Intensiver Psychothriller
Eine Psychologin. Eine Patientin mit Amnesie. Ein bitterböses Spiel. Das sind die Zutaten, aus denen Naomi Williams ihren Psychothriller STATION 9 zusammengerührt hat. Das Ergebnis hat meinen Geschmack ...
Eine Psychologin. Eine Patientin mit Amnesie. Ein bitterböses Spiel. Das sind die Zutaten, aus denen Naomi Williams ihren Psychothriller STATION 9 zusammengerührt hat. Das Ergebnis hat meinen Geschmack getroffen.
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Darum geht’s: Blutüberströmt wird Laura Winters mitten in London auf der Straße gefunden. Das Blut ist nicht ihres. Laura hat keinerlei Erinnerung daran, was passiert ist…
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Okay, mein erster Gedanke war, dass ich so etwas ähnliches doch gerade erst in einem anderen Buch gelesen habe. Schnell hat sich dann aber herauskristallisiert, dass STATION 9 das Thema ganz anders anpackt. Dieser Psychothriller entpuppt sich nicht unmittelbar als rasanter Pageturner. Er setzt vielmehr auf ruhige Intensität.
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STATION 9 kommt eher langsam in die Gänge. Und dem ein oder anderen mag auf dem Lese-Weg vielleicht schon die Luft ausgehen. Mir hat der Stil aber gefallen. Und letztendlich kann ich für meinen Teil nur sagen: Dieser Thriller kommt langsam, aber gewaltig. Die Spannung ist über weite Strecken eher subtil und durch seltsame Ungereimtheiten geprägt. Im Verlauf nimmt die Handlung dann immer mehr an Fahrt auf – und tatsächlich war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
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Ich hatte keinen besonderen Anspruch an das Buch und bin absolut positiv überrascht worden. Mir hat STATION 9 gefallen. Der Erzählton ist leise, das Tempo eher langsam. Beides in einem Maße, wie es mich aber anspricht. Trotz schmaler unter 400 Seiten braucht die Story ein bisschen Anlaufzeit. Gerade die zweite Hälfte hat mir dann aber richtig gut gefallen. Ich bin hier insgesamt echt auf meine Kosten gekommen und hatte eine gute Lesezeit.