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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2025

Blum ist back und zwar in voller Stärke!

Totenrausch
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Zum Buch: Die Bestatterin Brünhilde Blum muss mit ihren beiden Töchtern das Land verlassen, weil sie wegen mehrfachen Mordes gesucht wird. Niemand ist da, um ihr zu helfen. Aber sie kann sich nicht ewig ...

Zum Buch: Die Bestatterin Brünhilde Blum muss mit ihren beiden Töchtern das Land verlassen, weil sie wegen mehrfachen Mordes gesucht wird. Niemand ist da, um ihr zu helfen. Aber sie kann sich nicht ewig verkriechen und beschließt, nach Deutschland zurückzukehren. Sie denkt, dass sie in Hamburg ganz gut untertauchen könnte. Und ihr Plan scheint aufzugehen, sie findet in dem Zuhälter Egon Schiele jemanden, der ihr eine Bleibe, neue Pässe und ein neues Leben gibt. Doch nichts ist umsonst und so steht sie in seiner Schuld und sie kann ihrem alten Ich nicht entkommen…

Meine Meinung: Nachdem mir der zweite Teil der Trilogie so gar nicht zugesagt hat, weil ich mich gefragt hatte, wohin die starke Frau abgeblieben ist, die ich im ersten Band so geliebt habe, bin ich hier wieder voll auf meine Kosten gekommen! Denn natürlich ist Schiele nicht so ein Menschenfreund, dass er für seine Hilfe keine Gegenleistung fordert…
Und hier kommt wieder die starke Frau zu Vorschein, die einfach nicht mehr da anknüpfen möchte, wo sie in Österreich aufgehört hat und Pläne entwickelt, wie sie Schiele täuschen kann. Das Spiel der beiden geht so weit, dass es am Ende darum geht, wer das Ding überleben wird! Denn Schiele packt Blum da, wo es ihr am meisten wehtut: bei ihren beiden Kindern… So stark wie Blum auch ist, war ich froh, dass sie am Ende noch unerwartete Hilfe bekommt!

Der Schreibstil ist wie gewohnt von Aichner: kurz und prägnant. Aber hier ist die Charakterzeichnung wieder sehr viel besser als im zweiten Teil. Blum trifft auf viele Menschen und muss überlegen, ob sie ihr gut- oder schlechtgesinnt sind und ob sie ihr helfen können. Eine starke Frau, die ich hier für ihre Raffinesse wieder einmal bewundert habe!

Mein Fazit: Mit diesem Band geht die Totenfrau-Trilogie zuende und ich muss sagen, dass sie mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat. Auch, wenn Band zwei für mich wirklich schwach war, holen die anderen Bände das wieder heraus! Alles in allem auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Kann der Nothing Man nach so langer Zeit noch gefasst werden?

The Nothing Man
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Zum Buch: Eve Black ist 12 Jahre alt, als ihre ganze Familie von einem Unbekannten ermordet wird. Sie wächst dann bei ihrer Großmutter auf und versucht, ihren Hintergrund zu verdrängen. Eines Tages schreibt ...

Zum Buch: Eve Black ist 12 Jahre alt, als ihre ganze Familie von einem Unbekannten ermordet wird. Sie wächst dann bei ihrer Großmutter auf und versucht, ihren Hintergrund zu verdrängen. Eines Tages schreibt sie aber eine Kurzgeschichte über den Überfall und ihr wird klar, dass sie den Mörder finden will. Also beschließt Eve, ein Buch zu schreiben und schildert auch die anderen Taten, die dem Unbekannten, der von der irischen Garda der „Nothing Man“ genannt wird, zugeschrieben werden. Und ihr Plan scheint aufzugehen…

Meine Meinung: Diese Idee vom Buch im Buch hat mich sehr fasziniert. Man muss zwar konzentriert lesen, weil manchmal verschwimmt, wer gerade schreibt, die Autorin oder Eve Black. Aber es ergibt sich eigentlich aus der Erzählung. Die Autorin Catherine Ryan Howard berichtet, wie es dem Nothing Man heute so ergeht und wie er das wahrnimmt, dass Eve ein Buch über ihn geschrieben hat. Und Eve würdigt alle Opfer noch einmal in ihrem Buch, nimmt Kontakt mit Verbliebenen auf und sucht zusammen mit Ed Healy von der Garda nach Hinweisen, die vielleicht übersehen wurden. Wie nahe sie dem Täter damit wirklich kommt, scheint sie nicht zu ahnen…

Der Schreibstil konnte mich absolut an das Buch fesseln! Die Szenen, in denen der Nothing Man zugeschlagen hat, sind krass zu lesen und man fiebert mit Eve mit, ihn zu schnappen! Es sind also eigentlich zwei Geschichten, die hier am Ende zu einer zusammengeführt werden. Das hat mich wirklich begeistert und je mehr ich über den Nothing Man wusste, desto weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen!

Mein Fazit: Für mich kommt hier nur die volle Punktzahl in Frage! Ich fand das Buch sehr spannend und aufgrund der Erzählweise war es mal etwas gänzlich anderes! Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Was hat es mit den Mädchen auf sich?

Engelskalt
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Zum Buch: Ein Spaziergänger findet in einem Wald nahe Oslo ein sechsjähriges Mädchen, was an einem Baum erhängt wurde. Sie wurde mit einem Schulranzen aufgehängt, um den Hals ein Schild mit der Aufschrift ...

Zum Buch: Ein Spaziergänger findet in einem Wald nahe Oslo ein sechsjähriges Mädchen, was an einem Baum erhängt wurde. Sie wurde mit einem Schulranzen aufgehängt, um den Hals ein Schild mit der Aufschrift „Ich reise allein“. Der Kommissar Holger Munch beschließt, Mia Krüger wieder in sein Team zurückzuholen. Er weiß nicht, dass Mia eigentlich schon mit dem Leben abgeschlossen hat… Aber sie will Holger helfen und fährt wieder mit ihm zurück nach Oslo. Obwohl sie nicht ganz auf ihrer Höhe ist, wird schnell klar, dass diese Entscheidung die Richtige war…

Meine Meinung: Ein sehr grausamer Plot mit den toten Mädchen, denn leider bleibt es nicht bei dem ersten Opfer… Aber toll und einfühlsam geschrieben. Der Autor beschreibt das Team so super, alle sind sehr einfühlsam, gehen vorsichtig mit den Zeugen und Hinterbliebenen um und sind mit Feuereifer dabei. Denn die Zeit rennt ihnen davon. Mia und Holger kommen einfach fast blind miteinander aus, können sich beide jeweils voll aufeinander verlassen. Mias Gedanken funktionieren anders als bei anderen, aber dadurch ist sie sehr feinfühlig. Sie merkt sofort, wenn sich etwas falsch anfühlt. Neu im Team ist auch Gabriel Mork, ein ehemaliger Hacker, der nach einer sehr kurzen Einarbeitungsphase ein wichtiger Mann wird. Er hat auch die richtigen Kontakte, um schnell und unbürokratisch an gewisse Informationen zu kommen. Man mag sie allesamt sofort gerne und fiebert mit ihnen mit! Denn der Täter schafft es leider immer wieder, ihnen einen Schritt im Voraus zu sein!

Einen filmreifen Showdown gibt es dann auch noch, als es für Holger Munch sehr persönlich wird! Spätestens ab da waren meine Fingernägel dann dran… sehr spannend geschrieben!

Mein Fazit: Ein toller Spannungsroman aus Norwegen, der mit kompetenten und sympathischen Ermittlern punktet! Die Story ist gut ausgearbeitet und man mag sofort den Folgeband lesen! Tolle Serie, die ich wirklich weiterempfehlen kann!

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Ein gefährlicher Trip auf der Suche nach Lisa...

Der Trailer
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Zum Buch: Die Kommissarin Frieda Stahnke wird von einem Podcaster zu einer Sendung eingeladen, in der es um einen alten True-Crime-Fall geht. Die junge Lisa verschwand auf einem Trip in den belgischen ...

Zum Buch: Die Kommissarin Frieda Stahnke wird von einem Podcaster zu einer Sendung eingeladen, in der es um einen alten True-Crime-Fall geht. Die junge Lisa verschwand auf einem Trip in den belgischen Ardennen. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort war der Campingplatz Donkerbloem. Von da an verliert sich jede Spur. Frieda kommt aus dem selben Ort wie Lisa und kannte sie flüchtig. Dieser Fall lässt ihr keine Ruhe und da sie gerade vom Polizeidienst suspendiert ist, fängt sie an, in der alten Geschichte herumzuwühlen. Dabei trifft sie auf Wout, der damals Zeuge war, aber anscheinend nichts gesehen hat. Als sie ihn trifft, tritt sie eine Welle los, die niemand für möglich gehalten hätte…

Meine Meinung: Wo soll ich anfangen? Am besten mit den Charakteren. Frieda ist eine schlaue Ermittlerin mit eigenen Methoden. Wout ist ein Kleinkrimineller, der eigentlich ein weiches Herz hat, es aber niemals zeigen würde! Er wuchs in Belgien in ärmlichen Verhältnissen auf und ist da auch Vince begegnet, den Besitzer von Camp Donkerbloem. Gerade weil er ihn kennt, nimmt Wout dann auch die Fährte auf und begibt sich damit in größte Gefahr. Tayfun ist Wouts „Angestellter“, Mädchen für alles und Wout loyal ergeben. Und dann gibt es noch Kathinka. Sie ist Freelancerin und Wouts Untermieterin. Die beiden führen eine besondere Beziehung, die man anfangs nicht ganz versteht. Aber auch sie hat ihre Gründe, diesen alten Fall aufzulösen. Und so bildet sich aus diesen Personen eine Schicksalsgemeinschaft. Ein Charakter ist auf jeden Fall interessanter als der andere.

Die Geschichte nimmt seinen Lauf im Camp Donkerbloem. Dort finden Partys statt, die manchmal aus dem Ruder laufen, von denen Lisa aber nichts geahnt hat und dann ist sie plötzlich verschwunden. Niemand weiß, ob sie noch lebt, da nie eine Leiche gefunden wurde. Sie ist einfach weg.

Kommen wir zum Schreibstil. Ich liebe diese Sprache! Der Autor schafft es sofort, den Leser mitzunehmen in die Ardennen, die so unheimlich und gleichzeitig schön sind! Man bekommt sofort einen guten Einblick in die Lage und zwar ohne langweilige Umgebungsbeschreibungen. Sie fließen einfach mit ein. Die Kapitel sind nach dem jeweiligen Ort gekennzeichnet, denn die Schauplätze sind immer woanders. Der Autor führt uns Stück für Stück zu einem Ende, was aber eigentlich kein Ende ist…

Mein Fazit: Ich bin wie im Rausch durch diese Geschichte geflogen und habe sie innerhalb von zwei Tagen verschlungen! Der Plot, der Schreibstil und die Charaktere haben mich einfach nicht mehr losgelassen! Nun erwarte ich sehnsüchtig die Fortsetzung und kann bis dahin nur meine absolute Empfehlung aussprechen! Linus Geschke ist hier ein ganz tolles Werk gelungen!

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Mehr Emotion als Thrill, dennoch spannend erzählt!

The Castaways
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Zum Buch: Die Schwestern Erin und Lori planen einen Urlaub auf den Fidschi-Inseln. Einen Abend vor dem Flug mit dem Kleinflugzeug auf die kleine Insel geraten die beiden in Streit und nur Lori nimmt das ...

Zum Buch: Die Schwestern Erin und Lori planen einen Urlaub auf den Fidschi-Inseln. Einen Abend vor dem Flug mit dem Kleinflugzeug auf die kleine Insel geraten die beiden in Streit und nur Lori nimmt das Flugzeug am nächsten Morgen. Doch dieses stürzt irgendwo ab. Während Erin mit großen Schuldgefühlen und viel Aufwand nach ihrer Schwester sucht und glaubt, sie für immer verloren zu haben, kämpft Lori auf einer einsamen, unbewohnten Insel um ihr Überleben. Und es ist nicht nur der Hunger, der ihr zu schaffen macht…

Meine Meinung: Ich würde dieses Buch nicht unbedingt als Thriller einordnen, sondern eher als Spannungsroman oder Drama. Nichtsdestotrotz ist es eine sehr spannende Geschichte! Die beiden Schwestern sind hier definitiv die Hauptprotagonisten. Man lernt sie sehr gut kennen, denn in Rückblicken wird ihr Leben sehr gut beschrieben. Und sie sind sehr unterschiedlich, stehen sich aber unheimlich nahe, weil sie recht früh ihre Eltern verloren haben. Ich konnte Erins Schuldgefühle richtig gut nachvollziehen, aber auch Lori ist nicht immer ganz ehrlich gewesen. Und so nähert man sich als Leser dann langsam dem Showdown, der aber nicht unerwartet kommt. Man hat schon so eine Ahnung, was mit dem Flugzeug passiert und warum es abgestürzt ist.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, man liest immer abwechselnd aus der jeweiligen Sicht von Erin oder Lori. Manchmal wird die Gegenwart erzählt und manchmal sind es auch Rückblicke. Das ist aber gut gekennzeichnet mit „Jetzt“ und „Damals“, so dass man als Leser gut mitkommt!

Mein Fazit: Eher ein dramatischer Spannungs-Roman als Thriller, dennoch hat er mir sehr gut gefallen! Ich mochte die Annäherung für den Leser an die beiden Schwestern. Einen Stern Abzug für die etwas vorhersehbare Auflösung. Ich würde das Buch meinen Freundinnen trotzdem empfehlen!

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