Cover-Bild Erzählen, was ist
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 26.01.2026
  • ISBN: 9783103976991
Katrin Eigendorf

Erzählen, was ist

Berichten am Limit in einer Zeit der Kriege

Das persönlichste Buch der bekannten ZDF-Sonderkorrespondentin und SPIEGEL-Bestseller-Autorin
Sie spricht mit den Taliban, begleitet ukrainische Soldaten an der Front und erzählt die Geschichten von mutigen Frauen in Afghanistan, die in Untergrund-Schulen unterrichten.
Katrin Eigendorf ist dort unterwegs, wo die Welt ins Wanken gerät. Es sind existenzielle, häufig auch schmerzhafte Begegnungen, mit Menschen, deren Geschichten die Reporterin erzählt. Nicht aus der Distanz, nur aus der Nähe, aus der eigenen Anschauung und Anteilnahme lässt sich über Krieg berichten.  Mit großer Empathie und Realitätsgenauigkeit macht sie selbst komplexe Sachverhalte verständlich. Dadurch eröffnet sie uns vielseitige Perspektiven, die uns nicht ohnmächtig zurücklassen, sondern Orientierung in einer zunehmend komplexen Weltsituation schaffen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2026

Spannende internationale Erfahrungen einer mutigen Journalistin

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Katrin Eigendorf arbeitet seit Jahrzehnten als Fernsehjournalistin und Kriegsberichterstatterin und reist dazu regelmäßig in die Krisengebiete dieser Welt. In diesem Buch erzählt sie von den Erfahrungen, ...

Katrin Eigendorf arbeitet seit Jahrzehnten als Fernsehjournalistin und Kriegsberichterstatterin und reist dazu regelmäßig in die Krisengebiete dieser Welt. In diesem Buch erzählt sie von den Erfahrungen, die sie dabei gemacht hat. Schwerpunktmäßig geht es dabei um Afghanistan vor 20 Jahren und heute, um die Entwicklung und Vorgeschichte des Ukrainekrieges und um den Israel-Gaza-Konflikt.

Nahbar und authentisch nimmt uns die Autorin dabei mit auf ihre Reise: wir erleben beispielsweise mit, wie sie mit ihrem Fahrer durch das immer stärker von den Taliban kontrollierte Afghanistan fährt und unter Risiko des eigenen Lebens Kontakt zu Frauen aufnimmt, die versuchen, sich für ihre Rechte einzusetzen oder als Schuldirektorin weiter auch Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen.

In vielen kleinen Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, von denen sie erzählt, macht die Autorin spürbar, was die jeweiligen Konflikte für die betroffenen Menschen bedeuten. Dabei zeigt sie auch langjährige Entwicklungen auf und sensibilisiert damit für die Wurzeln der aktuellen Konflikte, die oft Jahrzehnte zurück liegen und komplex sind.

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört, gesprochen von der Autorin selbst. Mir hat diese Art, mich mit dem Inhalt zu befassen, sehr gut gefallen, weil es der Autorin gelingt, auf neutrale und dennoch persönliche Art und Weise so zu erzählen, dass man sich ihr und dem von ihr Erlebten und Berichteten nahe fühlt, gleichzeitig unglaublich viel lernt und Empathie für die betroffenen Menschen sowie Hochachtung vor dieser mutigen Journalistin entwickelt.

Ich habe viel gelernt: über den Beruf der Kriegsberichterstatterin, über die Regionen, von denen Frau Eigendorf erzählt, aber vor allem auch darüber, was es bedeutet, auch unter schwierigen Bedingungen Haltung zu bewahren und zu den eigenen Werten zu stehen. Großartig ist auch, wie die Autorin aufzeigt, wie wichtig es ist, alle Seiten zu hören und zu versuchen, sie zu verstehen, was aber nicht heißt, dass jede Meinung gleich gewichtet werden muss. Leider hat sie im anonymen Internet immer wieder viel Hass für ihr Engagement geerntet, auch davon berichtet sie gegen Ende des Buches.

Zurück bleibt auch ein Gefühl der Betroffenheit und der Wunsch, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten alles zu tun, um sich wieder für eine freundlichere Gesprächskultur unter den Menschen, als wichtigen Baustein für langfristigen Frieden, einzusetzen.

Insgesamt ist es ein tolles Buch, das ich auch in der Hörbuchversion allen, die sich für diesen Beruf oder für die tieferen Hintergründe diverser aktueller geopolitischer Konflikte interessieren, nur wärmstens empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Die Rolle der Journalistin

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Katrin Eigendorf zählt zu den Journalistinnen, deren berichte ich aufgrund der Glaubwürdigkeit und Konsequenz besonders schätze.
Nach einem kurzen Einblick in ihren beruflichen Werdegang, z.B. ihre Zeit ...

Katrin Eigendorf zählt zu den Journalistinnen, deren berichte ich aufgrund der Glaubwürdigkeit und Konsequenz besonders schätze.
Nach einem kurzen Einblick in ihren beruflichen Werdegang, z.B. ihre Zeit in den 1990ziger Jahren in Russland, führt sie uns an die Brennpunkte, von denen aus sie berichtet: Afghanistan, Israel, Ukraine.
Sie zeigt auch Entwicklungen, da sie öfter dort war und in größeren Zeitabständen berichtete.

Interessant sind auch die Passagen, in denen die Autorin die Rolle des Journalismus diskutiert. Kann man immer Distanz halten, neutral sein? Katrin Eigendorf kann nicht vorgeben, unbeteiligt zu sein. Sie will ihre Haltung zu Unrecht nicht verleugnen. Aber sie strebt nach Allgemeingültigen. Sie schlüpft nicht in die Rolle einer Aktivistin.
Katrin Eigendorfs Haltung imponiert mir. Da sie nicht gleichgültig bleibt, berühren einen die Berichte, z.B. die Situation der Frauen in Afghanistan, die alle ihre Rechte verloren haben, umso mehr.

Katrin Eigendorf nutzt die Möglichkeiten der Textform, die ein Buch gegenüber einem journalistischen Film besitzt und erweitert somit ein weiteres Mal ihr Werk.