Cover-Bild Egal war gestern
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Peter Hammer Verlag
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 206
  • Ersterscheinung: 12.08.2024
  • ISBN: 9783779507482
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Jörg Isermeyer

Egal war gestern

Alle in der Schule kennen Finn und Lennard wegen der witzigen Videos, die sie auf ihrem Social-Media-Kanal posten. Die beiden checken akribisch ihre Clicks und Follower und träumen davon, berühmt zu werden. Alles läuft super, bis sie einen Deal mit Sam machen, einer Schülerin, deren Eltern aus Angola stammen. Der Plan, sich gegenseiteig zu pushen und die Reichweiten zu erhöhen, funktioniert sofort - doch ganz anders, als Finn es erwartet hat: Urplötzlich bricht ein Shitstorm über seinen Account herein. Hasskommentare statt Lach-Emojis. Einzig und allein, weil er Posts von Sam geliked hat. Gleichzeitig registriert Finns Vater, Lehrer an der Schule seines Sohnes, wie rassistische, antidemokratische Äußerungen salonfähig werden. Nicht nur im Klassenchat, auch in der Stadt, in der gerade ein rechtspopulistischer Kandidat für das Bürgeramt kandidiert. Als er die Situation in einem Brandbrief beklagt, steht er plötzlich selbst am Pranger. Und mit ihm Finn... Ausgezeichnet mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Beängstigend aktuell

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Finn und Lennard posten auf einer Plattform lustige Videos, als Sam, ein Mädchen mit afrikanischen Wurzeln ihnen anbiete durch eine Kooperation mehr Klicks zu generieren, sagen die beiden Jungs zu. Unter ...

Finn und Lennard posten auf einer Plattform lustige Videos, als Sam, ein Mädchen mit afrikanischen Wurzeln ihnen anbiete durch eine Kooperation mehr Klicks zu generieren, sagen die beiden Jungs zu. Unter Sams Post gibt es immer wieder rassistische Meldungen, die Finn erschrecken. Auch sein Vater hat im Netz Dinge gefunden, die darauf hinweisen, dass es in der Schule in der auch er als Lehrer arbeitet, Nazis unterwegs sind. Als er das öffentlich macht, wird er zum „Nestbeschmutzer“. Denn in dem kleinen Ort steht mit einem Mann der „Wir“-Partei, ein Rechter zur Bürgermeisterwahl an.
Im Laufe des Buches wird klar, dass die einen wohl wirklich naiv sind und die Warnungen nicht wahrhaben wollen und sich deshalb „raushalten“. Andere wählen aus Überzeugung diese Partei. Doch die Rechten sind gut vernetzt und erreichen mit ihrer Propaganda auf ihren Socalmedia-Seiten, dass Finns Familie sogar von Freunden geschnitten wird. Als es dann och offene Drohungen gibt, fühlen sich sie nicht mehr wohl in ihrem Heimatort.
Ein Buch, das aufrüttelt und das die Frage offenlässt, wie würden wir uns verhalten? Würden wir auch wieder schweigen? Oder werden wir es schaffen uns ebenfalls zu vernetzten und diesen Nazis die Stirn zu bieten?
Mehr als Schulliteratur, diese Buch ist zeigt auch Erwachsenen, welchen Weg wir da einschreiten, wenn wir nichts unternehmen.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

wichtiges Buch

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In dem Jugendbuch "Egal war gestern" des Autors Jörg Isermeyer wird ein Top-aktuelles Thema behandelt.

Finn und Lennard sind Freude und haben, wie Jugendliche heutzutage auch social media accounts. Sie ...

In dem Jugendbuch "Egal war gestern" des Autors Jörg Isermeyer wird ein Top-aktuelles Thema behandelt.

Finn und Lennard sind Freude und haben, wie Jugendliche heutzutage auch social media accounts. Sie betreiben sie aus Spaß an filmen und Clips zurechtzuschneiden, in erster Linie jedoch um Reichweite zu generieren. Als Sam, eine Schülerin aus einer höheren Jahrgangsstufe vorschlägt sich gegenseitig zu pushen, sind die beiden gerne bereit dazu.

Was dann passiert, konnten sie nicht ahnen: Kaum erscheint der erste Clip, bekommt Finn rechtsradikale Bilder, Sprüche und wird gedisst. Finn bemerkt nun, wie sehr Sam als afroamerikanisches Mädchen mit rassistischem Verhalten konfrontiert ist und ist mit der Situation mehr als erfordert.
Als Finns Vater, Lehrer an der Schule, mitbekommt, wie sich die Stimmung immer mehr in die falsche Richtung bewegt, stellt er sich gegen den Großteil seiner Kollegen und macht sich dadurch unbeliebt. Die gesamte Familie leidet durch seine Courage sehr und kommt an ihre Grenzen.

"Egal war gestern" ist ein wichtiges Jugendbuch, welches durch einen angenehmen Schreibstil überzeugt. Die Gedanken und Entwicklung von Finn bezüglich der politischen Situation und sein Umgang damit können überzeugen und werden sehr gut durch die gewählten Worte unterstützt.

Ich wünsche dem Buch eine gute Reichweite.