Cover-Bild Tod hinter der Maske
Band der Reihe "Baker Street Bibliothek"
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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Dryas Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Ersterscheinung: 01.02.2020
  • ISBN: 9783948483050
Jessica Müller

Tod hinter der Maske

Ein viktorianischer Krimi
Charlotte von Winterberg flieht aus ihrem Berliner Elternhaus nach London, um einer arrangierten Ehe zu entgehen. Dort übernimmt sie eine Stelle als Hauslehrerin in einer Einrichtung für gefallene Frauen. Auf einer Spenden-Soiree wird einer der Unterstützer des Instituts, Sir William May, vergiftet.

Der junge und unkonventionelle Inspector Basil Stockworth übernimmt den Fall. Um mehr über Sir Williams Familie herauszufinden, vermittelt er Charlotte eine Stelle als Gouvernante im Haus des Verstorbenen. Dort erkennt sie rasch, dass jeder der Mays etwas zu verbergen hat.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Ascora in einem Regal.
  • Ascora hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2020

Charlotte und Basil - ein starkes Ermittlerduo

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Der Klappentext: „Charlotte von Winterberg flieht aus ihrem Berliner Elternhaus nach London, um einer arrangierten Ehe zu entgehen. Dort übernimmt sie eine Stelle als Hauslehrerin in einer Einrichtung ...

Der Klappentext: „Charlotte von Winterberg flieht aus ihrem Berliner Elternhaus nach London, um einer arrangierten Ehe zu entgehen. Dort übernimmt sie eine Stelle als Hauslehrerin in einer Einrichtung für gefallene Frauen. Auf einer Spenden-Soiree wird einer der Unterstützer des Instituts, Sir William May, vergiftet.
Der junge und unkonventionelle Inspector Basil Stockworth übernimmt den Fall. Um mehr über Sir Williams Familie herauszufinden, vermittelt er Charlotte eine Stelle als Gouvernante im Haus des Verstorbenen. Dort erkennt sie rasch, dass jeder der Mays etwas zu verbergen hat...“
Zum Inhalt: Charlotte ist mit der arrangierten Ehe, die ihr Vater für sie will, nicht einverstanden und flieht in der Silvesternacht 1864 aus ihrem Elternhaus und aus Berlin. Sie findet bei ihrer ehemaligen Gouvernante in London Zuflucht und übernimmt nach deren Tod die Stelle als Hauslehrerin in einem Heim für gefallene Mädchen. Als ein Gönner dieser Einrichtung bei einem Maskenball vergiftet wird, trifft Charlotte, die sich nun Violet nennt, auf den Inspector Stockworth und wird von ihm als seine Spionin in den Haushalt des verstorbenen eingeschleust. Die Suche nach dem Mörder beginnt…
Der Stil: Die Autorin Jessica Müller hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der den Leser gut in das Geschehen hineinzieht. Die Protagonisten, allen voran Charlotte und Inspector Basil Stockworth gewinnen schnell an Lebendigkeit und wirken mit ihren vielschichtigen Charakteren sehr authentisch, beide bewegen sich außerhalb der üblichen Normen und sind gewissermaßen Freidenker, auch wenn sich gerade Charlotte erst selbst darüber im Klaren werden muss. Auch das viktorianische Zeitalter und die Gesellschaftsschichten werden dadurch sehr anschaulich beschrieben und in den Fall mit eingebaut. Erzählt wird die Geschichte in der 3. Person und man begleitet hauptsächlich Charlotte und Basil bei ihren Ermittlungen, dabei setzt sich Stück für Stück der Fall zusammen und man kann als Leser gut miträtseln. Es ist ein klassischer Krimi, bei dem die Ermittlung und das Gespür der Ermittler im Vordergrund steht, es kommt also weder zu Verfolgungen noch zu blutigen Auseinandersetzungen, aber dennoch kann eine Spannung erzeugt und gehalten werden. Es sei so viel verraten, dass der Fall zum Abschluss gebracht wird, doch die Nebenhandlung, Charlottes Flucht und ihre Zukunft lässt noch Raum für Spekulationen und einer Fortsetzung. Und auf diese freue ich mich schon jetzt.
Mein Fazit: Ein viktorianischer Cozy-Krimi, der süchtig macht.

Ich danke dem Dryas Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 20.07.2020

Ein gelungener Wohlfühl-Krimi

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Klappentext: „Charlotte von Winterberg flieht aus ihrem Berliner Elternhaus nach London, um einer arrangierten Ehe zu entgehen. Dort übernimmt sie eine Stelle als Hauslehrerin in einer Einrichtung für ...

Klappentext: „Charlotte von Winterberg flieht aus ihrem Berliner Elternhaus nach London, um einer arrangierten Ehe zu entgehen. Dort übernimmt sie eine Stelle als Hauslehrerin in einer Einrichtung für gefallene Frauen. Auf einer Spenden-Soiree wird einer der Unterstützer des Instituts, Sir William May, vergiftet. Der junge und unkonventionelle Inspector Basil Stockworth übernimmt den Fall. Um mehr über Sir Williams Familie herauszufinden, vermittelt er Charlotte eine Stelle als Gouvernante im Haus des Verstorbenen. Dort erkennt sie rasch, dass jeder der Mays etwas zu verbergen hat.“

Der Autorin Jessica Müller ist mit „Tod hinter der Maske“ ein schöner Wohlfühl-Krimi gelungen, den ich gerne gelesen habe. Nach einem Prolog, welcher den Hintergrund der Hauptprotagonistin Charlotte von Winterberg beleuchtet, wird die Geschichte über insgesamt 19 Kapitel erzählt.

Der dem Leser im Klappentext versprochene Mord lässt nicht lange auf sich warten und man ist direkt mitten im Geschehen. Grundsätzlich hat mir dies sehr gut gefallen, gerade am Anfang war ich jedoch mit den vielen Namen ein wenig überfordert: angefangen mit Charlotte, die nach ihrer Flucht aus Berlin verständlicherweise nun unter einem anderen Namen in London lebt, über zahlreiche weitere Personen, die gleich zu Beginn der Geschichte zügig nacheinander die Bühne betreten und selbst teilweise verschiedene Namen haben und/oder mal mit Vor- und mal mit Nachnamen benannt werden. Um die Ausgangssituation für eine einigermaßen verstrickte Kriminalhandlung zu schaffen, sind all diese Figuren selbstverständlich notwendig und weil es sich hierbei um ein insgesamt recht kurzes Buch handelt, ist dies sicher auch kaum anders zu lösen. Nichtsdestotrotz hat mich dieser Umstand gerade am Anfang der Geschichte ein wenig im Lesefluss gestört. Mit der Zeit wurde es jedoch besser und ich bin nur noch gelegentlich über etwas seltener auftretende Vornamen gestolpert.

Von diesem Aspekt abgesehen habe ich es jedoch als sehr angenehm empfunden, dass man zügig durch die Geschichte schreiten konnte. Mir ist zu keinem Zeitpunkt langweilig geworden und ich habe die verschiedenen Handlungsstränge gespannt verfolgt.

Die Figuren sind zwar (zwangsläufig dem eher geringen Seitenumfang des Buches geschuldet) eher seicht geblieben, die Krimihandlung fand ich aber durchaus solide. Charlotte und Basil waren mir insgesamt durchaus sympathisch und ich habe mich gerne von ihrem Abenteuer mitreißen lassen. Die bereits im Klappentext angedeutete Liebesgeschichte, war zwar immer mal wieder präsent, hat aber nicht viel Raum eingenommen und das habe ich als genau passend empfunden. Einzig die Hintergrundgeschichte von Charlotte wurde für meinen Geschmack erst recht spät wieder richtig aufgegriffen und am Ende irgendwie zu zügig abgehandelt. Das hat mein Lesevergnügen aber nur minimal getrübt. Wenn sich Charlotte und Basil in einer Fortsetzung einem weiteren Fall annehmen würden, würde ich ihre Ermittlungsarbeiten gerne wieder interessiert verfolgen.

Fazit: ein kurzer, unterhaltsamer Wohlfühl-Krimi mit vielleicht etwas seichten, aber durchaus sympathischen Figuren und einer soliden Krimi-Handlung.

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