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Veröffentlicht am 04.04.2017

Schon jetzt ein Jahreshighlight

Auf Null
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Kurzmeinung:
Schon jetzt eins meiner Highlights 2017. Das Buch ist ganz anders, als andere Bücher aus dem SickLit Bereich. Herrlich sarkastisch, aber auch mit einem hohen Maß an Selbstreflexion nimmt uns ...

Kurzmeinung:
Schon jetzt eins meiner Highlights 2017. Das Buch ist ganz anders, als andere Bücher aus dem SickLit Bereich. Herrlich sarkastisch, aber auch mit einem hohen Maß an Selbstreflexion nimmt uns die Protagonistin Nina mit auf ihren Weg zurück ins Leben. Und der ist gar nicht so leicht, denn wie soll man sich denn nun verhalten? Extra vorsichtig? Oder sich gerade wild und verrückt ins Leben stürzen? Und lohnt sich das alles überhaupt, wo doch der Krebs wahrscheinlich eh bald zurückkehren und sein Werk beenden wird? Und was passiert, wenn dann auf einmal auch noch Liebe mit im Spiel ist?


Zum Buch:
Ich habe schon einiges aus der "SickLit" Ecke gelesen und finde es oft sehr bewegend und inspirierend von dem Schicksal der Menschen und ihrem Kampf mit der Krankheit zu lesen. In letzter Zeit gab es da zum Beispiel "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag oder das schon etwas ältere "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult.
"Auf Null" von Catharina Junk ist da anders. Das Buch beginnt da, wo die anderen aufhören. Nina wird als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen, das nach ihrer Leukämie Diagnose für ein Jahr zu ihrem neuen Wohnort wurde. Dabei war die 20-jährige doch nach Münster gekommen, um zu studieren. Doch die Krankheit hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Jetzt kann Nina nach Hause und ihr Leben weiterleben, das ja vorher irgendwie "auf Pause" stand und um das sie die letzten 12 Monate so hart gekämpft hat.
Doch so ganz traut die sie dem Frieden nicht. Wie soll sie sich auf ihren Körper plötzlich wieder verlassen, der sie doch vorher so schmerzlich verraten hat. Und wie soll sie einfach so weitermachen, wenn doch plötzlich nichts mehr sicher ist.
Wie soll sie mit dieser zweiten Chance umgehen?
Soll sie die Angst hinter sich lassen, und sich ins voll Leben stürzen? Verrückt sein, alles ausprobieren und nur noch genießen?
Oder soll sie jetzt besonders vorsichtig sein, sich vollkommen gesund ernähren und eine sinnstiftenden Job finden?


Meine Meinung:
Ja, in dem Buch geht um Krebs, beziehungsweise um das Leben nach Krebs und der Angst vor einem Rückfall. Und trotzdem erzeugt die Geschichte beim Leser keine bedrückte Stimmung. Im Gegenteil, ich musste oft schmunzeln oder sogar laut lachen. Der Humor in dem Buch trifft zu 100 Prozent meinen Geschmack und ich liebe die sarkastischen Sprüche, mit denen Nina die teils wirklich bescheuerten "Krebs- Bemerkungen" der anderen abschmettert. Dennoch reflektiert sie ihr Verhalten und fragt sich, ob sie durch ihren Sarkasmus und die bissigen Sprüche nur ein Mittel sind, um bloß niemanden zu nah an sich heranzulassen. Diese Balance fand ich großartig.
Ebenso die Beziehungen. Keine einzige Beziehung in diesem Buch ist klischeehaft.
Die beste Freundin, Bahar, mit der sich Nina zerstritten hat.
Die Schulfreundin, mit der sie sich aus Gewohnheit immer noch trifft, aber wo beide schließlich feststellen, dass sie sich eigentlich nichts mehr zu sagen haben.
Dann gibt es da noch die Romanze mit Erik, mit dem es einfach nicht so recht klappen will. Erik ist nicht der Held in schimmernder Rüstung, der Nina rettet und plötzlich ist alles gut. Nein, die beiden näheren sich ganz langsam, manchmal etwas ungeschickt an. Und Ninas Krankheit steht ihr hier wieder im Weg, da sie sich nicht traut, sich wirklich auf jemand anderen einzulassen, sich dieses Glück nicht zugesteht.
Besonders gelungen fand ich auch die Rolle von Ninas kleinem Bruder. Schnell wird klar, das Theo oft zu kurz gekommen ist, wenn die Eltern sich um Nina gekümmert und gesorgt haben. Theo flüchtet sich in die Religiosität und findet dort Anschluss und Geborgenheit. Seine Schwester hingegen kann zunächst nicht zu ihm durchdringen.
Obwohl die Geschichte mit viel Humor und Biss erzählt wird, ist mir an der ein oder anderen Stelle auch eine Träne über die Wangen gerollt, denn es ist eben ein schwieriges Thema und Verlust ist schmerzhaft. Auch das wird thematisiert, steht aber nicht so dramatisch und stark im Mittelpunkt, so dass ich mich als Leser gut darauf einlassen konnte und nicht emotional erpresst gefühlt habe.
Dieses Buch bietet eine ganze Bandbreite an Gefühlen und nimmt den Leser mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Dabei war ich die ganze Zeit so mitgerissen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das ist der Autorin wirklich großartig gelungen.



Fazit:
Auf Null von Catharina Junk -eine Geschichte, die bewegt und einen so schnell nicht loslässt. Die Mut und Hoffnung macht, aber auch die harten Seiten des Kampfes gegen den Krebs aufzeigt. Und verdeutlicht, dass dieser Kampf nach der Genesung noch lange nicht vorbei ist.
Ein Buch, das mal erfrischend anders an das Thema herangeht. Mit einer charmanten und glaubwürdigen Protagonisten, mit der man mitfiebert und mitleidet, die einen zum Lachen und zum Weinen bringt.

Veröffentlicht am 04.04.2017

Vielschichtig Roman um Verschwörungen in Cambridges Elite- Studentenclubs

Der Club
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Kurzmeinung:
Ich las die Worte "Cambridge", "Elite- Studentenclub" und "Verbrechen" und schon war es um mich geschehen. Dieses Buch musste ich einfach haben!
Ich wurde dann auch nicht enttäuscht. Eine ...

Kurzmeinung:
Ich las die Worte "Cambridge", "Elite- Studentenclub" und "Verbrechen" und schon war es um mich geschehen. Dieses Buch musste ich einfach haben!
Ich wurde dann auch nicht enttäuscht. Eine spannende und vielschichtige Geschichte, erzählt aus vielen verschiedenen Perspektiven, ohne jedoch zu verwirren. Was für ein Debüt, großartig!


Meine Meinung:
Oh mein Gott, hört sich nicht schon der Klappentext total genial an? Ich meine, wer kann diese Zeilen lesen und muss dann nicht unbedingt und sofort dieses Buch haben?!
"Der Club" war für mich die absolute Neuentdeckung im Frühjahr. Im eher kleinen Kein und Aber Verlag erschienen hat dieses Büchlein die Herzen vieler Blogger im Sturm erobert. Und auch ich war wirklich begeistert von der Geschichte.
In einem eher schlichten und ruhigen Ton erzählt, verläuft die Geschichte selbst alles andere als ruhig. Hans Stichler verliert schon früh beide Eltern. Seine Tante, die einzige Verwandte die ihm noch bleibt, schiebt ihn in ein Internat ab. Eigentlich alles wirklich dramatisch. Doch durch diesen ruhigen, fast schon distanzierten Schreibstil wird man als Leser nicht zu emotional, so dass man der Geschichte und dem Protagonisten gut folgen kann. Besagte Tante, selbst Professorin an der Cambridge University, bittet Hans dann plötzlich, nach seinem Schulabschluss nach Cambridge zu ziehen und einem Studentenclub beizutreten. Die Gründe dafür sind zunächst noch unklar. Und so beginnt ein völlig neuer Abschnitt in Hans' Leben, er lernt viele neue Leute kennen und muss vieles an sich ändern, um seine geheimnisvolle Mission zu erfüllen und Mitglied im Pitt Club zu werden.

Sehr abwechslungsreich gestaltet sich das Buch durch die vielen verschiedenen Perspektiven. Verwirrend waren diese Wechsel für mich nicht, da es immer gut gekennzeichnet wurde.

Das Buch hat sehr spannende Elemente, wenn Hans versucht das Verbrechen in diesem elitären Boxclub aufzuklären. Aber die Geschichte wirft auch schwierige moralische Fragen auf und geht bei vielen Themen sehr in die Tiefe. Das hat mir sehr gut gefallen. Dem Leser wird es auch nicht zu leicht gemacht, denn durch die verschiedenen Perspektiven, kann man sich eben in die verschiedenen Motive und Gefühle viel besser hineinversetzen und verstehen, was die jeweiligen Personen antreibt und sie das tun lässt, was sie eben tun.
Die Auflösung der Geschichte fand ich auch sehr gelungen und glaubwürdig.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir, wie sehr ich dann später doch mit den Charakteren mitgelitten habe. Takis Würger hat es mit seinem Schreibstil geschafft, mich so sehr in die Geschichte zu saugen und so nah an die Charaktere heranzubringen, dass ich wirklich sehr viel mit ihnen mitgefühlt habe. Beim Lesen muss ich teilweise sehr komisch ausgesehen haben, wenn ich mich plötzlich in meinem Sessel total verkrampft habe und das Gesicht zur Schmerzgrimasse verzogen habe. Und da sag noch mal jemand, lesen sei ein langweiliges Hobby... Nach der Lektüre dieses Buches fühlte ich mich wirklich, als hätte ich so einiges erlebt. Ich habe gelacht, mich gefürchtet, war wütend, angespannt, nervös. Und all das durch ein paar bedruckte Seiten.
Ein rundum großartiges Buch. Eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.02.2017

Ein buntes Jugendbuch mit starken Charakteren

Ich gebe dir die Sonne
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Kurzmeinung:
Ein tolles Jugendbuch voller Kunst und Farbe. Über Liebe, Familie, Verletzungen, Lügen und Vergebung.


Meine Meinung:
Zum Inhalt will ich gar nicht mehr so viel sagen, um den Lesern nichts ...

Kurzmeinung:
Ein tolles Jugendbuch voller Kunst und Farbe. Über Liebe, Familie, Verletzungen, Lügen und Vergebung.


Meine Meinung:
Zum Inhalt will ich gar nicht mehr so viel sagen, um den Lesern nichts von der Geschichte vorwegzunehmen.
Es geht also um ein Zwillingspaar, die sich so nahe stehen, dass schon die Rede von NoahundJude ist. Sie können fühlen, was der andere fühlt. Wissen, was der andere denkt. Zumindest mit 13 ist das so. Drei Jahre später gehen sie sich aus dem Weg und reden kaum miteinander. Ihre Verbindung haben sie verloren.
Noah hat eine große künstlerische Begabung und geht völlig in der Kunst auf. Er lebt in seiner eigenen Welt und zeichnet ständig in seinem Kopf. Das macht ihn auch ein wenig zum Sonderling und er wird des Öfteren Opfer der "coolen Kids" und ihrem Spott.
Jude ist ein echter Wildfang, surft, hängt mit den Älteren ab und geht auf Parties und flirtet mit jedem Jungen.
Doch drei Jahre später haben sich beide völlig verändert. Die Entwicklung der Figuren ist wirklich sehr interessant und das man am am Anfang noch nicht weiß, was Auslöser dafür war, macht es noch spannender.

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Noah und Jude erzählt. Dabei wird die Geschichte in zwei Zeitebenen unterteilt, da wir in Noahs Kapiteln die Ereignisse geschildert bekommen, als die Zwillinge 13 bis 14 Jahre alt waren. In Judes Abschnitten erfahren wir, wie das Leben der Zwillinge drei Jahre später, mit 16 Jahren, aussieht. Das fand ich sehr interessant und diese strenge Verknüpfung von Perspektive und Zeitebene habe ich auch bisher in keinem anderen Buch so gelesen. Allerdings waren mir gerade zu Anfang die Kapitel etwas zu lang. Nachdem ich so lange Teil von Judes Geschichte war, viel es mir dann erstmal schwer, wieder in Noahs Abschnitt reinzufinden, und umgekehrt.

Etwas anderes, was an "Ich gebe dir die Sonne" wirklich sehr besonders ist, ist der Schreibstil. Jandy Nelson benutzt eine sehr metaphernreiche, bildhafte Sprache. Daran musste ich mich am Anfang erst gewöhnen, doch schnell habe ich diesen besonderen Stil lieben gelernt und mich davon bezaubern lassen.

Starke Charaktere 
Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Nicht nur wegen der schönen Sprache, sondern auch, weil mir die Protagonisten gleich sympathisch waren. Beide sind sie ganz speziell und heben sich von dem 0-8-15 Jugendbuchcharakter ab. Beide sind sie auf ihre eigene Art und Weise etwas verrückt und etwas anders. Und beide haben sie manchmal damit zu kämpfen, sich selbst treu zu sein und sich nicht zu verlieren. Sie sind versucht sich zu verbiegen, um sich anzupassen. Um dann aber schließlich doch sie selbst zu bleiben.
Das ist eine wunderbare Botschaft, die das Buch sendet: Das es ok ist, so zu sein, wie man ist. Auch wenn man vielleicht ganz andere ist, als all die anderen. Das gerade das dem Leben auch die besondere Farbe geben kann. Es ist ok, auch mal von seinem Weg abzukommen, solange man immer versucht, wieder zurück zu gelangen.

[Achtung: Spolier]
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass mir das Ende zu perfekt ist. Ich saß beim Lesen zwar da und musste übers ganze Gesicht grinsen, weil alles einfach so schön war. Aber, und das ist jetzt nicht böse gemeint, als kritischer Leser muss ich sagen, dass diese sonst sehr "echte" Geschichte ein etwas weniger schablonenhaftes Ende verdient hätte. Und ja, ich weiß, dass es sich bei "Ich gebe dir die Sonne" um ein Jugendbuch handelt. Aber die müssen ja auch nicht immer mit "Glitzer, Sonnenschein und Happy Ever After" enden, oder?

Fazit:
Ich gebe dir die Sonne -ein Buch das zeigt, dass man die Menschen, die man liebt, auch am meisten verletzen kann. Was Schweigen alles anrichten kann. Wie eine ganz normale Familie durch einen furchtbaren Schicksalsschlag zerbricht und sich entfremdet. Aber auch, wie sie sich dadurch entwicklen und daran wachsen.
Besonders die reiche Sprache hat mich sehr beeindruckt und auch das große Thema Kunst ist meiner Meinung nach gut verarbeitet und ich habe noch so einiges gelernt.
Ein fast perfektes Jugendbuch.

Veröffentlicht am 18.02.2017

Über verpasste Gelegenheiten und zweite Chancen

Vom Ende der Einsamkeit
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Kurzmeinung
Ich bin mit extrem hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, da es ja so unglaublich gehyped wurde. Die Geschichte ist sehr einfühlsam und oft fast schon philosophisch erzählt. Sie handelt ...

Kurzmeinung
Ich bin mit extrem hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, da es ja so unglaublich gehyped wurde. Die Geschichte ist sehr einfühlsam und oft fast schon philosophisch erzählt. Sie handelt von Liebe, Familie, Freundschaft. Von verpassten Gelegenheiten und zweiten Chancen. Und von Menschen, mit all ihren Eigenarten und Fehlern. Ein tolles Buch, das mich aber nicht ganz so umgehauen hat, wie viele andere.


Zum Buch
Im Zentrum der Geschichte stehen die drei Geschwister Jules, Marty und Liz. Wir begleiten sie von ihrer Kindheit an bis ins Erwachsenenalter. Am Anfang gibt uns das Buch einen Einblick in das alltägliche Leben der Familie, in die Beziehung der Geschwister untereinander und zu den Eltern. Vertrautheit, Nähe und Wärme, aber auch Spannungen und Missgunst.
Doch das Leben der Geschwister gerät jäh aus den Fugen, als ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Die drei Vollwaisen kommen erst zu ihrer Tante und dann auf ein Internat. Und jeder geht ganz anderes mit dem Verlust um. Marty zieht sich zurück und verbringt die Tage vor den Computer, Liz flüchtet sich in Drogen und Männergeschichten. Und Jules, der eigentlich die Nähe seiner Geschwister sucht, ist auf sich allein gestellt und fühlt sich einsam. Bis er eine enge Freundschaft mit Alma, einem Mädchen aus seiner Klasse, eingeht. Und schnell wird klar, dass die beiden mehr verbindet, als nur Freundschaft.

Meine Meinung
Von Anfang an wird man als Leser in die Geschichte hineingezogen. Nach und nach werden die drei Geschwister feinfühlig vorgestellt und sorgfältig weiterentwickelt. Ich habe schnell einen Eindruck von den einzelnen Personen bekommen, von der Dynamik zwischen ihnen und wie sie sich unter welchen Umständen entwickeln.
Stellenweise wurde es mir dann aber ein bisschen zu pathetisch. Die Geschichte flaut zwischendurch etwas ab, plätschert nur so dahin.
Die Gedankengänge sind teilweise wirklich tiefgründig und regen zum Nachdenken an. Manche Phrasen haben mich als Leser beeindruckt und noch lange nach dem Lesen verfolgt.
Dann allerdings gab es auch hier wieder Passagen, wo dieses Tiefgründige etwas gezwungen wirkt und ins pseudo- philosophische abgleitet. So war zumindest mein Eindruck.
Die Liebesgeschichte zwischen Jules und Alma fand ich wunderschön. Es hat mich einige Nerven gekostet, dass sie sich so viele Jahre immer wieder verpasst haben, und ich habe mit ihnen gelitten und mit ihnen gefiebert, wann diese Liebenden endlich zueinander finden, wo sie doch so offensichtlich füreinander geschaffen waren. In der Beschreibung dieser Beziehung hat sich der Autor wirklich selbst übertroffen und allein dafür ist das Buch lesenswert.

Fazit
Ich kann verstehen, was viele an "Vom Ende der Einsamkeit" so begeistert hat. Benedict Wells erzählt die Geschichte mit großer Ruhe und ich war stellenweise völlig gefangengenommen vom Fluss der Handlung, der Echtheit der Charaktere und der zauberhaften Liebesgeschichte. Aber dann gab es eben leider auch immer wieder Stellen, die sich eher mühsam gelesen haben und Passagen, die im Gesamtkonzept für mich nicht ganz stimmig waren.
Ein starkes Buch, für mich aber nicht überragend.

Veröffentlicht am 11.02.2017

Eine ordentliche Portion Spannung und ein Spritzer Liebe

Wenn du mich siehst
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Kurzmeinung:
Keine typische Sparks Geschichte, aber sein typischer Schreibstil. Spannend und zum einfach Weglesen.

Zum Buch:
Colin ist Student, Maria schon fertige Anwältin. Colin hat eine düstere Vergangenheit, ...

Kurzmeinung:
Keine typische Sparks Geschichte, aber sein typischer Schreibstil. Spannend und zum einfach Weglesen.

Zum Buch:
Colin ist Student, Maria schon fertige Anwältin. Colin hat eine düstere Vergangenheit, mit Drogen, Schlägereien und Diebstählen, während Maria hat eine Zeit lang bei der Staatsanwaltschaft genau "diese Art von Menschen" hinter Gitter gebracht hat. Colin hat ein Kontaktverbot zu seiner Familie, Maria hat ihre liebende Großfamilie vor Ort. Verschiedener könnten die beiden nicht sein, doch durch einen Zufall lernen sie sich kennen und schnell auch lieben.
Dank Colins direkter Art und Weise, ehrlich mit seiner Vergangenheit um zu gehen, weiß Maria ziemlich schnell über seine Vergangenheit Bescheid und lernt damit umzugehen. Doch auch Maria plagen Geister. Ein Fall ist damals bei der Staatsanwaltschaft ist völlig schief gelaufen. Ein junges Mädchen wurde brutal ermordet, weil Maria keine ausreichende Strafe aushandeln konnte und ein Stalker wieder auf freien Fuß kam.
Zwischen Maria und Colin entwickelt sich eine junge Liebe mit vielen gemeinsamen Abenden, Ausflügen und romantischen Nächten. Es hätte für beide nicht schöner sein, bis Maria einen Straus Rosen mit einer merkwürdigen Nachricht erhält.

Meine Meinung:
Ich hatte eine klassische Nicholas Sparks Liebesgeschichte erwartet, mit viel Liebe und noch mehr Herzschmerz, die sich leicht weg lesen lässt. So etwas für zwischen durch. Es kommt aber völlig anders: das Buch beginnt mit einem Prolog, der eher einen Thriller erinnert, als an einen Liebesroman. Außerdem liegen die Karten gleich zu Anfang auf dem Tisch. Die Vergangenheit der Hauptcharaktere kann eigentlich nicht mehr zu einem späterem Problem werden, jedenfalls nicht so, wie man es von Sparks gewohnt ist.
Aus einer zu Beginn schönen Liebesgeschichte, entwickelt sich ab der Hälfte des Buches ein wahrer Thriller. Es hat mich so gefesselt, dass ich es ab dann einfach nur verschlungen habe. Man leidet mit den Charakteren mit, möchte an der Lösung des Problem mithelfen uns ist völlig gebannt davon, wie es wohl weitergehen mag. Die Tatsache, dass die Polizei Maria nicht glauben will und Colin anfängt eigenmächtig zu handeln, macht die Geschichte äußerst spannend.
Durch den einfachen Schreibstil kann man das Buch fast an einem Stück durchlesen. Er ist zwar nicht besonders großartig, aber erlaubt ein flüssiges Lesen und dadurch hat mich das Buch dann irgendwie auch noch mehr gefesselt.

Fazit:
Kein "must-read", aber ein solider Roman, den ich verschlungen habe wie einen Thriller. Durch den einfachen Schreibstil sehr gut zu lesen, wenn man vielleicht gerade viel zu tun hat und den Kopf nicht frei hat für eine "schwere" Lektüre.