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Veröffentlicht am 27.05.2019

Ein Leben das glücklich macht

Glück ist meine Lieblingsfarbe
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Das farbenfrohe Cover zeigt auf den ersten Blick eine Explosion an Farbkugeln, alle gut aufeinander abgestimmt und den schwungvollen Schriftzug des Titels, erst auf den zweiten Blick sieht man den kleinen ...

Das farbenfrohe Cover zeigt auf den ersten Blick eine Explosion an Farbkugeln, alle gut aufeinander abgestimmt und den schwungvollen Schriftzug des Titels, erst auf den zweiten Blick sieht man den kleinen Hund und das Fahrrad, beides wichtige Bestandteile des Romans.

Der Klappentext: „Juli lebt dort, wo andere Urlaub machen: auf La Palma. Eigentlich sollte es bloß eine Auszeit vom langweiligen Bürojob sein, doch wenn es nach ihr geht, kann der Ernst des Lebens gerne warten. Dann lernt sie Quinn kennen, der das genaue Gegenteil von ihr ist - vernünftig, zielstrebig, mit beiden Beinen auf der Erde -, und die Funken fliegen. Dabei will Juli sich doch auf keinen Fall verlieben! Doch als ein verwaister Hund ein neues Zuhause sucht, werden all ihre schönen Vorsätze auf die Probe gestellt. Und Juli erlebt, dass es nur ein bisschen Mut braucht, um die große Liebe zu finden.“

Zum Inhalt: Emmi hatte die Nase voll von ihrem fensterlosen, klimatisierten Bürojob und dem Hamburger Wetter und ist nach La Palma gezogen. Hier wohnt sie zur Untermiete bei einer Gemüsehändlerin und finanziert sich ihr Leben mit dem Job in einem Food Truck und dem Ausführen von Hunden. Spanisch versteht und spricht sie mehr schlecht als Recht, aber sie fühlt sich in der Dorfgemeinschaft wohl. Sie lässt sich momentan quasi treiben und drückt sich vor der Entscheidung wie es weiter gehen soll. Bis ihr Leben erst durch die Begegnung mit dem Immobilienmakler Quinn und durch andere Ereignisse durcheinander gewirbelt wird. Sie muss sich jetzt entscheiden was sie wirklich will.

Der Stil: Erzählt wird diese Geschichte von Juli in Form der Ich-Erzählerin, so kann der Leser hautnah ihre Gedanken und Konflikte miterleben. Aber auch die anderen Protagonisten werden von der Autorin Kristina Günak äußerst liebevoll und authentisch gestaltet. Auch die Insel und das Leben dort in seinem ganz eigenen Rhythmus werden sehr bildlich und realistisch geschildert. Der Schreibstil ist flüssig und leichtlesbar und dadurch dass einige Geheimnisse und Beweggründe erst nach und nach enthüllt werden, kann eine gewisse Spannung bzw. Neugier aufrecht gehalten werden. Ich persönlich hätte mir am Schluss ein paar Seiten mehr gewünscht, aber ansonsten gibt es von meiner Seite keine Kritikpunkte.

Mein Fazit: Ein toller Roman über das Glücklich sein und das Lebensziel, verpackt in eine reizende Geschichte, angereichert mit einer kleinen Romanze und ohne zu vergeistigt zu sein.

Ich danke dem Verlag Bastei Lübbe und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 10.05.2019

Vom Straßenhund zum Hotelhund

Phoebe
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Der Klappentext: "Himmel, was sind die Menschen nur für komplizierte Wesen?", fragt sich die clevere Terrierdame Phoebe ziemlich häufig, seitdem sie als Hotelhund in einem kleinen Dorf in Niederbayern ...

Der Klappentext: "Himmel, was sind die Menschen nur für komplizierte Wesen?", fragt sich die clevere Terrierdame Phoebe ziemlich häufig, seitdem sie als Hotelhund in einem kleinen Dorf in Niederbayern gelandet ist.
Sie stellt fest, dass nicht jede Schwiegermutter unweigerlich ein Drachen ist und dass Möpse nicht immer Hunde sind.
Begleite Phoebe ein Stück ihres Weges und erlebe die unglaublichsten Geschichten, die wirklich nur einem Hotelhund in Bayern passieren können.

Zum Inhalt: Die Hoteliers Oliver und Uwe retten den kleinen Terriermischling Phoebe aus einem kroatischen Tierheim und bringen sie in bayerische Bodenmais. Was für eine Umstellung für die Hundedame, die sich aber sehr schnell auf die neue Situation und ihre neue Familie einstellt. Vor allen der übergewichtige Mops Hector und der Mischling Flora helfen ihr schnell diese seltsamen Menschen besser zu verstehen, auch wenn die Erziehungstipps von Hector bei ihren Herrchen nicht funktionieren. Die Geschichte basiert auf den Erlebnissen, die der Autor Uwe Krauser mit seiner Hundedame Phoebe selbst erlebt hat, natürlich mit gewissen schriftstellerischen Freiheiten.

Zum Stil: Erzählt wird die Geschichte von der Ich-Erzählerin Phoebe, die äußerst humorvoll von ihren Erlebnissen im Hotel, in der Hundeschule und auf den Spaziergängen erzählt und ihre Sicht auf das teilweise seltsame Wesen Mensch. Natürlich können auch die anderen Hunde untereinander sprechen und die Situationen kommentieren. Ich persönlich habe an einigen Stellen wirklich laut lachen müssen, aber es gibt auch ernste Töne wenn Phoebe von ihrer Zeit im Tierheim spricht oder andere Artgenossen von dem erzählen was sie durchgemacht haben. Sowohl die hündischen Protagonisten als auch die menschlichen werden sehr liebevoll beschrieben und charakterisiert.
In kurzen Episoden wird äußerst humorvoll, mit einer Prise Ironie und Ernsthaftigkeit ein Abschnitt aus dem Leben des ehemaligen Straßenhundes Phoebe erzählt, manch Hundehalter wird einzelne Situationen sicherlich wiedererkennen, aber es bietet nicht nur Hundehaltern vergnügliche Lesestunden.

Ich danke der Shaker Media GmbH und NetGalley für das Rezensionsexemplar, wie immer wurde meine Meinung davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 15.02.2019

Vorsicht die Honigdachse kommen

Honey Badgers
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Das Cover: Das Cover ist in Schwarz-Weiß gehalten, die Profilbilder eines jungen Frau und eines jungen Mannes sind Hinterkopf an Hinterkopf gegeneinander gesetzt. Der Titel hebt sich von dem relativ dunkel ...

Das Cover: Das Cover ist in Schwarz-Weiß gehalten, die Profilbilder eines jungen Frau und eines jungen Mannes sind Hinterkopf an Hinterkopf gegeneinander gesetzt. Der Titel hebt sich von dem relativ dunkel gehaltenen Titelbild in einem Goldton deutlich ab. Das O in Honey endet in einem stilisierten Dachskopf.

Der Klappentext: „Als Grizzly-Gestaltwandler war Berg Dunn schon in vielen ungewöhnlichen Situationen. Doch dass eine hübsche, nackte Frau wie aus dem Nichts auf seinem Balkon auftaucht, findet selbst er merkwürdig. Und dann fordert die Unbekannte auch noch von ihm, dass er ihr seine beste Pistole überlässt! Berg findet heraus, dass sie eine Honigdachs-Gestaltwandlerin ist, und verliert sein Herz an sie. Doch Charlie Taylor-MacKilligan muss ihre kleinen Schwestern vor ihrem mordlustigen Vater beschützen und es passt ihr gar nicht, dass Berg sich plötzlich als ihr Aufpasser aufspielt. Immerhin sind Honigdachse Überlebenskünstler! Aber Berg ist unverschämt sexy, das muss Charlie zugeben. Vielleicht jagt sie ihn nicht fort – wenn er denn mit ihr mithalten kann. ...“

Zum Inhalt: Der Honigdachs, der zoologisch zur Mardergruppe gehört, gilt als ausgesprochen aggressiv und furchtlos. Im Tierreich hat er eigentlich keinen natürlichen Feind und schlägt selbst deutlich größere und stärkere Raubtieren wie Raubkatzen oder Bären in die Flucht. Seiner großen Vorliebe für Honig verdient er seinen Namen. Mit dieser Tierrasse erschuf G.A. Aiken sehr ungewöhnliche Gestaltwandler, vor allem wenn sie, wie in diesem Fall auch noch Hybride – sprich Mischlinge sind. Die Geschichte handelt von drei Schwestern: einem Honigdachs-Wolf- Mischling, einem reinen Honigdachs und einem Honigdachs-Tiger-Mischling, alle drei auf ihre ganz besondere Weise ungewöhnlich, durchgeknallt und dennoch faszinierend. Durch die Schuld ihres Vaters stehen die drei auf der Abschussliste und werden verfolgt, als gerade für die älteste und vernünftigste durch den sexy Grizzly-Wandler eine verführerische Ablenkung auftaucht.

Zum Stil: Der Schreibstil ist äußerst mitreißend und flüssig. Die Ereignisse folgen so schnell aufeinander, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Anfangs mögen die verschiedenen Charaktere und vor allem ihre Wandler spezifischen Eigenheiten etwas verwirrend sein, doch man kann sehr gut einen Überblick gewinnen. Schnell werden einem die Hauptfiguren näher gebracht und stehen dem Leser klar vor Augen. Gerade das Zusammenspiel der drei tollkühnen, verrückten und doch wie Pech und Schwefel zusammenhaltenden Schwestern, sorgt für einige dramatische und witzige Szenen. Auch die natürlichen Vorlieben und Abneigungen der jeweiligen Tierrassen der Wandler werden berücksichtigt und sorgen für Konfliktpotential, so lieben z.B. sowohl Bären als auch Honigdachse Honig, wer gewinnt wohl im direkten Streit um das begehrte klebrige Gold?
Obwohl einige Protagonisten aus früheren Büchern hier auftauchen, kann man dieses Buch auch wunderbar für sich lesen, auch wenn ich persönlich schon sehr gespannt bin wie es mit den beiden anderen Honigdachs-Wandlerinen weitergeht.

Mein Fazit: Eine spannende und sexy Story aus der Welt der Gestaltwandler, mit äußerst amüsanten und lustigen Szenen.

Ich danke dem Piper Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 10.07.2018

Ein spannender Romance Thriller

Jenseits der Sünde
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Marie Force entwickelte um Samantha Holland, Lieutenant bei der Mordkommission von Washington D.C. und Nick Cappuano, Senator von Virginia nicht nur eine heiße Liebesgeschichte sondern auch eine spannende ...

Marie Force entwickelte um Samantha Holland, Lieutenant bei der Mordkommission von Washington D.C. und Nick Cappuano, Senator von Virginia nicht nur eine heiße Liebesgeschichte sondern auch eine spannende Krimireihe. Ich habe die Reihe bereits bei ihrer ersten Veröffentlichung (D.C. Affairs: Fatales Geheimnis bzw. Fatale Gier) 2014 kennengelernt, 2017 wurden diese ersten Bände neu aufgelegt und weitere übersetzt. Um es kurz zu machen, der vorliegende Band war so spannend und abwechslungsreich, dass ich ihn kaum aus der Hand legen wollte und kaum dass er zu Ende war, den nächsten angefangen habe.

Die Bände sind immer in sich abgeschlossen und können durchaus einzeln gelesen werden, aber um das Lesevergnügen wirklich genießen zu können, sollte man die Reihenfolge einhalten, denn die Bücher beinhaltet kleinere Spoiler zu den vorherigen Bänden.

Das Buch bietet verzwickte und durchaus brutale Morde, eine heiße Liebesgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten und interessante Einblicke in das Leben und die Gefühlswelten der Nebenrollen.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Witchmark

Witchmark
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Das Cover: Das ganz in Grüntönen gehaltene Cover zeigt einen einsamen Radfahrer in einer menschenleeren Allee. Allerdings sieht man auf den zweiten Blick, da spiegelt sich im nassen Kopfsteinpflaster nicht ...

Das Cover: Das ganz in Grüntönen gehaltene Cover zeigt einen einsamen Radfahrer in einer menschenleeren Allee. Allerdings sieht man auf den zweiten Blick, da spiegelt sich im nassen Kopfsteinpflaster nicht der Radfahrer, sondern ein Paar. Ein geheimnisvolles Cover, das neugierig macht

Der Klappentext: „Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmal trägt. Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amaranthine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?…“

Zum Inhalt: Aeland befindet sich im Krieg und es kehren immer mehr verwundete und traumatisierte Soldaten zurück. Miles ist Arzt und ein magischer Heiler, doch gerade diese Magie ist verboten und könnte ihn in Gefahr bringen. Zum einen versucht er seine Macht zu verstecken und trotzdem den Soldaten zu helfen, zum anderen versteckt er sich vor seiner eigenen Familie, die seine Macht ausnützen wollen. Zusammen mit einem noch mächtigeren Wesen versucht er den Geheimnissen rund um die Geisteskrankheit der Soldaten und einer Verschwörung auf die Spur zu kommen.

Zum Stil: Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Miles erzählt, dadurch werden seine Gefühle dem Leser besonders nahe gebracht. Der Stil ist ansonsten sehr bildlich und episch, einerseits sehr liebevoll und genau beschrieben aber andererseits fehlten mir einige (wichtige) Hintergrundinformationen und Erklärungen. So wurde diese fantastische Welt für mich nicht wirklich lebendig, obwohl die Idee dahinter sehr gut und interessant war. Auch bei den einzelnen Charaktere waren für mich große Differenzen, während Miles und seine Schwester Grace schnell greifbar wurden, blieb Tristan als Miles Gefährte nebulös und auch einige der Nebenfiguren verwirrten mich eher. Durch die Nachforschungen die Miles und Tristan anstellten kam ein spannendes Krimielement in die Story und durch die Magie eine interessante Fantasykompenente, für eine Spur Romantik sorgt die Anziehung zwischen Miles und Tristan als gleichgeschlechtliches Paar. Der große Showdown am Ende erklärt dann auch einige Fragen, die bei mir von Anfang an vorherrschten.

Mein Fazit: Ich stehe dem Buch sehr zwiegespalten gegenüber, die Idee hinter der Story ist super, die Fantasy nahe dem Steampunk ist äußerst faszinieren, aber leider in meinen Augen nicht voll ausgereift. Der Krimianteil ist fesselnd und lädt zum Miträtseln ein, aber leider fehlen dem Leser Informationen. Somit vergebe ich für dieses Debütwerk 3 von 5 Sternen.

Ich danke dem Klett-Cotta Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine freie Meinung wurde davon nicht beeinflusst.