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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2026

Zwischen Glamour in L.A. und Herzklopfen in Irland

Wenn Träume stürmisch werden
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Es ist, als würde ich nach langer Zeit wieder nach Hause kommen auf die Austernfarm.
 
Diesmal steht Pia im Mittelpunkt. Und was soll ich sagen? Sie ist Chaos pur. Sie hat eine ganz liebenswerte Art, ist ...

Es ist, als würde ich nach langer Zeit wieder nach Hause kommen auf die Austernfarm.
 
Diesmal steht Pia im Mittelpunkt. Und was soll ich sagen? Sie ist Chaos pur. Sie hat eine ganz liebenswerte Art, ist laut, kreativ, impulsiv und wirkt irgendwie auch sehr verloren. Sie weiß, dass sie mehr will vom Leben, doch der Weg zur Erfüllung ihres Traums ist alles andere als gerade.
 
Ihr Plan und Herzenswunsch führt sie eigentlich nach Los Angeles, doch vorher macht sie Halt in Irland und trifft dort völlig unerwartet auf den Wikinger namens Braden. Und diese Begegnung ist alles andere als harmlos.
Es ist beinahe schon zu viel für diesen einen Moment. Braden trifft Pia genau da, wo sie selbst noch gar nicht richtig hingeschaut hat. Und trotzdem macht sie sich auf den Weg nach Los Angeles und das Chaos beginnt damit erst richtig.
 
Und dann ist da noch Braden! Ein wirklich toller Protagonist. 
Je mehr man hinter seine Fassade blickt, desto klarer wird, dass in ihm wahnsinnig viel Verletzlichkeit steckt. Und glaubt mir, das hätte ich wirklich nicht vermutet. Diese Mischung aus harter Schale und weichem Kern ist einfach wundervoll.
 
Was diese Geschichte für mich so besonders gemacht hat, war dieses ständige Hin und Her der Gefühle. Man spürt die Zerrissenheit zwischen Kopf und Herz. Wie oft und wie gerne hätte ich Pia geschüttelt. Sie ist sich unsicher und wirkt sprunghaft, doch genau das gehört eben auch zu ihrer Reise dazu. Sie sucht ihren Platz und das tut leider manchmal weh.
 
Und was natürlich auch wieder ganz besonders war, war das Wiedersehen mit der ganzen Familie auf der Austernfarm. Sie sind nicht nur Nebenfiguren. Ohne sie würde definitiv etwas fehlen. Allen voran Opa Padraig!

Wenn du bereits die beiden anderen Teile kennst, wirst du ohne Probleme wieder in die Geschichte finden. Ich denke, du kannst diesen Teil jedoch auch ohne Vorkenntnisse ganz gut lesen. 
 
Die Geschichte schreibt von Selbstfindung, von Träumen, zweiten Chancen, dem Mut sich Neuem zu stellen, Freundschaft und natürlich der Liebe. Eine wundervolle Liebesgeschichte mit einigen Höhen und Tiefen.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Wenn die Bookbubble zum Spiel wird

Bookish Game
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Die Ausgangsidee allein hat mich sofort gepackt!
„Der medienwirksamste Wettbewerb des Jahres.
Vier Menschen, die alles zu verlieren haben.
Und eine Woche, die ihr Leben für immer verändern wird.“
 
Mit ...

Die Ausgangsidee allein hat mich sofort gepackt!
„Der medienwirksamste Wettbewerb des Jahres.
Vier Menschen, die alles zu verlieren haben.
Und eine Woche, die ihr Leben für immer verändern wird.“
 
Mit Bookish Game wirft uns die Autorin mitten hinein in das Haifischbecken der Buchwelt, welches vielen aus der Bookbubble erschreckend bekannt vorkommen wird. Wer sich auf diversen Social-Media-Plattformen bewegt, weiß, dass oft ein einziger Satz reichen kann, damit eine Diskussion plötzlich eskaliert. Ein unüberlegtes Wort und schon geht das Drama los. Und genau mit diesem Spannungsfeld spielt dieser Roman.
 
Im Zentrum stehen vier Figuren! Das sind Blair, Vivian, Lio und Richard. Alle sind Teil der Buchwelt, alle verfolgen ihre ganz eigenen Ziele und alle tragen Geheimnisse mit sich herum. Es ist sehr schnell klar, dass das hier viel mehr ist, als nur ein Wettbewerb. Es geht um Sichtbarkeit, Einfluss, Erfolg und um die Frage, wie viel man bereit ist dafür zu opfern.
 
Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch man die Figuren sehr intensiv erlebt. Man bekommt Einblicke in ihre Gedanken, Zweifel und Entscheidungen. Dadurch entsteht eine spannende Energie, denn nach und nach merkt man, dass hinter vielen Situationen mehr steckt, als es zunächst scheint. Immer wieder fragt man sich, wem man wirklich trauen kann und welche Rolle jeder Einzelne in diesem Spiel tatsächlich spielt. 
 
Sehr spannend sind außerdem die Zwischenkapitel, in denen Leserinnen und Leser direkt angesprochen werden. Dadurch entsteht ein Gefühl, als würde man selbst Teil des Geschehens sein. Fast so, als wäre man in einer Kommentarspalte auf Social-Media gelandet. Man steht nicht mehr nur außerhalb der Geschichte, sondern fühlt sich plötzlich mitten im Spiel.
 
Und genau dort trifft das Buch einen Nerv. Vielleicht geht es dir wie mir und du stellst dir die Frage, welche Rolle du selbst eigentlich in diesem System spielst?
 
Der Blick auf die Buchwelt selbst ist schon etwas Besonderes. Denn es spielt genau dort, wo es unangenehm wird. Es fühlt sich an wie ein Schlag gegen die rosarote Fassade der Bookbubble. Hier geht es um Reichweite, um Gerüchte, die schneller wachsen als Wahrheiten und um den Druck, immer sichtbarer zu werden. Höher, schneller, lauter. Kommt dir das bekannt vor?
 
Das Buch wühlt auf. Es zeigt, wie schnell aus Begeisterung Konkurrenz werden kann. Wie leicht Diskussionen eskalieren. Wie Worte im Netz eine Dynamik entwickeln, die kaum noch zu kontrollieren ist.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Eine Geschichte, die dich atemlos zurück lässt

Dangerous Claim: Beschützt mich (Romantic Thrill)
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Eigentlich wusste ich ja, worauf ich mich einlasse. Ich kenne ihre Bücher. Ich weiß, dass sie Herzen bricht, Seelen zerlegt und einen am Ende trotzdem dankbar zurücklässt. Und trotzdem hat es mich eiskalt ...

Eigentlich wusste ich ja, worauf ich mich einlasse. Ich kenne ihre Bücher. Ich weiß, dass sie Herzen bricht, Seelen zerlegt und einen am Ende trotzdem dankbar zurücklässt. Und trotzdem hat es mich eiskalt erwischt.
 
Ich konnte es nicht weglegen. Von der ersten Seite an Spannung, dieses unterschwellige Brodeln, diese Atmosphäre, bei der man genau weiß, dass hier etwas nicht stimmt.
 
Tiny ist gebrochen. Ihre Eltern sind tot, ihr Verlobter offenbart ihr das Unfassbare, und plötzlich ist nichts mehr sicher. Also flieht sie Hals über Kopf, ganz ohne Plan und landet ausgerechnet in North Pole, Alaska. Ein Ort, der idyllisch wirkt, ruhig, verschneit-schön und doch voller Geheimnisse steckt.
Ich liebe dieses Setting. Ein Ort, in dem jeder alles zu wissen scheint, aber das, was wirklich wichtig ist, bleibt verborgen.
 
Und dann sind da noch Atlas und Elijah.
Atlas wirkt distanziert und kontrolliert. Er ist skeptisch bis ins Mark.
Elijah ist eher der grummelige Typ. Doch er ist loyal und überrascht mit seiner tiefgründigen Art.
Sie haben einiges gemeinsam. Beide wollen sie loswerden, beide fühlen sich von ihr angezogen und beide tragen ihr eigenes Päckchen.
 
Die Dynamik zwischen den dreien ist einfach Wahnsinn. Ja, Wahnsinn beschreibt das wirklich sehr gut.
Ich habe ihre Entwicklung geliebt. Sie nähern sich vorsichtig an, hadern innerlich, kommen sich doch näher und dann diese Blicke. Ich sags euch, die sagen mehr als Worte. Und dann dürfen auch die heißen Szenen nicht fehlen. Sie sind intensiv, aber gehören hier hin. Sie wirken wie Balsam zwischen all dem Chaos.
 
Mir war von Beginn an klar, dass ich diese Geschichte liebe. Und dann komm ich so ca. zur zweiten Hälfte des Buches und ja, ... spoilern werde ich sicher nicht. Aber eins sei Verraten. Die Autorin macht genau das, worauf man insgeheim ja irgendwie auch wartet, wenn man ihre Geschichten kennt. Sie reißt einem ohne Vorwarnung das Herz aus der Brust.
 
Ich saß fassungslos in meinem Lesesessel. Und ja, ich hätte es wissen müssen, aber ich war wirklich nicht vorbereitet.
 
Die Geschichte ist eine perfekte Mischung aus Thriller und Romance. Geheimnisse werden Stück für Stück aufgedeckt, bis sich ein schmerzhaft klares Bild ergibt. Es gibt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Und es gibt Momente, in denen ich mich wirklich daran erinnern musste zu atmen, so sehr war ich in dieser Geschichte gefangen.
Dieses Buch ist voll mit Spannung, Lust, Gier, Angst, Wut, Trauer und tiefen Emotionen. Ich hab geweint, war wütend, nervös, habe so sehr gehofft und ich habe geliebt.
 
Die Autorin hat hier wieder ein richtiges Lesehighlight gezaubert.
 
Aber bitte, bitte, bitte. Beachte die Triggerwarnung!!!

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ein Buch, das dich zerreißt und genau deshalb unvergesslich bleibt

Kein Ort dieser Welt
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Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wirklich nicht. Dieses Buch hat mich so tief getroffen, dass mir zwischendurch einfach die Worte fehlten. Ich habe gelacht, nur um wenige Seiten später mit Tränen ...

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wirklich nicht. Dieses Buch hat mich so tief getroffen, dass mir zwischendurch einfach die Worte fehlten. Ich habe gelacht, nur um wenige Seiten später mit Tränen in den Augen dazusitzen. Und manchmal konnte ich einfach nur still dasitzen und das Gelesene sacken lassen, weil es zu viel auf einmal war.

Der Schreibstil der Autorin geht direkt unter die Haut. Teilweise poetisch, aber nie abgehoben. Das Buch liest sich flüssig und wirkt eindringlich und intensiv. Jede Szene lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Und diese Gedichte am Ende der Kapitel … sie haben mich jedes Mal aufs Neue erwischt.

Die Themen sind schmerzhaft und erschreckend real. Zerrüttete Familien, zerbrochene Freundschaften, Mobbing, Einsamkeit, sexualisierte Gewalt. Nichts davon wird beschönigt und Wegsehen ist unmöglich. Auch wenn man es sich in manchen Momenten vielleicht wünschen würde.

Diese Geschichte ist voller Schmerz, Wut, Trauer und Verzweiflung. Doch zwischen all dem Dunkel gibt es diese kleinen, kostbaren Lichtblicke. Eine besondere Freundschaft, die aus einer wirklich schwierigen Situation entsteht. Gefühle, die vorsichtig wachsen. Menschen, die nicht wegschauen, sondern zuhören und schützen. Es hat mich zerstört und gleichzeitig ein kleines Stück wieder zusammengesetzt.

Fiona hat mich besonders bewegt. Sie ist so zerbrechlich und gleichzeitig so unfassbar stark. Eine Kämpferin, die ihren eigenen Wert lange nicht erkennt. Ihr Weg tat weh. Sehr sogar. Ich habe jeden Schritt mit ihr gefühlt und ihre Entwicklung so sehr bewundert. Sie ist eine Protagonistin, die man nicht einfach nach dem Zuklappen des Buches vergisst.
Auch die Nebenfiguren sind unglaublich vielseitig. Manche wollte ich schütteln, manche fest in den Arm nehmen, andere einfach nur anschreien.

Ich habe geweint, gehofft, geliebt, gelitten. Ich war wütend, fassungslos, hilflos. Und dann dieses Ende … es hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Dieses Buch tut weh. Und zwar richtig.

Es zeigt, wie brutal die Realität sein kann. Aber es erzählt eben auch von Menschlichkeit, Mut und von Liebe.

Diese Geschichte hat sich tief in mein Leserherz verwurzelt und ich glaube nicht, dass ich sie so schnell wieder loslassen kann.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Wenn Wissenschaft auf Herzklopfen trifft

Glück aus heiterem Himmel
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Elsie ist keine klassische Heldin mit geradem Lebenslauf. Ihre Träume sind ins Stocken geraten, ihre Doktorarbeit liegt in Scherben, und plötzlich steht zwischen Aushilfsjobs, Selbstzweifeln und dem leisen ...

Elsie ist keine klassische Heldin mit geradem Lebenslauf. Ihre Träume sind ins Stocken geraten, ihre Doktorarbeit liegt in Scherben, und plötzlich steht zwischen Aushilfsjobs, Selbstzweifeln und dem leisen Gefühl, nicht gut genug zu sein. Und genau das macht sie so nahbar. Ich mochte sie sofort. Dieses Chaotische, Herzliche, leicht Verpeilte, hinter dem so viel Mut steckt, auch wenn sie selbst ihn gar nicht erkennt.

Dann ist da Celina. Kontrolliert, rational, ehrgeizig. Absoluter Kopf-Mensch. Ihre Entwicklung hat mich ehrlich überrascht. Anfangs hätte ich nie gedacht, wie sehr sie mir ans Herz wachsen würde. Die Beziehung der beiden Schwestern ist für mich das Herz dieser Geschichte.

Und Bo? Fast ein bisschen zu perfekt, ein bisschen rätselhaft, ruhig, aufmerksam und definitiv kein lauter Bookboyfriend. Das Knistern zwischen ihm und Elsie ist nicht aufdringlich, sondern entsteht in kleinen Momenten und Gesprächen.

Diese Geschichte ist keine reine Lovestory. Liebe ist da, aber sie drängt sich nicht in den Vordergrund. Viel wichtiger sind zweite Chancen, zerplatzte Erwartungen und Selbstwert Dass das Ganze in einem wissenschaftlichen Umfeld spielt, fand ich aufregend. Labor und Forschung sind so eingebaut, dass es Spaß macht und nie trocken wirkt. Man merkt einfach, dass hier jemand schreibt, der weiß, wovon er spricht.

Die wechselnden Perspektiven der Schwestern haben der Geschichte zusätzliche Tiefe gegeben. Berlin als Schauplatz passt perfekt. Ich konnte mir Cafés, Labore und Straßen sofort vorstellen.

Nicht alles war völlig unvorhersehbar, und ja, bei manchen Punkten hätte ich mir ein kleines bisschen mehr Aufklärung gewünscht. Aber ganz ehrlich? Das hat meinem Lesegefühl keinen Abbruch getan.

Eine Geschichte über Schwesternliebe, Mut, Liebe und darüber, dass man manchmal erst stolpern muss, um zu erkennen, was man wert ist.

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