Cover-Bild Play It As It Lays
22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Buchverlage
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 31.08.2023
  • ISBN: 9783550201844
Joan Didion

Play It As It Lays

Roman | Ein Klassiker der feministischen Literatur - »Scharfsinnig, bewegend und unheimlich cool.« Fatma Aydemir 
Antje Rávik Strubel (Übersetzer)

Ein flimmernder, schonungsloser und geradezu unheimlicher Roman über die Suche nach dem richtigen Leben im falschen

Maria Wyeth ist eine Modellegende und ein Filmstar. Doch im Los Angeles der Sechzigerjahre verliert sie die Kontrolle über ihr eigenes Leben. Ihre geistig beeinträchtigte Tochter wird ihr weggenommen. Ihre zerrüttete Ehe ist nicht mehr zu retten, und ihre katastrophalen Liebesaffären und vermeintlichen Freundschaften bieten wenig Trost. Jeden Morgen um halb 10 Uhr steigt sie in ihr Auto und donnert über den Highway – auf der Überholspur und mit laut aufgedrehtem Radio, bis sich „irgendwo im Nirgendwo, wo der makellos brennende Beton einfach aufhört“ das Gefühl der Leere verflüchtigt. 


»Scharfsinnig, bewegend und unheimlich cool - niemand erzählt so unprätentiös von Hollywoods tiefschwarzem Schatten wie Joan Didion.« Fatma Aydemir 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2023

"Maria, Maria I like it loud..." (Scooter)

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!ein Lesehighlight 2023!



Klappentext:

„Maria Wyeth ist eine Modellegende und ein Filmstar. Doch im Los Angeles der Sechzigerjahre verliert sie die Kontrolle über ihr eigenes Leben. Ihre geistig beeinträchtigte ...

!ein Lesehighlight 2023!



Klappentext:

„Maria Wyeth ist eine Modellegende und ein Filmstar. Doch im Los Angeles der Sechzigerjahre verliert sie die Kontrolle über ihr eigenes Leben. Ihre geistig beeinträchtigte Tochter wird ihr weggenommen. Ihre zerrüttete Ehe ist nicht mehr zu retten, und ihre katastrophalen Liebesaffären und vermeintlichen Freundschaften bieten wenig Trost. Jeden Morgen um halb 10 Uhr steigt sie in ihr Auto und donnert über den Highway – auf der Überholspur und mit laut aufgedrehtem Radio, bis sich „irgendwo im Nirgendwo, wo der makellos brennende Beton einfach aufhört“ das Gefühl der Leere verflüchtigt.“



Genau so ein Roman konnte nur wieder aus der Feder von Joan Didion stammen! Er ist so großartig, so punktgenau, so vielsagend und doch auch so leise und mit so vielen Botschaften bestückt! Hierbei handelt sich mal wieder um einen Roman der bereits verstorbenen Autorin. Hauptprotagonistin Maria hat die besten Zeiten ihres Erfolgs in ihrem Leben längst gelebt. Nichts ist mehr so wie es war, auch ihr Kopf fährt Achterbahn und somit verliert sie ihr Kind. Ihre Tochter wird ihr weggenommen, die Ehe gescheitert und das mit den wahren Freunden ist auch so eine Sache. Alles ist zerrüttet und gebrochen. Man könnte jetzt meinen die Geschichte sei so typisch US-Storytelling, ist sie aber nicht. Maria findet Zuflucht in dem sie in die Weite des Nirgendwo fährt, stets mit laut aufgedrehtem Radio und zu viel Tempo auf dem Tacho, um endlich wieder freie Gedanken zu bekommen. Didon zeigt auf, wie alles einem irgendwie erdrücken kann, wenn man sich selbst dabei vergisst. Es braucht das Luft-holen für die innere Seele und das Atmen für den Verstand. Maria ist das beste Beispiel, das zu viel von allem nicht immer viel bringt. Viel kann auch erdrücken und alles unter sich begraben. Didon wäre aber nicht Didion wenn sie in diesem Roman auch von der Gesellschaft drumherum um Maria erzählt. Was wir hier lesen war/ist wieder das pure Leben der USA zur damaligen Zeit. Als bekennende Didion-Verehrerin kann ich auch hier wieder klar sagen, sie nimmt auch hier kein Blatt vor den Mund und erzählt uns wie die Gesellschaft damals die heile Welt der Schauspielerei und Modells selbst manipuliert hat. Die, die eine ander Wrlt aufzeigen sollten, wurden selbst zum Spielball der Gesellschaft. Die kurzen Kapitel im Buch sind nichts ungewöhnliches für die Autorin. Sie passte sich wieder hervorragend ihrer Protagonistin an und man meint ein Drehbuch zu lesen. Wortwahl und Ausdruck sind wieder excellent und tiefgreifend.

Didion liest man nicht einfach so, man nimmt etwas fürs Leben mit und lernt wieder Mal so viel über die Vereinigten Staaten selbst. Eine bessere Seelen-Entblößerin konnte diese Land wohl nicht verdient haben! 5 Sterne hierfür!