Cover-Bild Persönliche Dinge
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ch. Links Verlag
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 16.04.2025
  • ISBN: 9783962892296
Karolina Sulej

Persönliche Dinge

Was Kleidung aus NS-Lagern uns heute erzählen kann
Bernhard Hartmann (Übersetzer)

Sachbuch-Bestenliste Platz 2

DIE GESCHICHTE EINES DINGS IST DIE GESCHICHTE DES MENSCHEN, DEM ES GEHÖRT

Mode ist mehr als Luxus. Die Art und Weise, wie wir uns kleiden, unseren Körper schmücken und schützen, ist Ausdruck von Individualität; sich mit persönlichen Dingen zu umgeben etwas zutiefst Menschliches.
Doch welchen Stellenwert hat Kleidung in einem System, das die Vernichtung des menschlichen Selbst zum Ziel hatte? Dieser Frage geht Karolina Sulej in ihrem Buch nach. Einfühlsam und eindringlich, perspektivenreich und vielschichtig widmet sich die polnische Historikerin damit einem Thema, das bislang kaum im Fokus der Holocaust-Forschung stand und doch so viel von Identität, Kultur und Überlebenswillen erzählt. Gestützt auf Archivfunde, Forschungsarbeiten, Literatur und zahlreiche Gespräche zeigt sie, dass persönliche Dinge ein grundlegender, ja überlebenswichtiger Bestandteil unseres Seins in der Welt sind.

Mit einem Vorwort von Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrum in München

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2025

Gibt es eigentlich ein Lebewesen, das grausamer als ein Mensch ist?

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Unglaublich aber wahr. Das Unternehmen „Hugo Boss“ wurde alleine durch Aufträge der Wehrmacht das, was es bis heute ist. Ein lukratives Unternehmen, das alleine durch die Tätigkeit von Zwangsarbeitern ...

Unglaublich aber wahr. Das Unternehmen „Hugo Boss“ wurde alleine durch Aufträge der Wehrmacht das, was es bis heute ist. Ein lukratives Unternehmen, das alleine durch die Tätigkeit von Zwangsarbeitern reich und berühmt wurde. Als ich das las freute ich mich, dass mich die Produkte von Boss bisher nicht in ihren Bann zogen. Himmler war ein Freund des Unternehmers und gab ihm etliche Aufträge. Diese konnten nur durch die Tätigkeit der vielen Zwangsarbeiter zur Zufriedenheit der Auftraggeber ausgeführt werden.

Das Buch mit dem Titel

PersönlicheDinge erzählt präzise, welchen Stellenwert Kleidung selbst im grausamen Konzentrationslager hatte. Mode war wichtig für die Frauen und saubere Wäsche sowie Körperhygiene hatte einen hohen Stellenwert. Wie schlimm mag es für sie gewesen sein, dass sie von Läusen zerstochen waren und kaum Gelegenheit hatten, an sauberes Wasser zu kommen. Für uns nicht vorstellbar, wie sie mit ihrer Regelblutung umgehen konnten. Keine Binden, keine Tampons und nur schmutzige Lumpen oder Zeitungen mit denen sie das Blut auffangen mussten.

Dieses Buch ist ein kaum fassbares Zeugnis der Zustände in den Konzentrationslagern. Die Autorin recherchierte viele Jahre und sprach auch mit Überlebenden. Immer wieder musste ich das Lesen unterbrechen, weil ich die Grausamkeit der „Aufseher“ nicht nachvollziehen konnte. Wie können Menschen sich über das Leben ihrer Artgenossen auf diese Weise erheben? Was hat sie zum Handeln veranlasst? Nein, ich kann es nicht verstehen. Meine Leseempfehlung gilt allerdings uneingeschränkt und zwar aus dem einzigen Grund, dass solche Dinge niemals mehr geschehen dürfen

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