Tiermaschinen, Vertrauen und Chaos – ein Abenteuer wie kein anderes
I am Wolf – Der Kampf der TierclansAlso... was zum heulenden Maschinenwolf war das denn bitte für ein abgefahrenes Leseabenteuer?! Ich hab das Buch zusammen mit meiner Tochter als Buddyread verschlungen – eigentlich wollten wir nur reinlesen, ...
Also... was zum heulenden Maschinenwolf war das denn bitte für ein abgefahrenes Leseabenteuer?! Ich hab das Buch zusammen mit meiner Tochter als Buddyread verschlungen – eigentlich wollten wir nur reinlesen, aber zack, plötzlich war es Mitternacht und wir haben im Halbdunkel über Colls Schicksal diskutiert wie zwei Nerds beim Endkampf in einem Fantasy-Videospiel.
Die Idee mit den Tiermaschinen? Total irre – im besten Sinne! Ein Wolf, der gleichzeitig eine gigantische Kampfmaschine und Heimat ist? Mein inneres Kind hat applaudiert, während mein Erwachsenen-Ich still nickend dachte: „Okay, das ist echt cool gemacht.“ Meine Tochter fand die Raben natürlich am coolsten – klar, fliegen, klauen, Chaos stiften. Ich war Team Keiler. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich wegen der Durchsetzungskraft und dem underdog-Vibe.
Wir hatten so viele “Stopp, lies den Absatz nochmal!”-Momente, dass ich irgendwann ernsthaft erwogen hab, das Buch zu klonen, damit wir parallel weiterlesen können. Aber nein, wir haben tapfer gebuddyreadet, inklusive Diskussionen beim Abendbrot („Wem würdest du eher trauen – Keiler oder Rabe?“) und wilden Theorien vor dem Einschlafen („Was, wenn Coll gar kein richtiger Wolf ist?!“ – Spoiler: Keine Ahnung. Lies selbst.).
Was uns beide überrascht hat: Die Story ist ziemlich düster und hat ordentlich Wumms. Für ein angeblich “ab 10” angesetztes Buch fanden wir das schon sportlich. Klar, es ist verständlich geschrieben und die Kapitel fliegen nur so dahin – aber die Themen? Vertrauen, Verrat, Überleben, Identität... das hat mehr Tiefgang als man auf den ersten Blick denkt. Und Coll ist kein typischer Held – er zweifelt, er zögert, er wächst. Das fanden wir beide richtig stark.
Kurzum: Dieses Buch ist wie ein wilder Ritt auf dem Rücken eines mechanischen Wolfes – laut, schnell, emotional und voller Staub im Gesicht. Wir feiern’s! Und wir brauchen dringend Band 2. Am besten vorgestern.