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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Moralisch fragwürdig, emotional zerstörerisch – und absolut genial!

Thousand Autumns. Buch 3
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Dieses Buch hat mich fertiggemacht – auf die beste Art, die es gibt! Gerade als ich dachte, Shen Qiao könnte mal eine Verschnaufpause bekommen, schmeißt ihm das Schicksal einen halbtoten Yan Wushi vor ...

Dieses Buch hat mich fertiggemacht – auf die beste Art, die es gibt! Gerade als ich dachte, Shen Qiao könnte mal eine Verschnaufpause bekommen, schmeißt ihm das Schicksal einen halbtoten Yan Wushi vor die Füße. Und was macht unser moralischer Vorzeige-Daoist? Natürlich stürzt er sich in die emotionale Achterbahn-Rettungsaktion, als gäbe es kein Morgen.

Die Dynamik zwischen Shen Qiao und Yan Wushi ist der Wahnsinn – wie zwei Magnete, die sich gleichzeitig anziehen und abstoßen, bis man selbst nicht mehr weiß, ob man lachen, weinen oder ihnen einfach zurufen soll, dass sie sich endlich kriegen sollen. Enemies to Lovers? Check. Slow Burn? Doppel-Check. Und das alles mit einer ordentlichen Portion Wuxia-Action, bei der jedes Schwertduell knistert wie Strom auf nasser Haut.

Die Szenen, in denen Shen Qiao sich fragt, warum um Himmels willen er ausgerechnet diesen unmöglichen Mann retten muss, sind pures Gold. Gleichzeitig platzt einem fast das Herz, weil man spürt, wie viel da unter der Oberfläche brodelt. Diese zwei sind wie Tee und vergifteter Wein – eigentlich nicht kompatibel, aber zusammen einfach unschlagbar.

Besonders gefallen haben mir die kleinen, fiesen Twists, die einen beim Lesen eiskalt erwischen. Kaum denkt man, jetzt wird’s romantisch, kommt der nächste Dolchstoß, moralische Grauzonen inklusive. Und genau das macht die Story so verdammt gut: Es gibt kein Schwarz und Weiß, sondern nur gefallene Helden, Dämonenkönige mit Herz und Monster, die nicht immer hässlich sind.

Die Ausstattung des Bramble Verlags ist ein Traum – Farbschnitt, Charakterkarte und diese Innenillustrationen? Hallo, Luxus-Edition! Da will man das Buch gar nicht ins Regal stellen, sondern am liebsten in eine Glasvitrine sperren.

Für alle, die Danmei, Wuxia und dieses bittersüße Prickeln zwischen Hass und Liebe feiern: Dieser Band ist Pflichtlektüre. Und ich warne euch – nach dem letzten Kapitel sitzt ihr da, emotional ruiniert, mit einem schiefen Grinsen im Gesicht, weil es genau das war, worauf ihr insgeheim gehofft habt.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Verbotene Magie, wilde Shikigami und wir mittendrin – Rebel Skies rockt!

Rebel Skies – Verbotene Papiermagie (Rebel Skies 1)
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Papiermagie? Luftschiffe? Ein verbotener Zauber, der überall Ärger macht? Ganz ehrlich, meine Tochter und ich haben uns das Buch geschnappt und dachten: „Na los, zeig uns, was du kannst, Rebel Skies!“ ...

Papiermagie? Luftschiffe? Ein verbotener Zauber, der überall Ärger macht? Ganz ehrlich, meine Tochter und ich haben uns das Buch geschnappt und dachten: „Na los, zeig uns, was du kannst, Rebel Skies!“ Tja, was soll ich sagen – wir haben’s in einem Rutsch weggesuchtet! Kurara, die Heldin mit einem Geheimnis, das größer ist als unser Bücherstapel zuhause, hat uns mit ihrer Mischung aus Mut, Chaos und ziemlich cooler Papier-Action sofort ins Abenteuer reingezogen.

Zwischendurch gab’s beim Lesen hitzige Diskussionen: „Papa, die Shikigami sind doch viel zu wild, das kann sie niemals zähmen!“ – „Warte ab, Kind, das Mädel hat mehr drauf, als du denkst!“ Spoiler: Ich lag natürlich richtig (Elterninstinkt, klar). Die Welt, die Ann Sei Lin da aus Papier und Fantasie gebaut hat, fühlt sich an wie ein Origami-Blockbuster. Magie, die raschelt, flattert, und wenn’s sein muss, ordentlich Chaos macht. Und hey, die Luftschiffe? Mein inneres Kind hat jedes Mal gejubelt.

Es gab Szenen, da mussten wir beide laut lachen – vor allem, wenn Kurara mal wieder heimlich zaubert und alles aus dem Ruder läuft. Und dann diese Momente, in denen die Spannung so dick war, dass selbst unser Kater nervös auf dem Sofa rumgetigert ist. Man will einfach wissen, wie sie sich aus dem nächsten Schlamassel befreit.

Der Schreibstil? Leicht, flott, voller Witz – perfekt für unseren Buddyread-Abend auf dem Balkon. Wir haben uns regelmäßig gegenseitig vorgelesen und dabei mitgefiebert, wer wohl als nächster von den königlichen Wächtern erwischt wird. Großes Kino im Kopf, sag ich euch.

Dieses Buch hat uns gezeigt, dass Papier nicht nur zum Schreiben da ist, sondern auch gewaltig rocken kann. Ein Fantasy-Abenteuer, das sich anfühlt wie ein verbotener Zaubertrick – frech, rasant und einfach nur genial. Teil zwei? Wird sowas von Pflichtlektüre bei uns!

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Wie ein skeptischer Reporter mir den Glauben ins Herz recherchiert hat

Der Fall Jesus
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Wer hätte gedacht, dass ein ehemaliger Gerichtsreporter mir den Weg zum Glauben zeigt? Lee Strobel hat’s geschafft. „Der Fall Jesus“ ist kein Buch für weichgespülte Sonntagmorgen-Leser, sondern eher wie ...

Wer hätte gedacht, dass ein ehemaliger Gerichtsreporter mir den Weg zum Glauben zeigt? Lee Strobel hat’s geschafft. „Der Fall Jesus“ ist kein Buch für weichgespülte Sonntagmorgen-Leser, sondern eher wie ein investigativer Krimi – nur geht’s hier nicht um irgendeinen Mordfall, sondern um die Frage aller Fragen: Hat Jesus wirklich gelebt, gestorben und ist wieder auferstanden? Strobel stürzt sich mit der Neugier eines Bluthundes auf die Spurensuche, interviewt Experten, stellt freche Fragen und lässt keinen Stein auf dem anderen. Wissenschaft, Geschichte, Archäologie – alles wird gnadenlos abgeklopft.

Was mich umgehauen hat: Dieses Buch will einem nichts aufschwatzen. Es ist kein frommer Zeigefinger-Schinken. Strobel war selbst Skeptiker, und das merkt man jeder Seite an. Er bohrt so lange nach, bis selbst hartgesottene Zweifler ins Grübeln kommen. Irgendwann saß ich da, mit offenen Mundwinkeln, und dachte: „Mist, das ist ja wirklich wasserdicht.“

Die Experteninterviews lesen sich wie ein fesselndes Verhör – freundlich, aber gnadenlos präzise. Man lacht, man staunt, man fragt sich, warum man sich vorher nie mit diesen Fakten beschäftigt hat. Wer glaubt, der Glaube sei ein Gefühlsthema, wird hier eines Besseren belehrt. Für mich war dieses Buch der Startschuss in ein neues Leben. Kein großes Tam-Tam, keine mystischen Gefühle, sondern handfeste Fakten, die das Herz berühren.

„Der Fall Jesus“ hat mir bewiesen, dass Glauben und Denken keine Gegensätze sind. Wer sich traut, die harten Fragen zu stellen, wird hier Antworten finden, die nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz erreichen.

Für alle, die bei Jesus nicht einfach blind „ja“ sagen wollen, sondern Beweise fordern, ist dieses Buch Pflichtlektüre. Mich hat es überzeugt – und das mit Anlauf.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Ferienwahnsinn mit Humor ertragen – Judith Luig macht’s vor

Du wolltest doch auf den Ponyhof!
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Du wolltest doch auf den Ponyhof! – tja, das dachte ich auch, als ich das Buchcover sah. Erwartet hatte ich eine lockere Ponyhof-Romantik, vielleicht mit einem Hauch Bullerbü-Idylle. Bekommen habe ich ...

Du wolltest doch auf den Ponyhof! – tja, das dachte ich auch, als ich das Buchcover sah. Erwartet hatte ich eine lockere Ponyhof-Romantik, vielleicht mit einem Hauch Bullerbü-Idylle. Bekommen habe ich stattdessen einen humorvollen, manchmal herrlich überdrehten Ritt durch die bitter-süße Realität von Familienurlauben mit kleinen Kindern. Judith Luig schreibt, als säße sie mit einem Kaffee (wahrscheinlich kalt geworden) am Küchentisch und würde einem die besten Anekdoten servieren – ehrlich, charmant und immer mit einem Augenzwinkern.

Man fühlt sich sofort ertappt, wenn der Plan “diesmal wird alles entspannt” schon auf Seite 10 zerschellt. Es ist tröstlich, zu lesen, dass selbst die abenteuerlichsten Ferienpläne (Eltern mitnehmen! Robinson-Club! Nordsee im April!) regelmäßig im Chaos enden. Trotzdem schafft es Luig, diesen Wahnsinn so humorvoll zu verpacken, dass man als Leser das eigene Urlaubstrauma plötzlich viel gelassener sieht.

Besonders witzig fand ich ihre Beschreibungen der familienhoteltauglichen Selbstaufgabe – man spürt förmlich, wie sie innerlich schreiend den Wellnessbereich anstarrt, während der Nachwuchs sich am Basteltisch festklebt. Auch das ewige Scheitern an der Erwartung, als Paar mal wieder zueinander zu finden, trifft sie mit einer Mischung aus Ironie und liebevoller Resignation auf den Punkt.

Stellenweise hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefgang gewünscht. Die Geschichten sind lustig, keine Frage, aber manchmal wirkte es, als würde Luig den schnellen Gag über die emotionale Tiefe stellen. Trotzdem: Wer selbst Kinder hat (oder hatte) und bei dem das Wort “Urlaub” eher für leichtes Zucken sorgt, wird sich hier wiederfinden – und dabei schmunzeln, laut lachen und am Ende seltsam erleichtert das Buch zuklappen.

Kein Ponyhof also – aber ein sehr unterhaltsamer Erlebnisbericht, der genau das richtige Maß an Selbstironie und Herz mitbringt. Vier solide Sterne, weil’s mit Augenzwinkern genau den Nerv trifft, auch wenn ich mir vom Cover her anfangs was anderes vorgestellt hatte.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Mit Scott, Scarlett und Zavah auf Monsterjagd – Unser Buddyread-Highlight des Jahres

Die Oaknight-Chroniken (Bd. 3)
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Kaum lag der dritte Band der Oaknight-Chroniken im Briefkasten, gab es für meine Tochter und mich kein Halten mehr. Bücherkaffee? Abgesagt. Serienabend? Verschoben. Wir mussten rausfinden, was Scott, Scarlett ...

Kaum lag der dritte Band der Oaknight-Chroniken im Briefkasten, gab es für meine Tochter und mich kein Halten mehr. Bücherkaffee? Abgesagt. Serienabend? Verschoben. Wir mussten rausfinden, was Scott, Scarlett und Zavah diesmal wieder aushecken. Und was soll ich sagen? Der Wahnsinn hat einen Namen – Bragoviszte! Während wir Seite um Seite verschlungen haben, haben wir uns gefühlt, als würden wir selbst durch die düsteren Gassen jagen, ständig auf der Hut vor dieser fiesen Kreatur, die das Lichterfest ordentlich aufmischt.

Es ist fast schon unheimlich, wie A. E. Leinkenjost es schafft, uns mitten in diese schattenreiche Szenerie zu katapultieren. Und Helge Vogts Illustrationen? Die haben wir bei jedem Kapitelwechsel gefeiert. Meine Tochter hat regelmäßig laut gerufen: „Guck dir DAS an!“ – und natürlich war ich sofort dabei. Ein richtiger Buddyread-Moment jagte den nächsten, inklusive hitziger Diskussionen, wer jetzt schlauer ist – Scott oder Scarlett. (Sie sagt Scarlett, ich halte zu Scott. Klassischer Papa-Tochter-Streit.)

Der Spannungspegel? Durchgehend im roten Bereich. Die Mischung aus Grusel, Humor und dieser bittersüßen Melancholie hat uns voll erwischt. Besonders diese leichenblassen Widersacher – Gänsehaut deluxe! Wir haben so oft das Buch abends aus der Hand gelegt und uns dann doch „nur noch ein Kapitel“ gegönnt, dass aus einem Leseabend plötzlich drei wurden.

Die Oaknight-Chroniken sind einfach Familiensache geworden. Dieser dritte Band ist für uns das Highlight der Reihe – düsterer, frecher und gleichzeitig so herzerwärmend, dass man Butler Hamish am liebsten aus dem Buch herausretten möchte. Und ja, das mit dem Farbschnitt? Unfassbar schön. Fast zu schade zum Lesen… fast.

Fazit: Wer bei diesem Band nicht mitzittert, laut lacht und zwischendurch leicht panisch den Lichtschalter sucht, der hat was verpasst. Für uns war’s ein 5-Sterne-Buddyread der Extraklasse!

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