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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2021

Antipathie trifft auf Krimi

Blütenschatten
0

Wow, wow, wow, Ich muss mich erst einmal sammeln, um eine Rezension schreiben zu können.

Eve, Künstlerin, die sich auf die Darstellung von Blumen spezialisiert hat, ist die wohl unsympathischste Person, ...

Wow, wow, wow, Ich muss mich erst einmal sammeln, um eine Rezension schreiben zu können.

Eve, Künstlerin, die sich auf die Darstellung von Blumen spezialisiert hat, ist die wohl unsympathischste Person, die mir bislang (in Büchern und auch im echten Leben) begegnet ist. Auch die anderen Charaktere in dem Buch sind nicht gerade nett und liebenswert, aber genau das macht das Buch so speziell und auch so faszinierend.

Der Leser wird langsam in das Geschehen eingeführt und lernt Eve und ihre Gedanken kennen. Sie rechnet so ziemlich mit jedem in ihrem Leben ab und es wird erzählt, welchen Menschen sie begegnet ist und was da so alles abgegangen ist.

Die Handlung lässt sich recht schnell zusammenfassen: Eve befindet sich auf einem Spaziergang durch London und denkt über ihre Vergangenheit und ihr Leben nach. Und das hat es ganz schön in sich.

Anfangs fand ich es etwas schleppend, aber zum Schluss hin wurde es immer besser, immer spannender bis hin zu einem fulminanten Finale. Allein wegen des Endes lohnt es sich, das Buch zu lesen.

Interessant ist, dass ich die Geschichte wirklich fesselnd fand und das, obwohl die Protagonistin wirklich gar keine Empathie erzeugt und man sehr distanziert bleibt. Die Autorin schafft es, dass man unbedingt wissen will, wie es weiter geht, wie es ausgeht. Sie legt Fährten, falsche Fährten, Überraschungen und bringt alles am Ende gekonnt zusammen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2021

Schöner Schreibstil, aber anstrengende Charaktere

Tage mit Gatsby
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Es passiert nicht viel. Das fasst wohl so ziemlich die Handlung in dem Buch zusammen. Scott und Zelda entscheiden, nach Frankreich zu gehen, weil Scott an seinem Roman "Der Große Gatsby" arbeiten will ...

Es passiert nicht viel. Das fasst wohl so ziemlich die Handlung in dem Buch zusammen. Scott und Zelda entscheiden, nach Frankreich zu gehen, weil Scott an seinem Roman "Der Große Gatsby" arbeiten will und sich nach etwas Ruhe sehnt. Zelda ist nicht gerade begeistert, dass sie so viel Zeit allein mit ihrer Tochter Scotty verbringen muss und sucht Abwechslung in Parties und Flirts mit anderen Männern. Bis es bei einem Mann nicht nur bei einem Flirt bleibt.

Das Buch wird aus Zeldas Sicht geschrieben und da es sich ja um wirkliche Menschen handelt, die mal gelebt haben, scheint die Autorin sehr gut recherchiert zu haben, denn die Geschehnisse werden wohl wirklich so stattgefunden haben. Es ist keine Biographie, sondern ein fiktiver Roman, basierend auf echten Menschen und echten Geschehnissen.
Zelda und Scott sind absolut unsympathisch und auch ihre Freunde sind nicht besser. Die beiden Streiten sich andauernd, es gibt sehr viele Eifersuchtsgeschrei und sie benehmen sich einfach nur seltsam. Zedlda flirtet mit anderen Männern wie verrückt und Scott scheint es auch noch gut zu finden. Bis es dann eskaliert.
Die beiden haben eine Tochter, Scotty, um die sie sich gar nicht kümmern. Das arme Kind.

Die Handlung ist sehr überschaubar. Parties und Streits. Das war's so ziemlich.

Das ist total schade, denn der Schreibstil ist wirklich toll! Er hat mir wahnsinnig gut gefallen, sehr poetisch, sehr bildhaft, sehr abwechslungsreich. Doof, dass mir die Menschen überhaupt nicht gefallen haben und mich einfach nur genervt haben. Schade.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Geschichte
Veröffentlicht am 26.05.2021

Neue Welt, neue Magie, neue Saga

Die Sandmagier
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Ich bin ein großer Fan des Autors und bin auch von dem Auftakt der neuen Saga begeistert.

Man wird langsam in das Geschehen eingeführt, wobei dies der Spannung keinen Abbruch tut, da direkt am Anfang ...

Ich bin ein großer Fan des Autors und bin auch von dem Auftakt der neuen Saga begeistert.

Man wird langsam in das Geschehen eingeführt, wobei dies der Spannung keinen Abbruch tut, da direkt am Anfang so einige ihr Leben lassen und so andere um ihr Leben kämpfen müssen.
Die Geschichte findet an verschiedenen Schauplätzen des Wüstenlandes Elismere statt. Entsprechend der Schauplätze wechselt auch die Erzählperspekive. Dieses mal gibt es drei Personen, aus deren Sicht erzählt wird. Das finde ich sehr spannend, da die Personen und deren Geschichten nicht unterschiedlicher hätten sein können.

Das Buch ist grob in drei Teile eingeteilt. Dabei befindet sich am Anfang eines jeden Kapitels eine ziemlich coole und charakteristische Zeichnung der Person, die erzählen wird. Zwischendurch gibt es Zeichnungen verschiedener Wesen, die in dem Buch eine Rolle spielen, so kann man sie sich direkt noch besser vorstellen.

Die Handlung fand ich sehr spannend. Jedes mal, wenn die Perspektive gewechselt wurde, wollte ich wissen, wie es mit der anderen Geschichte weitergeht, sehr geschickt gemacht.

,,Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt servierte."

Die Charaktere finde ich gut gewählt. da man ganz viele und verschiedene Einblicke in die Geschichte und das Leben der Menschen in Elismere bekommt. Von Anfang an bekommt man ein Gefühl dafür, wen man mag und wen man eher nicht so mag. Aber wer weiß, vielleicht wird sich dahingehend ja noch etwas ändern?
Die Gespräche und Schilderungen und Beschreibungen sind sehr plastisch dargestellt, man befindet sich mitten im Geschehen, in einer anderen Welt. Zwar kann man sich so manche Sachen denken, dafür gibt es aber andere unvorhergesehene Wendungen.

,,Alles andere bedeutete den Tod."

Am allerspannendsten und interessantesten finde ich einen ,,Neben"Charakter, den Azir im Laufe der Geschichte kennenlernt. Ich freue mich schon darauf, mehr über diese Person zu erfahren und zu sehen wie die einzelnen Fäden zusammengeführt werden.

Was ich immer gerne an den Büchern mag und was auch hier wieder der Fall ist, ist, dass die fantastischen Elemente nicht so übertrieben sind, sondern Sinn ergeben. Natürlich, sie sind fiktiv, aber innerhalb der Geschichten ergeben sie komplett Sinn, sind sehr schön in die Schilderungen integriert und geben der Geschichte einen großen Mehrwert. Es macht Spaß über die Sandmagie und -magier zu lesen und man will einfach noch mehr darüber erfahren. Der Auftakt macht ganz viel Lust auf die Folgebände.

Fazit:
Glasklare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2021

Mit Höhen und Tiefen

Zwischen zwei Herzschlägen
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Ich liebe die drei Sprecher. Wenn ich alleine Sterne für die Sprecher geben müsste, wären es definitiv fünf! Vor allem der Sprecher, der Joel gelesen hat, ist einfach der Hammer! Super gelesen.

Jetzt ...

Ich liebe die drei Sprecher. Wenn ich alleine Sterne für die Sprecher geben müsste, wären es definitiv fünf! Vor allem der Sprecher, der Joel gelesen hat, ist einfach der Hammer! Super gelesen.

Jetzt fragen sich manche vielleicht, warum es drei Sprecher sind. Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt, aus Kerrys, Joels und aus Tims, sodass jede Person einen Sprecher erhält. Die Idee fand ich einerseits total super, da man so einiges von den Charakteren erfährt, andererseits finde ich aber, dass es komplett ausgereicht hätte, das Buch aus Kerrys und Joels Sicht zu erzählen. Tims Perspektive, die auch am wenigsten Anteil hat, hätte es für meine Begriffe nicht gebraucht.

Ich muss gestehen, dass ich das Buch nicht komplett gehört habe. Nach gut Dreiviertel war es mir einfach zu viel Drama, zu viele Steine im Weg, zu viel noch einmal ein Problem kreieren. Das fand ich einfach zu viel, weswegen ich bis kurz vor Ende alles übersprungen habe und mir dann nur noch das Ende angehört habe. Und was soll ich sagen? Ich habe gefühlt nichts verpasst. Beim Lesen ist es vielleicht noch einmal etwas anderes, aber beim Hören fand ich viele Passagen echt überflüssig und langatmig. Wie gesagt, dann war eine Sache getan und es kam immer wieder ein neues Problem dazu. Die Kette an Problemen fand kein Ende, das mochte ich nicht, irgendwann reicht es auch mal.

Zu den Charakteren: Tim ist absolut nervig und kommt nicht wirklich gut weg. Kerry fand ich auch nicht viel besser. Am Anfang war sie mir noch recht sympathisch, aber dann hat sie einfach nur noch genervt. So eine Möchtegern-Mutter-Theresa, vollkommen übertrieben. Joel hat mir am besten gefallen, wobei ich auch ihn teilweise sehr anstrengend fand und er mir einfach viel zu viel lamentiert hat.

Ich möchte nicht spoilern, aber die Probleme, mit denen Tim und Joel kämpfen müssen, fand ich irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Die haben viel zu viel Raum eingenommen und ich fand es einfach nur noch nervig.

Das klingt nach so viel Kritik. Mir hat die Geschichte schon gefallen und das Thema ist ja auch wirklich wichtig und sollte nicht außer Acht gelassen werden. Die Leser sind wirklich super, aber wenn man 3 Stunden am Stück Auto fährt und denen beim Herumheulen zuhören muss, dann nervt es :D

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2021

Außen top, innen flop

Something Pure
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Das Cover des Buches finde ich wunderschön und nachdem ich dann auch noch den Klappentext gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf das Buch und wollte es unbedingt lesen. Leider wurde ich immens enttäuscht. ...

Das Cover des Buches finde ich wunderschön und nachdem ich dann auch noch den Klappentext gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf das Buch und wollte es unbedingt lesen. Leider wurde ich immens enttäuscht. Aber erst einmal kurz zum Inhalt.

Alice hat ein abgeschlossenes Studium,, aber weiß noch nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Momentan arbeitet sie als eine Kellnerin in einem Pub und muss mit Besoffenen kämpfen. Eines Tages taucht Beck auf und nimmt einen Job als Aushilfskenner an. Zwischen Alice und Beck knistert ist. Was Alice zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Beck ist steinreich. Als Alice dann Hals über Kopf in seine Welt eintaucht, weiß sie nicht so recht, was sie davon halten soll. Kann ihre Liebe die Unterschiede der beiden überstehen?

Wow, das war doch jetzt mal eine spannende Inhaltsangabe. Tja, das war auch so ziemlich die einzige Spannung.
Das Buch strotzt nur so von Klischees, was mich schon mal genervt hat. Auf den ersten 250 von 300 Seiten passiert auch einfach mal rein gar nichts, die Handlung plätschert nur so vor sich hin und man fragt sich beim Lesen, ob da jetzt noch mal etwas passieren wird. Auf den letzten 50 Seiten kommt dann doch noch einmal so etwas wie Spannung und Dramatik auf, aber die hat sich nach zwei Seiten dann auch wieder geklärt.

Das Ende ist einfach nur total weit hergeholt und hat mich das Buch voller Ärger schließen lassen.

Auch die Charaktere sind nicht sehr gut herausgearbeitet worden. Alice scheint bodenständig und sympathisch zu sein, was sich aber sehr schnell ändert, da sie alle ihre Prinzipien direkt über Bord wirft und ziemlich schnell vergisst.
Auch Beck erscheint am Anfang sympathisch und interessant, aber auch das ändert sich sehr schnell, sodass er einfach nur noch nervt.

Es gibt den einen oder anderen Nebencharakter, der das Geschehen aufgewertet hat, aber leider gibt es davon viel zu wenig.

Allgemein betrachtet machen die Charaktere keine Entwicklung durch und wenn, dann ins Negative.

Das einzige Positive an dem Buch ist der Schreibstil. Der hat mir wirklich gut gefallen. Er ist locker, leicht und lässt sich flüssig lesen. Die Gespräche sind oft voller Witz und verbalen Attacken, die einem doch an und an zum Schmunzeln bringen. Das war aber leider auch das einzige, was mir gefallen hat.

Fazit:
Schade, das Buch bietet Potenzial, den Grundgedanken finde ich ansprechend und der Schreibstil ist klasse, aber Inhalt und Figuren sind katastrophal.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl