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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Wenn der Zauberladen plötzlich komplett durchdreht

Gwin und die Nacht des Kometen (Band 2)
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Magische Läden haben ja immer etwas Gefährliches an sich. Man denkt an staubige Regale, alte Flaschen und geheimnisvolle Gegenstände und plötzlich rutscht eine Treppe einfach weg. Genau so fühlt sich die ...

Magische Läden haben ja immer etwas Gefährliches an sich. Man denkt an staubige Regale, alte Flaschen und geheimnisvolle Gegenstände und plötzlich rutscht eine Treppe einfach weg. Genau so fühlt sich die Rückkehr in Gwins Welt an.

Der Zauberladen von Madame Manou wirkt erst gemütlich und vertraut. Gwin ist jetzt endlich Lehrling, zusammen mit Jun und Ignatius, und eigentlich könnte alles perfekt sein. Aber natürlich bleibt es nicht lange ruhig. Als dieser mysteriöse Gast auftaucht und mit einem rabenschwarzen Haar bezahlt, war uns beiden beim Lesen sofort klar, dass das Ärger gibt.

Neben mir raschelt es auf der Couch. Sie schaut mich an und sagt trocken: Das Haar ist bestimmt verflucht. Ich noch so: Ach Quatsch. Zwei Seiten später spielen die Treppen verrückt und die Türen streiken komplett. Kurzer Seitenblick von ihr. Dieses typische Ich habs dir gesagt Grinsen.

Die Geschichte liest sich wunderbar flüssig und hat genau diese gemütliche Fantasy Stimmung, die ein bisschen an die Magie von Ghibli Filmen erinnert. Der Laden, die Kartenwelt, die seltsamen Wesen und diese kleinen magischen Details sorgen ständig für neue Überraschungen. Besonders die Sternensalamander haben es uns beiden angetan.

Richtig Spaß gemacht haben auch unsere kleinen Lesepausen. Nach einem Kapitel kam sofort die Frage: Was glaubst du, wer dieser Typ wirklich ist? Während ich noch überlege, blättert sie schon weiter, weil sie unbedingt wissen will, was es mit dieser neuen Insel auf sich hat.

Die Illustrationen sind dabei das i Tüpfelchen. Immer wieder stoppt man kurz, schaut sich die Zeichnungen an und merkt, wie viel Atmosphäre darin steckt.

Ein bisschen mehr Tempo an ein paar Stellen hätte der Geschichte noch gut getan, aber insgesamt ist das ein richtig warmes, fantasievolles Abenteuer mit viel Herz, Magie und Freundschaft. Und ganz ehrlich: Wenn ein Buch dazu führt, dass man gemeinsam auf der Couch sitzt, diskutiert, rätselt und zusammen weiterliest, dann hat es schon ziemlich viel richtig gemacht.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Zwischen Schattenkönig und Sonnenherrscher

Grim & Oro: Lightlark – Duell um Islas Herz
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Magische Inseln, uralte Mächte und zwei Könige, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Schon nach wenigen Seiten entsteht dieses vertraute Lightlark-Gefühl aus Geheimnissen, Sehnsucht und gefährlicher ...

Magische Inseln, uralte Mächte und zwei Könige, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Schon nach wenigen Seiten entsteht dieses vertraute Lightlark-Gefühl aus Geheimnissen, Sehnsucht und gefährlicher Anziehung, das mich sofort wieder in die Welt von Isla gezogen hat.

Besonders faszinierend ist der Perspektivwechsel. Grim wirkt aus seiner eigenen Sicht noch düsterer, verletzlicher und gleichzeitig unwiderstehlich entschlossen. Hinter der Fassade des gefürchteten Nightshade-Königs verbirgt sich eine Geschichte voller Schmerz und Loyalität. Oro dagegen zeigt eine ganz andere Art von Stärke. Pflichtbewusst, aufrichtig und voller innerer Konflikte ringt er zwischen Verantwortung und seinen Gefühlen für Isla.

Gerade dieser Kontrast macht das Buch so spannend. Zwei Männer, zwei Arten zu lieben, zwei Wege, Macht zu tragen. Viele Szenen aus der Reihe bekommen durch ihre Gedanken plötzlich eine ganz neue emotionale Tiefe.

Man merkt jedoch auch, dass ein Teil der Handlung bereits aus den Hauptbänden bekannt ist. Wer komplett neue Handlung erwartet, könnte sich stellenweise etwas mehr frische Szenen wünschen. Trotzdem hat mich das Wiedererleben aus den beiden Perspektiven unglaublich gepackt.

Ein wunderschön gestaltetes Zusatzbuch für Fans der Reihe, das die Herzen zwischen Grim und Oro noch ein bisschen stärker ins Wanken bringt. Am Ende blieb vor allem dieses Gefühl zurück: Diese Geschichte lebt von ihren Figuren.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Zwischen Analyse und Wirklichkeit

Es war einmal ein Land
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Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell, dass es kein gemütlicher Lesestoff für zwischendurch ist. Hier geht es um große Fragen, um Enttäuschung, um Politik und um die Stimmung in einem ...

Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell, dass es kein gemütlicher Lesestoff für zwischendurch ist. Hier geht es um große Fragen, um Enttäuschung, um Politik und um die Stimmung in einem Teil des Landes, der sich seit der Wende irgendwie nie ganz angekommen fühlt.

Jana Hensel versucht zu erklären, warum viele Menschen in Ostdeutschland heute so skeptisch auf die Demokratie schauen. Dabei blickt sie zurück auf den großen Aufbruch nach der Wende, auf Hoffnungen, Erwartungen und auf das, was davon übrig geblieben ist. Beim Lesen hatte ich öfter diesen Gedanken im Kopf: Ja, das ist interessant, aber irgendwie greift es nicht immer ganz.

Hensel schreibt klug und reflektiert, keine Frage. Man merkt, dass sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und dass sie selbst Teil dieser Geschichte ist. Genau das macht viele Passagen stark, weil persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Beobachtungen zusammenkommen.

Trotzdem hat mich das Buch nicht komplett gepackt. An manchen Stellen wirkt es eher wie eine lange Analyse als wie eine wirklich packende Erzählung. Ich hätte mir mehr konkrete Geschichten gewünscht, mehr Stimmen, mehr Leben zwischen all den Gedanken.

Unterm Strich bleibt ein Buch, das wichtige Fragen stellt und zum Nachdenken anregt, aber nicht immer die Tiefe oder Kraft entwickelt, die man sich bei so einem großen Thema vielleicht erhofft. Interessant zu lesen ist es trotzdem, nur eben kein Titel, der einen komplett umhaut.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Ein treuer Begleiter auf dem Weg zum Pferdeführerschein

Pferdeführerschein Reiten
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Der Duft von Leder, das leise Schnauben eines Pferdes und die besondere Ruhe, die nur ein Ausritt in der Natur schenken kann. Genau dieses Gefühl begleitet mich beim Lesen von Pferdeführerschein Reiten ...

Der Duft von Leder, das leise Schnauben eines Pferdes und die besondere Ruhe, die nur ein Ausritt in der Natur schenken kann. Genau dieses Gefühl begleitet mich beim Lesen von Pferdeführerschein Reiten und macht das Buch zu einem wunderbaren Begleiter für alle, die sich ernsthaft und mit Herz auf die Prüfung vorbereiten möchten.

Die Inhalte sind klar, verständlich und unglaublich praxisnah aufgebaut. Vom richtigen Sitz im Sattel über die Vorbereitung des Pferdes bis hin zu wichtigen Verhaltensregeln beim Ausreiten wird alles Schritt für Schritt erklärt. Besonders schön finde ich, wie verständlich auch komplexere Themen vermittelt werden, sodass man sich nicht wie beim trockenen Lernen fühlt, sondern eher wie bei einer ruhigen Unterrichtsstunde im Stall.

Sehr hilfreich ist der Wissenscheck mit Fragen und Antworten. Dabei merkt man schnell, wo man sicher ist und wo man noch einmal nachlesen möchte. Das nimmt der Prüfung viel von ihrem Schrecken und sorgt für ein gutes Gefühl beim Lernen.

Besonders schön war für mich zu sehen, wie begeistert meine beiden großen Pferdekinder durch das Buch geblättert haben. Sie fanden es richtig spannend und haben sofort angefangen, sich gegenseitig Fragen aus dem Wissenscheck zu stellen. Genau so macht Lernen Spaß.

Ein rundum gelungener Begleiter für alle, die sich auf den Pferdeführerschein vorbereiten möchten und dabei nicht nur Wissen sammeln, sondern auch ein Stück Pferdeliebe zwischen den Seiten finden wollen.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Netzer und die wilden Jahre des deutschen Fußballs

Günter Netzer
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Fußball kann vieles sein. Leidenschaft, Drama, Stammtischstoff. In den Siebzigern konnte er aber auch Stil haben. Genau das zeigt dieses großartige Buch über Günter Netzer, und nach ein paar Seiten wird ...

Fußball kann vieles sein. Leidenschaft, Drama, Stammtischstoff. In den Siebzigern konnte er aber auch Stil haben. Genau das zeigt dieses großartige Buch über Günter Netzer, und nach ein paar Seiten wird schnell klar, warum dieser Mann weit mehr war als nur ein genialer Spielmacher.

Zwischen alten Fotos, starken Momentaufnahmen und sehr persönlichen Einblicken entsteht hier das Bild eines Fußballers, der irgendwie immer ein bisschen größer wirkte als das Spiel selbst. Netzer war kein braver Mitläufer. Der Mann hatte Haltung, Haare, Stil und vor allem einen linken Fuß, der offenbar Dinge konnte, von denen andere Spieler nur träumten. Beim Lesen tauchen sofort Bilder auf von Borussia Mönchengladbach, von eleganten Pässen und von dieser lässigen Art, die Netzer zu einer echten Ikone gemacht hat.

Besonders stark ist, wie nah das Buch an den Menschen hinter der Legende herankommt. Mode, Autos, Zeitgeist, große Spiele und kleine Geschichten aus einer wilden Fußballzeit. Man merkt schnell, dass hier jemand schreibt, der nicht nur Daten und Fakten sammelt, sondern das Lebensgefühl dieser Ära wirklich versteht.

Das Zeitzeugeninterview bringt zusätzlich richtig Leben in die Seiten. Da spricht kein Denkmal aus Bronze, sondern ein Typ, der Fußball gelebt hat und genau wusste, dass er anders war als viele seiner Kollegen.

Am Ende bleibt ein Buch, das sich anfühlt wie eine Zeitreise in eine Epoche, in der Fußball noch Charakterköpfe hatte. Und ganz ehrlich, während man durch die Seiten blättert, wächst die Erkenntnis: Günter Netzer war nicht nur ein Fußballer. Er war Stil, Haltung und ein Stück Fußballkultur.

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