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MrInsomnia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2026

echt spannend!

Bakterien – die heimlichen Helden
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Dass das Leben so wie wir es kennen ohne Bakterien nicht funktionieren würde, wissen wir schon seit einiger Zeit. Und trotzdem ist zu diesem Thema noch immer nicht alles erforscht und einige Fragen noch ...

Dass das Leben so wie wir es kennen ohne Bakterien nicht funktionieren würde, wissen wir schon seit einiger Zeit. Und trotzdem ist zu diesem Thema noch immer nicht alles erforscht und einige Fragen noch offen.
Peter Wohlleben hat sein neuestes Buch einem faszinierenden Bereich gewidmet: Bakterien. In allen Bereichen des Lebens begegnen wir Bakterien, ohne sie wäre Leben und viele Naturprozesse gar nicht möglich.
Der typische Schreibstil von Wohlleben bringt einen dazu, immer weiter und weiter zu lesen, man merkt ja schon fast gar nicht, dass man hier ein Sachbuch vor sich hat.
Ich war mir die Bedeutung von Bakterien immer schon bewusst, auch weil ich vor einigen Jahren ein anderes Buch gelesen habe, das die Bakterien beschrieben hat, die auf (und in) unserem Körper leben. Wohlleben erzählt in diesem Buch kurzweilig, warum die Natur und warum wir Bakterien brauchen und wie sie unseren Alltag beeinflussen. Ein spannendes und sehr gut geschriebenes Buch, das ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

echt schräg

Hope Joanna
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Ich habe schon viel Gutes über Horst Evers gehört, dies hier ist aber erst mein erstes Buch von ihm. Eins vorweg: das werde ich bald ändern.
So absurd und schräg diese Berliner Geschichte auch ist, mich ...

Ich habe schon viel Gutes über Horst Evers gehört, dies hier ist aber erst mein erstes Buch von ihm. Eins vorweg: das werde ich bald ändern.
So absurd und schräg diese Berliner Geschichte auch ist, mich hat sie sehr schnell überzeugt. Evers' Stil reißt einen förmlich mit, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wahrscheinlich, weil ich wissen wollte, welches satirische Kunststück als nächstes um die Ecke gezogen wird (und wahrscheinlich weil ich wissen wollte, was denn nun in der versperrten Kellerebene zu finden ist.)
So einen trockenen Humor kann man nur haben, wenn man die Welt gut beobachtet und hier im speziellen Berlin. Ich kann das Buch allen Berliner:innen aber natürlich auch allen Nicht-Berliner:innen nur ans Herz legen. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Packender Thriller mit kleinen Schwächen

Home Before Dark
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Ein isländischer Thriller, das kann in meinen Augen nur etwas Gutes bedeuten. Allein das Coverdesign verspricht schon Spannung und der Klappentext klingt sehr interessant.
Wir bekommen hier auch einen ...

Ein isländischer Thriller, das kann in meinen Augen nur etwas Gutes bedeuten. Allein das Coverdesign verspricht schon Spannung und der Klappentext klingt sehr interessant.
Wir bekommen hier auch einen sehr guten Thriller. Die Autorin schafft sehr schnell eine spannende Atmosphäre, die Erzählung beginnt sehr dicht.
Alles dreht sich um Marsibil ("Marsi"), die endlich wissen will, was wirklich vor 10 Jahren mit ihrer Schwester Stina geschehen ist. Nach und nach werden so Geheimnisse aufgespürt und aufgearbeitet.
Das Buch ist tatsächlich ein Pageturner, so schnell wie ich durch war, nichts desto trotz hat es auch seine Schwächen. Im Mittelteil fällt ein wenig die Handlung ab, dafür ist am Ende vieles hineingepackt, was fast schon wieder unglaubwürdig erscheint. Beinahe als hätte das Buch einfach fertig werden müssen.
Alles in allem aber ein sehr gut geschriebenes Buch, das gut Spannung aufbaut. Gerne lesen!

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Zwischen Rausch und Verlust

Es war nicht anders möglich
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Das Cover des Debütromans von Svenja Liesau hat mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext versprach eine interessante Geschichte - was dann aber erwartete, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet: ...

Das Cover des Debütromans von Svenja Liesau hat mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext versprach eine interessante Geschichte - was dann aber erwartete, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet: ein wilder Ritt zwischen Rausch und Trauer.
Das Buch startet mit einer langen Playlist, die der Rowohlt-Verlag auch auf entsprechenden Streamingplattformen teilweise bereitstellt. Für ein stilechtes Erlebnis lief die Playlist natürlich während der Lektüre mit.
Im Zentrum des Buches steht Martina, die den Verlust ihres Vaters zu verarbeiten hat. Neben der Bewältigung dieses Verlusts stehen jedoch Rauschzustände und Berliner Eckkneipen im Mittelpunkt. Nach dem ersten Teil voller teilweiser Absurditäten schüttelt man vielleicht ein wenig den Kopf, will jedoch weiterlesen, um zu verstehen, was in der Protagonistin vorgeht. Im gesamten Buch verschwimmen Realität und absurde Rauschzustandsgedanken mit Gedanken an den verstorbenen Vater (inklusive Briefe und SMS an ihn). Daraus entsteht ein eigenwilliger, stellenweise absurder Text, der sich nicht immer leicht greifen lässt – der mir aber gerade durch diese Unberechenbarkeit Freude beim Lesen bereitet hat.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

keinen Zugang gefunden

Melken
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Die Grundidee von Sanna Samuelssons Melken fand ich nach der Lektüre des Klappentextes durchaus interessant - zum eigentlichen Text habe ich jedoch keinen wirklichen Zugang gefunden.
Die Protagonistin ...

Die Grundidee von Sanna Samuelssons Melken fand ich nach der Lektüre des Klappentextes durchaus interessant - zum eigentlichen Text habe ich jedoch keinen wirklichen Zugang gefunden.
Die Protagonistin Ellen steig ins Auto und fährt in ihre Heimat, in ihr ehemaliges Zuhause, einem abgeschiedenen Bauernhof. Es gehört schon längst anderen Bewohnern, diese sind jedoch auf Urlaub und Ellen verschafft sich Zutritt zu ihrer ehemaligen Heimat, zu ihrem ehemaligen kindlichen Bauernleben. In den Tagen, die sie nun hier einfach verbringt, kommen Erinnerungen hoch, Erinnerungen an den Hof, die Schule und auch an den Nachbarsjungen, der noch immer hier wohnt und sie während ihres Aufenthaltes öfter besucht.
Gerade diese Rückblenden und Erinnerungen hätten das Potenzial, den Text besonders eindringlich zu machen. Doch genau hier fehlt es für mich an Substanz und Tiefe. Auch nach den knapp 150 Seiten blieb für mich unklar, worauf der Text letztlich hinauswill: ein Ziel, eine Entwicklung oder eine klare Aussage sind für mich kaum greifbar. So bleibt wenig, das nachwirkt oder sich festsetzt. Melken ist damit für mich vor allem eine interessante Idee, die in der Umsetzung zu wenig greifbar wird – und mich letztlich etwas ratlos zurücklässt.

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