Giftmorde in Serie
Gärten, Gift und kalte RacheGärten, Gift und kalte Rache ist der dritte Gartenkrimi rund um die pensionierte Lehrerin Pauline und ihrer Nachbarin und besten Freundin Berta, die im beschaulichen Oberdistelbrunn zu Hause sind. Und ...
Gärten, Gift und kalte Rache ist der dritte Gartenkrimi rund um die pensionierte Lehrerin Pauline und ihrer Nachbarin und besten Freundin Berta, die im beschaulichen Oberdistelbrunn zu Hause sind. Und Oberdistelbrunn soll schöner, grüner und nachhaltiger werden. Der Bürgermeister hat extra einen Experten für Biodiversität kommen lassen, der invasive Pflanzen austauschen lässt und insektenfreundliche Bepflanzungen, die auch noch klimafreundlich sind vornehmen soll. Bei der ersten Aktion kommt gleich ein Hundeskelett zum Vorschein und dann setzt eine wahre Mordserie ein. Und wie es der Zufall will, stirbt der erste auch noch auf Paulines Türschwelle. Vergiftet! Für den bleistiftkauenden Inspektor steht die Kräuterhexe natürlich unter Verdacht. Also müssen Pauline und ihre Truppe den wahren Täter ausfindig machen.
Wie schon sein Vorgängerband ist Gärten, Gift und kalte Rache ein verzwickter Krimi voller schwarzen Humor. Pauline fungiert wieder als Ich-Erzählerin und ihre Beobachtungen, Meinungen und Probleme, werden wie immer herrlich überspitzt in den Fall eingebaut. Dieses Mal ist es mir persönlich allerdings zu viel. Es wird mir zu sehr vom Fall abgelenkt und so lustig Paulines Gedankengänge sind, sie verzettelt sich zu sehr. Die Giftmorde gehen im übrigen Geschehen fast unter und auch wenn die Lösung logisch und überzeugend ist, dieses Mal war ich sogar auch der richtigen Spur, wird sie am Ende fast zu schnell abgehandelt.
Am Ende des Buches findet sich übrigens wieder eine kleine, interessante Kräuterkunde für die verwendeten Pflanzen.
Zum Aufbau des Buches möchte ich noch anmerken, dass es keine Einteilung in Kapitel gibt, nur Absätze, zum einen erleichtert das zwar den Lesefluss, zum anderen fehlt dadurch aber eine klare Abtrennung der Ereignisse und der Zeitabschnitte. Die Autorin Klaudia Blasl hat einen sehr angenehmen, lockeren Erzählstil, der mit österreichischen Zungenschlag zusätzlich für Lokalkolorit sorgt.