Profilbild von Alia-S

Alia-S

Lesejury Star
offline

Alia-S ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alia-S über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2022

Lesenswerter Start in eine neue Reihe

Heartless Dynasty - Der Erbe
0

Atticus De Loughrey erbt nach dem Tod seines Großvaters ein riesiges Firmenimperium. Eine Bedingung allerdings ist eine Hochzeit und die Zeugung eines Erben innerhalb eines Jahres. Als Frau wählt Atticus ...

Atticus De Loughrey erbt nach dem Tod seines Großvaters ein riesiges Firmenimperium. Eine Bedingung allerdings ist eine Hochzeit und die Zeugung eines Erben innerhalb eines Jahres. Als Frau wählt Atticus einen
One-Night-Stand, den er vor einer Weile hatte: Ophelia Evans. Er konnte sie nicht vergessen und dass sie als Kellnerin in einem seiner Restaurants arbeitet, kommt ihm dabei gelegen. Er bietet ihr zehn Millionen Dollar für fünf Jahre als Ehefrau an seiner Seite. Danach können beide ihrer Wege gehen. Ophelia akzeptiert, denn eine solche Summe Geldes macht sie unabhängig von ihrer eigenen Familie. Allerdings stellt sie eine Bedingung: kein Sex und das gewünschte Kind wird auf andere Weise gezeugt werden. Atticus stimmt zwar zu, ist sich aber sicher, seine Braut doch noch herumzukriegen.

K.I. Lynn präsentiert hier einen Plot, der im Genre Romance nicht neu ist. Ein CEO, der nicht an die Liebe glaubt, bietet einer armen jungen Frau viel Geld für die begrenzte Dauer ihrer Beziehung. Sie verändert ihn, erweicht sein kaltes Herz und letztlich finden sie zueinander. Deshalb habe ich zunächst gezögert, bei diesem Roman zuzugreifen. Aber ich habe es nicht bereut. Der Start in eine Reihe, die sich um die Mitglieder der Familie De Loughrey dreht, war größtenteils ein Vergnügen. Denn ja, es gibt durchaus auch Abstriche.

Lynn konnte mich mit einem starken und sexy Einstieg fesseln, der mich neugierig auf sowohl Atticus als auch Ophelia gemacht hat. Was oder wer hat Atticus zu dem kalten und rücksichtslosen Mann gemacht, der er heute ist? Wieso liegt ihm dennoch so viel daran, sich nicht nur um das Unternehmen, sondern auch um seine - völlig inakzeptablen und arroganten - Familienmitglieder zu kümmern? Diese Fragen wurden für mich leider nicht beantwortet, soviel schon mal vorweg. Ophelias Hintergrund wird genauer beleuchtet. Dass sie trotz ihrer unschönen Vergangenheit zu einer selbstbewussten und kämpfenden Frau geworden ist, war imponierend.

Die unterschwellig immer vorhandene Anziehung zwischen den beiden war in jedem einzelnen Kapitel ersichtlich. Dass sich Atticus der Frau an seiner Seite bereits von Beginn an sehr verbunden gefühlt hat, gesteht er sich selbst ein, aber all seine Handlungen zeugen vom Gegenteil. Insofern gehört er für mich - noch - zu einem der unbeliebtesten Protagonisten seit langem.

Die Autorin spricht eingangs von einer Reihe von acht Bänden über die Familie De Loughrey. So hat sie in diesem ersten Teil praktisch alle Personen mal mehr, mal weniger ausführlich eingeführt. Mehr als einmal hat das bei mir für Verwirrung gesorgt: wer zu welchem Familienzweig gehört, wer mit wem verfeindet ist, wer wen betrügt und hintergeht. Gott sei Dank gibt es am Ende einen Stammbaum (den ich mir eher am Anfang gewünscht hätte), den ich zu Rate ziehen konnte.

Trotz allem hat mich die Geschichte um Atticus und Ophelia in ihren Bann gezogen und ich finde es sehr schade, dass der deutsche Verlag aus diesem Buch einen Zweiteiler gemacht hat, dessen Folgeband erst im August erscheinen wird. Ich bin sicher, dass deutsche Leser*innen auch 500 Seiten am Stück verkraftet hätten. Ebenso wie ein Cover mit einem Model, dass man nicht schon zigmal gesehen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2022

Gelungene Romanze mit interessantem Bezug zum Journalismus

Lord of London
0

Nathan Cove ist CEO seines riesigen Versicherungsunternehmens, das er aus einem Start-Up entwickelt hat. Sein schlechter Ruf als Playboy macht ihm allerdings zu schaffen und sein Aufsichtsrat droht ihm ...

Nathan Cove ist CEO seines riesigen Versicherungsunternehmens, das er aus einem Start-Up entwickelt hat. Sein schlechter Ruf als Playboy macht ihm allerdings zu schaffen und sein Aufsichtsrat droht ihm mit Rauswurf, da er angeblich dem Ruf des Unternehmens damit schadet.
Er stimmt einem Interview mit einer seriösen Zeitung zu, um seinen Ehrgeiz und seine Zielstrebigkeit unter Beweis zu stellen. Doch die Journalistin ist Madison Shore, mit der er kürzlich bei einer Hochzeit einen One-Night-Stand hatte, den er nicht vergessen kann. Beide müssen die gegenseitige Anziehungskraft ignorieren, um ihre Karrieren nicht zu gefährden.

Louise Bay bleibt auch mit diesem Roman ihrer Linie und ihrem Stil treu. Weder kann ich ihre Bücher als herausragend noch enttäuschend bewerten. Sie schwimmt irgendwo im Mittelfeld mit. Trotzdem lese ich sie immer wieder gerne.

Nathan und Madison sind nämlich intelligente Charaktere, deren Dialoge teils amüsant, teils prickelnd und immer wortgewandt sind. Sie teilen dieselben ambitionierten Ziele und wollen sich vom Rest ihrer jeweiligen Familie absetzen. Nathan ist der einzige in seiner Verwandtschaft, der nicht Arzt geworden ist. Manchmal fühlt er sich deshalb unterlegen im Kreise seiner Brüder, obwohl es nicht wirklich einen Grund dafür gibt. Ein Wochenende mit Madison im Cottage seiner
Eltern bringt eine wunderbare und witzige Dynamik zum Vorschein, die mich mehr als einmal grinsen liess.

Madison dagegen will sich deutlich von ihrer Mutter abgrenzen, die sich als Klatschreporterin einen Namen gemacht hat. Nicht nur einer der Artikel, die über Nathan als Player berichtet haben und zweifelhafte Fotos beinhalteten, stammte von Mrs. Shore. Umso mehr will Madison diese Tatsache vor Nathan geheimhalten.

Eine der Stellen, die mir besonders gefallen haben, war Madisons Unterhaltung mit ihrer Mutter, in der es um Grenzen des Anstands und deren Auslegung geht. Fraglich allerdings, ob einschlägige Medien in der Realität ebensolche selbstauferlegten Regeln und Filter haben oder ob es lediglich um das Verbreiten von intimen Inhalten geht. Abgesehen davon, dass es natürlich auch eine große Zielgruppe für Klatsch und Tratsch gibt.

Ist also der Unterschied zwischen verschiedenen Bereichen des Journalismus so beachtlich? Auch für Artikel über Größen der Wirtschaft oder Politik wird tief in deren Privatleben gegraben, um ihren Lebensweg zu beschreiben und zu ergründen. Es obliegt nicht nur dem Reporter selbst, was er daraus macht. Der Druck von Redaktionsleitern und Konkurrenten ist ein weiterer Punkt, der nicht zu vernachlässigen ist.

„Lord of London“ wäre nur ein Roman unter vielen in diesem Genre, wenn es nicht genau diese interessanten, modernen und glaubwürdigen Themen gäbe, die das Lesen spannender machen und aus einer seichten Romanze dieses gewisse „Mehr“ machen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2022

Volltreffer - intelligent und warmherzig, dabei urkomisch und sexy

Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
0

Olive, Doktorandin der Biologie an der Universität Stanford, will ihrer besten Freundin Anh beweisen, dass sie jemanden datet. In ihrer Not küsst sie einen Mann, der ihr zufällig in den Weg läuft. Zu ihrem ...

Olive, Doktorandin der Biologie an der Universität Stanford, will ihrer besten Freundin Anh beweisen, dass sie jemanden datet. In ihrer Not küsst sie einen Mann, der ihr zufällig in den Weg läuft. Zu ihrem Entsetzen ist es Dr. Adam Carlsen, ein gefürchteter Dozent ihres Fachbereiches. Bestürzt muss sie feststellen, dass dieser kleine Kuss sie völlig aus der Fassung bringt. Adam akzeptiert ihre Erklärung und ist erstaunlicherweise bereit, Olive bei ihrer Scharade zu unterstützen.

Wie viele Fake-Dating-Romanzen kennen Leser*innen dieses Genres? Richtig. Unzählige. Manche gut, manche weniger. Hätte ich nicht den Hype um das englische Original mitbekommen, wäre die deutsche Übersetzung einen zweiten Blick nicht wert gewesen. Nun weiß ich, dass all die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind. Und ich werde diesem zauberhaften Roman auch noch einen dritten Blick können, denn er gehört ganz sicher zu den wenigen Büchern, die ich ein zweites Mal verschlingen werde.

Der Debütroman von Ali Hazelwood besticht mit unglaublich intelligenten Dialogen und warmherzig skizzierten Protagonisten. Jedes Kapitel startet mit einer Hypothese, die entweder belegt oder widerlegt werden muss. Olive ist eine rein auf ihre Dissertation fokussierte Studentin, die Tage und Nächte im Labor verbringt, um Experimente durchzuführen und Analysen zu schreiben. Sie ist der Inbegriff eines Nerds, mit wenigen Freunden und noch weniger Liebhabern. Unsicher und manchmal linkisch, aber liebevoll und für ihre Freunde aufopfernd.

Adam dagegen ist gnadenlos in seiner Ehrlichkeit gegenüber seinen Studenten, was ihn zu einem der meistgehassten Professoren seiner Uni macht. Manchmal verlassen sie nach einer Besprechung weinend sein Büro, weil er sie mal wieder schonungslos auf Fehler hingewiesen hat. Olive gegenüber verhält er sich aber verständnisvoll, beschützend und sanftmütig. Seine Ernsthaftigkeit weicht liebevollem Witz und trockenem Humor. Daraus resultieren herrlich erfrischende Wortgefechte voll mit scharfsinnigen Scherzen.

Dabei vergisst die Autorin aber nicht, auf Probleme an Universitäten hinzuweisen, was Frauen im wissenschaftlichen Umfeld betrifft. Sie sind oft benachteiligt, müssen sich mit übergriffigen Dozenten und herablassenden Mentoren auseinandersetzen. Olive erlebt das genauso und wie viele andere Frauen muss sie sich leider fragen, ob sie solche Ungeheuerlichkeiten öffentlich machen und zur Anklage bringen soll. Auch Diversität ist Ali Hazelwood, selber Professorin für Neurobiologie, ein großes Anliegen. Wunderbare Nebenfiguren zeigen Vielfalt in alle Richtungen.

Trotz vieler, für mich oft unverständlicher Fachbegriffe (was bitte, sind ein Thermocycler oder eine Mehrkanalpipette? Oder - mein Liebling - ein Caenorhabditis-elegans? ), ist es ein leicht zu lesendes Vergnügen. In keiner Weise trocken oder langatmig. Man mag kaum erwarten, dass auch Erotik ihren Platz findet. Aber die wenigen, gut platzierten Szenen, haben es definitiv in sich und sind sowohl humorvoll als auch heiß.

Ein klitzekleines Manko ist aus meiner Sicht das Cover der deutschen Ausgabe. Ich finde es im Gegensatz zum Original zu ernst, nicht treffsicher genug. Aber das kann ich nur dem Verlag vorwerfen, nicht der Autorin.

Wer eine hinreißende romantische Komödie sucht, smarte Protagonisten, originelle Dialoge und das alles in einem erstklassigen Erzählstil, der ist hier genau richtig. Ich hoffe inständig, dass weitere Romane von Ali Hazelwood auf den deutschen Markt kommen werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2022

Leider der Tiefpunkt der Serie

Most Wanted Enemy
0

Francine ist Tänzerin beim Ballett und bereitet sich auf eine Tournee durch Europa vor. Einige ihrer Anträge auf ein Visum werden jedoch abgelehnt, da sie laut den vorliegenden Unterlagen verheiratet sein ...

Francine ist Tänzerin beim Ballett und bereitet sich auf eine Tournee durch Europa vor. Einige ihrer Anträge auf ein Visum werden jedoch abgelehnt, da sie laut den vorliegenden Unterlagen verheiratet sein soll, sie aber ledig angegeben hat. Es stellt sich heraus, dass sie vor fast zehn Jahren ihren damaligen Kollegen Benny in Vegas geheiratet hat. Eine Nacht voller Alkohol, deren Folgen sie völlig vergessen hat und an deren Ende sie ohne einen Blick zurück aus Benny Leben verschwand. Als sie Benny ausfindig macht und ihn um die Scheidung bittet, stellt er eine Bedingung: sie soll für drei Wochen als seine Ehefrau auftreten, um einen guten Eindruck bei künftigen Geschäftspartnern zu hinterlassen. Nicht ganz widerwillig stimmt Francine zu, denn aus dem ehemaligen Nerd mit dicker Brille ist ein äußerst attraktiver CEO geworden.

Bereits die vergangenen fünf Bände der Reihe waren ein Auf und Ab. Von wirklich exzellent gut bis
eher mittelprächtig. Diese Geschichte jedoch bleibt noch hinter den letzteren zurück. Angefangen beim Plot - Vegas-Hochzeiten und deren Folgen gibt es inzwischen zuhauf, können dennoch amüsant sein. Nicht so diese hier. Anfangs habe ich mich gefragt, ob ich einfach den Humor nicht verstehe oder er bewusst so trocken ist wie die Protagonisten. Francine ist für mich eine der nervigsten Hauptpersonen seit langem. Selbstbezogen, rücksichtslos und nervtötend. Benny dagegen ist mir sympathischer gewesen. Auch wenn er ständig von allem und jedem genervt war, hat er sich selbst geschützt. Dass er bereits vor Jahren bereits in Francine verliebt war und tief verletzt zurückgeblieben ist, wird ziemlich rasch klar. Zudem bezeichnet er sich selbst in einem Kapitel als autistisch, was viele seiner Verhaltensweisen erklärt.

So seltsam wie die beiden war auch der Schreibstil. Vielleicht ist er Absicht und soll zu den Merkwürdigkeiten von Francine und Benny passen. Vielleicht konnte auch die deutsche Übersetzung der englischen Fassung nicht gerecht werden, denn die Kommentare zum Original sind hauptsächlich sehr positiv.

Als dies hat in der Summe dazu geführt, dass ich mit diesem Buch keinen Spaß hatte. Die ganze Story schien mir zu konstruiert, zu bemüht, als ob Annika Martin selbst Probleme beim Schreiben gehabt hätte und nur die Reihe mit dem letzten Paar zu Ende bringen wollte. Die Gefühle, die zwischen beiden entstanden sein sollen, kamen bei mir nicht an und waren weder nachvollziehbar noch spürbar.

Ich würde Annika Martin jederzeit wieder eine Chance geben, denn ich weiß, dass sie es besser kann. Aber „Most Wanted Enemy“ war leider eine Enttäuschung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2022

Lesenswerter zweiter Band der Mister-Reihe

Mister Knightsbridge
0

Dexter Daniels, Juwelier in London, nimmt an einem Designwettbewerb teil, um besonderen Schmuck für das norwegische Königshaus zu entwerfen. Sein Ziel ist nicht nur der Sieg, sondern auch seinen ärgsten ...

Dexter Daniels, Juwelier in London, nimmt an einem Designwettbewerb teil, um besonderen Schmuck für das norwegische Königshaus zu entwerfen. Sein Ziel ist nicht nur der Sieg, sondern auch seinen ärgsten Konkurrenten, die Firma Sparkle, aus dem Rennen zu werfen. Diese hat immer wieder versucht, das Unternehmen seiner Eltern aufzukaufen. Nach deren Tod hat sein Bruder David genau das getan und damit den Bruch zwischen den Brüdern ausgelöst. Auf einer ersten Veranstaltung dieses Wettbewerbs trifft er auf Hollie Lumen, Praktikantin bei Sparkle. Sie zieht ihn in ihren Bann und als sie ihr Praktikum verliert, bietet er ihr an, für ihn weiterzuarbeiten.

Louise Bay legt hier nicht den klassischen Boss-Angestellte-Roman vor, in dem sich beide hassen oder der Boss besonders mürrisch ist, oder, oder…Dexter und Hollie bestreiten die gegenseitige Anziehungskraft nicht, sondern geben ihr recht schnell nach. Das ist erfrischend, zumal Dexter nicht der typische Playboy ist, der reihenweise Frauen erobert. Nein, er ist ein netter, umgänglicher Typ, der lediglich in der Vergangenheit festhängt. Der Tod seiner Eltern belastet ihn auch nach vielen Jahren noch. Außerdem hängt er in seinem tiefsten Innern immer noch an seiner Jugendliebe, die er für die Eine hielt.

Hollie ist in einem Trailerpark in Oregon aufgewachsen und lebt heute noch dort. Mit Dexters Reichtum kommt sie schwer zurecht. Sie ist bestrebt, sich eine Karriere als Schmuckdesignerin aufzubauen, bisher aber über einen Etsy-Shop nicht hinausgekommen. Jeden Cent, den sie verdient, steckt sie in die Unterstützung ihrer Familie. Sie ist hochmotiviert und ehrgeizig, will es unbedingt alleine schaffen.

Auch mit den typischen Cinderella-Romanzen hat diese Geschichte wenig zu tun. Denn beide sind immer wunderbar ehrlich miteinander, nicht auf eine unangenehme Art, sondern positiv charmant. Wie immer bei Louise Bay sind die Protagonisten liebenswert witzig und angenehm normal. Sie vermittelt ihren Leser*innen die kleinen Bedeutsamkeiten des Lebens. Dass es jemanden ausbremsen kann, wenn er die Vergangenheit zu sehr verklärt. Oder dass man lernen kann, Unterstützung anzunehmen, ohne es als Almosen zu betrachten.

Die Bücher der Autorin folgen durchaus immer einem ähnlichen Schema, was mich dieses Mal beinahe dazu gebracht hätte, einen Stern weniger zu vergeben. Doch sie hat mich begeistert mit einem Einblick in die Welt der Juweliere, des Schmuckdesigns und der damit verbundenen Kreativität. Das war mal etwas ganz Neues und höchst interessant. Es scheint, als hätte sie Fachkenntnisse oder gut recherchiert.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band mit Hollies Schwester Autumn und Dexters Freund Gabriel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere