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Veröffentlicht am 01.04.2026

Der Sommer mit Jo

Little Hollywood
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Meine Meinung

"Don't you forget about me
Don't, don't, don't, don't
Don't you forget about me

Will you stand above me?
Look my way, never love me
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down

Will ...

Meine Meinung

"Don't you forget about me
Don't, don't, don't, don't
Don't you forget about me

Will you stand above me?
Look my way, never love me
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down

Will you recognize me?
Call my name or walk on by
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down, down" (Songtext Zitat)

Als Kind der 90er hat mich dieses Buch nicht nur mit einem hartnäckigen Ohrwurm zurückgelassen, sondern auch eine ganze Welle an Erinnerungen in mir ausgelöst, die plötzlich wieder an die Oberfläche kamen.

Man hat in "Little Hollywood" bereits nach wenigen Seiten das Gefühl, in diesen Sommer der späten 90er einzutauchen.Die Videothek, die Telefonkarten, die langen Nachmittage ohne Smartphone‑Ablenkung (es stehen Leute vor der Tür und klingeln einfach, ohne vorher eine Whatsapp zu senden, ja, das gab es :D!).

Was mich besonders berührt hat, ist Leos innere Zerrissenheit. Sie steht zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen Mut und Angst – und genau dieses Gefühl, dass alles gleichzeitig möglich und unmöglich erscheint, trifft Hanka unglaublich präzise. Leo ist von Beginn an authentisch, nahbar und emotional greifbar. Sie ist eine tolle große Schwester und ist für den kleinen Bruder Ben ein starker Anker in diesem schwierigen Familienalltag.

"Dann ist er weg, und ich bin allein mit meiner Mutter, also bin ich genau genommen allein." (Buchzitat)

Auch Jo, der Videothek‑Mitarbeiter, mochte ich von Beginn an. Die Gespräche zwischen ihm und Leo, die kleinen Mutproben, das vorsichtige Annähern – all das wirkt unaufgeregt, aber echt, nicht übertrieben oder unrealitisch.

Hinter den warmen Sommertagen liegen Themen wie psychische Belastungen, familiäre Konflikte, toxische Beziehungen und die Angst vor dem eigenen Scheitern.

"Weißt du, ich will, dass alles anders wird, aber ich will auch, dass es bleibt, wie es ist, flüstere ich" (Buchzitat)

Am Ende bleibt für mich das Gefühl, einen Sommer miterlebt zu haben, der sich echt anfühlt, mit Höhen, Tiefen und diesem besonderen 90er‑Vibe.


Klappentext

Das echte Leben ist eine herbe Enttäuschung. Leonie, genannt Leo, will sich nach der Schule kopfüber in die Freiheit stürzen und landet stattdessen auf dem Boden der Realität. Streit mit der Mutter, Strafanzeige gegen den Vater und Ferientage mit dem kleinen Bruder, statt ein Sommer mit Olli, der sie erst geküsst und dann sitzengelassen hat. Zum Glück gibt es »Little Hollywood«, die Videothek an der Ecke, deren einziger Nachteil Jo heißt, »Schnaps und Unfug« auf den Arm tätowiert hat und Leo jedes Mal zwingt, »Wahrheit oder Pflicht« zu spielen, obwohl sie sich doch nur in einen Film flüchten will.


Über die Autorin

Inga Hanka (*1988) arbeitete als Texterin und Fotografin für Radio, Print- und verschiedene Onlinemedien, bevor sie unter dem Motto »Kreieren statt konsumieren« in Workshops kreative Schreibtechniken mit aktuellen Coachingmethoden kombinierte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Kempen am Niederrhein, wo sie eine Gärtnerei betreiben.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Neue Wege

Katzenpfade
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Meine Meinung

Für mich ist "Katzenpfade" etwas anderes Kinderbuch. Beim Blättern hatte ich das Gefühl, dass es weniger um eine Katze geht und viel mehr um Beziehungen – darum, wer führt, wer folgt und ...

Meine Meinung

Für mich ist "Katzenpfade" etwas anderes Kinderbuch. Beim Blättern hatte ich das Gefühl, dass es weniger um eine Katze geht und viel mehr um Beziehungen – darum, wer führt, wer folgt und wie schwer es manchmal ist, Kontrolle abzugeben, von der gewohnten Routine abzuweichen (Das haben wir noch nie so gemacht / Das macht sie sonst nie).

Die Illustrationen haben mich sofort gefallen, ich finde sie künstlerisch, atmosphärisch, melancholisch. Genau das mag ich daran.

Am Ende bleibt für mich ein warmes Gefühl und das Ende zeigt mir, dass Vertrauen manchmal bedeutet, sich auf Wege einzulassen, die man selbst nicht gewählt hätte.


Über die Autorin

Sara Lundberg, geboren 1971, ist eine schwedische Autorin und Illustratorin. Sie wurde vielfach für ihr Werk ausgezeichnet, unter anderem zwei Mal mit dem Augustpreis, dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis. Ihr Buch Der Vogel in mir fliegt, wohin er will ist für den Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Humorvolle Selbstoptimierung

Einatmen. Ausatmen.
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Meine Meinung

„Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo hat mich sofort durch seinen Humor und seine feine Gesellschaftssatire gepackt. Im Mittelpunkt stehen Marlene, eine brillante, aber emotional verschlossene ...

Meine Meinung

„Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo hat mich sofort durch seinen Humor und seine feine Gesellschaftssatire gepackt. Im Mittelpunkt stehen Marlene, eine brillante, aber emotional verschlossene Managerin, und Alex, ein gefeierter Coach, der selbst kaum Halt findet. Die Spannung zwischen den beiden sorgt für witzige und überraschend ehrliche Momente, gleichzeitig lässt der Roman erkennen, wie sehr Menschen nach außen stark wirken können und innerlich trotzdem bröckeln.

Die überzeichnete Seminarwelt (im Schloss mit Yogagarten und Co.) mit ihren fast absurden Übungen wirkt charmant und augenzwinkernd, und die Nebenfiguren (die doch eine große Rolle spielen für Marlene und Alex) bringen Wärme und Lebendigkeit in die Geschichte.

Marlenes Entwicklung ist manchmal etwas zu glatt / einfach dargestellt, aber genau das lässt den Roman leicht und unterhaltsam bleiben.Ganz toll fand ich den Moment, als Marlene auf dem Achtsamkeitsseminar feststellte, dass ihr dort in dieser Umgebung die Arbeit, die für sie alles war, kein Stück fehlte.

Das Buch ist für mich eine Story über Loslassen, Selbstoptimierung, Sinnsuche und die kleinen Stolpersteine des Lebens, die zum Schmunzeln und Nachdenken einlädt. Ein Werk, das wirklich warmherzig, humorvoll und zeitgemäß ist, weil es auf leise Art ehrlich ist und vielleicht auch zum Umdenken stimmt.

Über den Autor

Maxim Leo, 1970 in Ostberlin geboren, ist gelernter Chemielaborant, studierte Politikwissenschaften, wurde Journalist. Heute schreibt er gemeinsam mit Jochen Gutsch Bestseller über sprechende Männer und Alterspubertierende, außerdem Drehbücher für den »Tatort«. 2006 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Für sein autobiografisches Buch »Haltet euer Herz bereit« wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2014 erschien sein Krimi »Waidmannstod«, 2015 »Auentod«. 2019 erschien sein autobiografisches Buch »Wo wir zu Hause sind«, das zum Bestseller wurde. Maxim Leo lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.
Quelle: Kiepenheuer & Witsch

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Wildenhains Westberlin

Das Ende vom Lied
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Meine Meinung

"Das Ende vom Lied" hat mich sofort in ein Berlin hineingezogen, das rau, verletzlich und voller Sehnsüchte ist. Ich habe den Protagonisten, der zwischen einer zerfallenden Familie und der ...

Meine Meinung

"Das Ende vom Lied" hat mich sofort in ein Berlin hineingezogen, das rau, verletzlich und voller Sehnsüchte ist. Ich habe den Protagonisten, der zwischen einer zerfallenden Familie und der Härte der Straße aufwächst, intensiv erlebt. Man spürt als Leser:in die Orientierungslosigkeit, die Wut und das verzweifeltes Bedürfnis nach Nähe. Wildenhains schroffe, direkte und kraftvolle Sprache ist für mich das stärkste Element.. Das Buch an und für sich nicht ganz so leicht zu lesen. Die Beziehung zu Körschi (Vorbild und Bedrohung zugleich) hat mich fasziniert. Auch Alina, die zwischen beiden steht, bringt eine leise Zärtlichkeit in die Geschichte.

Der Roman ist nicht leicht. Manche Szenen sind hart und bedrückend.Man erlebt mit dem Werk auf jeden Fall ein ganzes Stück Berliner Zeitgeschichte.

Für mich ist "Das Ende vom Lied ein intensiver, mutiger Roman" der nachwirkt und zeigt, wie schmerzhaft und gleichzeitig schön das Erwachsenwerden sein kann.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein Plädoyer für Menschlichkeit

How to know a person
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Meine Meinung

"How to Know a Person" hat mich überrascht, weil es kein typisches Ratgeberbuch ist. Ich finde beim Lesen habe ich mir oft selbst die Fragen gestellt -> Wie oft höre ich wirklich zu? Wie ...

Meine Meinung

"How to Know a Person" hat mich überrascht, weil es kein typisches Ratgeberbuch ist. Ich finde beim Lesen habe ich mir oft selbst die Fragen gestellt -> Wie oft höre ich wirklich zu? Wie oft sehe ich Menschen nur durch meine eigene Brille? Besonders seine Idee der „Illuminators“ – Menschen, die andere größer machen – hat mich berührt. Ich habe mich dabei ertappt, darüber nachzudenken, wie ich selbst in Gesprächen auftrete. Und ich glaube das macht doch ein gutes Buch / einen guten Ratgeber aus, nämlich wenn der eine Gedankenapparat anspringt.

Brooks schreibt offen über seine eigenen blinden Flecken, und genau das macht das Buch für mich glaubwürdig. Manche Beispiele wirken zwar etwas weit weg von meinem Alltag, aber die Grundbotschaft bleibt stark: Wir brauchen mehr echte Aufmerksamkeit füreinander.

Am Ende bleibt für mich ein warmes, leises Buch, das nicht belehrt, sondern begleitet und das mich dazu gebracht hat, im Alltag bewusster hinzuschauen.

Über den Autor

Der US-amerikanische Erfolgsautor David Brooks ist Kolumnist bei »The New York Times« sowie Kommentator bei »PBS Newshour«. Zu seinen beruflichen Stationen als Journalist zählen »Washington Times«, »Wall Street Journal« und »Weekly Standard«. Mit seinen Werken landet er regelmäßig auf den amerikanischen Bestsellerlisten und mit »Bobos In Paradise« (Deutsch: »Die Bobos«) eroberte er bereits den deutschen Markt.

Quelle: Verlag / vlb


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