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Veröffentlicht am 21.07.2026

Ein Debüt, das schnell fesselt

Deathbringer – Der Kuss der Schlange
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Deathbringer – Der Kuss der Schlange hat mich von Beginn an mit seinem komplexen und außergewöhnlich kreativen Magiesystem beeindruckt. Es wirkt vor allem nicht wie eine Variante von etwas Bekanntem, sondern ...

Deathbringer – Der Kuss der Schlange hat mich von Beginn an mit seinem komplexen und außergewöhnlich kreativen Magiesystem beeindruckt. Es wirkt vor allem nicht wie eine Variante von etwas Bekanntem, sondern wie etwas Eigenständiges, das diese Welt trägt und den Figuren eine besondere Tiefe verleiht. Die vielschichtigen Charaktere sind ein weiterer großer Pluspunkt. Jede Figur bringt ihre eigenen Wunden, Geheimnisse und Beweggründe mit, und genau diese Mischung macht es so leicht, sich emotional einzulassen. Man spürt, dass hinter jeder Entscheidung mehr steckt als nur reine Erzählstrang – es gibt echte innere Konflikte, die nachhallen. Sehr angenehm fand ich auch, dass die Geschichte mit erfreulich wenig Spicemomenten auskommt. Statt sich auf überbordende Romantik zu stützen, vertraut der Roman auf Atmosphäre, Spannung und die Dynamik zwischen den Figuren.
Dadurch bleibt für mich der Erzählfluss durchgehend in Bewegung, ohne dass sich irgendetwas „klebrig“ anfühlt oder unnötig in eine bestimmte Richtung gedrängt wird. Die Handlung steht klar im Mittelpunkt – und die Beziehungsebenen entwickeln sich so, wie es sich richtig anfühlt: organisch und mitwachsend, statt als alleiniger Antrieb der Geschichte.
Das tut dem Erzählfluss gut und lässt die Handlung für sich wirken.Viele Fragen werden im Verlauf beantwortet, doch es bleiben bewusst lose Enden, die neugierig machen und Raum für Spekulationen lassen. Und dann dieser Epilog – intensiv, überraschend und mit einer Wucht, die den Blick sofort auf den nächsten Band lenkt.
Ein kleiner Wunsch bleibt: Eine Karte hätte mir geholfen, die Welt noch besser zu verorten. Das ist allerdings Meckern auf hohem Niveau. Ebenso hätte ein Glossar mir den Einstieg erleichtert, denn gerade am Anfang hatte ich schon einige Mühe, mich in die Namen und Begrifflichkeiten hineinzufinden.Trotz dieser Kleinigkeiten ist Deathbringer – Der Kuss der Schlange ein spannender Auftakt – und für einen Debütroman wirklich sensationell. Ich mochte es sehr, Viola, Sylas und Lyria auf ihrem Weg zu begleiten – ihre Perspektiven, ihre Entscheidungen und all die kleinen Momente, die sie für mich greifbar machen.
Die Autorin zeigt eine starke Handschrift, viel Fantasie und ein Gespür für Atmosphäre. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil und darauf, wie sich all die offenen Fäden weiter verweben.

Wer Geschichten sucht, die nicht von Romantik oder expliziten Szenen dominiert werden, sondern von Handlung, Atmosphäre und inneren Konflikten, ist hier goldrichtig.

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Veröffentlicht am 12.07.2026

Optisch stark, erzählerisch enttäuschend

Dragon Cursed – Zeig keine Gnade
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Aufmerksam geworden bin ich zunächst durch das eindrucksvolle Cover, das sofort eine atmosphärische, geheimnisvolle Geschichte verspricht. Doch diese Erwartung konnte der Inhalt für mich nicht erfüllen.

Schon ...

Aufmerksam geworden bin ich zunächst durch das eindrucksvolle Cover, das sofort eine atmosphärische, geheimnisvolle Geschichte verspricht. Doch diese Erwartung konnte der Inhalt für mich nicht erfüllen.

Schon früh stellte sich ein grundlegendes Problem ein: Die Welt, in der Isola lebt, bleibt seltsam schemenhaft. Wichtige Begriffe wie Sigillen, Ätherlicht oder Geißeln werden eingeführt, ohne dass sie wirklich erklärt oder in den Kontext der Handlung eingebettet werden. Statt Neugier zu wecken, haben mich diese unklaren Konzepte immer wieder aus der Geschichte herausgerissen. Ich hatte das Gefühl, ständig nach Orientierung zu suchen, statt mich in der Welt verlieren zu können.

Auch erzählerisch konnte mich der Roman nicht erreichen. Die Handlung zieht sich über weite Strecken, ohne Spannung aufzubauen oder emotionale Tiefe zu entwickeln. Immer wieder ertappte ich mich dabei, das Buch zur Seite legen zu wollen, weil die Längen überwogen und ich keinen echten Bezug zu den Figuren oder ihrem Weg fand. Weder war ich berührt, noch fühlte ich mich mitgerissen – und auch der Fortgang der Geschichte konnte mich nicht neugierig halten.

Am Ende blieb der Eindruck eines Romans, der zwar mit einem schönen Cover lockt, aber erzählerisch und atmosphärisch nicht das einlöst, was er verspricht. Für mich war es mühsam, das Buch bis zum Schluss zu lesen, und ich werde die weiteren Bände nicht verfolgen. Die Geschichte hat mich weder gefesselt noch emotional erreicht, und die Welt blieb mir zu unklar, um darin wirklich heimisch zu werden.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Zwischen zwei Welten

Kissed by the Gods – Die ewigen Kriege
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Kissed by the Gods fühlt sich an wie ein Buch, das einen direkt am Herzen packt – nicht laut, nicht übertrieben, sondern mit einer stillen, stetigen Intensität. Caty Rogan erzählt von einer jungen Frau, ...

Kissed by the Gods fühlt sich an wie ein Buch, das einen direkt am Herzen packt – nicht laut, nicht übertrieben, sondern mit einer stillen, stetigen Intensität. Caty Rogan erzählt von einer jungen Frau, die zwischen göttlichen Erwartungen und ihrem eigenen Bedürfnis nach Freiheit steht. Was dabei entsteht, ist eine Geschichte, die überraschend menschlich wirkt, obwohl sie in einer Welt voller Mythen spielt.

Die Protagonistin Leina ist keine Heldin im klassischen Sinn. Sie zweifelt, stolpert, fühlt zu viel und manchmal auch zu wenig – und genau das macht sie so nahbar. Die Autorin beschreibt ihre innere Zerrissenheit mit einer Feinheit, die berührt, ohne sentimental zu werden. Man spürt, wie schwer es ist, sich selbst treu zu bleiben, wenn die Welt – oder in diesem Fall die Götter – etwas anderes verlangen.

Die zwischenmenschliche Ebene entwickelt sich langsam, fast tastend, was mir persönlich sehr gut gefällt. Sowohl die Liebesgeschichte als auch die Handlung und die expliziteren Momente bleiben bewusst zurückgenommen und wirken dadurch stimmig, ohne den Text zu dominieren.

Auch die mythologische Ebene trägt dazu bei, dass das Buch eine besondere Atmosphäre bekommt. Die Götter sind mächtig, aber nicht unnahbar; ihre Fehler und Verletzlichkeiten machen die Welt glaubwürdig. Die Mischung aus moderner Realität und göttlicher Schwere fühlt sich für mich stimmig an.

Kissed by the Gods ist ein Roman über Mut, Verletzlichkeit und die Frage, wie man seinen eigenen Weg findet, wenn die Welt etwas anderes von einem erwartet. Diese Geschichte empfehle ich allen, Leserinnen und Lesern, die moderne Fantasy mit mythologischen Einflüssen mögen. Die Götterwelt ist präsent aber nicht zu überladen.

Das Ende lässt genug offen, um die Neugier zu wecken – meine Vorfreude auf die Fortsetzung ist groß.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Ein kurzer Schlag in die Magengrube – und eine Parabel über zweite Chancen

Insel der Ratten
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„Insel der Ratten“ markiert einen spannenden Wendepunkt im Schaffen des Autors: seine erste Dystopie und sie wirkt genau so: roh, direkt, ohne Umwege erzählt. Mit etwas über vier Stunden Laufzeit ist das ...

„Insel der Ratten“ markiert einen spannenden Wendepunkt im Schaffen des Autors: seine erste Dystopie und sie wirkt genau so: roh, direkt, ohne Umwege erzählt. Mit etwas über vier Stunden Laufzeit ist das Hörbuch für mich eher eine Kurzgeschichte, aber eine, die erstaunlich viel Raum für moralische Grauzonen lässt.

Die Sprecher machen viel aus. Oliver Siebeck klingt wie immer eindrücklich, fast körperlich präsent, während Laura Bischoff für mich eine neue Stimme war – und eine, die ich gern wiederhören würde. Beide schaffen es, die düstere Grundstimmung zu tragen, ohne sie zu überzeichnen.

Inhaltlich bewegt sich die Geschichte zwischen Selbstjustiz und Rache, und sie zieht das konsequent bis zum Ende durch. Keine Ausflüchte, keine moralischen Hintertüren. In einer Welt, die nach einer Pandemie völlig zerfallen ist, kämpfen die letzten Überlebenden zwischen Hunger, Gewalt und moralischem Verfall ums Dasein.
Trotz der Kürze gelingt es dem Autor jedoch, eine vollständige Welt zu zeichnen, Spannung aufzubauen und die dystopischen Elemente klar herauszuarbeiten. Gleichzeitig taucht immer wieder das Thema zweite Chancen auf – nicht sentimental, eher wie ein Stein, den man im Schuh hat und der einen zwingt, weiter darüber nachzudenken.

Am Ende bleibt man nachdenklich zurück. Vielleicht ist Insel der Ratten tatsächlich eine Parabel – über Schuld, Verantwortung und die Frage, ob Rache jemals wirklich etwas heilt. Oder ob sie nur neue Wunden schlägt.

Eine kleine Geschichte, die länger wirkt, als sie dauert.

Auch wenn die Spielzeit kurz ist, bleibt das Hörbuch sehr hörenswert – besonders für alle, die kompakte, dichte Geschichten mögen und Wert auf starke Sprecherleistungen legen.

Und für alle Fans von düsteren Dystopien wie zum Beispiel Ins fahle Herz des Sommers von Andreas Eschbach

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Zwischen Wahrheit, Lüge und allem dazwischen

Weil sie lügt
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Weil sie lügt“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es ist weit mehr als ein klassischer Spannungsroman – es ist eine Geschichte über Vertrauen, Geheimnisse und die Frage, wie gut wir die Menschen ...

Weil sie lügt“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Es ist weit mehr als ein klassischer Spannungsroman – es ist eine Geschichte über Vertrauen, Geheimnisse und die Frage, wie gut wir die Menschen wirklich kennen, die uns am nächsten stehen.

Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie die Autorin mit Wahrheit und Täuschung spielt. Immer wieder entstehen neue Zweifel, Vermutungen und Wendungen, sodass man als Leserin oder Leser ständig versucht, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Doch genau dann, wenn man glaubt, die Zusammenhänge durchschaut zu haben, eröffnet die Handlung eine neue/ andere Perspektive. Das macht den Roman unglaublich spannend und sorgt dafür, dass man ihn nur schwer aus der Hand legen kann.

Auch die Figuren sind vielschichtig und authentisch gezeichnet. Niemand wirkt vollkommen gut oder eindeutig böse, vielmehr tragen alle ihre eigenen Ängste, Schwächen und Geheimnisse mit sich. Gerade diese psychologische Tiefe macht die Charaktere glaubwürdig und verleiht der Geschichte eine besondere Intensität. Ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, auch wenn man sie nicht immer gutheißen kann.

Neben der Spannung hat mich das Buch vor allem durch seine emotionalen und zwischenmenschlichen Aspekte überzeugt. Es zeigt, wie schnell Vertrauen erschüttert werden kann und wie stark Menschen von ihren Erinnerungen, Gefühlen und persönlichen Wahrheiten geprägt werden. Dabei regt die Geschichte immer wieder zum Nachdenken an: Wie viel wissen wir tatsächlich über andere Menschen? Und wie oft sehen wir nur das, was wir sehen möchten?

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und atmosphärisch, sodass man mühelos in die Handlung eintaucht. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut und bis zum Ende gehalten, ohne dabei übertrieben oder zu konstruiert zu wirken. Die Auflösung hat mich überrascht, wirkte am Ende aber dennoch stimmig. Zwei, drei Details sind für mich offen geblieben, doch das fällt eher unter Meckern auf hohem Niveau.

Insgesamt ist „Weil sie lügt“ ein packender, intelligent erzählter Psychothriller, der Spannung und Tiefgang gekonnt miteinander verbindet.
Wer Geschichten mit komplexen Figuren, emotionaler Intensität und überraschenden Wendungen mag, wird an diesem Roman viel Freude haben.


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