Cover-Bild Kanakenkind
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30,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlag Herder
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 16.03.2026
  • ISBN: 9783451399077
Luigi Toscano, Silke Kettelhake

Kanakenkind

Mit der Kamera durch Licht, Dunkelheit und Hoffnung. Vom Einwandererkind zum Fotografen der Holocaustüberlebenden

Luigi Toscano: Der als »Kanakenkind« beschimpfte Sohn sizilianischer Einwanderer findet durch die Hinwendung zur Fotografie sein Ventil, weg von Gewalt und Vernachlässigung in der Kindheit, weg von dem Drogensumpf und der Straße.

Der Fotograf Luigi Toscano, von der UNESCO zum Artist for Peace ernannt, kämpft gegen das Vergessen, den wachsenden Hass, die grassierende Gefühllosigkeit. Toscanos eindringliche Porträts von mehr als 600 Opfern von Krieg und Grausamkeit sind weltweit zu sehen, in deutschen Bahnhöfen, in Babyn Jar, in Paris und New York. Sie sind Mahnung und Erinnerung: nie wieder.

Die Biografie des Fotografen der Holocaust-Überlebenden verbindet sich mit dem Leben von Anna Iwanowa aus Kiew, Herzstück seiner Ausstellungen. Anna, blond und blauäugig, wurde 1943 als Kleinkind von den Deutschen nach Auschwitz deportiert. Ihr Leben lang war sie auf der Suche nach ihrer Herkunft und ihrer Familie. Mit »Kanakenkind« beginnt Luigi Toscano eine Reise durch Zeiten und Räume, um Anna Iwanowas Identität zu erforschen.

Durchgehend vierfarbig mit zahlreichen Abbildungen.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Babsi1965 in einem Regal.
  • Babsi1965 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2026

Sehr tragische Lebensgeschichte

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Mein Fazit:
" Kanakenkind"ist eine berührende Autobiografie, die ans Herz geht. Von einem ausgegrenzten Kind, weil das Kind einer „Kanakenfamilie“ war, vom trinkenden Vater täglich verprügelt, die Mutter ...

Mein Fazit:
" Kanakenkind"ist eine berührende Autobiografie, die ans Herz geht. Von einem ausgegrenzten Kind, weil das Kind einer „Kanakenfamilie“ war, vom trinkenden Vater täglich verprügelt, die Mutter oft starr vor Angst, rutscht er ab und landet zwischen Drogen, Methadon und Gewalt. Wie kann ein Mensch, der viel Gewalt erlebt hat, beim Klauen erwischt wurde und in einem Milieu der übelsten Art aufwuchs, sich so positiv entwickeln? Ein Leben zwischen Ausgrenzung und offenem Rassismus, das aktueller nicht sein könnte …

Sein Leben ist so radikal, und doch schafft er den Absprung in ein Leben voller Liebe und er findet die Kraft für einen Neuanfang. Seine neue Familie gibt ihm den Halt, den er braucht, und er entdeckt seine Berufung: Er fotografiert Holocaust-Überlebende und erinnert an die dunkelste Seite Deutschlands. Dem Holocaust und den 6 Millionen unschuldigen Menschen, die so grausam ihr Leben verloren. Dem Autor seine Devise: " Nie wieder !" Er kämpft mit seinen Fotos gegen das Vergessen und setzt somit den Holocaust-Überlebenden ein Denkmal. Am Ende ist man als Leser tief ergriffen und emotional gefordert.

Der Schreibstil des Autors ist brillant, flüssig zu lesen, kurze Sätze, die prägnant sind, kurz und aussagekräftig, und eine Geschichte, die den Leser zum Nachdenken bringt. Sein traumatischer Weg ist beeindruckend und authentisch dargestellt, man spürt in jeder Zeile seine innere Zerrissenheit, sein Leben ohne Liebe und seine unermessliche Wut auf die Eltern und die Gesellschaft. Wird er am Ende seinen Frieden finden? Es bleibt spannend bis zur letzten Seite. Ich konnte das Buch nicht zur Seite legen und am Ende flossen die Tränen. Ein wundervolles Buch!

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