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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2019

Eine gestohlende Geige und viele Tote zur Weihnachtszeit

Gauner, Glühwein, Geigenklänge
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Julia, die Frau des Kommisar Martin Egger, und ihr Sohn geben ein Konzert. Danach wird die Geige die Julia so gekonnt spielte gestohlen. Bei diesem Raub wird ein Polizist erschossen und ein anderen lebensgefährlich ...

Julia, die Frau des Kommisar Martin Egger, und ihr Sohn geben ein Konzert. Danach wird die Geige die Julia so gekonnt spielte gestohlen. Bei diesem Raub wird ein Polizist erschossen und ein anderen lebensgefährlich verletzt.

Das Team um Martin Egger ermittelt. Da am Anfang die handelnden Figuren in einem kurzen Protrait vorgestellt werden, hilft das sehr bei der Zuordnung. Da noch eine weitere Frauenleiche auftaucht, wechselt die Richtung der Ermittlungen immer wieder. Vanessa und Martin besuchen privat einen irischen Pub und dieser gerät schnell in den Fokus der weiteren Recherchen.

Über ein entsprechendes Portal versucht Andrea, die junge Mutter, die ihre Arbeit so liebt, dass sie auch gerne an den weihnachtlichen Feiertagen in der Inspaktion erscheint, die Geige aufzutreiben.

Wir erfahren auch einiges von Martins Familie und er stelt sich dabei doch im Laufe des Buches als Macho heraus, der nur als Alibi mal das Frühstück macht. Zudem läd er gerne seine Kollegen zur Feier nach Hause ein ohne das vorher mit seiner Frau abzustimmen.

Der Krimi wird immer verworrener, IRA, Schmuggel, Tote und die Geige wechseln sich thematisch ab und manchmal verliert man einfach den Überblick und ich befürchte, dass es dem Autor ähnlich geht.

Weniger wäre da einfach mehr gewesen.


Veröffentlicht am 10.12.2019

Zusammen Weihnachten feiern ist doch am schönsten

In der Weihnachtshöhle ist noch Platz
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Schon das Cover ist besonders durch ein Loch in der Mitte sieht man de grummeligen Bären schauen. Im Einband hat er die Pfoten in die Hüften gestützt, er trägt wohl eine Weihnachtsmütze, aber er wirkt ...

Schon das Cover ist besonders durch ein Loch in der Mitte sieht man de grummeligen Bären schauen. Im Einband hat er die Pfoten in die Hüften gestützt, er trägt wohl eine Weihnachtsmütze, aber er wirkt nicht sehr fröhlich. Wir sehen auf der ersten Seite viele Tiere im verschneiten Wald. Alle freuen sich auf Weihnachten. Doch der Bär sitzt "brummelig und grummelig" in seiner Bärenhöhle. Beim ersten Vorlesen fanden die Kinder das Bett für den Bären zu klein. Und da haben sie nicht Unrecht. Der dicke Bär passt nicht ganz zu seinen Möbeln. "Pam, pam" klopft es an die Tür und schnell huscht eine kleine frierende Maus durch die Tür. Es folgen Kaninchen, Hirsche, eine Waschbärenband und noch viele andere Tiere, die sich vor der Kälte und dem Sturm retten. Alle vereinnahmen die Höhle und achten nicht auf die Proteste des Bären. Zuletzt klopft Basti Biber, er bringt einen Weihnachtsbaum und er ist der einzige, der wieder gehen will. Deshalb lädt der Bär ihn ein. Die anderen Tiere sehen ihr schlechtes Benehmen ein und so kommt es doch noch zu einer gemütlichen Weihnachtsfeier.

Das Thema wurde schon in einigen Bilderbüchern erzählt, hier wird es hübsch bebildert und mit einem wich wieder holenden "brummelig und grummelig" erzählt. Mir gefiel sowohl die Aufmachung, als auch der Text.

Veröffentlicht am 03.12.2019

Wenig Spannung, viel Familie und Freundschaft

Todesfalle
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Für mich war das das erste Buch von Karen Rose und leider hat es mich nicht sehr überzeugt. Die Kapitel werden immer aus unterschiedlicher Sicht erzählt und der Schreibstil ist sehr flott. Viel wörtliche ...

Für mich war das das erste Buch von Karen Rose und leider hat es mich nicht sehr überzeugt. Die Kapitel werden immer aus unterschiedlicher Sicht erzählt und der Schreibstil ist sehr flott. Viel wörtliche Rede, bzw. Gedanken der Protagonisten führen zu schnellem Lesen.

Taylor, eine junge Frau, die von ihrer Mutter Zeit ihres Lebens belogen wurde arbeitet als Thearpeutin auf einer Pferderanch. Besitzer, Angestellte und deren Verwandte haben alle beruflich und familiär miteinander zu tun. Mir viel es schwer alle Leute kennenzulernen und zuzuordnen.

Eine junge Mutter wird wütend erschlagen und die Tochter sieht den Mörder. Auch der Leser erfährt schnell, wer der Mörder ist und so werden einige Motive des Mörders erklärt. Er ist ein Junkie und Egoist, der nur immer seich sieht und keinerlei Gefühl für andere hat.

Lange Kapitel handeln von Paaren, die sich sehr lieben und von Eltern und Kindern, die sich ebenfalls sehr liebe haben und sich auf keinen Fall weh tu wollen. So tritt der eigenliche Kriminalfall sehr in den Hintergrund. Es wird viel geschossen und die Polizei stellt sich nicht besonders geschickt an.

Und dann gibt es noch ein paar erotische Szenen, die das Buch wohl abrunden sollen.


Veröffentlicht am 20.11.2019

Spannend, schnell, logisch - einfach toll

SPY - Hotspot Kinshasa
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Ich bin immer noch ganz atemlos von der Geschwindigkeit dieses Buches. Der fünfzehnjährige Nick, Deckname Spy, wird seit 3 Jahren in einer unterirdischen Einrichtung des BND zum Agenten ausgebildet. Sein ...

Ich bin immer noch ganz atemlos von der Geschwindigkeit dieses Buches. Der fünfzehnjährige Nick, Deckname Spy, wird seit 3 Jahren in einer unterirdischen Einrichtung des BND zum Agenten ausgebildet. Sein von Vater kam nach einer dreijährigen Gefangenschaft in Afrika endlich wieder frei. Doch die Wiedersehensfreude ist nur kurz, denn der Vater muss direkt wieder nach Kinshasa zu einer Konferenz der mächtigsten Politiker. Nick will das nicht so hinnehmen und folgt ihm gegen die Anweisung seines Direktor. Dort lernt Nick einen einheimischen Jungen kennen, bei dem er übernachtet. Die siebzehnjährige Carol, die in der Schule die Assistentin des Direktor ist, ist eine hervorragende IT-Spezialistin. Sie kann sich in dem Konferenzhotel einmieten, indem auch Nicks Vater wohnt. Nick beobachtet etwas und ist nicht sicher, ob sein Vater, wie Martin, ein guter Freund des Vaters, auch zum Feind übergelaufen ist. Dann wird das Hotel überfallen und die Staatsoberhäupter werden als Geiseln genommen. Nick macht sich seine Gedanken und hat einen Plan, der ihn sein Leben kosten kann.
Es ist einfach spannend zu lesen, wie dieser Junge clever und beherzt sein Können und Wissen einsetzt um die Welt zu retten. Eine Besonderheit hilft ihm dabei, er kann sich bei Stress und Schmerz schnell bewegen, während die Welt um in verlangsamt wird.
Mich hat das Buch sehr mitgerissen, logische Überlegungen, viel Aktion und einiges über die Landschaft waren eine tolle Mischung. Dazu der Teamgeist und die familiäre Bindung, einfach gelungen.

Veröffentlicht am 19.11.2019

Lustig und doch auch mit Tiefe

Vom Himmel hoch, da bellt es sehr - Eine Weihnachtsgeschichte in 24 Kapiteln
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Ein herrlicher Spaß vor Weihnachten. Der neue, junge Klassenlehrer Herr Kleemann liebt Weihnachten und möchte mit seiner Klasse ein Krippenspiel einstudieren. Über die Hühner des Hausmeisters und mögliche ...

Ein herrlicher Spaß vor Weihnachten. Der neue, junge Klassenlehrer Herr Kleemann liebt Weihnachten und möchte mit seiner Klasse ein Krippenspiel einstudieren. Über die Hühner des Hausmeisters und mögliche Schafe, kommen die Kinder auf die Idee ihre Haustiere mitzubringen. "Eine lebendige Krippe" soll es werden. Katzen, Hunde, Kaninchen, Hamster und Papagei werden dabei sein. Später kommen noch zwei Wellensittiche und eine Spinne dazu. Nur Robin hat kein eigenes Haustier und das ist doch das, was er sich seit Jahren wünscht. Er beneidet die anderen um ihre Tiere, schaut sich aber auch alles genau an und zieht seine Schlüsse. So beinhaltet sein Wunschzettel nicht nur, welches Tier er sich genau wünscht (zu allererst und besonders: einen Hunde), sondern auch welche Tier nicht in Frage kommen. Zunächst spielt Robin einen Hirten, da er nicht für den Josef ausgelost wurde. Aber leider wird Tom krank und so spielt er am Ende doch diese Hauptrolle.
Der Klasse ist klar, was für einen besonderen Lehrer sie hat. Sicher wünscht sich jeder Schüler einen solchen Lehrer. Trotz seiner kumpelhaften Art wird er aber auch von den Kindern respektiert. So bekommt Herr Kleemann am Ende eine ganze Tüte Süßigkeiten, die die Kinder zusammengestellt haben und eine Karte mit allen Unterschriften.
Dass es bei der Aufführung zu Problemen kommen wird, ist jedem klar. Aber es wird eine besondere Aufführung und alle gehen gar nicht so gerne in die Ferien.
Das Buch hat schon eine ganze Menge Text, aber als Adventkalender zum täglichen Vorlesen ist er auch sehr gut geeignet. Natürlich können geübte Leser sich auch alleine daran erfreuen. Es gibt immer wieder kleine Zeichnungen, die grün gehalten sind. Da alle Kapitel "Fröhliche Weihnachten" in unterschiedlichen Sprachen überschrieben sind, kann man, wenn man es geschafft hat, es vorzulesen, raten welche Sprache es wohl war. Auf Seite 156 kann man dann sehen, ob man richtig lag. Viel Spaß dabei und "Kismasi Ya Furaha!"