Dorfgeschichte
Zwei Frauen in einem Dorf. Die eine, Julia, ist erst vor kurzem hergezogen, die andere, Astrid, lebt schon ihr ganzes Leben hier. Das Haus direkt neben Julia scheint verwaist, die Familie mit den drei ...
Zwei Frauen in einem Dorf. Die eine, Julia, ist erst vor kurzem hergezogen, die andere, Astrid, lebt schon ihr ganzes Leben hier. Das Haus direkt neben Julia scheint verwaist, die Familie mit den drei Kindern ist schon einige Zeit fort. Gegenüber des leeren Hauses wohnt Tante Elsa, dort hat Astrid ihre Kindheit und Jugend verbracht.
Zunächst verwirren die vielen Namen und Beziehungen in dieser Geschichte, dann nimmt alles langsam Gestalt an. In kurzen Kapiteln lernen wir den Ort und seine Bewohner kennen. Hier sind alle denkbaren Schicksale vertreten und immer wieder treffen die Fäden bei Julia und vor allem Astrid zusammen.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Kristine Bilkau hat einen ganz dichten Roman geschrieben, in dem so viel drinsteht, aber an ganz vielen Stellen nur angedeutet wird. Man läuft Gefahr, Informationen und Hinweise zu übersehen, zu überlesen. Der Text läßt viel Platz für eigene Interpretationen und Gedanken. Klare Empfehlung für alle, die keine Rundum-sorglos-Geschichte lesen möchten.