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Veröffentlicht am 12.03.2018

Irene und die Drachen

Die Bibliothekare / Das dunkle Archiv
2

Ich fand es sehr schön wieder in die Welt von Irene und Kai einzutauchen oder besser, in eine Welt.

Gleich am Anfang lernen wir eine neue Vorgesetzte von Irene kennen, die einen recht harten Standpunkt ...

Ich fand es sehr schön wieder in die Welt von Irene und Kai einzutauchen oder besser, in eine Welt.

Gleich am Anfang lernen wir eine neue Vorgesetzte von Irene kennen, die einen recht harten Standpunkt vertritt. Allerdings wollte Irene die Bibliothek vor einem Umstand warnen, der die Neutralität der Bibliothek in Gefahr bringen könnte und dieser Umstand hat mit der Welt der Drachen zu tun, sowie natürlich mit einem kostbaren Buch.
In diesem Teil verlassen wir die gewohnte Welt von Irene und Kai, da Irene den Auftrag bekommen hat sich um den Sachverhalt zu kümmern.

Irene und Kai operieren in den 20igern zu Zeiten der Prohibition in Boston und New York, wie gewohnt geraten die beiden auch hier in die verschiedensten Schwierigkeiten, aus denen sie sich aber mit Logik, Intelligenz und der Sprache immer wieder befreien können. Anfangs wird Irene mit einer anderen Dame aus der Zeit verwechselt und man merkt, als sie diese Rolle übernimmt, dass es ihr durchaus gefällt.

Im laufe der Geschichte, lernen wir einen weiteren Bibliothekar kennen, sowie zwei rivalisierende Drachen. Es wird auch ein wenig in der Welt der Drachen eingetaucht, was sehr interessant ist, aber für Kai zu einem Problem werden könnte.

Ich habe den Band sehr gerne gelesen, auch wenn es zwischendurch längen gab und manche Inhalte zu schnell abgehandelt wurden, ich hoffe aber auf mehr.

Was Irene und Kai betrifft, lest selbst...

Veröffentlicht am 29.03.2019

Hat das Grauen endlich ein Ende?

Dancing Jax – Finale
1

Der Dritte Band schließt fast nahtlos an den zweiten an, die Gruppe aus England konnte fliehen. In das einzige Land, dass bisher vor den Dancing Jax standhaft bleiben konnte, Nordkorea.

Die Jugendlichen ...

Der Dritte Band schließt fast nahtlos an den zweiten an, die Gruppe aus England konnte fliehen. In das einzige Land, dass bisher vor den Dancing Jax standhaft bleiben konnte, Nordkorea.

Die Jugendlichen und ihre zwei Retter, Martin und Gerald, sind in einem Bunker in einem Berg untergekommen. Manche vergleichen die räumlichen Umstände und den strengen Tagesablauf, mit dem Lager in England. Wobei in Nordkorea von ihnen keiner zu Tode kommt.

Es ist nicht ganz klar wie es nun weitergehen soll, Maggie hilft den Kindern, das Beste aus der Situation zu machen und näht ihnen zum Trost Kuscheltiere.
Gerald und Martin nehmen regelmäßig an Besprechungen teil, die Ergebnislos scheinen.

Lee der Castle Creeper wird von einer nordkoreanischen Ärztin immer und immer wieder untersucht. Sie möchte beweisen, das etwas an ihnen anderes ist, dass alle retten kann, sie möchte eine "Impfung" gegen die Dancing Jax entwickeln und weiß gar nicht wie falsch sie mit diesen Gedanken liegt.

Natürlich gelingt es den Buch doch nach Nordkorea zu kommen und die ersten in der Basis werden in den Bann gezogen. Es gab daraufhin einen schrecklichen Zwischenfall, am Ende sind nur Gerald, Spencer und die Tochter eines Generals Eun-mi, in der Basis.
Die drei versuchen nun nach England zukommen, wo eine Kopie des Schosses aus dem Buch erbaut wurde und der Ismus ein großes Spektakel verspricht.

Auch der Dritte Band ist zeitweise recht grausam, aber sehr spannend. Ich wollte wirklich wissen, ob alles zerstört werden kann und das Gute gegen das Böse gewinnt. Alles ist sehr gut und flüssig geschrieben, der Leser taucht auch wieder in die Geschichten des Buches ein und erlebt manche Überraschung.

Ob nun die Erdbevölkerung aus ihrem "Trance" erweckt wird, wird an dieser Stelle nicht verraten...

Veröffentlicht am 03.03.2019

Vorbild Für Sherlock Holmes?

Mord in der Mangle Street
1

Ende des 19. Jahrhunderts, March Middleton ist Waise und kommt in Obhut ihres Patenonkels Sidney Grice, Englands berühmter Detektiv.
March hat nicht das bester Gefühl bei Mr Grice unterzukommen, anfangs ...

Ende des 19. Jahrhunderts, March Middleton ist Waise und kommt in Obhut ihres Patenonkels Sidney Grice, Englands berühmter Detektiv.
March hat nicht das bester Gefühl bei Mr Grice unterzukommen, anfangs behält sie auch recht.

Sidney Grice hat eine sehr unwirsche Art mit seinen Mitmenschen umzugehen, das bekommt das Hausmädchen Molly zu spüren sowie March oder auch seine Klienten.

Eine Mrs Dillinger kommt zu Besuch und möchte ihren Schwiegersohn aus dem Gefängnis holen, da sie ihn für unschuldig hält, ihre Tochter, seine Frau umgebracht zu haben. Mr Grice möchte diesen Fall gar nicht annehmen, da er annimmt das seine Klientin nicht das Geld hat um ihn zu bezahlen. Da kommt March ins Spiel, sie setzt etwas von ihrem Erbe ein, mit einer Bedingung, sie darf Mr Grice bei den Ermittlungen begleiten.

Ab hier möchte ich nicht Zuviel verraten.
Ich fand den ersten Band wirklich gut gelungen und habe das Buch gerne gelesen. Das Verhalten von Sidney Grice wird unter Lesefans durchaus kontrovers diskutiert, nicht jeder mag ihn und mich würde interessieren wie der Autor darauf gekommen ist, seine Hauptfigur SO uncharmant zu machen. Das gehört aber wohl zur Geschichte.

Der Fall hat natürlich einige Wendungen, die nicht zu erahnen sind und warum ich denke das Mr Grice das Vorbild für Sherlock Holmes sein kann, wird nicht verraten

Veröffentlicht am 21.10.2018

Kennen Sie David?

Kennen Sie diesen Mann?
1

Ich war überrascht von dem Aufbau des Buches. Es geht schließlich darum, das David sein Gedächtnis verloren hat und in einer Zeitungsannonce darum gebeten wird, wer ihn kennt solle sich melden, um ihm ...

Ich war überrascht von dem Aufbau des Buches. Es geht schließlich darum, das David sein Gedächtnis verloren hat und in einer Zeitungsannonce darum gebeten wird, wer ihn kennt solle sich melden, um ihm von seiner Vergangenheit zu erzählen, bzw. wie er war.
Letztlich taucht eine Perspektive von David gar nicht auf, es wird nur von einem Jugendfreund, seinem Stiefvater und der ersten großen Liebe erzählt. Was ich sehr ungewöhnlich fand, aber dann doch sehr interessant.


Zuerst erleben wir die Perspektive von Jon, dem Jugendfreund, einerseits in der Gegenwart und wie er über die frühere Freundschaft zu David erzählt.
Des weiteren geht es mit Davids Stiefvater weiter, der todkrank in einem Krankhaus ist und im Grunde ums überleben kämpft. Er erzählt David, viel aus der Zeit, als er noch jünger war und wie es mit seiner Mutter war, bevor dieses plötzlich verstorben ist.
Silje, ist Davids Jugendliebe und sie ist im Begriff ihre Ehe hinter sich zulassen und erzählt David wie die dreier Freundschaft zwischen ihr, David und Jon war. Sie hat am Ende auch einen Verdacht was den Gedächtnisschwund betrifft...

Hier bewahrheitet es sich, Situationen die mehrere Menschen zusammen erlebt haben, diese aber dennoch alle anders in Erinnerung haben.

Ich muss zugeben, das mich die Herangehensweise an diese Geschichte erst verwirrt hat, aber dennoch hat es mich dann doch fasziniert. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich mehr über David oder die drei anderen herausgefunden habe. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und bin gespannt wie der zweite Teil ist.

Veröffentlicht am 21.10.2018

Wer braucht schon Eltern

Bienensterben
1

Das Buch beginnt ohne umschweife und erzählt davon wie Marnie und Nelly ihre Eltern im Garten begraben.

Marnie und Nelly, wachsen mit Eltern auf die auf Drogen sind und ihr Geld eher dafür ausgeben, als ...

Das Buch beginnt ohne umschweife und erzählt davon wie Marnie und Nelly ihre Eltern im Garten begraben.

Marnie und Nelly, wachsen mit Eltern auf die auf Drogen sind und ihr Geld eher dafür ausgeben, als für ihre Töchter. Letztlich ist das Verhalten der Eltern so beschrieben, wie man es kennt, es geht über von kuscheln mit den Kindern, bis verwahrlosen der Kinder und sogar eventueller Missbrauch steht im Raum. Eines Tage sind beide Tot. Der Vater wurde erstickt und liegt im Bett, die Mutter hat sich im Schuppen erhängt.

Die Mädchen müssen nun zusehen, wie sie Leichen verschwinden lassen und den Gestank aus dem Haus bekommen. Was natürlich nicht so einfach ist. Es ist klar, das die beiden nicht in die Jugendfürsorge wollen, weil sie wahrscheinlich getrennt werden und ihren Bedürfnissen nicht entsprochen werden kann.


Marnie scheint hochbegabt zu sein, sie hat nur Einsen in der Schule ohne je lernen zu müssen, da aber alle in ihr das Ghetto Mädchen sehen, gibt ihr kaum jemand eine Chance. Sie versucht über einige Wege an Geld zukommen, um sich und ihre Schwester durchzubringen und ja dazu gehören auch Drogen. Wir erleben auch Marnies erste große Liebe und die Enttäuschungen die damit verbunden sind.

Nelly, ist zwölf und kann wunderbar Geige spielen und redet gerne hochgestochen, was nicht jeder versteht. Sie wirkt anfangs recht naiv, aber ich denke das ist Schutz vor dem was sie mit den Eltern erlebt hat und in der Zeit danach.

Lenny, ist der Nachbar und gilt als Perverser, der sich an Jungs vergreift, was nicht stimmt. Er ist Schwul und hat seine große Liebe verloren und bekommt mit, das im Nachbarhaus etwas nicht stimmen kann. Er nimmt sich der Mädchen an bekocht sie und beschützt sie auch, sei es das er in der Schule für die Mädchen lügt oder sie vor dem plötzlich auftauchenden und gewalttätigen Großvater beschützt.

Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen, auch wenn man zuerst denkt, das wird keine leichte Kost.
Ich konnte aber sehr gut mit den Mädchen und Lenny mitfühlen, was natürlich an der Autorin liegt. Die verschiedenen Perspektiven sind zum Teil auch recht spannend, da in diverse Situationen jeder etwas anderes hinein interpretiert. Zum Beispiel denken beide Mädchen die jeweils andere hat den Vater erstickt...

Zum Ende passieren einige Dinge bei denen ich mir nicht sicher bin, ob diese zu inszeniert sind, aber letztlich passt es zur Geschichte. Ich fand das Buch lesenswert und kann es nur empfehlen.