„Am Ende ist es immer die Liebe, die zählt.“
Das Cover ist diffus und löst sich scheinbar beim Betrachten auf, genauso geht es August und Tilly mit Ihrer Demenz. Das Leben verschwindet und entgleitet ihnen, dabei will August doch unbedingt noch für ...
Das Cover ist diffus und löst sich scheinbar beim Betrachten auf, genauso geht es August und Tilly mit Ihrer Demenz. Das Leben verschwindet und entgleitet ihnen, dabei will August doch unbedingt noch für Tilly da sein und ihr ermöglichen zu Hause zu sterben.
Wir begleiten August und Tilly zwischen Vergangenheit und Gegenwart, verfolgen, wie die Demenz fortschreitet und beide versuchen füreinander da zu sein. Hellstern erzählt in einer so eindrücklichen, intensiven und bildhaften Sprache, dass die Charaktere fast real erscheinen. Das Thema ist traurig und doch gelingt es durch die wunderbare Erzählweise und humorvolle Szenen das Thema nicht zu schwer werden zu lassen. Hellstern lässt uns über weitere Themen nachdenken: Sterbehilfe, Schuldgefühle, Kriegstraumata und dem älter werden. Das Ganze geschieht fast nebenbei und in einer so klaren und präzisen Sprache, die für mich große Erzählkunst ist.
Fazit:
Ein bewegendes Buch mit schweren Themen, die in eine wunderbare Liebesgeschichte verpackt sind. Immer respektvoll, mit viel Humor und einer großartigen Erzählweise, die mich begeistert hat. Liebesgeschichte, Krimi, Roman, hier ist alles dabei.