»Um zu wissen, was ein schlechtes Buch ist, musst du zuerst wissen, was ein gutes Buch ist.«
Eine Einladung für Buchliebhaber von Monika Helfer und Kat Menschik
»Mein Vati war der Bücherfreund. Ein blasser Mann, der das Wetter mied und Tag und Nacht über seinen Büchern saß.« Im Krieg erfriert ihm ein Bein. Die Lazarettschwester liest ebenso gern wie er, also heiraten sie. Zusammen leiten sie ein Kriegsopfererholungsheim in den Bergen, dessen Schatz eine Bibliothek mit dreitausend Bänden ist. Dem Vater bedeutet sie nicht weniger als seine Tochter.
Als die Kriegsinvaliden weniger werden, soll das Heim einem Hotel weichen. Dort braucht man keine Bibliothek, die Bücher sollen weg. Also beschließt der Vater, sie zu retten. Seine Tochter soll ihm helfen.
Monika Helfers Geschichte und Kat Menschiks Bilder erzählen gemeinsam von der Liebe zum Lesen, von Angst und Mut und von der Frage, was ein gutes Buch ausmacht.
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Ein wunderbares Buch mit einer wirklich fesselnden Geschichte und sehr schönen Illustrationen.
Mehr zum Buch auf meinem youtube-Kanal "Esses literarischer Salon".
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“Der Bücherfreund” ist eine Erzählung von Monika Helfer, in deren Mittelpunkt eine Vater-Tochter-Beziehung steht. Die namenlos bleibende Tochter erzählt hier (als Ich-Erzählerin) die Geschichte ihres Vaters: ...
“Der Bücherfreund” ist eine Erzählung von Monika Helfer, in deren Mittelpunkt eine Vater-Tochter-Beziehung steht. Die namenlos bleibende Tochter erzählt hier (als Ich-Erzählerin) die Geschichte ihres Vaters: Der kriegsversehrte Vater führt nach dem Krieg gemeinsam mit seiner Ehefrau ein Erholungsheim. Unverhofft erhält das Erholungsheim eine große Büchersammlung geschenkt, die der Vater wie seinen Augapfel hütet. Bücher begleiten ihn im Folgenden durch seinen ganzen weiteren Lebenslauf - mit all den noch kommenden Schicksalsschlägen. Die Handlung beginnt eher behutsam: Das Erholungsheim erscheint für die junge Ich-Erzählerin als Idyll (und wird auch atmosphärisch als solches beschrieben). Je weiter die Handlung voranschreitet, desto höher ist allerdings die Taktung der Momente, die das Idyll einbrechen lassen. "Der Bücherfreund” wird so eine tragische Erzählung, die gleichzeitig aber auch mit der Hoffnung angereichert ist, dass es immer etwas gibt, wofür es sich zu leben, weiterzumachen lohnt. Illustriert wurde die Erzählung von Kat Menschik mit blau-weißen Bildern, in denen auf schöne Weise mehrere Erzählsequenzen verschmelzen. Interessant ist dabei, dass es immer weiße Flecken gibt - z. B. Buchrücken, die nicht ausgefüllt werden; eine Reihe Kriegsversehrter, die weiße Schemen bleiben -, wodurch die Betrachtenden dazu aufgefordert werden, diese Lücken selbst zu füllen. Insgesamt ist “Der Bücherfreund” eine feinsinnige Erzählung mit tragischer Note.