, die sich für die Tochter etwas Besseres vorgestellt hätten. Doch am Hochzeitstag auf dem Weg zu ihr verunglückt Benedikt tödlich und für Lynn bricht eine Welt zusammen und zerbricht fast in ihrer endlosen Trauer. Doch genau 7 Jahre nach dem Tod von Benedikt meldet sich eine Frau bei Lynn, die den Unfall gesehen haben will und die Verursacher kennt. Sie bringt Lynn so weit, an diesen Personen Rache zu nehmen. Wir erfahren dann Bruchstückhaft was alles vorgefallen ist und können uns dann Teil für Teil zusammensetzen. Wir sehen in die tiefsten Abgründe der  Menschheit, Verrohung, Mord bis hin zum  Kindesmißbrauch. Das Buch fesselt bis zu letzten Seite und man kann wirklich nicht glauben, zu was Menschen alles fähig sind. Die Autorin versteht es gekonnt, den Leser voll in ihren Bann zu sehen. Die Kapitel sind nicht zu lang und gut unterteilt. Dank der gut verständlichen Sprache ist der Thriller flott zu lesen. Danach bleibt aber der Leser noch lange mit seinen Gedanken beschäftigt.

Veröffentlicht am 06.04.2018

Tiefer denn die Hölle

Tiefer denn die Hölle
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Ein Thriller, der seinen Namen verdient, ein Thriller der Spitzenklasse. In einem stillgelegten Bergwerk wird eine bestialisch zugerichtete Leiche gefunden, mit vielen Messerstichen versehen und mit ...


Ein Thriller, der seinen Namen verdient, ein Thriller der Spitzenklasse. In einem stillgelegten Bergwerk wird eine bestialisch zugerichtete Leiche gefunden, mit vielen Messerstichen versehen und mit Honig einbalsamiert. Der junge Beamte bekomm bei der Leiche Angstzustände, als er den Toten sieht. Der ihm zu Hilfe kommende Polizeigeistliche Vaal bekommt in der Tiefe einen sehr schweren Herzinfarkt. Nun muß der evangelische Geistliche Bauer in de Grube einfahren. Als Bauer bei seinem Kollegen ankommt, nennt dieser ihm einen Namen, bevor er vollständig zusammenbricht. Nun beginnt Bauer Nachforschungen anzustellen. Und er stößt auf unsagbare Intrigen, kommt auf Zusammenhänge, die weiter als 15 Jahre zurückliegen. Mit Kommissarin Dohr ermittelt er gemeinsam, die sich dazu noch gegen Mobbingvorwürfe eines Kollegen wehren muß. Die beiden Autoren verstehen es gekonnt, den Leser die Spannung nicht abbauen zu lassen. Wenn man meint, das Schlimmste schon gelesen zu haben, kommen weitere Vorfälle hinzu, die noch weitaus schlimmer und grausamer sind, als man ahnt. Gekonnt werden Spuren verfolgt, die am Ende den wahren Mörder zum Vorschein bringen. In dem Buch sind sehr viele Bibelsprüche enthalten, was sehr gut in die ganze Materie hineinpaßt. Gekonnt wird auch auf das Privatleben der Ermittler hingewiesen, das nicht immer einfach ist. Ein Krimi, den man durch aus weiterempfehlen kann. Das Buch liegt gut in der Hand und die Kapitel sind kurz und gut aufgearbeitet. Auch das Titelbild mit dem Fluß in urbarer Natur paßt zu dem Thema

Veröffentlicht am 20.02.2018

Ich bin das Mädchen aus Aleppo

Ich bin das Mädchen aus Aleppo
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Ein Buch, das den Leser wirklich ratlos zurückläßt und der sich fragt, was diese Menschen alles aushalten müssen und auf sich nehmen, um zu überleben. Bana, ein siebenjähriges Mädchen erzählt die Geschichte ...

Ein Buch, das den Leser wirklich ratlos zurückläßt und der sich fragt, was diese Menschen alles aushalten müssen und auf sich nehmen, um zu überleben. Bana, ein siebenjähriges Mädchen erzählt die Geschichte ihrer Familie vor und während des Krieges in Aleppo. Sie und ihre Mutter wechseln sich bei den Berichten ab und schreiben es je aus ihrer Sichtweite auf. Bana ist für ihr Alter ein sehr reifes Kind, was aber bestimmt die Kriegserlebnisse ausmachen. Dann aber träumt sie wieder von ihren Puppen und ihren pinkfarbenen Stiefelchen, was sie gleich wieder kindlicher aussehen läßt. Sie erzählt, wie alles mit dem Krieg anfing, wie ihr Vater gefangengenommen wurde, ein Onkel schwer verletzt wird, von ihrer Freundin Yasmin, die bei einem Bombenangriff getötet wurde, vom Hunger, von der Lebensmittelknappheit, von den vielen Bomben, die ständige Flucht in den Keller und die ständige Angst, getroffen zu werden. Als ihre Mutter schwanger wird, fliehen sie zur Entbindung in die Türkei, kommen dann aber wieder zurück, um dann später abermals zu fliehen. Banas kleinerer Bruder ist derart traumatsiert, dass er nicht spricht. Die Flucht aus Syrien war dann letztendlich ihre Rettung. Bana und ihre Mutter teilen ihre Sorgen per Facebook und Twitter der Welt mit und baten inständig um Hilfe. Auch die vielen Bilder, die das Buch enthält zeigen uns, wie schlimm die Lage in Aleppo ist. Eich Buch, das uns aufrüttelt und zeigt, wie gut es uns allen in unserem Land geht, wo wir alles bekommen und jeder ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen kann. Ich bewundere den Mut dieses Mädchens, sich mit ihrem Anliegen an die Weltöffentlichkeit wandte.