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Veröffentlicht am 24.03.2026

Hexen hexen

The Book of Witching
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"The Book of Witching" ist ein faszinierender, düsterer Roman, der die Schatten der Vergangenheit direkt in die Gegenwart trägt. C. J. Cooke verwebt meisterhaft zwei Jahrhunderte miteinander: Im Jahr 1594 ...

"The Book of Witching" ist ein faszinierender, düsterer Roman, der die Schatten der Vergangenheit direkt in die Gegenwart trägt. C. J. Cooke verwebt meisterhaft zwei Jahrhunderte miteinander: Im Jahr 1594 wird Alison Balfour auf den schottischen Orkney-Inseln der Hexerei beschuldigt – ein erschütterndes Schicksal, das lebendig verbrannt zu werden droht. Mehr als 400 Jahre später ist die Gegenwart von ähnlicher Bedrohung durchzogen, als Clem ihre Tochter Erin am Krankenbett findet, schwer verbrannt, ihre Erinnerungen verloren und mit einem neuen Namen: Nyx.
Cooke gelingt es, historische Fakten über die Hexenprozesse geschickt mit einer modernen Thrillerhandlung zu verbinden. Die düstere, unheimliche Atmosphäre zieht den Leser sofort in die rauen Landschaften der Orkney-Inseln und die Abgründe menschlicher Ängste und Traumata. Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin den uralten Fluch mit einem Familiendrama verknüpft und dabei geschickt Spannung, Horror und emotionales Drama ausbalanciert.
Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig: Clem als verzweifelte Mutter, die bereit ist, alles zu riskieren, und Erin/Nyx, deren Gedächtnisverlust und rätselhafte Identität die Handlung unvorhersehbar machen. Cooke nutzt die Folklore und die reale Geschichte von Alison Balfour, um ein Gefühl historischer Authentizität zu schaffen, während der Thriller-Aspekt dafür sorgt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Insgesamt ist The Book of Witching ein brillant erzählter Roman, der historische Fiktion, Horror, Familiendrama und Mystery zu einer intensiven Leseerfahrung verbindet. Fans von düsteren Geschichten mit tiefgründigen Figuren und einem Hauch von übernatürlicher Bedrohung werden voll auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Einfach magisch

Children of Fallen Gods (War of Lost Hearts 2)
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"Children of Fallen Gods" ist ein packender zweiter Band der War of Lost Hearts-Trilogie, der dunkle Magie, epische Kämpfe und leidenschaftliche Romantik zu einer mitreißenden Mischung verbindet. Carissa ...

"Children of Fallen Gods" ist ein packender zweiter Band der War of Lost Hearts-Trilogie, der dunkle Magie, epische Kämpfe und leidenschaftliche Romantik zu einer mitreißenden Mischung verbindet. Carissa Broadbent versteht es meisterhaft, Spannung, Intrigen und emotionale Tiefe zu einem unaufhaltsamen Sog zu verweben.

Im Zentrum stehen Tisaanah und Max, deren Beziehung zwischen Loyalität, Liebe und den Anforderungen eines Krieges auf eine harte Probe gestellt wird. Tisaanah kämpft nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch gegen die Fesseln ihres eigenen Blutschwurs – ein Konflikt, der ihre Entscheidungen und die Handlung glaubwürdig, aber auch herzzerreißend macht. Max hingegen wird mit seiner Vergangenheit und seiner Magie konfrontiert, was ihn vor schwierige Entscheidungen stellt und die Charakterentwicklung intensiviert.

Die Welt Broadbents ist weiterhin düster, komplex und faszinierend. Von den Schlachtfeldern bis zu den Intrigen des Ordens – alles wirkt lebendig, gefährlich und reich an Details. Die Autorin mischt geschickt Fantasy-Elemente, politische Machtspiele und eine Prise verbotener Liebe, sodass sowohl Spannung als auch Romantik konstant hoch bleiben.

Besonders gelungen ist die Balance zwischen persönlichem Drama und epischem Konflikt. Die Entscheidungen der Figuren haben spürbare Konsequenzen, wodurch die Geschichte immer aufgeladen und emotional intensiv bleibt. Gleichzeitig sorgt die verbotene, aber tiefgehende Liebesgeschichte zwischen Tisaanah und Max dafür, dass Leser:innen emotional stark involviert sind.

"Children of Fallen Gods" ist ein intensiver, düsterer und emotionaler Fantasy-Roman, der sowohl Fans von epischen Abenteuern als auch von tiefgehender Romantik überzeugt.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Hexenfinale

Nachtkönigin – Die Schwarzen Juwelen
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Mit "Nachtkönigin" bringt Anne Bishop den epischen Abschluss ihrer weltberühmten Dark-Romantasy-Saga Die schwarzen Juwelen. Wer die Reihe kennt, weiß, dass sie nichts für schwache Nerven ist: Intrigen, ...

Mit "Nachtkönigin" bringt Anne Bishop den epischen Abschluss ihrer weltberühmten Dark-Romantasy-Saga Die schwarzen Juwelen. Wer die Reihe kennt, weiß, dass sie nichts für schwache Nerven ist: Intrigen, Machtkämpfe, dunkle Magie – und intensive, sinnliche Liebesgeschichten mit moralisch komplexen Figuren.

Im Zentrum steht Jaenelle, zur mächtigsten Hexe ihrer Welt aufgestiegen, die längst nicht nur um Macht, sondern auch um die Liebe ihres Lebens kämpfen muss. Daemon Sadi, ihr Gefährte, ist das letzte Stück ihres Königsreichs – und zugleich ihr emotionaler Anker. Bishop steigert in diesem Band die Spannung auf ein Maximum: jeder Schritt auf dem Thron birgt Gefahr, jede Entscheidung könnte Jaenelle nicht nur ihre Macht, sondern auch ihre Liebe kosten.

Die Stärke des Romans liegt in der Balance zwischen düsterer, magischer Welt und leidenschaftlicher, oft expliziter Dark Romance. Bishops Figuren sind komplex, voller Widersprüche und moralischer Grauzonen. Fast Burn-Romantik, Age Gap und die „Chosen One“-Dynamik werden hier meisterhaft verwoben, sodass die emotionale Intensität jederzeit spürbar ist.

Die Welt ist atmosphärisch dicht: Von den blutigen Schlachten bis zu den raffinierten Intrigen in den Palästen – alles wirkt lebendig und glaubwürdig. Gleichzeitig sorgt der explizit erotische Anteil dafür, dass die Dark-Romance-Trope der Serie voll zur Geltung kommt, ohne die epische Fantasy-Handlung zu überlagern.

"Nachtkönigin" ist ein würdiger Abschluss der Schwarzen Juwelen-Saga – dunkel, leidenschaftlich, gefährlich und emotional packend. Anne Bishop liefert eine Geschichte, die sowohl Fantasy-Fans als auch Liebhaber intensiver Dark Romance begeistert. Für alle, die Jaenelle und Daemon auf ihrem Weg begleiten wollen, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Intensive Magie, brutale Kämpfe und heiße Leidenschaft – mehr Dark Romantasy geht nicht.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Das Finale

The East Wind – Reich aus Sturm und Flammen (The Four Winds 4)
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"The East Wind" ist eine atemberaubende Mischung aus Romantasy, Mythos und dunkler Magie – ein Buch, das sowohl durch seine epische Welt als auch durch die intensive, prickelnde Liebesgeschichte überzeugt. ...

"The East Wind" ist eine atemberaubende Mischung aus Romantasy, Mythos und dunkler Magie – ein Buch, das sowohl durch seine epische Welt als auch durch die intensive, prickelnde Liebesgeschichte überzeugt. Alexandria Warwick nimmt bekannte Motive – vom Märchen „Rapunzel“ bis hin zu mythologischen Elementen à la Eros und Psyche – und verwebt sie zu einer frischen, fesselnden Story.

Im Zentrum steht Min, eine geschickte Giftmischerin, deren Leben durch ein Geheimnis überschattet wird: der gefangene Gott Eurus, Hüter der Stürme des Meeres. Warwick versteht es meisterhaft, die Spannung zwischen den beiden Figuren aufzubauen – von anfänglicher Angst und Misstrauen bis zu einer Leidenschaft, die sowohl gefährlich als auch unvermeidlich wirkt. Die Dynamik ihres Handelns und Verhandelns, gepaart mit dem Risiko, das mit jeder Entscheidung steigt, hält den Leser von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

Die Welt ist detailreich und magisch gezeichnet: das düstere Anwesen, der Turm, die geheimnisvollen Rituale der Fluchweber – alles trägt zur intensiven Atmosphäre bei. Gleichzeitig sorgt die Mischung aus Spannung, gefährlicher Nähe und emotionaler Tiefe dafür, dass die Geschichte mehr ist als ein simples Liebesmärchen. Min und Eurus wirken als Figuren glaubwürdig und vielschichtig, ihre inneren Konflikte und moralischen Dilemmata machen die Story nachvollziehbar und mitreißend.

Der Schreibstil ist flüssig, bildstark und sinnlich, mit einer gelungenen Balance zwischen epischer Handlung, Magie und Romantik. Die prickelnden Momente sind spannend in die Geschichte eingebettet und verstärken die emotionale Intensität, ohne die Handlung zu überladen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Düster und geheimnisvoll

A Legacy of Silk and Blood
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Düster, geheimnisvoll und durchzogen von einer bittersüßen Liebesgeschichte – "A Legacy of Silk and Blood" entführt in ein atmosphärisches Valencia, das mehr Schatten als Sonnenlicht kennt. Stefanie Santer ...

Düster, geheimnisvoll und durchzogen von einer bittersüßen Liebesgeschichte – "A Legacy of Silk and Blood" entführt in ein atmosphärisches Valencia, das mehr Schatten als Sonnenlicht kennt. Stefanie Santer verbindet hier gekonnt Romance, Mystery und einen Hauch Übernatürliches zu einer Geschichte, die sich langsam, aber eindringlich entfaltet.

Im Zentrum steht Livia, die in ihre Vergangenheit zurückkehrt – und dabei mehr findet, als sie erwartet hat. Ihre Jugendliebe Koen, den sie für tot hielt, lebt. Doch statt eines Wiedersehens voller Hoffnung erwartet sie ein Mann, der sich verändert hat: distanziert, gefährlich und von dunklen Gerüchten umgeben. Allein diese Ausgangssituation erzeugt sofort Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht.

Besonders stark ist die Atmosphäre rund um das Hotel El Arcano. Es wirkt wie ein eigener Mikrokosmos – düster, abgeschottet und voller Geheimnisse. Santer versteht es, mit unterschwelliger Bedrohung zu arbeiten: Man spürt von Anfang an, dass hinter den Mauern etwas nicht stimmt. Der Fluch, der sich nach und nach offenbart, fügt der Geschichte eine zusätzliche Ebene hinzu, ohne die emotionale Kernhandlung zu überlagern.

Die Dynamik zwischen Livia und Koen ist geprägt von Vergangenheit, Misstrauen und unausgesprochenen Gefühlen. Gerade dieses Hin und Her macht die Beziehung greifbar. Koens innere Zerrissenheit – zwischen Schutzinstinkt und Distanz – sorgt für starke emotionale Momente, während Livia als entschlossene, neugierige Protagonistin überzeugt, die sich nicht mit halben Wahrheiten zufriedengibt.

Der Schreibstil ist bildhaft und fließend, mit einem guten Gespür für Spannung und Timing. Die Mischung aus romantischer Intensität und düsterem Mystery hält die Balance, auch wenn sich die Handlung stellenweise eher langsam entfaltet – was jedoch gut zur geheimnisvollen Grundstimmung passt.

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