Aus dem Leben gegriffen
„...Nun wird es spannend: So eine Brille ist eben nicht festgewachsen. Es steht mir jeder Zeit frei, sie aufzusetzen oder beiseitezulegen. Auch eine geistgeführte Perspektive ist etwas, was wir erwählen ...
„...Nun wird es spannend: So eine Brille ist eben nicht festgewachsen. Es steht mir jeder Zeit frei, sie aufzusetzen oder beiseitezulegen. Auch eine geistgeführte Perspektive ist etwas, was wir erwählen oder beiseitelegen können…“
Das Zitat aus der ersten Geschichte zeigt schon, worum es im Buch geht. Die Autorin erzählt Erlebnisse aus ihrem Alltag und verbindet sie mit Glaubensfragen.
Das Buch enthält 40 Geschichten. Sie können als Andacht betrachtet werden, müssen es aber nicht. Der Schriftstil ist locker und ab und an mit einem feinem Humor durchsetzt.
Jedes Kapitel hat den gleichen Aufbau. Es beginnt mit einer Überschrift und einem Bibelvers unter Angabe der Bibelstelle. Danach folgen die Ausführungen der Autorin auf etwa drei bis sechs Seiten. Dem schließt sich ein Gebet an, das durch seine besondere Schriftart hervorgehoben wird. Dann gibt es ganz praktische Hinweise, wie man die Erkenntnisse im eigenen Leben umsetzen könnte. Den Abschluss bildet eine Gebet aus fünf Worten. Die Autorin nennt es „Fünf-Finger-Gebet“.
Die Themen sind sehr vielfältig. Meist stammen sie aus dem Familienleben der Autorin. Häufig findet man sich bei den Ausführungen als Leser wieder:
„...Wir treffen zu viele Entscheidungen bei zu hoher Geschwindigkeit. Das Leben ist schnell. Innehalten ist selten. Erst recht in der zwischenmenschlichen Raserei. Wir brauchen die Kontrolle unseres Innenlebens, damit wir nicht unachtsam werden...“
Hier geht es auch darum, wie schnell durch Unachtsamkeit der Frieden flöten geht. In anderen Geschichten stehen Kleinigkeiten im Mittelpunkt, die uns nerven können und damit die innere Ruhe rauben. Ab und an kann es nötig sein, etwas loszulassen, was uns nicht weiterbringt. Dazu hat die Autorin eine nachdenkenswertes Zitat eingeflochten.
„...Bevor du jemand heilst, frage ihn, ob er bereit ist, die Dinge aufzugeben, die ihn krank gemacht haben…“
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist lebensnah und regt zum Nachdenken an.