Cover-Bild Die Deutschlehrerin
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Picus Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783711721624
Judith W. Taschler

Die Deutschlehrerin

Roman
Mathildas große Liebe, Xaver, hat sie verlassen. Eines Tages, einfach so, hat er alle seine Sachen gepackt und ist grußlos verschwunden. Mathilda erleidet einen Nervenzusammenbruch und erholt sich nur langsam, da das Rätsel um Xavers Motive sie nicht loslässt.
Nach über sechzehn Jahren scheint sie nun ihren Platz im Leben gefunden zu haben: Sie ist Deutschlehrerin in einer anderen Stadt, beliebt bei ihren Schülern, sie hat Freundinnen und ein eigenes Leben. Da taucht Xaver, inzwischen gefeierter Jugendbuchautor, plötzlich wieder auf, und die beiden rekapitulieren sowohl ihre Beziehung als auch deren Ende. Die Geburt von Xavers Sohn nur wenige Monate nach der Trennung, dessen Entführung und der nicht geklärte Verbleib des Jungen wird zum Angelpunkt der Begegnung der einstmals Liebenden. Immer weiter spinnen sie ihre Vorstellungen, Ängste und Fantasien, bis am Ende keiner mehr vom anderen weiß, ob er die Wahrheit sagt: Hat Mathilda Xavers Sohn entführt? Hat Xaver mehr mit dem Verschwinden seines Sohnes zu tun, als er zugibt?

Ein vielschichtiger Psychothriller, raffiniert, irritierend und bis zum letzten Moment fesselnd.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Hornita in einem Regal.
  • Hornita hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2025

virtuos konstruierte Mischung aus Beziehungsroman, Krimi und Psychothriller

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Die Deutschlehrerin Mathilda und der Schriftsteller Xaver waren 16 Jahre lang ein Paar, bis Xaver eines Tages einfach seine Sachen packt und verschwindet, während Mathilda in der Arbeit ist. Mathilda fällt ...

Die Deutschlehrerin Mathilda und der Schriftsteller Xaver waren 16 Jahre lang ein Paar, bis Xaver eines Tages einfach seine Sachen packt und verschwindet, während Mathilda in der Arbeit ist. Mathilda fällt in ein tiefes Loch und braucht lange, um darüber hinwegzukommen. Viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege durch einen Schreibworkshop an Mathildas Schule, für den ihr Xaver als Gastautor zugeteilt wird.

Mathildas und Xaver schreiben sich im Vorfeld des Workshops Emails, die im Wesentlichen die Grundlage des Buches bilden – quasi die moderne Form eines klassischen Briefromans.

Stück für Stück nähern sich die beiden per Mail an die schwierigen, bisher unausgesprochenen Themen ihrer Vergangenheit heran, und es wird klar, dass beide Geheimnisse mit sich tragen. Wortgewandt belauern und umtänzeln sie sich und versuchen, sich wechselseitig aus der Deckung zu locken, ohne selbst zu viel preiszugeben. Fiktive Geschichten, die sie sich erzählen, und Realität werden zu einem kunstvollen Reigen aus Beziehungsdrama, Krimi und Psychothriller verwoben, der einem beim Lesen den Atem anhalten lässt.

Mit jeder Mail bekommen die Charaktere mehr Kontur, und ich hatte Mathilda und Xaver beim Lesen lebendig vor Augen. Mathilda ist eine pragmatische, lebenstüchtige Frau, die in ihrem bürgerlichen Dasein als Lehrerin aufgeht und sich damals sehnlichst ein Kind von Xaver gewünscht hätte, während Xaver jegliche Verantwortung scheute und sich in der Rolle des freien, intellektuellen Künstlers gefiel, der sich in der Bewunderung seines Publikums sonnt. Auf eine bürgerliche Existenz blickt er mit Herablassung, auch wenn er sich von Mathilda während ihrer Beziehung finanziell aushalten ließ.

Bereits 2014 habe ich „Die Deutschlehrerin“ erstmals gelesen und auch 10 Jahre später zieht mich Judith Taschlers literarisch virtuos konstruierter Roman wieder in seinen Bann. Für mich ist dies das beste Werk der Autorin und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Sehr interessante, abwechslungsreiche Geschichte

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Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich fand den Schreibstil sehr angenehm. Mir hat der Aufbau des Romans gut gefallen. Der Beginn als Email-Roman war für mich überraschend, aber die Mischung ...

Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich fand den Schreibstil sehr angenehm. Mir hat der Aufbau des Romans gut gefallen. Der Beginn als Email-Roman war für mich überraschend, aber die Mischung aus den verschiedenen Perspektiven, neutralen Erzählern und Emails empfand ich als gelungen und sehr abwechslungsreich. Die Charaktere waren durchgehend glaubwürdig und lebensecht. Da nicht nur ihre Leben, sondern auch die Geschichte ihrer Familien erzählt werden, werden die Hauptfiguren komplex und tiefgründig. Die Beschreibung und Verarbeitung ihrer Lebensentscheidungen war wirklich gelungen und sehr interessant. Die Handlung ist streckenweise gewagt, die Entführungsgeschichte bleibt lange ein Mysterium. Ich fand auch die verschiedenen Varianten zum Verschwinden des Kindes interessant und fand es befriedigend, dass man am Ende eine Auflösung bekam und nicht im Dunkeln gelassen wurde. Allerdings waren die juristischen Details nicht glaubwürdig, die hätten besser recherchiert werden können. Daher mache ich einen Stern Abzug. Ansonsten ein interessantes, lesenswertes Buch.

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