Profilbild von ASK_1212

ASK_1212

Lesejury Star
offline

ASK_1212 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ASK_1212 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2024

Die perfekte Welle

Broken Heart Summer – Deep Blue Nights
0

Dies war das sechste Buch, das ich von Tonia Krüger gelesen habe. Nach der Broken Heart Summer-Dilogie erhebe ich Tonia Krüger offiziell in den Kreis meiner Lieblingsautor*innen. Einfach weil sie in ihren ...

Dies war das sechste Buch, das ich von Tonia Krüger gelesen habe. Nach der Broken Heart Summer-Dilogie erhebe ich Tonia Krüger offiziell in den Kreis meiner Lieblingsautor*innen. Einfach weil sie in ihren Büchern immer den richtigen Ton findet und tief in mein Herz trifft.
.
Die Handlung von DEEP BLUE NIGHTS spielt ein Jahr nach den Geschehnissen in Band 1. Es ist eine "Nach dem Happy End-Story". Und genau das fühlt sich so verdammt richtig und gut an. Denn auch wenn die Welt der Lovestories uns vorgaukelt, dass eine NA-Lovestory mit dem Happy End auserzählt ist, wissen wir doch alle, dass dem nicht so ist. Es gibt auch darüberhinaus noch eine Geschichte. Dieser Ansatz gefällt mir richtig gut und macht die Dilogie zu einem besonderen Leseerlebnis.
.
Die Story wird erneut aus doppelt weiblicher Sicht erzählt. Unsere aus Band 1 bekannten Protagonistinnen Rea und Maya treffen sich nach einem Jahr wieder. Zwischenmenschlich haben sie noch etwas aufzuarbeiten. Aber auch darüber hinaus tut sich einiges. Und plötzlich gerät das Happy ever after-Gefühl auf Hawaii gehörig ins Wanken. Die Geschichte belichtet intensiv und sehr empathisch verschiedene Aspekte von Liebe und Freundschaft. Obwohl Cam als männlicher Part keine eigenen Kapitel hat, ist er in der Geschichte nicht zu kurz gekommen. Auch in ihn konnte ich mich richtig gut einfühlen.
.
Mein Lesetempo habe ich hier aus gegebenem Anlass wieder angepasst und runterfahren. Ich habe mich einmal mehr in Tonia Krügers wunderbaren Schreibstil mit unendlich vielen schönen Sätzen und Beschreibungen fallen lassen. Ich wollte einfach alles in mich aufsaugen und genießen und den Emotionen mit jeder Faser meiner Seele nachspüren. Ich habe die Wolken am Horizont aufziehen sehen und hatte wirklich bis kurz vor Schluss Bedenken, dass sie sich nicht verziehen würden. Umso glücklicher hat mich dann das Ende zurückgelassen.
.
Fazit: Ich bin hier auf der perfekten Buchwelle gesurft. Sie kommt langsam aber gewaltig und hat mich komplett mitgerissen. Wunder-, wunder-, wunderschön!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2024

Zu wenig Aaron, Kai und Ezra

Dunkle Künste und ein Daiquiri
0

Anfang des Jahres hatte der Auftakt der Guild Codex-Reihe bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. "Drei Magier und eine Margarita” war für mich ein echter Überraschungserfolg - zumal ich damit Neuland betreten ...

Anfang des Jahres hatte der Auftakt der Guild Codex-Reihe bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. "Drei Magier und eine Margarita” war für mich ein echter Überraschungserfolg - zumal ich damit Neuland betreten und mich endlich auch mal an das Fantasy-Genre herangetraut habe. Meine Freude auf die Fortsetzung der Reihe war sehr groß.
.
Die Handlung ist auch diesmal wieder humorvoll, spannend und einfallsreich. Annette Marie katapultiert mich wieder in die in Band 1 so liebgewonnene Welt um die chaotische Protagonistin Tori, die als stinknormaler Mensch in die Kneipe einer Mythiker-Gilde gerät. Dort hat sie ja Freundschaft mit Aaron, Kai und Ezra geschlossen - drei besonders sexy Exemplaren ihrer Spezies.
.
Der Schreibstil ist toll und die Geschichte ist auch fesselnd. Trotzdem hat sie mir nicht ganz so gut gefallen, wie der Reihenauftakt. Das liegt daran, dass ich persönlich gerne nochmal meine Zeit im Crow & Hammer mit den drei Jungs verbracht hätte. Statt erneut in diese Atmosphäre einzutauchen, bewegt sich die Story aber von diesem Szenario weg. Tori fungiert als Lockvogel in einem Vermisstenfall und wird von einem Schwarzmagier entführt. Die Handlung spielt sich daraufhin überwiegend an einem anderen Ort ab - ohne Aaron, Kai und Ezra. Natürlich hat Tori das Glück, dass auch ihr Entführer ein sexy Kerl ist und für heiße Momente sorgt. Trotzdem habe ich die anderen drei Jungs im Hauptteil der Handlung doch sehr vermisst. Erst im letzten Drittel beim großen Showdown sind sie wieder an Toris Seite. Und da gab's dann nochmal ein bisschen was von der Dynamik aus Teil 1.
.
Trotz meiner Kritik: Die Story ist auf ihre Art auch gut. Ich freue mich auf weitere Geschichten der Reihe und bin gespannt, was Tori als nächstes erlebt und welche Wesen noch ihren Weg kreuzen - Hauptsache meine drei Lieblingsmythiker mischen dann wieder mehr mit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.08.2024

Liebe, Glück & Familie gefunden

Ocean View Avenue – Momente voller Glück
0

Zum 3. Mal ging es für mich in die Ocean View Avenue. Band 1 und 2 waren toll und so ein bisschen habe ich mich schon gefragt, was da jetzt noch kommen soll, nachdem unsere beiden McNally-Schwestern Harper ...

Zum 3. Mal ging es für mich in die Ocean View Avenue. Band 1 und 2 waren toll und so ein bisschen habe ich mich schon gefragt, was da jetzt noch kommen soll, nachdem unsere beiden McNally-Schwestern Harper und Brooke doch ihre Liebe gefunden haben. Im Abschlussband der Trilogie geht es nun um Naya, die beste Freundin der beiden. Als Bestie war Naya in den vorangegangenen Büchern zwar immer irgendwie präsent - als Protagonistin hatte ich sie aber nicht unbedingt auf dem Schirm. Deshalb habe ich mir die Frage gestellt, ob sie diesen dritten Teil wirklich als Hauptfigur tragen kann.
.
Darum geht’s: Als Sozialarbeiterin kämpft Naya für die Jungs in ihrer Wohngruppe. Als diese wegen Straftaten und Vandalismus in Verdacht geraten, gerät Naya mit Detective Carter Sloan aneinander…
.
Schon nach wenigen Seiten ist klar, wie sehr ich Naya bisher unterschätzt habe. Wie konnte ich bisher übersehen, was sie für eine tolle und starke Frau ist. Also kurz gesagt: Naya hat es absolut verdient, dass der Fokus nun auf ihr liegt. Immer ist sie für andere da. Nun geht es mal um sie. In Rückblicken erfahren wir mehr über ihre harte Vergangenheit. Und so ist es auch mit der männlichen Hauptfigur Carter Sloan, der auch mit Herausforderungen im Leben zu kämpfen hat. Die Enemies-to-Lovers-Geschichte ist den beiden wirklich gut auf den Leib geschnitten. Und so habe ich auch diesen dritten Band, seine Geschichte, Charaktere und das Setting wieder total genossen.
.
Nun heißt es also Abschied nehmen. Die Ocean View Avenue-Trilogie hat mir rundum gefallen - jeder Band auf seine ganz eigene Art und Weise. Ella Thompson hat in dieser Wohlfühlreihe neben den einzelnen Liebesgeschichten einen Found Family-Trope umgesetzt. Ich durfte ein Teil davon werden. Der erste Kontakt mit Büchern von Ella Thompson wird für mich mit Sicherheit nicht der letzte gewesen sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2024

Bei Strobel nichts Neues

Stalker – Er will dein Leben.
0

Die Thriller von Arno Strobel begleiten mich nun schon so lange – und ich lese sie immer weiter, obwohl sie mich zuletzt meist nicht mehr so richtig begeistern konnten. Die letzten Bewertungen sind mittelprächtig ...

Die Thriller von Arno Strobel begleiten mich nun schon so lange – und ich lese sie immer weiter, obwohl sie mich zuletzt meist nicht mehr so richtig begeistern konnten. Die letzten Bewertungen sind mittelprächtig ausgefallen. Und trotzdem wurde ich erneut angelockt – diesmal mit dem Versprechen, das STALKER im Vergleich zum Vorgänger wieder deutlich mehr auf der Psycho-Schiene fahren soll. Davon musste ich mich natürlich überzeugen.
.
Wie eigentlich alle Strobel-Thriller beginnt auch STALKER wieder recht stark. Da werden Spannung und Tempo aufgebaut. Deshalb konnte ich auch darüber hinwegschauen, dass der Titel für mein Empfinden nicht zum Plot passt. Mit dem Begriff Stalker verbinde ich etwas anderes, als es hier erzählt wird. Aber Schwamm drüber, wenn die Story an sich interessant und spannend ist. Und das ist sie eben erst mal. Ruckzuck geht es durch die Seiten und schon ist der Punkt erreicht, an dem sich ein Abbruch einfach nicht mehr lohnen würde – obwohl die Handlung dann merkliche Längen entwickelt und dadurch auch einen gewissen Nerv-Faktor bekommt. Hier tun sich wieder bekannte Schwachstellen auf. Das fängt mit dem Schreibstil an, bei dem im Verlauf zunehmend auffällt, wie einfach er doch gehalten ist. Mir persönlich fehlt es an Feinheiten und Raffinesse. Ich finde, da kann man einem Thriller-Leser durchaus etwas mehr Anspruch zumuten. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr merke ich auch, dass es den Charakteren an Tiefe fehlt. Obwohl ich in die Vergangenheit des Protagonisten eintauche, wird seine Person für mich an keiner Stelle richtig greifbar. Alle anderen Figuren sind sowieso nur Staffage. Der absolute Knackpunkt ist für mich das Ende, das mir eine seltsam abrupte und kurz abgehandelte Auflösung präsentiert. Das soll wahrscheinlich einen knalligen Schlusspunkt setzen, lässt mich aber irgendwie unbefriedigt im luftleeren Raum zurück.
.
Fazit: STALKER hat mich nicht überzeugt, ist aber als schneller Thriller-Snack für Zwischendurch trotzdem okay. Abschalten, lesen, fertig. So funktioniert das Buch ganz gut. Die erste Hälfte war für mich noch relativ gelungen und rettet die 3 Sterne. Insgesamt gilt hier: Kann man lesen, muss man aber nicht. Aus der Mörderfinder-Reihe bin ich bereits ausgestiegen. Ob ich mir auch den nächsten Strobel-Stand Alone mal spare? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Man wird sehen…

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2024

Humorvolle Romantasy für junge Mädels

Silvercliff Hall – Vom Zauber geküsst
0

Es braucht manchmal nur ein paar wenige Worte als Initialzündung und schon fühle ich mich magisch zu einem Buch hingezogen. Hier waren es im Klappentext die Worte “Oxford”, “Bibliothek” und “19. Jahrhundert". ...

Es braucht manchmal nur ein paar wenige Worte als Initialzündung und schon fühle ich mich magisch zu einem Buch hingezogen. Hier waren es im Klappentext die Worte “Oxford”, “Bibliothek” und “19. Jahrhundert". Als das Buch dann bei mir ankam, war ich erstaunt, das es sich um ein Hardcover handelt. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Das Cover wirkt auf den ersten Blick etwas blass. Schaut man genauer hin, entpuppt es sich als wahre Schönheit mit wunderbarer Haptik, edlem Perlmuttschimmer, dezenten Pastellfarben und kleinen Abbildungen, die es zu entdecken gibt. Mit der hellen Farbgebung hebt sich das Buch von anderen, meist düsteren Fantasy-Covern ab, was durchaus schon Rückschlüsse auf den Inhalt zulässt.
.
Darum geht's: Emilia kommt aus der Vergangenheit in die Gegenwart, um die zauberhafte Akademie Silvercliff Hall zu retten. Dabei stößt sie mit Nathan zusammen. Fortan sind beide auf magische Weise miteinander verbunden…
.
Der Anfang des Buches hat mich direkt begeistert. Die Ausgangssituation ist humorvoll, die Protagonisten sympathisch und das Setting so beschrieben, dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Schnell ist mir dann aber klar geworden, dass ich hier ein Buch vor mir habe, das auf ein doch sehr junges Lesepublikum zugeschnitten ist. Ich würde sagen, vor allem auf Mädels im Vor- oder höchstens frühen Teenageralter. Der Schreibstil ist einfach und schnörkellos, die Handlung nett und liebreizend.
.
Die Geschichte plätschert etwas vor sich hin und hat mich über den starken Anfang hinaus nicht mehr richtig gepackt. Hier wird eine überschaubare Geschichte auf vergleichsweise viele Seiten ausgedehnt. Dadurch ist mir so ein bisschen das Interesse flöten gegangen. Und doch gab es immer wieder interessante Szenen und gute Ideen, die mich zum Weiterlesen animiert haben. Schließlich gibt es auch noch ein tolles Finale mit einem super Cliffhanger, denn ja, hier handelt es sich um Band 1 einer neuen Jugendbuchreihe.
.
Der Auftakt der Silvercliff Hall-Reihe ist insgesamt ganz nett zu lesen. Wenn man nicht allzu viel erwartet, hat man trotz fehlender Tiefe auch als erwachsener Leser Spaß an der Geschichte. Ich würde das Buch als Light-Romantasy für literarische Einsteiger einstufen. Das Ende macht nochmal neugierig auf mehr und macht den Eindruck, als könnte es in der Fortsetzung etwas düsterer zugehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere