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Veröffentlicht am 30.07.2021

Schönes Ferienbuch

Mia und Jonas reisen allein
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Die Zwillinge Mia und Jonas haben die zweite Klasse beendet und gehen jetzt in die Sommerferien. Da ihre Eltern arbeiten müssen, fahren die beiden ganz allein mit der Bahn zu ihrer Tante. Ein wenig Angst ...

Die Zwillinge Mia und Jonas haben die zweite Klasse beendet und gehen jetzt in die Sommerferien. Da ihre Eltern arbeiten müssen, fahren die beiden ganz allein mit der Bahn zu ihrer Tante. Ein wenig Angst haben sie schon vor der Fahrt, aber sie machen sich gegenseitig Mut. Beim Koffer packen müssen so viele Spielsachen in die Tasche, dass nicht mehr genügend Platz für die Kleidung ist, da muss Mama helfen. Nach einem gemeinsamen Vormittag geht es dann endlich zum Bahnhof. Mia und Jonas sind die Strecke schon oft gefahren, aber so ganz allein ist es doch was anderes. Die aufkommende Langeweile wird den beiden durch einige Senioren vertrieben, die beiden Damen kennen schöne Spiele. Aber dann gibt es ein Unwetter und die Fahrt wird auf freier Strecke unterbrochen.
Schon auf dem Cover sind die beiden fröhlichen Kinder zu sehen. Leider sind im Buch nur einige kleine Bilder, da wird das Vorlesen eines so langen Textes für 4-Jährige sicher etwas schwierig. Erstleser werden sich mit den großen Buchstaben und den kurzen Kapiteln leichttun.
Der Text ist gut verständlich und die Kinder können sich gut in die Situation einfühlen. Die Stimmung ist durchgehend positiv und liebevoll.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Selbstvertrauen stärken

Pass bloß auf deinen Daumen auf
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Nein, hier kommt nicht „der Schneider mit dem Scher“. Hier geht es ums Boxen, da ist es wohl wichtig den Daumen richtig zu halten.
Mimis stellt sich vor, sie ist in der zweiten Klasse und sie darf jetzt ...

Nein, hier kommt nicht „der Schneider mit dem Scher“. Hier geht es ums Boxen, da ist es wohl wichtig den Daumen richtig zu halten.
Mimis stellt sich vor, sie ist in der zweiten Klasse und sie darf jetzt mit den anderen Kindern ohne Erwachsene zur Schule gehen. Dann sehen wir Florian, der sich als Chef fühlt, wir er Mimi anschreit und sie ihn ängstlich anschaut. Dinge aus ihrer Schultasche findet sie im Müll wieder und aus Angst geschubst zu werden, verbringt Mimi die Pausen auf dem Klo. Mama rät Mimi sich zu wehren, doch wenn sie zurückschlägt, muss sie auf die Rote Bank. Auch die Lehrerin kann nicht helfen, sie rät Mimi Florian aus dem Weg zu gehen. Erst als Opa am Wochenende kommt, zeigt er ihr, wie sie zuschlagen soll. Er trainiert das Boxen mit Mimi. Ich muss zugeben, dass ich an dieser Stelle entsetzt war und mir der Gedanke, dass Mimi jetzt zum Schläger wird, gegen den Strich geht. Doch es kommt ganz anders und diese Lösung finde ich richtig gut.
Das Buch zeigt, dass Angst andere dazu bringt uns zu mobben. Selbstvertrauen ist dann ganz wichtig und lässt und stark sein. Ich habe es in meinem Leben oft erlebt, dass es wichtig ist, den anderen ins Auge zu schauen und nicht ängstlich den Kopf einzuziehen.
Auf dem schönen Cover sehen wir Mimi, wie sie sich auf ihre Daumen konzentriert, ein Bild, das ich sehr gut nachfühlen kann.
Da für den Titel Großbuchstaben genutzt wurden ist das Wort „bloß“ mit zwei S geschrieben, ich finde das etwas verwirrend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Niedlicher Adventskrimi mit schönem Ausgang

Die diebische Adventsfee
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Auf dem Cover sitzt sie, die kleine Adventfee und stopft sich Süßigkeiten in den Mund.
Das Mädchen erzählt uns von ihrem Adventskalender, der aus 24 Tütchen besteht. Da sie einmal alle Süßigkeiten auf ...

Auf dem Cover sitzt sie, die kleine Adventfee und stopft sich Süßigkeiten in den Mund.
Das Mädchen erzählt uns von ihrem Adventskalender, der aus 24 Tütchen besteht. Da sie einmal alle Süßigkeiten auf einmal aufgegessen hat, füllen ihre Eltern immer nur das Tütchen für den nächsten Tag. Doch in diesem Jahr sind nur Krümmel in dem sonst leeren Tütchen. Zunächst vermutet man eine Maus, dann will Papa dem Dieb auflauern. Doch er schläft auf der Couch ein.
Da muss das Mädchen sich selbst um den Dieb kümmern. Nachdem die Eltern schlafen, schleicht sie ins Wohnzimmer und findet in dem Tütchen eine naschende Fee. Sie ist etwas pummelig und isst schrecklich gerne Süßes.
Aber was macht man mit dieser eingefangenen Fee? Gut, dass heute der 6. Dezember ist und der Nikolaus schon an die Tür klopft.
Eine spannende Geschichte um einen geplünderten Adventskalender mit liebevoll gezeichneten Bildern. Besonders die kleine Fee ist zu niedlich, wie sie sich die Schokolade in den Mund schiebt. Mit diesem Buch ist meine Weihnachtsbuchsammlung wieder um eine zauberhafte Geschichte reicher.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Bilder und Reime sind wunderschön

Ab in die Wanne, Ferkel!
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„Was Ferkel ganz besonders mag? Natürlich einen Ferkel-Tag!“ so beginnt das Pappbilderbuch, mit dem kleinen Ferkel in der Hauptrolle. Er fährt mit dem Roller und Papa läuft mit den Sandsachen hinterher. ...

„Was Ferkel ganz besonders mag? Natürlich einen Ferkel-Tag!“ so beginnt das Pappbilderbuch, mit dem kleinen Ferkel in der Hauptrolle. Er fährt mit dem Roller und Papa läuft mit den Sandsachen hinterher. Da es, als sie am Spielplatz ankommen, anfängt zu regnen, werden alle „herrlich nass“ und spielen dann im Sand. Dann geht`s im „Schweinsgalopp“ nach Haus und Ferkel soll sofort in die Wanne. Aber der versteckt sich erstmal, aber Papa sucht nicht nach ihm, sondern setzt sich selbst in das Schaumbad. Ferkel kommt dazu und die beiden haben einen tollen „Papa-Badetag!“
Schön, dass sich hier der Papa um Ferkel kümmert, und er macht das so liebevoll. Einfach gezeichnet Bilder, die sehr ansprechend gezeichnet sind, dazu der gereimte Text, der schön zu lesen ist. Da will doch jeder sofort auch in die Wanne steigen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Sachbuch zu wichtigen Begriffen

Was ist eigentlich dieses LGBTIQ*?
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Bei dem Buch mit dem schwierigen Titel handelt es sich um ein Sachbuch, dass einiges zum Thema Diversität erklärt. Die Buchstaben bedeuten Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual und Querr.
Wie ...

Bei dem Buch mit dem schwierigen Titel handelt es sich um ein Sachbuch, dass einiges zum Thema Diversität erklärt. Die Buchstaben bedeuten Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual und Querr.
Wie die meisten habe ich alle Begriffe schon gehört, aber zu einigen fehlt mir die genaue Vorstellung. Was ist, wenn bei der Geburt das Geschlecht nicht klar zuzuordnen ist? Oder, wenn man sich nicht so fühlt, wie alles es auf Grund meines Äußeren erwarten?
Das Buch bietet zu der Information leere Seite, auf die man z.B. schreiben kann, was Typisch männlich oder weiblich ist.
Der Begriff Cis war für mich neu, obwohl er auf mich zutrifft. „Menschen, die mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, zufrieden sind, sind cis.“
Bei der Überschrift Trans bedeutet das , dass sich dahinter unterschiedliche Begriffe verbergen. Ein anderer Begriff lautet Nicht-Binär und bedeutet, dass diese Menschen ihr Geschlecht nicht gleich empfinden, sondern unterschiedlich.
Zu diesen Erklärungen lernen wir Menschen kenne, die in einem Interview fragen zu ihrem Leben beantworten. Phenix ist trans* und hat deshalb den Namen geändert um als Frau zu leben. Marcel-Jana ist, wie der Name schon zeigt binär.
Begriffe wie Hetero-, Homo- und Bisexualität erklärt der nächste Abschnitt und hier der schwule Dominik und die Lesbe Rebecca Auskunft, Fabian erzählt, wie er sich als Bisexueller fühlt. Auf der leeren Seite wird gefragt, ob man schon einmal verliebt war und warum.
Coming-Out ein wichtiges Thema für alle, die nicht hetero sind.
Danach geht es um das Äußerliche, hier ist die Seite nicht leer, sondern voller Begriffe zu Kleidung und Frisur. Da kann man sich überlegen, was man gerne ausprobieren möchte. Ein kurzes Kapitel beschäftigt sich mit der sprachlichen Veränderung durch das Gendern und ganz wichtig ist die beiden letzten Kapitel zum Thema Mobbing und Kinderrechte.
Ich habe vieles für mich Neues erfahren und denke, dass das Buch Jugendlichen, die aufgrund ihrer erwachenden Sexualität unsicher sind, viele Fragen beantworten kann.
Das Buch ist gut zu lesen, die Sachtexte werden durch unterschiedliche Schriften, Bilder, Interviews und Ausfüllen der leeren Seiten unterbrochen.