Cover-Bild Im Eichtal
Band 3 der Reihe "Kriminalhauptkommissar Wim Schneider"
(3)
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 14.02.2024
  • ISBN: 9783839278741
Mario Bekeschus

Im Eichtal

Niedersachsen-Krimi
Dichter Nebel umhüllt das Eichtalviertel, als unweit der Oker eine zerstückelte Leiche gefunden wird. Noch vor seinem ersten Arbeitstag in Braunschweig eilt Kommissar Wim Schneider zum Fundort. Wenig später taucht eine Fingerkuppe im Naturhistorischen Museum auf. Eine Vermisstenanzeige führt die Ermittler zu einem Jagdverein und einer Hannoverschen Förderstiftung, doch Intrigen erschweren die Polizeiarbeit. Wim und seine Teampartnerin Rosalie ahnen, dass der Täter sie bereits ins Visier genommen hat und sein Werk noch nicht vollendet ist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2025

düster, spannend und mit einem Ermittler, der einem richtig ans Herz wächst.

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In manchen Reihen fühlt man sich einfach zuhause. So geht es mir mit der Niedersachsen-Krimi-Reihe, wo ich mittlerweile den dritten Band inhaliert habe. 
 
Wim Schneider, der Ermittler mit Ecken, Kanten ...

In manchen Reihen fühlt man sich einfach zuhause. So geht es mir mit der Niedersachsen-Krimi-Reihe, wo ich mittlerweile den dritten Band inhaliert habe. 
 
Wim Schneider, der Ermittler mit Ecken, Kanten und einer Vergangenheit, steht vor einem besonders harten Fall. Im Eichtal werden menschliche Gliedmaßen gefunden und die Spur führt zu einem mysteriösen Jagdverein und einer Förderstiftung. Und als würde das nicht reichen, hat es der Täter dieses Mal auch auf das Team abgesehen. Es gab so viel Spannung und Nervenkitzel auf einmal. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
 
Wim trägt seine Lasten spürbar mit sich. Er ringt mit seinen Fällen und den Herausforderungen seines eigenen, ganz privaten Lebens. Ob er sich mittlerweile mit der Technik angefreundet hat? Das bleibt offen, aber die Dynamik zwischen den Kollegen fand ich sehr spannend. Allen voran Wim, Rosalie und Yves Degenhardt. Ob sie sich wohl noch zusammenraufen und ein echtes Team werden?
 
Besonders berührend und vielschichtig ist die Beziehung zwischen Wim und Biggi. Wim war ja immer ein Einzelgänger. Ob er wirklich bereit ist für eine ernsthafte Beziehung? Biggi ist seine Stütze, seine Stimme der Vernunft und manchmal auch sein kritischer Spiegel. Man merkt, wie sehr sie beide aufeinander angewiesen sind, aber auch, dass das nicht immer einfach ist.
 
Die Dynamik zwischen Wim und Rosalie ist ein weiteres Highlight. Professionell, aber auch menschlich, mit Andeutungen, die die Figuren lebendig machen. 
 
Zwischen den Kapiteln finden sich immer wieder Tagebucheinträge des Mörders an seine Geliebte. Das ist einerseits ziemlich gruselig, andererseits spannend und lässt viele Vermutungen zu. Ehrlich gesagt hatte ich bis zum Ende keine Ahnung, wer der Täter ist. Und das fand ich richtig gut gemacht. 
 
Die Perspektivwechsel geben der Geschichte eine tolle Abwechslung, ohne den Überblick zu verlieren. Und die Einblicke in die Psyche des Täters sorgen für eine zusätzliche, beklemmende Spannung.
 
Dieser Krimi schreibt von Wut, Verzweiflung, Mord, Eifersucht, Angst, Wehmut, Sucht, Freundschaft, Spannungen unter Geschwistern, Vertrauen, überschrittenen Grenzen, der Unsterblichkeit, Rache, Teambuilding, innigen Gefühlen, Liebe und Neuanfang. Es ist eine Geschichte voller Facetten, die über einen reinen Krimi hinausgeht und tief unter die Haut geht.
 
Der Fall fordert nicht nur Opfer auf Täterseite, sondern auch bei den Ermittlern. Die Charakterentwicklung geht weiter. Private Konflikte und offene Fragen machen neugierig auf den nächsten Band.
 
Besonders beeindruckt hat mich wieder Mal der Schreibstil des Autors. Mario Bekeschus lässt seine Schauplätze lebendig werden. Man fühlt sich mittendrin im Geschehen und das macht das Lesen zu einem echten Erlebnis.
 
Abschließend möchte ich noch das Nachwort hervorheben, das ich sehr interessant fand. Es gibt spannende Einblicke in die Hintergründe und Entstehung des Buches, was das Leseerlebnis noch bereichert und den Autor näher bringt.
 
Wer regionalen Krimi mit Tiefgang und einem Hauch Humor liebt, sollte diese Reihe unbedingt entdecken. Am besten von Anfang an.

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Veröffentlicht am 19.05.2024

Ein fesselnder Regiokrimi

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Inhalt: Kommissar Wim Schneider, der gerade erst in seine alte Heimat Braunschweig zurückgekehrt ist, sieht sich mit mehreren Verbrechen konfrontiert: Zuerst wird nahe der Oker eine bis zur Unkenntlichkeit ...

Inhalt: Kommissar Wim Schneider, der gerade erst in seine alte Heimat Braunschweig zurückgekehrt ist, sieht sich mit mehreren Verbrechen konfrontiert: Zuerst wird nahe der Oker eine bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leiche gefunden; kurze Zeit später würgt eine Schlange im Naturhistorischen Museum eine Fingerkuppe hervor. Zudem geht eine Vermisstenanzeige bei der Polizei ein: Die honorige Vorsitzende einer Förderstiftung ist verschwunden. Als wäre die Klärung der Verbrechen allein nicht schon kompliziert genug, wird die Situation für Wim Schneider und seine Teampartnerin Rosalie Helmer noch durch einen weiteren Faktor erschwert: Yves Degenhardt, der neue Vorgesetzte von Wim und Rosalie, der ihnen genaustens auf die Finger schaut…

Persönliche Meinung: „Im Eichtal“ ist nach „Gaußberg“ und „Hinter Liebfrauen“ der dritte Band um den Kriminalhauptkommissar Wim Schneider. Die Fälle sind jeweils in sich abgeschlossen, sodass man die Krimis nicht zwangsläufig der Reihe nach lesen muss. In der Reihe spielt allerdings auch die Entwicklung der Figuren (z. B. Liebesbeziehungen, Freundschaften, Erkrankungen) eine große Rolle, sodass es sinnvoll ist, die Reihe chronologisch zu lesen, um besser mit den Figuren fühlen zu können (im 3. Band wird beispielsweise eine Freundschaft stark auf die Probe gestellt – welche dies ist, soll hier allerdings nicht gespoilert werden). Erzählt wird die Handlung aus unterschiedlichen personalen Perspektiven. Ankerpunkte dabei bilden Wim, Rosalie und Wims (ehemalige) Arbeitskollegin Biggi. Mit den Perspektivwechseln geht häufig ein Wechsel des Schauplatzes einher, sodass die Handlung einerseits ein schönes Tempo erhält, andererseits die Fälle immer wieder neu – aus einer anderen Sicht – betrachtet werden (Keine Angst: Mario Bekeschus tariert die Perspektiven stimmig aus, sodass man immer genau weiß, wer gerade wo erzählt/ist). Zur Handlung selbst möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur: Sie ist fesselnd, besitzt die ein oder andere überraschende Wendung und wird stimmig aufgelöst. Eine zusätzliche – über die Krimihandlung hinausgehende – Tiefe erhält der Roman durch die bereits angesprochene Thematisierung des Privatlebens der Figuren. Hier geschehen ebenfalls Dinge, mit denen man nicht gerechnet hätte – und die eine potentielle Sprengkraft für zukünftige Krimis rund um Wim Schneider besitzen. Der Schreibstil von Mario Bekeschus ist anschaulich und lässt sich flüssig lesen. Insgesamt ist „Im Eichtal“ ein fesselnder Niedersachsen-Krimi, der sich stimmig in die Reihe fügt und sehr gespannt auf den nächsten Teil macht.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Es wird persönlicher im dritten Band

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MEINE MEINUNG
Mario Bekeschus kann es einfach. Auch der dritte Fall rund um den etwas eigenbrödlerischen und kauzigen Wim Schneider überzeugt auf ganzer Linie.

Für Wim und seine neue Teampartnerin Rosalie ...

MEINE MEINUNG
Mario Bekeschus kann es einfach. Auch der dritte Fall rund um den etwas eigenbrödlerischen und kauzigen Wim Schneider überzeugt auf ganzer Linie.

Für Wim und seine neue Teampartnerin Rosalie wird der neue Fall zu einer Belastungsprobe; sie müssen nicht nur ihr Verhältnis untereinander klären - Rivalität oder Kollegialität? -, sondern sind auch damit konfrontiert, dass es jemand auf ihr Team abgesehen hat und nicht davor zurückschreckt, Polizeibeamte anzugreifen. Dazu kommt ein neuer Vorgesetzter, den Wim liebevoll als "Flipchart-Affe" bezeichnet, der Wim seinen neuen Einstieg in seiner Heimatstat Braunschweig zusätzlich erschwert.

Die Kapitel bestehen aus kleineren Szenen aus Sicht verschiedener Charaktere. Durch diese Erzählweise wird der Krimi abwechslungsreich und kurzweilig, und sehr interessant, da man die verschiedenen Figuren gut kennenlernt und viel über sie erfährt. Auch die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet, authentisch und spannend zu verfolgen. Trotz der vielen Perspektiven habe ich jederzeit den Überblick behalten und konnte gut folgen. Besonders gefallen haben mir die kurzen Einschübe aus Sicht des Täters, die ein wenig von seiner Psyche erahnen lassen.

Überhaupt liegt der Fokus klar auf den Charakteren und dem Zwischenmenschlichen. Wie auch in den beiden Vorgängerbänden blickt der Autor hinter die Kulissen und zeigt Charaktere mit Ecken und Kanten, mit Schwächen und Stärken, und zeichnet ein glaubwürdiges Abbild der Gesellschaft fernab jeglicher Klischees. Für Wim und Rosalie wird es in diesem Band persönlicher, sie haben nicht nur einen Fall aufzuklären, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen, und neben der Handlung fand ich gerade die persönliche Entwicklung der beiden spannend.

Besonders gut gefiel mir, dass die Handlung überwiegend in Braunschweig spielt und der Autor viele Orte detailgetreu darstellt. Da die Stadt auch für mich ein paar Jahre Heimat war, haben die Beschreibungen Erinnerungen geweckt. Der Krimi ist aber auch ohne Ortskenntnis gut zu lesen und lädt vielleicht den einen oder anderen dazu ein, der Stadt und dem Naturhistorischen Museum einen Besuch abzustatten.

FAZIT
Eine gelungene und spannende Fortsetzung der Wim Schneider-Reihe. Absolute Leseempfehlung.

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