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Veröffentlicht am 24.01.2026

Gelungener Nachschlag

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Mit DER BOSS hat der Heyne Verlag zügig den Nachschlag zu Iliana Xanders Thriller-Debüt LOVE, MOM herausgebracht. Dass die Optik des Buches gegenüber der ursprünglichen Ankündigung verändert wurde, hat ...

Mit DER BOSS hat der Heyne Verlag zügig den Nachschlag zu Iliana Xanders Thriller-Debüt LOVE, MOM herausgebracht. Dass die Optik des Buches gegenüber der ursprünglichen Ankündigung verändert wurde, hat mich zwar enttäuscht, aber inhaltlich hat Iliana Xander mir genau das gegeben, was ich erwartet habe. DER BOSS ist ein Thriller, der sich einfach und schnell runterlesen lässt. Er ist wie ein netter Kinoabend inmitten des alltäglichen Wahnsinns – nur eben in Buchform. Angenehme Berieselung und gute Unterhaltung, ohne die grauen Gehirnzellen überzustrapazieren.
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Ich für meinen Teil kann sagen: DER BOSS ist gut. Nicht überragend. Aber Iliana Xander hat hier absolut mein aktuelles Lesebedürfnis bedient. Hey, das schmale Büchlein umfasst gerade mal 332 Seiten, wovon man aufgrund des Drucks getrost nochmal ein paar Seiten abziehen kann. Das lässt sich also wirklich mit einem 90-minütigen Film vergleichen – und von dem erwarte ich mir nun mal einen knackig-simplen Zwischendurch-Genuss und keine epische Tiefe. Und genau so verhält es sich auch mit DER BOSS. Es geht zackig rein in die Geschichte. Geschenkt, dass da gefühlt doch sehr der Zufall herhalten muss, um die Story ans Laufen zu kriegen. Geschenkt auch, dass ich hier keinen besonders vielschichtig ausgearbeiteten Handlungsverlauf präsentiert bekomme, sondern einfach einen Speedy Gonzales-Read, der mir persönlich viel Spaß gemacht hat.
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Mit DER BOSS verfestigt sich bei mir der Vergleich von Iliana Xander mit Freida McFadden. Die Bücher haben den gleichen Vibe und sind in meinen Augen auch vom Anspruch her durchaus vergleichbar. Der inflationäre Gebrauch des Wortes Schätzchen in DER BOSS, hat mich an die Schildkröten-Thematik in McFaddens Thriller DIE KOLLEGIN erinnert. Aber, wie gesagt, wenn ich ein Buch einfach mit Freude in Null Komma Nix durchlese, kann ich über vieles hinwegsehen. Klar, könnten Geschichte und Charaktere ausgefeilter sein, mehr Tiefe und einen größeren Anspruch haben… aber, so what? Das ist mir in diesem Fall sowas von egal.
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Fazit: DER BOSS ist ein sehr kurzweiliger Thriller. Er ist sicherlich kein literarischer Knaller. Aber hier die Negativ-Keule zu schwingen wäre zumindest aus meiner Sicht hochgradig ungerecht. Iliana Xander hat mich sehr gut unterhalten. Das war’s. Danke dafür!

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Der Traum vom Haus

Tödliches Angebot
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„Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.“ Das ist das Mantra von Protagonistin Margo in dem Psychothriller TÖDLICHES ANGEBOT von Marisa Kashino. Margo hängt mit ihrem Ehemann ...

„Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.“ Das ist das Mantra von Protagonistin Margo in dem Psychothriller TÖDLICHES ANGEBOT von Marisa Kashino. Margo hängt mit ihrem Ehemann in einer Wohnung fest, die zu klein ist für den heißersehnten Nachwuchs. Der Immobilienmarkt ist hart umkämpft. Als Margo dann ihr Traumhaus findet, will sie es sich auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.
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Ich sage es, wie es ist: Die Alte hat gehörig einen an der Klatsche. Margo ist ganz sicher keine Protagonistin, die man ins Herz schließt. TÖDLICHES ANGEBOT beginnt harmlos, alltäglich und durchaus noch nachvollziehbar. Das Geschehen wird ruhig erzählt und nimmt scheinbar nur langsam Fahrt auf. Ehe man es sich aber versieht, steckt man mittendrin. Margo steigert sich auf sehr ungesunde Art und Weise in etwas hinein. Ihr Verhalten setzt eine Handlungsspirale in Gang, bei der ihr gesunder Menschenverstand abhandenkommt.
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TÖDLICHES ANGEBOT ist ein fein gesponnener Psychothriller, der durchaus zu unterhalten weiß. Zwischendurch hätte ich Margo einfach gerne etwas mehr verstanden. Schade fand ich auch, dass die anderen Charaktere hier nur Statisten sind, was die Story dann doch etwas eindimensional macht.
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Fazit: Ich habe TÖDLICHES ANGEBOT insgesamt gerne gelesen. Der Ansatz ist richtig gut. Was Marisa Kashino daraus macht, hat seine Berechtigung. Ich finde, dass die Autorin mit einer etwas anderen Ausrichtung aber noch viel mehr aus der Story hätte herausholen können. In der vorliegenden Form ist der Psychothriller für mich weder richtig gut, noch richtig schlecht. Vielmehr bleibt er irgendwo im luftleeren Raum stecken und verpasst die Chance richtig Eindruck zu hinterlassen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Mega-tolle Fortsetzung

Dorn
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Mit DORN – RUF DER TOTEN setzt Jan Beck seine im vergangenen Jahr angelaufene neue Thriller-Reihe fort. Ich war davon überzeugt, dem Auftaktband bereits die volle Punktzahl gegeben zu haben. Der Blick ...

Mit DORN – RUF DER TOTEN setzt Jan Beck seine im vergangenen Jahr angelaufene neue Thriller-Reihe fort. Ich war davon überzeugt, dem Auftaktband bereits die volle Punktzahl gegeben zu haben. Der Blick zurück hat allerdings gezeigt, dass er von mir doch noch mit leicht vorsichtiger Zurückhaltung und vier Sternen bewertet wurde. Beim zweiten Teil gibt es aber kein Vertun: Jetzt sind die fünf Sterne fällig.
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Jan Beck ist die große Kunst gelungen, eine Fortsetzung zu schreiben, mit der ich nahtlos und ohne zu fremdeln wieder in die Reihe einsteigen konnte. Es kam mir nicht so vor, als wäre ein ganzes Jahr Lesezeit zwischen den beiden Bänden vergangen. Die Tür zum Hotel Dornwald hat sich geöffnet und es war, als wäre ich nie weg gewesen. Das will schon was heißen!
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Beck steigt direkt mit einer spannenden Szene ins Geschehen ein und hat mich damit sofort gecatcht. Dann bin ich auch direkt wieder bei dem titelgebenden Protagonisten Simon Dorn gelandet. Kurze Kapitel, Orts- und Perspektivwechsel sorgen für Tempo und Abwechslung. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch innerhalb eines einzigen Tages angefangen und ausgelesen.
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Simon Dorn und das heruntergekommene ehemalige Hotel Dornwald sind Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Auch Ermittlerin Lea Wagner mag ich hier wieder sehr. Mein Liebling ist aber diesmal eindeutig Leas Bruder Karl, der von seiner Schwester aus Gründen bei Dorn einquartiert wird und das Leben des Einsiedlers gehörig durcheinanderwirbelt.
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Zur Story möchte ich gar nicht mehr verraten. Lasst euch einfach in die rasante Handlung reinziehen und mitreißen. Der Thriller ist durchweg spannend und hat keinerlei Längen. Am Schluss gibt es noch einen Cliffhanger, der sich gewaschen hat und für erhöhten Puls sorgt. Damit ist klar: Ich kann es kaum erwarten, mit Simon Dorn das nächste Zimmer im Hotel Dornwald zu betreten!

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Liebe & Spannung im Savoy

Nächte im Savoy -
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Ein Regency-Liebesroman mit sympathischen und interessanten Charakteren, die in einem tollen Setting platziert werden und dazu noch eine Story mit einem Hauch von Krimi – das ist DER BLICK EINES VISCOUNTS, ...

Ein Regency-Liebesroman mit sympathischen und interessanten Charakteren, die in einem tollen Setting platziert werden und dazu noch eine Story mit einem Hauch von Krimi – das ist DER BLICK EINES VISCOUNTS, der zweite Band der NÄCHTE IM SAVOY-Reihe von Laura Lee. Der Roman bietet einfach gute Unterhaltung mit Herz und garantiert für schöne Lesestunden.
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Darum geht’s: Delia Stratham gerät als Veranstaltungsplanerin im Savoy mit dem neuen Hotelmanager Simon Hayden aneinander. Das Hotel schreibt rote Zahlen und Simon soll herausfinden, warum. Er verdächtigt Delia, heimlich Geld abzuzweigen…
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Die kurze Inhaltsinfo lässt es schon vermuten: Zwischen den Protagonisten sprühen die Funken. Zunächst aus Feind- und dann zunehmend auch aus Leidenschaft. Das, was über Delia in Band 1 bereits angedeutet wurde, hatte mir schon richtig Laune auf sie als Hauptfigur gemacht. Als junge Frau ist sie bereits dreifach verwitwet und steht herzerfrischend selbstbewusst ihren Mann im Londoner Leben des Jahres 1898. Sich gegen Simon, den scheinbar so arroganten Viscount of Calderon zu behaupten, wird zur besonderen Herausforderung. Dieses Pärchen ergibt einfach ein tolles Gespann. Irgendwie unkonventionell. Die spritzigen Dialoge, die sie sich liefern, sind ein Träumchen.
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Laura Lee hat hier wieder einen tollen Regency-Liebesroman vorgelegt. Ihr flüssiger und angenehmer Schreibstil hat mich auch diesmal überzeugt. Handlung und Pärchen-Bildung fand ich in diesem Band sogar noch stärker als im Vorgänger. Vor allem ist aber die Atmosphäre des Savoy-Hotels besser zum Tragen gekommen. Das hatte ich mir ja auch so gewünscht.
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Fazit: DER BLICK EINES VISCOUNTS bietet jetzt keine großartige Überraschung in Bezug auf das Genre. Ich habe bekommen, was ich erwartet habe: Eine kurzweilige Lovestory in historischem Setting. Macht immer wieder Laune, zwischendurch mal in so eine schöne Geschichte abzutauchen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

3. Versuch geglückt

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Ich war kein Fan von Emily Rudolfs vorangegangenen beiden Thrillern. Trotzdem hatte ich bei DIE HOUSESITTERIN dieses kurze Fingerzucken und, Schwupps, war das eBook auf meinem Reader gelandet. Man kennt ...

Ich war kein Fan von Emily Rudolfs vorangegangenen beiden Thrillern. Trotzdem hatte ich bei DIE HOUSESITTERIN dieses kurze Fingerzucken und, Schwupps, war das eBook auf meinem Reader gelandet. Man kennt es, oder? Meine Leseerwartung hatte ich zurückgeschraubt – und bin dann positiv überrascht worden.
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Darum geht’s: Cecilia ist Housesitterin. Zu ihren Auftraggebern gehört auch die einflussreiche Familie Waldner, mit deren Sohn Johannes Cecilia seit Kurzem zusammen ist. Als sie auf eine Villa der Waldners auf einer einsamen Ostseeinsel aufpassen soll, lädt Cecilia ihre besten Freunde zu einem Kennenlern-Wochenende mit Johannes ein. Dabei kommen dunkle Geheimnisse ans Licht…
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Mit dem Buchtitel versucht man hier vielleicht ein bisschen auf den erfolgreichen Zug der Housemaid-Reihe von Freida McFadden aufzuspringen. Damit hat DIE HOUSESITTERIN aber so gar nichts gemeinsam. Das Thema Housesitting ist auch eher Mittel zum Zweck, um die Handlung in Gang zu bringen. Die nimmt jetzt zwar nicht unbedingt rasant Fahrt auf, hat es mit viel düsterer Atmosphäre aber trotzdem geschafft, mich schnell in den Strudel der Ereignisse hineinzuziehen.
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Für mich ist DIE HOUSESITTERIN auf jeden Fall das bisher stärkste Buch von Emily Rudolf. Ein Thriller nach meinem Geschmack, der sich zu einem Pageturner entwickelt, den ich größtenteils innerhalb eines Tages verschlungen habe. Neben der Atmosphäre hat mich die psychologische Ausarbeitung der Charaktere überzeugt. Und dann war da dieser ständige unterschwellige Nervenkitzel… Emily Rudolf entwickelt den Plot so, dass ich unbedingt am Ball bleiben musste. Die Handlung nimmt zahlreiche Wendungen. Stück für Stück habe ich mehr über die Protagonisten und ihre Beweggründe erfahren. Und immer, wenn ich gerade dachte, eine Person greifen zu können, war schon im nächsten Moment doch wieder alles ganz anders.
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DIE HOUSESITTERIN ist ein perfider und spannender Thriller, in dem jeder eine Rolle spielt. Emily Rudolf hat mich bis zum Schluss getäuscht und überrascht. Das Buch hat mir insgesamt echt gut gefallen und bekommt eine entsprechende Leseempfehlung.

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