Tolle Reihe
Wattenmeerzorn“ ist für mich genau die Art von Küstenkrimi, bei der ich mich gefühlt habe, als würde ich nach Hause kommen, spannend, herrlich friesisch und mit genau der richtigen Portion Humor zum Schmunzeln.
Auf ...
Wattenmeerzorn“ ist für mich genau die Art von Küstenkrimi, bei der ich mich gefühlt habe, als würde ich nach Hause kommen, spannend, herrlich friesisch und mit genau der richtigen Portion Humor zum Schmunzeln.
Auf der Insel Pellworm sorgen geheimnisvolle Lichter im Watt, seltsame Päckchen am Strand und ein Toter, der am Leuchtturm hängt, während einer Hochzeitsfeier für Aufregung.
Inselpolizist Jan Benden und seine Frau Laura ermitteln in einem Fall voller Geheimnisse, alter Konflikte und möglicher Schmuggelgeschäfte. Während Tamme hinter allem einen großen Drogenring vermutet, glaubt Laura, dass die Wahrheit viel persönlicher ist.
Jan Benden mag ich als Ermittler unglaublich gern. Ruhig, bodenständig, manchmal leicht genervt von den Eigenheiten seiner Mitmenschen, aber immer mit Herz bei der Sache. Er passt einfach perfekt auf diese Insel, und ich hoffe er bleibt dort auch🥰
Und dann ist da natürlich Tamme, der stolze „Kriminalassistent“. 😂 Ich glaube inzwischen, dass die Reihe ohne ihn nur halb so viel Spaß machen würde. Er ist so herrlich friesisch und unglaublich liebenswert. Seine trockenen Sprüche und seine Art lockern die Handlung immer wieder auf, ohne dass der Krimi dadurch an Spannung verliert.
Was ich an den Büchern von Katja Lund und Markus Stephan besonders mag: Sie schaffen es jedes Mal, diese entschleunigte Inselatmosphäre einzufangen. Auch diesmal habe ich mich wieder komplett treiben lassen wie schon in den Fällen davor. Pellworm ist dabei eine tolle Kulisse, beim Lesen hört man den Wind quasi mitrauschen, doch gleichzeitig bleibt der Fall bis zum Ende interessant und wartet immer wieder mit neuen Entwicklungen auf.
Fazit:
Für mich war auch dieser Band wieder ein voller Treffer. Pellworm ist krimitechnisch einfach immer eine Reise wert, und Jan Benden und Tamme gehören inzwischen zu den Figuren, zu denen ich jederzeit gern zurückkehre. Ich habe mitgerätselt, geschmunzelt und meine Zeit auf der Insel genossen.