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Veröffentlicht am 15.08.2024

Rückkehr nach Silver Springs

Silver Springs. Thunder in Your Soul
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Auf Band 2 der Montana-Love-Reihe habe ich mich total gefreut. Erst mal sehen beide Bücher zusammen super-schön im Regal aus. Aber auch was die Geschichte angeht, war ich nach dem Cliffhanger und der Leseprobe ...

Auf Band 2 der Montana-Love-Reihe habe ich mich total gefreut. Erst mal sehen beide Bücher zusammen super-schön im Regal aus. Aber auch was die Geschichte angeht, war ich nach dem Cliffhanger und der Leseprobe im Anhang des ersten Teils richtig angefixt. Nach Campleiter Reed steht diesmal seine Schwester Hazel im Fokus.

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Darum geht’s: Der ehemalige Olympia-Athlet Neo kommt als Schwimmtrainer ins Feriencamp Silver Springs. Als Jugendlicher hatte er dort eine Beziehung mit Hazel - und die hatte Folgen. Plötzlich steht Neo nicht nur Hazel gegenüber, sondern auch seiner Tochter Maila, von deren Existenz er bisher nichts wusste, gegenüber. Alte Gefühle lodern wieder auf. Aber Hazel hat Angst, erneut verlassen zu werden…

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Die Geschichte geht weiter, wo sie in Band 1 aufgehört hat. Es gibt kein langes Vorgeplänkel. Schnell ist klar, was hier Sache ist und wie die Protagonisten zueinander stehen. Wir haben hier eine Second Chance-Romance mit sehr dynamischer Handlung. Die Geschehnisse treten nie auf der Stelle oder drehen sich im Kreis. Ich konnte mich sehr gut in Hazel hineinversetzen. Maila ist sowieso zuckersüß. Allein mit Neo hatte ich ein paar Probleme. Mich hat seine etwas derbe Ausdrucksweise in den spicy Szenen gestört. Außerdem ist mir sein Verhalten teilweise zu besitzergreifend. Das geht für mein Empfinden schon in eine toxische Richtung - weshalb ich zuweilen nicht wusste, ob ich Hazel hier wirklich ein Happy End wünschen sollte. Insgesamt sind aber alle Charaktere toll ausgearbeitet und konnten mich mitnehmen auf ihre emotionale Reise.

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Richtig toll sind auch in diesem Band wieder die Feriencamp-Vibes eingefangen. Schwimmkurse, Lagerfeuerabende und Jugendliche, die auch mal über die Stränge schlagen - der Aufenthalt in Silver Springs riecht nach Sonnencreme, Abenteuer und jeder Menge Spaß. Sogar ernste Aspekte werden hier angesprochen und stimmig in die Story integriert, was ich richtig gut finde.

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Fazit: Tolle Kulisse, tolle Charaktere tolle Handlung. Eine gefühlvolle Lovestory mit Tiefgang. Auch Silver Springs 2 hat mir gut gefallen und bewegt sich auf einem Level mit Band 1. Beide Bände ergeben zusammen eine wunderbare Einheit.

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Veröffentlicht am 10.08.2024

Zurück in die 80er

Finster
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Eins ist mal sicher: Ivar Leon Menger gehört zu den wohl vielseitigsten Autoren, die wir hier in Deutschland haben. Nichts, was ich bisher von ihm gelesen oder gehört habe, gleicht dem anderen. Er guckt ...

Eins ist mal sicher: Ivar Leon Menger gehört zu den wohl vielseitigsten Autoren, die wir hier in Deutschland haben. Nichts, was ich bisher von ihm gelesen oder gehört habe, gleicht dem anderen. Er guckt nicht bei sich selbst ab oder bleibt in bekannten Fahrwassern stecken. Nein, er entwickelt ständig etwas Neues und überrascht so immer wieder. Das ist auch bei seinem neuen Thriller FINSTER wieder der Fall.
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Darum geht’s: Mai 1986. In Katzenbrunn verschwindet ein 13-jähriger Junge spurlos. Schon seit Jahren werden in dem Dorf immer wieder Kinder vermisst gemeldet. Hans J. Stahl, Kriminalkommissar a.D., kommt wegen der ungelösten Fälle nicht zur Ruhe. Deshalb kehrt er noch einmal nach Katzenbrunn zurück…
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Der Plot erinnert auf verstörende Art und Weise an den Film “Es geschah am hellichten Tag” bzw. den Roman “Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt. Ivar Leon Menger verarbeitet die klassische Vorlage hier neu. Zeitlich geht es zurück in die 80er und in ein Dorf, in dem man nicht tot überm Zaun hängen will. Katzenbrunn erscheint als trostloses Kaff ohne Hoffnung und Zukunft. Die Bewohner sind auch alle ziemlich suspekt. Menger erzählt aus mehr als zehn unterschiedlichen Perspektiven. Unübersichtlich wird es nicht, denn Menger zeichnet alle Charaktere so individuell, dass keine Verwechslungsgefahr besteht. Jedem einzelnen Dorfbewohner habe ich zugetraut, mehrere Leichen im Keller zu haben. Naja, irgendwie haben sie das auch alle - also, zumindest im übertragenen Sinn. Kurze Kapitel treiben die Handlung voran. In einem flotten Tempo offenbart sich ein verstörendes Geheimnis nach dem anderen. Das Spannungslevel ist durchweg hoch.
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In Katzenbrunn ist alles und jeder verdächtig. An entscheidender Stelle hatte ich einen WTF-Moment, der sich gewaschen hat. Mir ist echt die Kinnlade runtergeklappt und ich habe ganz schön blöd aus der Wäsche geguckt. Ich habe die betreffende Seite X-Mal gelesen und vor und zurück geblättert. Ist es ein Fehler im Skript? Habe ich zuvor etwas übersehen? Nein. Menger ist es einfach in jeder erdenklichen Hinsicht gelungen, mich und mein Gehirn an der Nase herumzuführen. Ich hatte alles auf dem Schirm und letztendlich doch gar nichts. Ein Verwirrspiel sondergleichen. Sehr genial gemacht.
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Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Der Plottwist ist so simpel aber doch so genial. Überzeugt euch selbst. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.08.2024

Begegnung mit dem Tod

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
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Ich weiß: I'm late to the Bookparty! Aber besser spät als nie. Seit BELLADONNA Anfang des Jahres erschienen ist, stand die Buch-Schönheit ungelesen im Regal. Die Fortsetzung FOXGLOVE durfte quasi blind ...

Ich weiß: I'm late to the Bookparty! Aber besser spät als nie. Seit BELLADONNA Anfang des Jahres erschienen ist, stand die Buch-Schönheit ungelesen im Regal. Die Fortsetzung FOXGLOVE durfte quasi blind einziehen, ohne dass ich überhaupt wusste, ob die Reihe etwas für mich ist. Jetzt kenne ich die Antwort…
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Muss ich zur Handlung überhaupt noch viel sagen? Es geht um die 19-jährige Signa, die eine besondere Verbindung zum Tod hat. Viel mehr wusste ich gar nicht, als ich mir das Buch gekauft habe. Und da ich Rezensionen höchstens überfliege, wenn ich ein Buch selbst lesen will, habe ich alles andere einfach auf mich zukommen lassen. Deshalb war ich echt überrascht vom Setting. Die Handlung spielt im 19. Jahrhundert. Es gibt die Ballsaison als Heiratsmarkt, herrschaftliche Häuser, hübsche Kleider etc. Vielleicht habt ihr schon mal mitbekommen, dass ich dieses historische Szenario sehr mag. Crime und Mystery mag ich auch. Und alles zusammen ergibt hier einen wirklich gelungenen Genre-Mix.
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Kann man den Tod lieben? Ja, man kann! Diese Figur hat hier eine faszinierende Anziehungskraft - nicht nur auf Signa. Immer wenn er Signa mit “Vögelchen” angesprochen hat, hatte ich prickelnde Schauer auf der Haut. Die Plotidee und die Chemie der Protagonisten hat mir so gut gefallen, dass ich mir noch viel mehr gemeinsame Szenen der beiden gewünscht hätte. Ich habe ständig dem nächsten Aufeinandertreffen entgegengefiebert. Und jetzt haltet euch fest: Sogar die zwei spicy Szenen, die es hier gibt, habe ich total genossen, weil sie einfach gut und stimmig umgesetzt sind.
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“Der Tod zog die Nacht um sich, nahm die Mondsichel als Sense…” (Zitat, S. 362). Das ist eines von vielen Beispielen für den schönen, bildhaften und poetisch-mystischen Schreibstil von Adalyn Grace, der mich magisch durch die Handlung zieht. Nach kleineren Längen und ein bisschen Dahin-Geplätscher im Mittelteil, zieht die Geschichte im letzten Drittel nochmal so richtig an. Ich war sowas von bei der Sache und wollte jede noch so kleine Kleinigkeit der Story in mich aufsaugen. Angesichts des Endes hätte ich nicht übel Lust, nahtlos Band 2 zu lesen. Andererseits möchte ich diese finale Spannung aber auch auskosten und meinen Gedanken und Gefühlen noch ein bisschen nachhängen.
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Fazit: Ein tolles Buch. Ich vergebe 4⭐️. Meine Erwartungen an die Fortsetzung sind groß!

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Romantic-Suspense auf Sylt

Vor uns das Rauschen des Meeres
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Meine bisherigen Versuche mit dem Genre-Mix New Adult, Romance und Suspense waren bisher eher ein Griff ins Klo. Sprich: Sie konnten mich wenig bis gar nicht begeistern. Deshalb war ich auch mehr als unschlüssig, ...

Meine bisherigen Versuche mit dem Genre-Mix New Adult, Romance und Suspense waren bisher eher ein Griff ins Klo. Sprich: Sie konnten mich wenig bis gar nicht begeistern. Deshalb war ich auch mehr als unschlüssig, ob ich mit dem Auftakt der Sylt-Suspense-Trilogie von Janine Ukena nochmal einen Anlauf wagen soll. Unzählige Male hatte ich den Roman in der Buchhandlung in der Hand. Optisch ist das Buch die pure Verlockung. Den Klappentext fand ich aufgrund meiner Skepsis so naja. Letztendlich habe ich aber meiner inneren Stimme nachgegeben und das Buch gekauft. Heute kann ich sagen, dass ich es diesmal nicht bereue.
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Darum geht’s: Sophie kehrt nach dem Tod ihres Vaters zurück nach Sylt. Sie ist auf der Suche nach Antworten. War ihr Vater tatsächlich ein Betrüger? Maximilian Rose ist der Sohn eines reichen Hotelketten-Eigentümers und für Sophie Mittel zum Zweck, um an Infos heranzukommen. Echte Gefühle sind bei dem falschen Spiel nicht eingeplant…
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Gleich zu Beginn hat mich der wahnsinnig schöne Schreibstil von Janine Ukena beeindruckt. Ihre Worte stecken voller Poesie und haben gleichzeitig so viel Kraft, dass sie mich wie magisch mitten in die Szenerie hineinkatapultieren. Ich bewege mich im Spannungsverhältnis unterschiedlicher Welten. Irgendwo zwischen eisigem Kalkül und feurigen Emotionen. Die Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Sophie und Max erzählt. Beide mag ich richtig gern. Max zugegebenermaßen noch einen gehörigen Ticken mehr. Natürlich entpuppt sich der vermeintlich schnöselige und arrogante Typ aus reichem Hause, als rundum netter und bodenständiger junger Mann, der unter dem Erwartungsdruck seines Vaters leidet. Schmacht-Potenzial hoch 10. Maxton Hall-Vibes pur!
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Ich bin aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit dem Genre mit gemäßigten Erwartungen an die Geschichte herangegangen. Die Grundstory gibt Suspense her. Die Handlung umweht so ein gewisser Hauch. Sehr dezent und wohldosiert eingestreut. In diesem Fall für meinen Geschmack aber absolut stimmig umgesetzt.
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Janine Ukena hat mich positiv überrascht und ich möchte definitiv mehr von ihr lesen. Gut also, dass es sich um eine Trilogie handelt. Im zweiten Band wird Erik im Vordergrund stehen, der hier schon der interessanteste Nebencharakter für mich war. Ich bin sehr gespannt und freue mich richtig darauf, bald auch in seine Geschichte abtauchen zu können. „Zwischen uns das Flüstern der Wellen“ erscheint im Oktober 2024.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Ein Satz mit X

Death TV
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Eigentlich vergebe ich ja nie, nie, nie nur einen Stern. Eigentlich. Denn diesmal kann ich leider Gottes nicht anders. Ich weiß beim besten Willen nicht, wofür ich hier eine höhere Bewertung abgeben sollte. ...

Eigentlich vergebe ich ja nie, nie, nie nur einen Stern. Eigentlich. Denn diesmal kann ich leider Gottes nicht anders. Ich weiß beim besten Willen nicht, wofür ich hier eine höhere Bewertung abgeben sollte. Ich konnte diesem Thriller leider überhaupt nichts Positives abgewinnen. Sorry, aber das war für mich leider eine totale Nullnummer.
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Was soll ich sagen? Allein wegen Titel und Cover und weil Thriller draufsteht, wollte ich das Buch lesen. Den Klappentext habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Das hat mich zusätzlich neugierig gemacht. Es hätte mir aber wohl eine Warnung sein sollen.
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Also, es geht hier irgendwie um Frankie, die Mentalistin ist und ihren Bruder vor der Pleite bewahren will. Dafür verkauft sie ihr Leben an ein TV-Format, bei dem Menschen vor einem Millionenpublikum sterben - in echt. Das erfahren wir direkt zu Beginn des Buches. Den Einstieg fand ich bizarr und habe gedacht, dass es schon besser werden wird. Beim Weiterlesen musste ich aber feststellen,dass der Anfang wohl noch das Beste war. Es geht nämlich weiter mit seltsamen Szenen sowie langatmigen und nicht wirklich zielführenden Passagen. Ich habe mich ständig gefragt: Was soll das alles? Wo will das Buch mit mir hin? Ja und wo ist überhaupt der Thriller?
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Der Verlag kündigt das Buch als nervenaufreibenden Thriller an, der Auftragsmord und Zaubershow kombiniert. Wie bereits gesagt, den Thriller habe ich nicht gefunden. Und auch die Vibes der anderen Elemente sind nicht rübergekommen. Protagonistin Frankie bleibt völlig profillos. Gleiches gilt für die anderen Charaktere, die hier vorkommen. Mich hat hier rein gar nichts gepackt. Das Ende: Ein Witz oder eine Frechheit - jedenfalls eines Thrillers nicht würdig. Vielleicht habe ich aber nicht nur den Klappentext, sondern auch die Story an sich nicht verstanden? Sollte das so sein, tut es mir leid und ich bin offen für Erklärungen.
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Für DEATH TV gibt's von mir die Goldene Himbeere. Hört sich zumindest netter an als 1⭐️.

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