Cover-Bild Ravenna
31,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Theiss in Herder
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Ersterscheinung: 12.09.2022
  • ISBN: 9783806245257
Judith Herrin

Ravenna

Hauptstadt des Imperiums, Schmelztiegel der Kulturen
Cornelius Hartz (Übersetzer)

Ravenna - Byzanz des Westens und Stadt der Mosaike

Einst war Ravenna der Treffpunkt der griechischen, lateinischen, christlichen und barbarischen Kulturen und der Dreh- und Angelpunkt zwischen Ost und West. Während Rom sich provinzialisierte, erlebt die neue Hauptstadt des Weströmischen Reichs eine Blütezeit. Ungewöhnlich lebhaft erzählt Judith Herrin nicht nur von der bewegten Geschichte Ravennas, sondern auch von den Menschen dieser Zeit: von Kaiserinnen und Königen, Gelehrten und Ärzten, aber auch von Handwerkern und dem Alltagsleben in der Stadt.


- Detailreich und lebendig: Porträt der Hauptstadt des frühchristlichen Europas

- Aufstieg und Fall einer Metropole: Wie Ravenna zum »Byzanz des Westens« wurde

- Von Herrschern und Bürgern: Leben in einer spätantiken Stadt

- Meisterlich erzählt: Judith Herrins Sachbuch wurde mehrfach ausgezeichnet

- Prächtige Zeugen der Vergangenheit: Fotos der Kirchen und Mosaiken Ravennas

 

Vom römischen Hafen zur Hauptstadt: der Aufstieg Ravennas

Als im Jahr 402 n. Chr. eindringende Stämme aus dem Norden Mailand belagerten, verlegte der weströmische Kaiser Honorius den Regierungssitz nach Ravenna. Bis ins Jahr 751 war die goldglänzende Stadt an der Adria zunächst die Hauptstadt des Weströmischen Reiches, dann die des riesigen Königreichs des Goten Theoderich und schließlich das Zentrum der byzantinischen Macht in Italien. Die überwältigend schönen frühchristlichen Kirchen mit ihren Mosaiken, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden, zeugen von dieser Zeit des Umbruchs.

Judith Herrin lässt diese Epoche dank ihres fundierten Wissens wieder lebendig werden. Die renommierte Althistorikerin, Archäologin und Expertin für Byzanz ist auch eine glänzende Stilistin, was ihr Buch zu einem besonderen Lesevergnügen macht.

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Geschichte pur und spannend erzählt

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Klappentext:

„Das große Porträt der Hauptstadt des frühchristlichen Europa



Ravenna war vom 5. bis 8. Jahrhundert Treffpunkt der griechischen, lateinischen, christlichen und barbarischen Kulturen und ...

Klappentext:

„Das große Porträt der Hauptstadt des frühchristlichen Europa



Ravenna war vom 5. bis 8. Jahrhundert Treffpunkt der griechischen, lateinischen, christlichen und barbarischen Kulturen und Dreh- und Angelpunkt zwischen Ost und West. Während Rom sich provinzialisierte, erlebte die neue Hauptstadt des Weströmischen Reiches eine Blütezeit. Ungewöhnlich detailreich erzählt Judith Herrin auch von den Menschen dieser Zeit: von Kaiserinnen und Königen, Bischöfen und Gelehrten, Ärzten und Handwerkern.



Detailreich und lebendig: Porträt der Hauptstadt des frühchristlichen Europa



Ravennas Aufstieg ist eng verknüpft mit dem Niedergang Roms und den Invasionen der Hunnen und Goten



Auch eine Geschichte der Spaltungen und Glaubenskämpfe im frühen Christentum



Meisterlich erzählt und ausgezeichnet mit dem Duff Cooper-Preis 2020



Steinerne Zeugen der Vergangenheit: die Kirchen und Mosaiken Ravennas in prächtigen Farbabbildungen



Aufstieg und Niedergang der Stadt an der Adria zwischen 402 und 751 n. Chr.



Als im Jahr 402 n. Chr. eindringende Stämme aus dem Norden Mailand belagerten, verlegte der weströmische Kaiser Honorius den Regierungssitz nach Ravenna. Bis ins Jahr 751 war die goldglänzende Stadt an der Adria zunächst die Hauptstadt des Weströmischen Reiches, dann die des riesigen Königreichs des Goten Theoderich und schließlich das Zentrum der byzantinischen Macht in Italien. Die überwältigend schönen Kirchen mit ihren Mosaiken, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, zeugen von dieser Zeit des Umbruchs, aus der das christliche Europa hervorging.



Meisterlich porträtiert die vielfach ausgezeichnete Althistorikerin und Byzantinistin Judith Herrin diese Stadt und ihre Bewohner in der Epoche des Übergangs zwischen Spätantike und Frühmittelalter.“



Wenn man dieses Buch von der Autorin Judith Herrin beendet, ist man eigentlich sprachlos! Warum? Herrin hat hier mit größter Kunst und Gabe die einstige Geschichte einer Stadt beschrieben, das man meine könnte, man hat hier einen Thriller vor sich. Sie erzählt und beschreibt mehr als gekonnt und dennoch mit größter Sorgfalt und unter Einhaltung der Sachlichkeit die Stadt Ravenna. Ravenna war einst DIE Hauptstadt der frühchristlichen Zeit Europas.

Nach einer gekonnten Einführung startet dieses Buch insgesamt mit neun Kapitel. Jedes Kapitel beinhaltet Informationen und Wissen zu gewissen Zeitabschnitten und eben der Entwicklung Ravennas. Es geht um Baumeister, Könige, Bischöfe, die Goten, es geht um Justinian, Päpste und schlussendlich enden wir bei einer Statute die für die Stadt Aachen gedacht ist. Die Texte werden mit zahlreichen Bildern und Karten untermalt und bieten dadurch eine gekonnte Mischung. Die Texte sind verständlich niedergeschrieben auch wenn Herrin sehr gern ins Detail geht. Ist das nötig? Ich finde in einigen Bereichen schon. Durch diese Detailverliebtheit erhält der Leser wahrlich tiefe Einblicke in die Stadt an der Küste der Adria und man kann beim lesen fast schon abtauchen. Der Blick in eine gern vergessene Zeit bzw. in ein Italien das eigentlich immer nur recht Rom-lastig ist, ist Herrin äußerst gelungen. Sie erläutert, beschreibt und bringt ihr Wissen dem Leser auf sympathische Art und Weise näher.

Fazit: Dieses Buch liest sich äußerst spannend und man ist wahrlich erstaunt was und wie damals gebaut und gelebt wurde. Ravenna ist eine Stadt die mehr zu bieten hat als die Kunst der Mosaik-Steinchen. Für dieses Buch gibt es 5 Sterne von mir sowie für alle Italien-Interessierte eine absolute Leseempfehlung!