Gelungene Fortsetzung
Ich empfehle vorab das Buch "Der Junge im gestreiften Pyjama" zu lesen, dann sind einige Andeutungen im Folgeroman besser verständlich.
Das Buch "Als die Welt zerbrach" ist eine Geschichte, die drei Jahre ...
Ich empfehle vorab das Buch "Der Junge im gestreiften Pyjama" zu lesen, dann sind einige Andeutungen im Folgeroman besser verständlich.
Das Buch "Als die Welt zerbrach" ist eine Geschichte, die drei Jahre nach den tragischen Ereignissen von "Der Junge im gestreiften Pyjama" einsetzt. Gretels Rückblick auf ihre Kindheit: Als Tochter eines Lagerkommandanten ist sie geprägt von den traumatischen Ereignissen jener Zeit, insbesondere vom tragischen Verschwinden ihres Bruders. Eine Mutter und ihre Tochter fliehen 1946 von Polen nach Paris, ohne zu ahnen, wie sehr sie ihre Vergangenheit verfolgen wird. Jahrzehnte später lebt Gretel Fernsby, die Tochter, ein zurückgezogenes Leben in London – weit entfernt von ihrer belastenden Kindheit. Die Geschichte thematisiert einfühlsam die dauerhaften Folgen von Schuld, die Gretel ein Leben lang begleiten.
Als eine junge Familie einzieht und der neunjährige Henry alte Erinnerungen in ihr weckt, steht Gretel vor einer schwierigen Entscheidung: Soll sie eingreifen und Henry schützen, obwohl sie damit ihre lebenslang gehüteten Geheimnisse offenbaren könnte, oder schweigen und erneut mitschuldig werden?
Ich hatte zwischenzeitlich Probleme bei neuen Abschnitten zu erfassen, in welcher Zeit es weiter geht. Es wäre schön gewesen, wenn Zeitsprünge irgendwie kenntlich wären z.B. durch Jahreszahlen.
Dennoch ein tolles Buch. Ein Zitat von John Irving trifft meine Gedanken zum Buch vortrefflich: "Wann ist das Kind eines Monsters schuldig?"