Cover-Bild Kein anderes Land
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rowohlt
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 12.08.2025
  • ISBN: 9783498007782
Sarah Levy

Kein anderes Land

Aufzeichnungen aus Israel

Ein eindringlicher, persönlicher Bericht aus Israel und ein Plädoyer für die Menschlichkeit auf beiden Seiten eines zerstörerischen Kriegs.

Ist das noch mein Land? Diese Frage stellt sich Sarah Levy, seit sie erlebt, wie Israels rechtsnationale Regierung die israelische Gesellschaft spaltet. Dann attackiert die Hamas das Land am 7. Oktober 2023. Auf brutale Weise ändert der Krieg das Leben, das die junge Mutter in Tel Aviv führt. Sie flieht mit Partner und Kind in ihre Heimat Frankfurt und muss dort erkennen, dass Deutschland nicht mehr ihr Land ist. Doch das Israel, in das sie zurückkehrt, kämpft um seine Seele. Freunde tragen plötzlich Waffen, Verwandte wünschen Palästinensern die Auslöschung, Nachbarn unterstellen ihr, die Soldaten zu verraten. Der Kriegsalltag zwischen Schutzbunker und allgegenwärtigem Verlust führt Levy an ihre Grenzen – als Mutter und als Partnerin, aber auch als Deutsche, die jetzt verstehen muss, dass das Land, das sie zum Leben gewählt hat, die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft mit den Palästinensern schon lange verloren hat. Wer wird mein Sohn, fragt sie sich, wenn er hier aufwächst?

Sarah Levy beschreibt mit kritischem Mitgefühl, wie Radikalisierung und Polarisierung ein Land verändern – und letztlich auch sie selbst.

«Zutiefst persönlich, zutiefst politisch, zutiefst ehrlich. Ein Buch, das die große Wunde des Nahostkonflikts von allen Seiten schonungslos offenlegt. Sarah Levy beleuchtet sensibel und kenntnisreich alle Facetten eines Daseins zwischen Israel, Palästina und Deutschland.» Shelly Kupferberg

«Ein Buch für alle, die jenseits der polarisierten Nahostdebatte nach Zwischen- und Grautönen suchen.» Saba-Nur Cheema

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Alrik in einem Regal.
  • Alrik hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2025

Wenn Angst lauter wird als Vernunft

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Mal ehrlich: Es gibt Bücher, die liest man und denkt sich nur „joa, interessant“. Und dann gibt es Bücher wie Kein anderes Land, die einmal tief ins Gehirn greifen, die Gedanken durchschütteln und am Ende ...

Mal ehrlich: Es gibt Bücher, die liest man und denkt sich nur „joa, interessant“. Und dann gibt es Bücher wie Kein anderes Land, die einmal tief ins Gehirn greifen, die Gedanken durchschütteln und am Ende leise fragen: „Na, bist du jetzt wach, mein Freund?“ Genau so fühlt sich das hier an.

Sarah Levy nimmt mich mit nach Tel Aviv, mitten in ein Leben, das eigentlich funktionieren sollte – Familie, Alltag, Pläne. Und dann? Boom. Sirenen. Hamas-Angriffe. Schutzräume statt Spielplatz, Angst statt Morgenroutine. Während mein Kaffee hier gemütlich durch die Maschine läuft, rennt sie mit Kind im Arm in den Bunker. Das zieht rein.

Was mich echt beeindruckt hat: Levy legt kein politisches Manifest hin und hält auch keine Vorträge. Stattdessen zeigt sie, wie es ist, zwischen Fronten zu stehen. Freunde, die plötzlich Uniform tragen. Nachbarn, die fragen, ob man „noch loyal“ ist. Menschen, die aufhören zu denken und nur noch brüllen. Das ist nicht Hollywood-Drama – das ist Alltag, nur halt mit Bombenalarm statt Baustellenlärm.

Und dann flieht sie nach Frankfurt. Zurück „nach Hause“. Spoiler: Heimat ist’s nicht mehr. Fremd im eigenen Ursprung – dieser Schmerz brennt leiser, aber nicht weniger.

Ein paar Stellen ziehen sich, weil’s sehr persönlich wird. Aber ganz ehrlich: Wenn Krieg, Identität und Zukunft eines Kindes auf der Kippe stehen, darf’s auch mal wehtun.

4,5 Sterne von mir. Nicht perfekt glatt, aber dafür real. Und wichtig. Hat mir Erinnerungen zurückgeholt, die ich gar nicht selbst erlebt habe – und das können nicht viele Bücher.

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