Der Sommer mit Jo
Little HollywoodMeine Meinung
"Don't you forget about me
Don't, don't, don't, don't
Don't you forget about me
Will you stand above me?
Look my way, never love me
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down
Will ...
Meine Meinung
"Don't you forget about me
Don't, don't, don't, don't
Don't you forget about me
Will you stand above me?
Look my way, never love me
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down
Will you recognize me?
Call my name or walk on by
Rain keeps falling, rain keeps falling
Down, down, down, down" (Songtext Zitat)
Als Kind der 90er hat mich dieses Buch nicht nur mit einem hartnäckigen Ohrwurm zurückgelassen, sondern auch eine ganze Welle an Erinnerungen in mir ausgelöst, die plötzlich wieder an die Oberfläche kamen.
Man hat in "Little Hollywood" bereits nach wenigen Seiten das Gefühl, in diesen Sommer der späten 90er einzutauchen.Die Videothek, die Telefonkarten, die langen Nachmittage ohne Smartphone‑Ablenkung (es stehen Leute vor der Tür und klingeln einfach, ohne vorher eine Whatsapp zu senden, ja, das gab es :D!).
Was mich besonders berührt hat, ist Leos innere Zerrissenheit. Sie steht zwischen Aufbruch und Stillstand, zwischen Mut und Angst – und genau dieses Gefühl, dass alles gleichzeitig möglich und unmöglich erscheint, trifft Hanka unglaublich präzise. Leo ist von Beginn an authentisch, nahbar und emotional greifbar. Sie ist eine tolle große Schwester und ist für den kleinen Bruder Ben ein starker Anker in diesem schwierigen Familienalltag.
"Dann ist er weg, und ich bin allein mit meiner Mutter, also bin ich genau genommen allein." (Buchzitat)
Auch Jo, der Videothek‑Mitarbeiter, mochte ich von Beginn an. Die Gespräche zwischen ihm und Leo, die kleinen Mutproben, das vorsichtige Annähern – all das wirkt unaufgeregt, aber echt, nicht übertrieben oder unrealitisch.
Hinter den warmen Sommertagen liegen Themen wie psychische Belastungen, familiäre Konflikte, toxische Beziehungen und die Angst vor dem eigenen Scheitern.
"Weißt du, ich will, dass alles anders wird, aber ich will auch, dass es bleibt, wie es ist, flüstere ich" (Buchzitat)
Am Ende bleibt für mich das Gefühl, einen Sommer miterlebt zu haben, der sich echt anfühlt, mit Höhen, Tiefen und diesem besonderen 90er‑Vibe.
Klappentext
Das echte Leben ist eine herbe Enttäuschung. Leonie, genannt Leo, will sich nach der Schule kopfüber in die Freiheit stürzen und landet stattdessen auf dem Boden der Realität. Streit mit der Mutter, Strafanzeige gegen den Vater und Ferientage mit dem kleinen Bruder, statt ein Sommer mit Olli, der sie erst geküsst und dann sitzengelassen hat. Zum Glück gibt es »Little Hollywood«, die Videothek an der Ecke, deren einziger Nachteil Jo heißt, »Schnaps und Unfug« auf den Arm tätowiert hat und Leo jedes Mal zwingt, »Wahrheit oder Pflicht« zu spielen, obwohl sie sich doch nur in einen Film flüchten will.
Über die Autorin
Inga Hanka (*1988) arbeitete als Texterin und Fotografin für Radio, Print- und verschiedene Onlinemedien, bevor sie unter dem Motto »Kreieren statt konsumieren« in Workshops kreative Schreibtechniken mit aktuellen Coachingmethoden kombinierte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Kempen am Niederrhein, wo sie eine Gärtnerei betreiben.
Quelle: Verlag / vlb