Cover-Bild Night Circus
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4,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Theil Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: historisch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Ersterscheinung: 21.04.2026
  • ISBN: 9783968570594
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Izzy Maxen

Night Circus

Verfluchter Kuss
London, 1912.
Ein Kuss, ein Fluch – und kein Entkommen.

An ihrem zwanzigstem Geburtstag besucht Harlow mit ihrem Ehemann den berüchtigten Night Circus – einen düsteren Ort voller Geheimnisse und grotesker Sensationen. Er drängt sie, als Teil der Vorstellung den entstellten Zirkusdirektor Dante zu küssen, der sich vor aller Augen in einen jungen Mann verwandelt. Doch der Zauber hat einen Preis: Harlow erwacht am nächsten Morgen erneut an ihrem Geburtstag, gefangen in einer Zeitschleife, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Und außer ihr scheint nur Dante zu bemerken, dass sich der Tag wiederholt. Zwischen ihnen beginnt ein gefährliches Spiel aus Abneigung und Verlangen. Denn jede Nacht fordert er denselben Kuss …

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Franci in einem Regal.
  • Franci hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Gefangen in der Zeit- Zwischen Freiheit und brutaler Realität

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https://kathasbuechereck.blogspot.com/2026/05/night-circus-verfluchter-kuss-izzy-maxen.html

Meinung:

Endlich wieder eine Geschichte von Izzy Maxen! Falls ihr bisher noch kein Buch der Autorin kennt, ...

https://kathasbuechereck.blogspot.com/2026/05/night-circus-verfluchter-kuss-izzy-maxen.html

Meinung:

Endlich wieder eine Geschichte von Izzy Maxen! Falls ihr bisher noch kein Buch der Autorin kennt, habt ihr jetzt die Chance, in einen magischen Zirkus mit einem geheimnisvollen Zirkusdirektor einzutauchen. Aber Vorsicht: Es wird weder für dich noch für Harlow, die Protagonistin, leicht …



Wieder hat mich Izzy Maxen in eine extrem spannende Geschichte entführt, die ich so von ihr noch nie gelesen habe. Harlow, ein junges Mädchen Anfang 20, lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann im London des 19. Jahrhunderts. An ihrem Geburtstag schenkt er ihr Karten für einen Zirkus, woraufhin sie noch am selben Abend gemeinsam mit ihrer Familie die Vorstellung besucht.

Als ihr Ehemann Harlow dazu zwingt, den alten Zirkusdirektor in der Manege zu küssen, passiert etwas Unfassbares. Eine Zeitschleife entsteht und Harlow erlebt ihren Geburtstag jeden Tag aufs Neue. Anfangs denkt sie, dass sie damit allein ist, bis ihr auffällt, dass der Zirkusdirektor genauso darin feststeckt wie sie.

Wie gut und gleichzeitig abschreckend darf ein Buch sein? Schon die ersten Kapitel der Geschichte haben mich tief getroffen. Harlow ist eine junge Frau, die in der damaligen Zeit weder ein Mitspracherecht über sich selbst noch – und das ist fast noch schlimmer – über ihren eigenen Körper als „gutbetuchte“ Ehefrau im 19. Jahrhundert hat. Sie lebt zwar ein Leben ohne finanzielle Sorgen, aber auch ohne Freiheit, bis sie auf Dante, den magischen Zirkusdirektor, trifft. Beide entwickeln zunächst eher eine Abneigung füreinander, da sie sich gegenseitig die Schuld an der Zeitschleife geben. Erst als sie beginnen zusammenzuarbeiten, entwickeln sich nach und nach tiefere Gefühle.

Trotz der sehr aufwühlenden Themen, die in der Geschichte vorkommen, ist die Handlung grandios und in keinster Weise durch die Zeitschleife nervig. Eher das Gegenteil: Ich wurde von Anfang bis Ende unterhalten und teilweise zu Tränen gerührt.



Positiv/Negativ:

+ Den Schreibstil kenne ich ja bereits und finde ihn auch nach dieser Geschichte nach wie vor unglaublich spannend und sehr gut nachvollziehbar.



+ Hätte ich im Leben nicht gedacht, dass ich noch ein Fan von „Zeitschleifen“ werde. Ich möchte diesen Trope am liebsten nie wieder anders lesen!



+ Das Setting, sowohl London als auch der Zirkus, ist sehr bildlich von Izzy Maxen dargestellt worden. Während ich das Hörbuch gehört habe, konnte ich regelrecht das Popcorn riechen und die Geräusche der Manege hören. Große Klasse!



+ Harlow ist eine so starke und mutige Frau, die eine sehr beeindruckende Entwicklung während der Geschichte durchmacht. Natürlich wird sie von Dante unterstützt, aber wie sie gebrochen von allem wieder aufersteht, ist sehr eindrucksvoll.



+ Eine völlig neue Stilrichtung, die die Autorin mit dieser Geschichte eingeschlagen hat. Teilweise krasse Themen und dennoch zu 100 % Unterhaltung.



Cover:

Das Cover sieht so passend aus! Es gefällt mir unheimlich gut!





Empfehlung:

Ich würde jedes einzelne Buch von Izzy Maxen empfehlen, weil sie einfach eine großartige Geschichtenerfinderin ist.

Ich liebe es in ihre Welten einzutauchen, auch wenn diese hier nicht immer leicht zu lesen war. Achtet hier auf die Triggerwarnungen. Ansonsten öffnet euer Herz für eine komplett andere Stilrichtung. Ich schwöre euch, es lohnt sich!

Ich würde sagen, Manage frei für Harlow und Dante!

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Bewegend. Brisant – ein unerwartetes Highlight.

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Durch den historisch anmutenden Fantasy-Roman „Night Circus“ bin ich eher spontan innerhalb der sehr gut gesprochenen Hörbuchfassung gewandelt, aber ich möchte unbedingt meine Begeisterung ausdrücken – ...

Durch den historisch anmutenden Fantasy-Roman „Night Circus“ bin ich eher spontan innerhalb der sehr gut gesprochenen Hörbuchfassung gewandelt, aber ich möchte unbedingt meine Begeisterung ausdrücken – diese Geschichte ist weitaus mehr als eine typisch-seichte Romantasy, sie ist schmerzlich und bitter. Regelrecht tragisch.
Denn Izzy Maxen führt uns schonungslos in die Anfänge des zwanzigsten Jahrhunderts, als Frauen noch Gegenstand und Besitz waren. Als die Ehe der Frau Autonomie und Freiheit aberkannte, sie ihrer Unversehrtheit beraubte. Ungestraft. Vollkommen natürlich.

Seit zwei Jahren ist Harlow mit einem skrupellosen, verschuldeten Scheusal verheiratet. An ihrem Geburtstag zwingt er sie in die Vorstellung des Night Circus, der mit seinen mystischen Sensationen weltweit Aufsehen erregt, und auf die Bühne. Hier soll sie innerhalb einer Nummer den Zirkusdirektor küssen und ihm somit Jugend schenken. Tatsächlich wird aus dem Greis ein ebenso attraktiver wie bedrohlicher Mann ihres Alters.
Die Konsequenzen für Harlow sind brutal, doch beginnen diese erst in ihrem Anwesen, allein mit Alistair, und enden in einer Zeitschleife, aus der es kein Entkommen zu geben scheint …
Als die junge Adelige beschließt, mit Dante, dem die Wiederholung als Einzigen bewusst ist, zusammenzuarbeiten, und sie gemeinsam versuchen, den Fluch zu brechen, erwacht in ihnen eine berauschende Leidenschaft, etwas, das beide nicht loslassen wollen – und doch müssen. Denn nicht nur ihr Leben hängt von dem Bruch der Zeitschleife ab …

„Night Circus: Verfluchter Kuss“ wird aus wechselnder Perspektive erzählt, sodass wir Teil von Harlows einengendem Dasein, der Gewalt und Unterdrückung, die sie erdulden muss, von ihren melancholischen, hoffnungslosen Gedanken werden und von ihrem Entschluss, den einzigen Ausweg zu gehen, der einer Frau ihrer Zeit bleibt. Es tat weh. Trotz der Umstände und ihres ernüchternden Wissens, was sie in der Gesellschaft wert ist, wirkt die 20-Jährige intelligent, ihrem Stand und der Epoche in vielen Teilen voraus und auf eine nicht übertriebene Weise taff. Die Zeitschleife schenkt ihr neben Irritation und Verzweiflung auch neue Möglichkeiten, eine Art Euphorie – etwas, das Dante verstärkt. Dieser ist in Rausch und Schuld gefangen, in Gleichgültigkeit, mimt lange den unnahbaren Direktor und ist doch nicht gewillt, die Dinge so weiterlaufen zu lassen. Denn die Auswirkungen jeder einzelnen Vorstellung sind verheerend. Und Harlows Rolle ist eine, die es dringend zu ergründen gilt.

Maxen schuf eine stimmige, wandelbare Dynamik, die sich gleichzeitig mit der Atmosphäre verdichtet, echt wird, ernst. Was aus einem erzwungenen Miteinander, mit Abneigung und Misstrauen, beginnt, wird intensiv. Weckt nie gekannte Empfindungen.
Beide Hauptcharaktere sowie der Zirkus selbst, sein Entstehen, erhielten Tiefe, während das Setting vorstellbar, von Geheimnissen umwoben, zur Geltung kam. Selten war die Stimmung frei und unbeschwert, eher schmiegt sich beständig etwas Bedrohliches um das Geschehen, etwas Kaltes, das sich festkrallt, eine nicht durchschaubare, wütende Präsenz.

Die widernatürliche Komponente war durchdacht ausgearbeitet, originell und hält düstere Überraschungen bereit. Hervorragend gelang der Autorin zudem der „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Aspekt. Wir sind uns sicher einig, dass die Gefahr, hierbei in Monotonie zu driften, groß ist – diese umgeht Izzy mühelos, indem sie uns unter anderem an den sich verändernden Bewertungen der Situation und den individuellen Versuchen, die Schleife zu durchbrechen und dem Ursprung auf den Grund zu gehen, teilhaben lässt. Auch die charakterlichen Entwicklungen hierbei wurden deutlich herausgearbeitet. Dante, der seinem Trott und dem Selbstmitleid überdrüssig wird, und Harlow, die ihre Chance auf ein wenig Leben, ein Stück Freiheit mutig ergreift. Aber nicht nur die Protagonisten und das Zwischenmenschliche erfreuen sich eines Wandels: Gerade Berta und Godfrey hinterlassen einen bleibenden, nahegehenden Eindruck, während Alistair, James und Harlows Mutter nichts als Abscheu wecken.

Geschrieben wurde übrigens in einem wunderbaren, klaren Ton, der Epoche angemessen, ohne hochtrabend zu klingen, und in vorstellbaren Worten, die nicht davor zurückschrecken, Missstände und Leid der damaligen Zeit direkt anzusprechen. Statt Spice, Kitsch und Drama wartet eine – die Themen betreffende – ergreifende, von Dunkelheit und Schatten durchzogene Geschichte, die perfekt endet.
„Night Circus: Verfluchter Kuss“ ist eine historische Romantasy über die harte Realität der Frau und der Andersartigkeit, über den Mut, zu gehen, statt ewig gefangen zu sein. Über Freiheit, Risiko und Liebe.

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