Cover-Bild Die Winterprinzessin
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 341
  • Ersterscheinung: 11.04.2017
  • ISBN: 9783746633190
Kai Meyer

Die Winterprinzessin

Roman
Phantastisch abenteuerlich

Dezember 1812. Wie ein Flüchtiger reist der vor Moskau geschlagene Napoleon durch Europa. In tiefer Nacht macht er in Weimar Station und sucht Goethe mit einem dringenden Anliegen auf … Wenige Tage später reisen die Brüder Grimm an den Hof zu Karlsruhe – mit einer Empfehlung Goethes. Der Herzog sucht einen Lehrer für sein neugeborenes Kind. Doch in Karlsruhe stoßen sie bald auf schaurige Warnungen. Wer drängt sie, von ihrem Auftrag abzulassen? Was hat es mit dem herzoglichen Sohn auf sich? Als die Brüder der Wahrheit auf den Grund gehen wollen, geraten sie selbst in tödliche Gefahr.


„Kai Meyer ist ein Zauberweltenerfinder.“ Focus

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Nicht mein Lieblingsbuch des Autors

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Ich bin wirklich ein wahnsinnig großer Kai Meyer Fan und habe fast alle seine Bücher verschlungen und geliebt. Da wunderte es mich, dass ich dieses Buch noch nicht gelesen hatte, was ich direkt nachgeholt ...

Ich bin wirklich ein wahnsinnig großer Kai Meyer Fan und habe fast alle seine Bücher verschlungen und geliebt. Da wunderte es mich, dass ich dieses Buch noch nicht gelesen hatte, was ich direkt nachgeholt habe. Leider hat mir dieses Buch nicht so gut gefallen wie ich es sonst vom Autor gewohnt bin/war. Ich kann auch gar nicht so richtig beschreiben, woran das lag.

Die Geschichte ist eigentlich ganz spannend. Es geht geheimnisvoll los, es werden Fragen aufgeworfen, die nach und nach beantwortet werden. Der große Showdown kommt am Ende. So weit, so gut. Leider haben mich die Figuren nicht ganz so überzeugt. Vor allem die Prinzessin aus Indien war mir super unsympathisch und blieb mir bis zum Schluss zu undurchsichtig. Sie hat mich fast schon genervt.

Der Schreibstil hat mir an sich auch gut gefallen, aber konnte mich dann doch nicht komplett abholen (falls das irgendwie Sinn ergebt). Ich muss gestehen, dass ich die letzten Seiten etwas überflogen habe. Ich wollte einfach nur noch die Auflösung wissen, der Weg dahin war mir zum Schluss zu lang.

Wirklich schade, da ich ein sooo großer Kai Meyer Fan bin (und auch bleibe).

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Veröffentlicht am 20.08.2017

Winterling und Jade

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Inhalt:
Erneut entführt uns Kai Meyer in die Zeit der Gebrüder Grimm und Goethes, doch diesmal geht die Reise der jungen Literaten an den Hof nach Karlsruhe, wo eine Lehrerstelle auf den herzkranken Wilhelm ...

Inhalt:
Erneut entführt uns Kai Meyer in die Zeit der Gebrüder Grimm und Goethes, doch diesmal geht die Reise der jungen Literaten an den Hof nach Karlsruhe, wo eine Lehrerstelle auf den herzkranken Wilhelm Grimm wartet - mit besten Empfehlungen seines Gönners Goethe. Doch als die Brüder dort ankommen, wird ihnen eröffnet, dass der Erbprinz tot ist und es somit keinen Schüler gibt. Zudem begnen die Brüder einer indischen Prinzessin namens Jade, deren angebliches Ziel ihrer Reise nach Deutschland nicht ganz ehrlich erscheint. Auch der Doktor zu Hofe weist neben seinem Wahn um den winterlichen Schmetterling, den Winterling, seine eigenen Geheimnisse auf. Vielleicht ist der Erbprinz auch gar nicht tot, denn viele Parteien haben ein Auge auf den Enkel Napoleons geworfen... Wilhelm findet sich zwischen den Fronten wider, zwischen einer ehrgeizigen Gräfin, indischen Gestaltwandlern, dem Kaiser persönlich und einem undurchsichtigen Engländer, dessen Loyalität nicht ganz so klarbist, wie es scheint.

Charaktere:
Wilhelm Grimm steht diesmal vornehmlich im Fokus der Geschichte. Daher hat der Autor auch mehr Zeit, auf ihn einzugehen und ihn auszuarbeiten. Er ist kein Held unddoch schließt man den Tollpatsch gern ins Herz. Einzig seine angeblich schwerwiegende Krankheit scheint ihm keine Probleme zu bereiten, was seltsam ist.
Jacob Grimm verliert einen Teil seines vernünftigen Wesens, als die Brüder Bekanntschaft mit Jade machen. Dies macht ihn deutlich menschlicher.
Jade ist der Traum eines jeden Mannes und versteht sich auf den Zauber der Illusion. Bis zuletzt bleibt sie undurchsichtig. Gegen Ende hin erscheint sie aber zunehmend kindischer, was ich schade fand.
Der Hofstaat zu Baden wartet mit einigen Intrigen auf. Der Minister Dahlberg erscheint zunehmend als gescheiterter Staatsmann. Die Gräfin als Intrigantin - die im Laufe der Geschichte jedoch vernachlässigt wird.
Doktor Hadrian ist ein wundervolles Beispiel des Wahns, das dem Autor sehr gut gelungen wird.
Die Odiyan, indische Gestaltwandler oder Verrückte, wie man denn will, stellen lange Zeit eine ernsthafte Bedrohung für die Protagonisten und den Erbprinzen dar, geraten aber nach dem Auftreten des eigentlichen Schurken schnell in Vergessenheit.
Goethes Motive sind schon wie im ersten Band sehr fadenscheinig....

Erzählstil:
Spannender und flüssiger als im ersten Band. Man ist sofort in die Zeit und in die winterliche Jahreszeit entführt.

Thematik:
Das sich die indischen und europäischen Interessen derart verwoben haben, wie es hier dargestellt wird, kennt kaum einer aus dem Geschichtsunterricht. Mit den Odiyan, dem Fakir, der Prinzessin und dem verrückten Doktor gelingt dem Autor genau das richtige Maß an Mystizismus. Auch die Frage, wer sich hinter dem Quinternio der Großen Fragen verbirgt, führt angemessen durch die Geschichte.

Fazit:
Nach der Enttäuschung des ersten Bandes bin ich positiv überrascht, wenn auch dieses Buch nicht an Meyers andere Werke anknüpfen kann. Wer sich gerne in ein alternatives 19. Jahrhundert entführen lassen will, in dem es Magie zumindest in gewissen Maße gibt, und viele Intrigen mit einander verworren sind, ist hier bestens aufgehoben.