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Veröffentlicht am 01.04.2026

ergreifend und berührend, ein spannendes Buch

Und Großvater atmete mit den Wellen
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Trude Teige hat eine wunderbare Art Themen zu erfassen, sie ergreifend und berührend in ein spannendes Buch zu packen. Die Erzählung vom Krieg auf Java, das von den Japanern besetzt war, war für mich sehr ...

Trude Teige hat eine wunderbare Art Themen zu erfassen, sie ergreifend und berührend in ein spannendes Buch zu packen. Die Erzählung vom Krieg auf Java, das von den Japanern besetzt war, war für mich sehr aufschlussreich. Die Grausamkeiten von Kriegen sind immer wieder erschütternd.

Im Band 1 „Als Großmutter im Regen tanzte“ blieb die Frage wie Tekla Konrad kennenlernte unbeantwortet. Im Band 2 kommt nun die Auflösung, sie kommt spät, aber sie kommt, versprochen. Die Autorin hat die Verknüpfung beider Schicksale und Bücher wunderbar hinbekommen.

Im Vergleich beider Bücher finde ich es sehr interessant, wie beide Protagonisten im Krieg auf unterschiedlichen Kontinenten unglaublich furchtbare Dinge erlebt haben.

Schade finde ich, dass der Tod von Sigrid, die große Liebe von Konrad, auf so wenigen Seiten abgearbeitet wurde. Auch das spontane Interesse für Tekla ist im ersten Moment für mich überraschend. Ich habe Konrad, trotz seiner Schicksalsschläge, als einen empathischen, gutherzigen Menschen empfunden. Er konnte einige Leben nicht retten, bei Tekla und Lilla konnte er noch Leben retten, das finde ich großartig.
Bei all´ den Geschehnissen ist verständlich, dass diese Generation nicht über ihre Erlebnisse sprechen möchte. Dies habe ich auch bei meinen Großeltern so erlebt. Mir stellt sich die Frage, was sie wohl erlebt haben mögen.

Ich freue mich sehr auf Band 3 „Wir sehen uns am Meer“.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

berührend, ergreifend und voller Emotionen

Als Großmutter im Regen tanzte
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Der Roman ist unglaublich bewegend und geht tief unter die Haut. Die Grausamkeiten unserer Historie werden so verpackt, dass sie dennoch leicht zu lesen sind. Leider wird nicht erzählt, wie es mit der ...

Der Roman ist unglaublich bewegend und geht tief unter die Haut. Die Grausamkeiten unserer Historie werden so verpackt, dass sie dennoch leicht zu lesen sind. Leider wird nicht erzählt, wie es mit der Ehe und der Schwangerschaft von Juni weiter. Vielleicht wird das im Folgeroman "Und Großvater atmete mit den Wellen" aufgegriffen, es würde mich freuen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Interessanter Zufallsfund

Unter dem Moor
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Auf dieses Buch bin ich eher zufällig gestoßen und ich bereue keine einzige Seite. Interessant fand ich, wie die drei Frauenschicksale mit ihren individuellen Lebensbedingungen aus unterschiedlichen Zeitebenen ...

Auf dieses Buch bin ich eher zufällig gestoßen und ich bereue keine einzige Seite. Interessant fand ich, wie die drei Frauenschicksale mit ihren individuellen Lebensbedingungen aus unterschiedlichen Zeitebenen miteinander verknüpft wurden. Letztlich haben mich diese drei Frauenfiguren und die speziellen zeitlichen Hintergründe in ihren Bann gezogen.

Nina (Gegenwart) ist ausgebrannt vom Großstadtleben und ihren Job als Assistenzärztin und nimmt sich mit ihrer Hündin Ayla eine Auszeit im Stettiner Haff.

Gine (1936) verbringt ein Landjahr im Stettiner Haff, bis ihr dort etwas Schreckliches angetan wurde und sie auf Rache sinnt. Sie ahnt gar nicht, wie sehr sie damit den Lauf der Zeit beeinflussen wird.

Sigrun (1979) lebt am Stettiner Haff und ihr eintöniges Leben als junge Mitter während des DDR-Regimes wird erzählt.

Ich persönlich fand die Zeitepoche rund um Gine sehr interessant und den gesamten Handlungsaufbau des Buches wunderbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

mehr als kleine Grausamkeiten - eine tragische Familiengeschichte

Kleine Grausamkeiten (Steidl Pocket)
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"Alle drei Drumm-Brüder waren auf der Beerdigung, einer von uns allerdings im Sarg." Aber welcher? Und warum? Was für ein großartiger Einstieg in dieses Buch!


Die Brüder William, Brian und Luke sind ...

"Alle drei Drumm-Brüder waren auf der Beerdigung, einer von uns allerdings im Sarg." Aber welcher? Und warum? Was für ein großartiger Einstieg in dieses Buch!


Die Brüder William, Brian und Luke sind nur jeweils ein Jahr auseinander und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Kaum zu glauben, dass sie überhaupt Brüder sind oder vielleicht doch nicht?

Die drei Brüder werden von der dominanten Mutter unterschiedlich geliebt, behandelt, gefördert (oder das Gegenteil). Ihr ganzes Leben bleiben sie schicksalhaft miteinander verbunden, betrügen einander, verlieben sich und schlafen mit den gleichen Frauen. Was für eine irre Story. Jeder der Brüder erzählt ungeschönt seine eigene Geschichte, seine Ansichten. Diese Selbstdarstellung wird wundebar authentisch erzählt. Es wirkt wie ein Interview das man liest.
Diese menschlichen Abgründe und familiären Beziehungen muss ich ersteinmal verarbeiten und sacken lassen.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Ungewöhnliche Story, ein abgründiger Psychothriller

Auf der Lauer liegen (Steidl Pocket)
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Nachdem ich „Die seltsame Sally Diamond“ verschlungen hatte, wollte ich unbedingt mehr von Liz Nugent lesen. Die Autorin hat es wieder einmal geschafft eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, auch wenn ...

Nachdem ich „Die seltsame Sally Diamond“ verschlungen hatte, wollte ich unbedingt mehr von Liz Nugent lesen. Die Autorin hat es wieder einmal geschafft eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, auch wenn diese mich nicht ganz so sehr begeistert hat wie „Die seltsame Sally Diamond“. Es hat sich insbesondere im mittleren Teil sehr gezogen. Die Story dümpelt so vor sich hin. Meine Geduld und Ausdauer waren hier sehr gefordert, in der Hoffnung, dass es noch mindestens eine Wendung in der Story geben wird, so wie es in den anderen beiden Bücher der Autorin auch war. Ich habe es geahnt, am Ende siegt das Böse. Dennoch ein guter Psychothriller.

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