Profilbild von Ascora

Ascora

Lesejury Star
offline

Ascora ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ascora über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2026

Ostern in Neapel

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
0

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl ist der zweite Fall der in Neapel spielenden Reihe von Fabio Nola. Die Fälle sind immer abgeschlossen und unabhängig voneinander zu lesen. Es handelt sich bei ...

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl ist der zweite Fall der in Neapel spielenden Reihe von Fabio Nola. Die Fälle sind immer abgeschlossen und unabhängig voneinander zu lesen. Es handelt sich bei Fabio Nola um einen deutschen Autor mit italienischem Pseudonym, aber man merkt bei seinen Beschreibungen von Neapel und der Schilderung der neapolitanischen Lebensweise, dass er lange in Neapel studiert hat und sich in der Stadt heimisch fühlt.
Während in der Osterwoche die Touristen scharenweise in Neapel einfallen hat sich Commissario Gaetano zusammen mit seinem Bruder Aniello und seiner Nichte Carla auf das Landgut seines Vaters im kampanischen Hinterland zurückgezogen. Allerdings wird am Karfreitag eine Leiche aus dem Hafenbecken gefischt und Gaetano muss seinen Familienurlaub unterbrechen. Als erstes muss geklärt werden ob es ein tragischer Unfall, ein Selbstmord oder ein Mord war. Als eine zweite Leiche auftaucht, ist es klar, dass es ein Mord war.
So sehr mir die Beschreibungen und das italienische Flair beim Lesen gefallen haben, an einigen Stellen hätte ich mir eine Straffung der Handlung gewünscht, dann wäre der Fall noch spannender geworden. Im ersten Drittel des Buches musste ich mich etwas durchkämpfen, dann hat mich der Krimi allerdings gefesselt und die Seiten sind nur so dahingeflogen. Wer also ein bisschen Durchhaltevermögen beweist kann sich auf einen durchaus spannenden Krimi vor einer traumhaften Kulisse freuen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2026

Neue und alte Teufel

Devil`s Wheels MC Teil 2: Hard to Resist
0

Mit Hard to Resist ist der zweite Band der Reihe um den Devil`s Wheels MC von Emma Snow. Wie bei den meisten Biker-Romanen, bewegen sich auch die Mitglieder des Devil`s Wheels MCs in einer Grauzone und ...

Mit Hard to Resist ist der zweite Band der Reihe um den Devil`s Wheels MC von Emma Snow. Wie bei den meisten Biker-Romanen, bewegen sich auch die Mitglieder des Devil`s Wheels MCs in einer Grauzone und nehmen es mit den Gesetzen nicht ganz so genau, aber es gibt schlimmere Clubs. Auch wenn die Protagonistin dieses Bandes, die Ärztin Elizabeth, das so nicht glauben will und kann. Sie hat eine Vergangenheit mit Bikern und diese Vergangenheit hat sie jetzt eingeholt und droht sie wieder in die Hölle zu reißen, aus der sie sich so mühsam rausgekämpft hat. Sie braucht Schutz und die Devil´s schulden ihr etwas. Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, das versucht Liz. Sie rechnet nicht damit, dass die Devil´s anders sein könnten und vor allem Hunter stellt eine ganz andere Gefahr für sie dar. Aber haben sie wirklich eine Chance?
Wie es sich für einen Biker-Roman gehört gibt es hier starke Alphatypen, einen gefährlichen Gegner, ständige Spannung und eine heiße Liebesgeschichte. Man kann den zweiten Band ohne Vorkenntnisse lesen, allerdings knüpft er direkt an Hard to Forget an und das Ende verspricht eine weitere spannende Geschichte mit neuen Protagonisten. Teilweise bietet die Geschichte echt harten Tobak, gerade was die seelischen Abgründe und emotionalen sowie körperlichen Narben angeht und die Handlung ist brutaler als im ersten Band, aber die Geschichte ist einfach fesselnd und gerade die sensiblen Themen werden gut ausgeführt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2026

Stehen die Sterne dieses Mal richtig?

Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby
0

Die Sternwarte von Kirkby führt den Leser ein weiteres Mal nach Kirkby, einem malerischen Städtchen in den Highlands, das die Autorin nicht nur als Schauplatz der Highland-Happiness Reihe ausgesucht hat, ...

Die Sternwarte von Kirkby führt den Leser ein weiteres Mal nach Kirkby, einem malerischen Städtchen in den Highlands, das die Autorin nicht nur als Schauplatz der Highland-Happiness Reihe ausgesucht hat, sondern auch für die vierbändigen Highland Hope Reihe und einer Krimi Reihe. Die einzelnen Bände der Reihen können aber sehr gut ohne Vorkenntnisse und unabhängig gelesen werden. Es gibt natürlich Überschneidungen, Anspielungen und immer wiederkehrende Charaktere, die in allen Teilen mitmischen. Aber es gibt am Ende des Buches immer ein Personenregister, bei dem die wichtigsten Charaktere vorgestellt werden und man auch als Neuling die Zusammenhänge erklärt bekommt.
Auch der Protagonist Leo Spencer ist neu in Kirkby und eigentlich nur auf der Durchreise, er will die kleine Highland-Gemeinde von nachhaltiger Energiegewinnung überzeugen und ein klimafreundliches Energiekonzept vorstellen. Mit diesem Ansatz und als Engländer hat er damit keinen leichten Stand, zum Glück lassen sich der Bürgermeister und einige der Anwohner von seinem Konzept überzeugen und er kann ein erstes Projekt an der Destilliere verwirklichen. Natürlich sorgt dieses Projekt für Gesprächsstoff und für ungewollte Aufregung. Für Leo ist es auch deswegen ein Glücksfall, weil er so einen guten Grund hat in Kirkby zu bleiben, denn hier hat er Flora wiedergefunden. Vor sieben Jahren haben sich ihre Wege schon einmal gekreuzt, aber sie hatten damals keine Chance. Vielleicht hat eine Beziehung zwischen den beiden ja jetzt mehr Zukunftsaussichten? Und welches Geheimnis steckt hinter dem viktorianischen Observatorium, das von allen vergessen auf einem bewaldeten Hügelversteckt liegt? Es gibt hier viele spannende Ansätze und ein vor allem ein Paar, das sich selbst im Weg steht. Sowohl Flora als auch Leo haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und neigen dazu alles zu sehr durch zu denken. Aber in Kirkby gibt es immer jemanden, der sich einmischt bzw. mit Rat und Tat zur Seite steht.

Für mich war es nicht der erste Ausflug nach Kirkby und es wird ganz bestimmt nicht der letzte sein. Ich warne euch gleich mal vor: diese Reihen machen süchtig und es wird für die meisten von euch ganz bestimmt auch nicht bei einem Besuch im zauberhaften Kirkby, im Herzen der Highlands bleiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2026

Wohlfühlort am Meer

Der kleine Campingplatz in den Dünen: Ein Stellplatz fürs Glück
1

Ein Stellplatz fürs Glück ist der Auftakt zu der neuen Reihe Der kleine Campingplatz in den Dünen von Barbara Erlenkamp aka Christine und Andreas Schulte. Dieses Mal ist der Schauplatz das idyllische Städtchen ...

Ein Stellplatz fürs Glück ist der Auftakt zu der neuen Reihe Der kleine Campingplatz in den Dünen von Barbara Erlenkamp aka Christine und Andreas Schulte. Dieses Mal ist der Schauplatz das idyllische Städtchen Merleburg an der Ostsee. Hierher hat es auch Annika verschlagen, frisch nach ihrem Tourismusstudium hat sie sich in diesen Ort verliebt und träumt von einem Job am Meer. Während sie sich mit kellnern über Wasser hält sucht sie nach einem besseren Job. Als ihre Mitbewohnerin zusammen mit drei weiteren Freunden den Campingplatz Dünenblick erbt, bekommt Annika ihre Chance. Als Managerin soll sie den etwas in die Jahre gekommenen und in den roten Zahlen steckenden Platz auf Vordermann bringen. Eine Herausforderung, die Annika gerne annimmt. Zwischen den großen und kleinen Problemen auf dem Campingplatz muss sie sich auch noch als Dompteurin zweier Dauercamper bewähren und aufpassen, dass sie nicht ihr Herz verliert, zumindest nicht an den Falschen.
Wie immer entführt das Autorenpaar Barbara Erlenkamp ihre Leser in eine beschauliche Umgebung mit liebenswerten oder zumindest skurril-unterhaltsamen Charakteren, die sich gewissen Schwierigkeiten des Lebens stellen müssen. Es sind die etwas überspitzten Situationen, die mit einem gewissen Augenzwinkern einhergehen und die ich so unterhaltsam finde. In meinen Augen ist Ein Stellplatz für Glück die gelungene Auszeit zwischen zwei Buchdeckeln, ein kleiner Urlaub für die Seele.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 05.04.2026

Drachen erwünscht

The Baby Dragon Café
0

The Baby Dragon Café von A. T. Qureshi ist in meinen Augen ein Wohlfühlroman mit Fantasy-Anteil. In dem kleinen Städtchen Starshine Valley hat Saphira ein Café ganz neu ein eigenes Café eröffnet. Sie hat ...

The Baby Dragon Café von A. T. Qureshi ist in meinen Augen ein Wohlfühlroman mit Fantasy-Anteil. In dem kleinen Städtchen Starshine Valley hat Saphira ein Café ganz neu ein eigenes Café eröffnet. Sie hat noch ein bisschen mit den Finanzen zu kämpfen, aber ein Babysitter-Job für den eigenbrötlerischen Aiden bringt extra Geld. Außerdem ist Aiden wirklich süß und je besser sich Aiden uns Saphira kennenlernen umso mehr fliegen die Funken. Hört sich das soweit nach einem romantischen Wohlfühlroman an? Ja? Nun kommt die Fantasy ins Spiel, denn Saphira hat ihr Café auch für die Haustiere ihrer Kunden geöffnet und das sind Babydrachen. Die kleinen feuerspuckenden Unruhestifter sind in den wenigsten Läden von Starshine Valley gerne gesehen, sie richten einfach zu viele Schäden an, aber Saphira liebt die kleinen Drachen und hätte so gerne einen eigenen. Aber Drachen sind nur bei bestimmten Familien zu finden. Und dazu gehört Saphira nicht. Da ist das Café eine Möglichkeit mit den kleinen Drachen zusammen zu sein. Und der Babysitter-Job ist in Wirklichkeit das Training eines besonders unerzogenen Babydrachen, der mit seinem Halter so gar nichts anfangen kann.
Man hat also ein Kleinstadtsetting, eine Slow-Burn-Romance und eine Prise Fantasy in einem amüsanten und manchmal richtig lustigen Roman. Zusammen mit einem flüssigen Schreibstil und guten bildlichen Beschreibungen war das ein unterhaltsamer Zeitvertreib.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere