Cover-Bild Die Waffen des Lichts
Band 5 der Reihe "Kingsbridge-Roman"
15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 880
  • Ersterscheinung: 27.04.2026
  • ISBN: 9783404196739
Ken Follett

Die Waffen des Lichts

Historischer Roman
Dietmar Schmidt (Übersetzer), Rainer Schumacher (Übersetzer), Markus Weber (Illustrator)

Willkommen zurück in KINGSBRIDGE!

Mit seinem fünften Roman aus dem englischen Kingsbridge läutet Ken Follett eine neue Ära ein. Eine Ära, in der Tradition und Fortschritt aufeinanderprallen, Klassenkämpfe in alle Teile der Gesellschaft vordringen und der gesamte Kontinent von einem erbitterten Krieg erfasst wird: die Zeit der Industrialisierung.

Fortschritt und Niedergang

Ein industrieller Wandel, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat, ergreift ganz England, auch Kingsbridge, und nimmt denjenigen, die in den Garn- und Tuchmanufakturen arbeiten, die Grundlage ihrer Existenz. Gefährliche neue Maschinen ersetzen die Arbeit von Hand und reißen Familien auseinander.

Krieg und Befreiung

Während die Herrschenden in England alles dafür tun, um ihr Land zur dominierenden Wirtschaftsmacht zu formen, greift in Frankreich Napoleon Bonaparte nach der Macht. Bald schon dürstet es ihn nach mehr: Spanien, die Niederlande, ganz Europa. Ein großer internationaler Konflikt bahnt sich an, immer mehr Männer ziehen in den Krieg. Zugleich stellt sich eine Gruppe von Kingsbridgern - darunter Spinnerin Sal Clitheroe, Tuchhändler Amos Barrowfield, Weber David Shoveller und Kit, Sals ebenso erfinderischer wie eigenwilliger Sohn - dem Kampf einer ganzen Generation. Sie streben nach Bildung und Wissen und kämpfen für eine Zukunft ohne Unterdrückung ...

Fortschritt und Niedergang, Krieg und Befreiung, Liebe und Verrat - in seinem abschießenden Kingsbridge-Roman rückt Ken Follett erneut ein großes, zeitloses Thema in den Mittelpunkt: den Kampf um Bildung und Meinungsfreiheit.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Kingsbridge im Zeichen von Industrialisierung und Arbeitskampf

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Wieder ist ein Roman von Ken Follett im fiktiven Kingsbridge angesiedelt, diesmal in den Jahren 1792 bis 1824. Natürlich hat sich in der Stadt einiges geändert: Im Schatten der alt-ehrwürdigen Kathedrale ...

Wieder ist ein Roman von Ken Follett im fiktiven Kingsbridge angesiedelt, diesmal in den Jahren 1792 bis 1824. Natürlich hat sich in der Stadt einiges geändert: Im Schatten der alt-ehrwürdigen Kathedrale entstehen immer größere Fabriken, in denen neuartige Maschinen eingesetzt werden. Während manche Unternehmer wie Amos Barrowfield sich zumindest für die Belange der Arbeiterschaft interessieren, kümmert Joseph Hornbeam sich nur um seinen Profit und ist zu allerlei Intrigen bereit, um seinen Willen durchzusetzen. Daher entsteht eine Bewegung, die sich für die Arbeiter einsetzt, angeführt unter anderem von Sal Clitheroe, die aus einem kleinen Dorf nach Kingsbridge gezogen war. Elsie, die Tochter des Bischofs, möchte die Armen auf ihre Art unterstützen und eine kostenlose Schule gründen. Ihre Mutter verbringt inzwischen viel Zeit mit dem Weber Spade.

Den historischen Hintergrund bilden die Industrialisierung und das damit einhergehende Ringen um die Rechte der Arbeiter sowie die Kriege gegen das revolutionäre bzw napoleonische Frankreich. Wobei letzteres Großteils tatsächlich nur „im Hintergrund“ passiert, also immer wieder in Gesprächen erwähnt wird. Erst gegen Ende gibt es ein paar Szenen, die tatsächlich auf einem Schlachtfeld spielen.
Insgesamt ist es interessant zu beobachten, wie sich Ereignisse aus der großen weiten Welt auf das (im Vergleich dazu) kleine Kingsbridge auswirken und wie Entscheidungen, die beispielsweise im fernen London getroffen werden, das Leben der Durchschnittsbürger beeinflussen.
Der Erzählstil ist angenehm und lebendig, ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Dass aus zahlreichen verschiedenen Perspektiven erzählt wird, sorgt außerdem für Abwechslung. Echte Höhepunkte hat die Geschichte jedoch nicht zu bieten. Die Handlung fließt eher gemächlich dahin. Überraschungen oder größere Spannung bleiben aus. Selbst an sich dramatische Szenen werden in schlichten Worten geschildert und sind bald wieder abgehakt. Sämtliche Protagonisten verhalten sich letztlich genauso wie man es von ihnen erwarten würde, auf längere Sicht kommen genau die Paare zusammen, auf die ich schon hunderte Seiten früher getippt hätte, und es sterben genau die passenden Leute zur passenden Zeit, um das alles zu ermöglichen.
Als literarisches Highlight kann man dieses Buch daher nicht bezeichnen. Dennoch ist die Lektüre unterhaltsam und eine ganz gelungene Fortsetzung der Reihe. Ich bin schon gespannt, in welche Epoche uns der Autor als nächstes entführt.