Interessant aber auch stellenweise zäh
"Perspektiven" steckt voller Intrigen und Geheimnisse. Laurent Binet entführt seine Leser*innen in das Florenz des 16. Jahrhunderts – eine Stadt voller politischer Intrigen, künstlerischer Rivalitäten ...
"Perspektiven" steckt voller Intrigen und Geheimnisse. Laurent Binet entführt seine Leser*innen in das Florenz des 16. Jahrhunderts – eine Stadt voller politischer Intrigen, künstlerischer Rivalitäten und gefährlicher Geheimnisse. Der mysteriöse Mord an Maler Jacopo da Pontormo und das Verschwinden eines brisanten Gemäldes lassen uns in eine längst vergangene Zeit abtauchen.
Der Roman beeindruckt durch seinen einzigartigen Erzählstil. Der Autor hat sein Reise in die Vergangenheit in Form von Briefwechsel zum Leben erweckt. Ordensschwestern, Künstler und die mächtigen Medici kommen hier zu Wort und erzählen sich unverblümt ihren Alltag. Jede Stimme bringt eine neue Facette der Wahrheit ans Licht, wodurch sich ein faszinierendes Puzzle aus Kunst, Politik und persönlichem Ehrgeiz zusammensetzt. Was jedoch am Anfang sehr ungewohnt war, da man sich erst einmal an die Form von Informationsgewinn gewöhnen muss.
Besonders fesselnd ist Binets Fähigkeit, historische Fakten mit literarischer Spannung zu verweben. Der Schreibstil Dees Autors ist sehr atmosphärisch und man kann schnell das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
"Perspektiven" ist ein toller historischer Roman in Briefform, der mit seine Authentizität besticht.