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Veröffentlicht am 21.09.2025

Von Kreuzbandriss zu Kapitänin – Gwinns irre Reise

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Einfach mal mitten in der Nacht wachgeblieben, um dieses Buch durchzuziehen – und ja, es hat sich sowas von gelohnt! Giulia Gwinn hat nicht nur Beine, die pfeilschnell über den Rasen flitzen, sondern auch ...

Einfach mal mitten in der Nacht wachgeblieben, um dieses Buch durchzuziehen – und ja, es hat sich sowas von gelohnt! Giulia Gwinn hat nicht nur Beine, die pfeilschnell über den Rasen flitzen, sondern auch eine Story, die knallt wie ein Sonntagsschuss in den Winkel. Kaum eine Seite gelesen, schon fühlt man sich selbst wie der Jugendtrainer, der damals die kleine Giulia heimlich ins Team geschmuggelt hat. Dass ihre Mutter sie lieber beim Ballett gesehen hätte? Zum Glück ist daraus nix geworden, sonst hätten wir heute keine Generation Gwinn.

Was mich echt umgehauen hat: Diese Frau hat zwei Kreuzbandrisse kassiert – und kommt danach zurück wie ein Superheld mit Bonuslevel. Andere würden beim ersten Mal schon die Fußballschuhe ins Regal stellen. Giulia dagegen schreibt einfach weiter an ihrer Geschichte, als wäre das alles nur ein kleiner Stolperer auf dem Weg zum nächsten Titel. Respekt hoch zehn.

Und ja, man erfährt hier nicht nur, wie es ist, in der Bundesliga und im DFB-Trikot zu glänzen, sondern auch, was sie im Hintergrund antreibt: Werte, Glaubenssätze, Mode, Hunde – und eine unfassbare Portion Ehrgeiz. Klingt nach einem bunten Mix? Genau das ist es. Locker erzählt, mit coolen Anekdoten und Momenten, die zeigen: Träume werden nicht im Schlaf wahr, sondern auf dem Trainingsplatz.

Dieses Buch ist kein trockenes Sportlerporträt, sondern motiviert, inspiriert und bringt dich manchmal so zum Grinsen, dass du glaubst, Giulia würde dir persönlich vom Seitenrand zublinzeln. Für Fans von Fußball, starken Persönlichkeiten und allen, die schon mal vom eigenen Comeback geträumt haben: Pflichtlektüre.

Fünf Sterne, weil weniger wäre wie ein Eigentor in der Nachspielzeit.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Slam Dunk fürs Bücherregal

Basketball Culture
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Dribbeln, Dunking, Beats – genau so fühlt sich dieses Buch an. Schon nach den ersten Seiten war klar: Das ist kein langweiliges Geschichtsbuch über Sportarten, sondern ein wilder Mix aus Slam Dunks, Hip-Hop-Vibes ...

Dribbeln, Dunking, Beats – genau so fühlt sich dieses Buch an. Schon nach den ersten Seiten war klar: Das ist kein langweiliges Geschichtsbuch über Sportarten, sondern ein wilder Mix aus Slam Dunks, Hip-Hop-Vibes und ordentlich Street Credibility. Philipp „Dembo“ Dembowski haut hier ein Brett raus, das so heftig knallt wie ein Shaq-Alley-Oop in den 90ern. Und das Beste: Man merkt, dass er Basketball nicht nur kennt, sondern lebt.

Die Story fängt ganz klassisch bei James Naismith an, dem Mann mit den ersten Körben. Aber dann geht’s richtig ab: Julius Erving, LeBron, Dirk – alles drin. Doch anstatt eine stumpfe Heldenliste runterzurattern, zieht Dembo fette Linien von den Sportlegenden zu Kultur, Politik und Style. Wie Hip-Hop in die Hallen kam, warum Sneakers mehr sind als Schuhe und wie die afroamerikanische Community über Basketball für Gleichberechtigung gekämpft hat – das sitzt wie ein sauberer Dreier von Steph Curry.

Was ich besonders feiere: Das Buch erklärt nicht, es inszeniert. Jede Seite klingt, als hätte man die Beats von Wu-Tang Clan im Ohr, während man sich ein Spiel in der Rucker Park-Liga anschaut. Es wird persönlich, es wird politisch, es wird stylish. Und ja, ich habe sofort wieder Bock bekommen, selbst den Ball in die Hand zu nehmen – auch wenn mein letzter Dunk ungefähr so elegant war wie ein Känguru auf Rollschuhen.

Unterm Strich: Wer Basketball liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Wer Basketball nicht liebt, wird’s danach tun. Und wer Sneaker, Hip-Hop oder Street Culture mag, findet hier die perfekte Ergänzung für sein Bücherregal. Ganz ehrlich: Dieses Teil ist mehr als ein Buch. Es ist ein Slam Dunk in Papierform. 🔥🏀

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Mit Kafka am Herd: Vegetarische Abenteuer zwischen Genie und Wahnsinn

Kafkas Kochbuch
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Wer hätte gedacht, dass Franz Kafka nicht nur Albträume in Prosa fabrizierte, sondern auch kulinarische Visionen in die Küchenwelt brachte? Dieses Kochbuch ist kein gewöhnlicher Rezeptband, sondern eine ...

Wer hätte gedacht, dass Franz Kafka nicht nur Albträume in Prosa fabrizierte, sondern auch kulinarische Visionen in die Küchenwelt brachte? Dieses Kochbuch ist kein gewöhnlicher Rezeptband, sondern eine schräge Mischung aus vegetarischen Exzessen, literarischen Querverweisen und einem Hauch von Küchenpsychologie. Gebackener Pastinak, Risi-Pisi und Spargelpudding – klingt erstmal wie ein Menü aus einer Parallelwelt, macht aber erstaunlich viel Sinn, sobald man sich auf den Kafka-Kosmos eingelassen hat.

Das Buch bringt den Leser dazu, sich zwischen Herd und Schreibtisch zu fühlen wie im „Prozess“: Man weiß nicht, ob man am Ende ein köstliches Mahl oder eine existenzielle Krise serviert bekommt. Genau das macht den Reiz aus. Eva Gritzmann und Denis Scheck haben mit spürbarer Leidenschaft und einer Prise Ironie Kafkas „Hygienisches Kochbuch“ wieder ans Licht gezerrt. Ihre Kommentare sind dabei fast so unterhaltsam wie die Rezepte selbst. Ganz nebenbei entdeckt man, wie stark Ernährung, Gesundheit und Literatur bei Kafka ineinandergriffen – von der Kur im Sanatorium bis zum „Hungerkünstler“.

Natürlich ist nicht jedes Gericht ein Volltreffer. Manche Rezepte wirken aus heutiger Sicht eher wie mutige Experimente, die man höchstens in Gesellschaft von sehr offenen Freunden testen sollte. Aber gerade das macht den Spaß: Kochen auf Kafkas Art ist ein Abenteuer zwischen Suppenkelle und Seelenstriptease.

Vier Sterne gibt’s, weil das Kochbuch mehr inspiriert als wirklich jeden Tag zum Nachkochen taugt. Doch als literarisches Geschenk, als Gesprächsanstoß oder als witzige Küchenprovokation ist es unschlagbar. Wer Lust hat, sich mit Kafka nicht nur im Kopf, sondern auch im Magen auseinanderzusetzen, sollte hier unbedingt zugreifen. Und ja: Spargelpudding schmeckt besser, als er klingt – wenn man mutig genug ist.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Drohbriefe, Freundschaft und Glaube – was für ein Mix!

Carla: Skandal im Schwimmbad
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Taucht man in diese Story ein, fühlt es sich an wie ein Sprung ins kalte Wasser – aber im besten Sinne. Schon die ersten Seiten haben mich und meine Tochter wie ein Strudel reingezogen. Wir wollten nur ...

Taucht man in diese Story ein, fühlt es sich an wie ein Sprung ins kalte Wasser – aber im besten Sinne. Schon die ersten Seiten haben mich und meine Tochter wie ein Strudel reingezogen. Wir wollten nur kurz reinlesen, zack, drei Kapitel später hingen wir immer noch auf dem Sofa, Keksdose zwischen uns und mit wildem Rätselraten, wer denn bitte schön diesen Drohbrief geschrieben haben könnte. Verdächtige gab’s ja genug!

Die Spannung steigert sich von Szene zu Szene, manchmal so heftig, dass wir beide gleichzeitig „Nein!“ riefen, um uns dann anzuschauen und loszulachen. Ganz großes Buddyread-Kino! Gleichzeitig gibt’s diese stillen Momente, in denen Carlas beste Freundin mit ihrem Glauben ins Spiel kommt. Das hat uns beide echt berührt. Meine Tochter meinte irgendwann: „Papa, das fühlt sich voll echt an, als würde man danebenstehen und zuhören.“ Und genau das macht den Unterschied: Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch tiefgründig und lebensnah.

Richtig klasse fand ich, dass es nicht um reines Schwarz-Weiß geht, sondern um Themen wie Ungerechtigkeit, Rache und Vergebung. Da wurde unser Gespräch nach dem Lesen fast genauso spannend wie das Buch selbst. Wir haben diskutiert, ob wir so handeln könnten wie Carla und ihre Freunde – und ob wir in der Situation auch vergeben würden. Es ist dieser Mix aus Abenteuer, Humor, Nervenkitzel und Glauben, der uns beide total begeistert hat.

Und ja, am Ende wollten wir fast selbst ins nächste Schwimmbad rennen, aber mit einem ganz neuen Blick: Man weiß jetzt, dass hinter jeder scheinbar kleinen Geschichte ein großes Geheimnis stecken kann. Fazit: Ein Buch, das nicht nur fesselt, sondern auch im Kopf bleibt – und das Buddyread-Potential ist gigantisch!

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Mit Klappen statt Wanderschuhen unterwegs

Besteige den Berg in diesem Buch
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Berge besteigen, ohne ins Schwitzen zu kommen? Klingt wie ein Traum – und genau das liefert dieses Buch. Mein Neffe und ich haben uns durch Höhlen, Schluchten und Regenwälder geblättert, als wären wir ...

Berge besteigen, ohne ins Schwitzen zu kommen? Klingt wie ein Traum – und genau das liefert dieses Buch. Mein Neffe und ich haben uns durch Höhlen, Schluchten und Regenwälder geblättert, als wären wir zwei wilde Abenteurer auf geheimer Mission. Statt Wanderschuhe gab’s Sofa und Kekse, aber hey, das zählt auch. Schon die erste Klappe hat uns so gepackt, dass wir beide gleichzeitig daran ziehen wollten – Ergebnis: fast Kampf um das Buch.

Was hier richtig Spaß macht: Es ist nicht nur hübsch anzuschauen, sondern steckt voller verrückter Fakten. Mein Neffe ist jetzt der festen Überzeugung, dass er mal Höhlenforscher wird, weil ihn dieser augenlose Höhlenbewohner komplett umgehauen hat. Ich selbst habe was über Höhenkrankheit gelernt – und das, obwohl mein größter Gipfel bisher der Wäscheberg war. Diese Mischung aus spannenden Infos und Illustrationen macht das Ganze so lebendig, dass man wirklich Lust bekommt, sich in echte Wanderstiefel zu schmeißen.

Besonders cool finde ich, dass die Reise nicht bei den Alpen aufhört, sondern einmal rund um die Welt führt: Rocky Mountains, Kilimandscharo und natürlich der Everest. Es ist, als würde man ein Mini-Reisebüro für kleine Entdecker aufschlagen. Die Zeichnungen sind dabei so detailreich, dass wir manchmal länger auf einer Seite hängen geblieben sind, als wir eigentlich wollten – da entdeckt man immer wieder was Neues.

Kurz gesagt: Dieses Buch ist wie ein Abenteuerurlaub ohne Rückenschmerzen und Blasen an den Füßen. Mein Neffe hatte leuchtende Augen, ich hatte Lachfalten – und beide haben wir jede Menge gelernt. Absolute Empfehlung für kleine und große Entdecker, die die Welt der Berge aus der warmen Decke heraus erobern wollen.

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